Aufgaben im Fall eines Notfall-Szenarios

„Aufgaben im Fall eines Notfall-Szenarios“ ist der 2. Teil von 4 des Artikels NotfallPlan für (sensible und erwachte) Fortgeschrittene, es ist eine persönliche Geschichte, lesen Sie dazu bitte zuerst Teil 1 hier ->

Notfall

Was soll ich euch erzählen … Die Techniker kamen und, wie ich es selbst schon wusste, meinten sie, einen doch schwerwiegenderen Fehler gefunden zu haben, den man nicht ad hoc beheben konnte. Also mussten wir dann nach ca. einer Stunde Wartezeit das Flugzeug doch verlassen und uns in die Flughalle begeben und warten, bis uns jemand über den Notplan informieren sollte. Weitere zwei Stunde mitten in der Nacht auf dem sichersten (?) Flughafen der Welt …  bis wir letztendlich alle in ein Hilton-Hotel am Flughafen gefahren wurden und dort Zimmer zugeteilt bekamen mit dem Hinweis, in der Früh (bitte … es war bereits 4 Uhr in der Früh) würden wir informiert, wie es weitergeht, sprich: ob das Flugzeug repariert worden sei und wann wir mit ihm erneut – weiter – fliegen können.

Hallo-o!!! Hilfeee!!! Schon wieder ein Notfall!!!

Haben wir nicht genug Vorwarnung bekommen? Da sollen wir uns wirklich nochmals in das gleiche Flugzeug setzen? Wäre das nicht fahrlässig? Man möchte und hofft doch so oft auf Impulse, Hinweise, Zeichen – waren diese für uns nicht deutlich genug?

Was sind eigentlich unsere Aufgaben im Fall eines Notfall-Szenarios?

Ich weiß nicht, wie sich das die meisten von euch erwachten, bewussten, spirituellen und hochsensiblen Menschen vorstellen, wie wir nach all den Ausbildungen, Lektionen, Prüfungen und Erfahrungen sein sollen bzw. werden, wenn die Stunde „A“ kommt und es darauf ankommt, wozu wir da sind, wofür wir trainiert worden sind. Wahrscheinlich denken wir, wir sollen die „Stabilisatoren“ und/oder „Orientierungspunkte“ und/oder „Ruhepols“ und/oder „Verbindungshalter“ und/oder „Übersetzer“ und/oder „Helfer“ und/oder „Begleiter“ und/oder sogar „Besserwisser“ sein. Und doch sind wir alle in erster Linie Menschen …

Was war also für uns zwei zu tun?

Seelenruhig nochmals in das gleiche Flugzeug einsteigen, überheblich das Vertrauen in das Universum, das Leben, das Göttliche ausstrahlen: Es geschieht was geschieht, alles ist gut in diesem Universum?

Wenn das so wäre, wozu also die Warnungen?

So suchten wir eifrig nach einem Tor, um zu sehen, in welche Richtung sich der Weg öffnet. Vielleicht bedeutete die Botschaft, dass wir New York gar nicht verlassen sollten? Wie sollten wir das aber eindeutig wissen?

Notfall

Notfall-Plan für Fortgeschrittene

Psychisch, energetisch, geistig war ich, subjektiv fühlend, auf einem mittelalterlichen Niveau. Die heftigen Energien, die sich in der Luft und im Flugzeug abspielten, saugten mich völlig aus. Ich war matt, träge, kraftlos. Mein Mann war auf Notüberlebensplan geschaltet: zuerst schlafen und erholen, dann sehen. Männliche Logik. Aber wie schläft man in so einem Zustand und mit unbeantworteten, wahrscheinlich überlebenswichtigen Fragen ein? Der Mann lässt sich ins Schlafkoma fallen und tankt dabei Reserven, während die Frau über die Nacht aus ihren letzten Reserven heraus wacht. Ein menschliches Spiel. Spätestens danach ist die ganze Kopfspiritualität futsch. Der Mann hat für den Notplan aufgetankt, kann die entkräftete und widerstandslose Frau schnappen und sich den Weg, wohin, an welchen sicheren Ort auch immer ihn seine Instinkte führen, bahnen, wo er erschöpft und entkräftet die Frau loslassen kann, bis diese wieder zu Kräften kommt und ihre Intuition erneut einsetzen kann, um zu wissen, wohin und wie es weitergeht. Irgendwie ist das der eigentliche Notplan, den sich bitte auch alle für die nächste Zeit einprägen sollen: Das optimale Einsetzen der weiblichen und männlichen Kräfte – ob man selbst als Individuum (durch eigene weibliche und männliche Anteile, die situationsbedingt abwechselnd an die Oberfläche kommen und das (An)Sagen übernehmen), ob im Paar, in einer Gruppe oder einem Team. Wenn die Frauen entkräftet sind, die Intuition versagt, sind die Männer dran, um das Schiff in einen sicheren Hafen zu bringen, wo sich die Frauen sammeln und den Weg weisen können.

Vorbereitung auf einen Notfall

Klar haben wir selbst (also mein Mann und ich) bewusst und auch unbewusst dieses Mann-Frau-Notfallszenario bereits in verschiedenen Situationen und Trockentrainings geübt. Und natürlich war unsere aktuelle (Flug)Lage auch ein Training unter äußerst realen Verhältnissen.

Obwohl selbst total übermüdet und dem komatösen ins Bettfallen ganz nah, hörte mein Mann geduldig meinen letzten Pro- und Kontra-Argumenten für die weitere Vorgehensweise zu.

Nein, ich wollte sicher nicht erneut in das Flugzeug einsteigen, wenn es noch andere Wege gab!

Gegen einen längeren Verbleib in NY hatten wir grundsätzlich nichts einzuwenden. So packten wir als Erstes unseren Computer aus und versuchten über das Internet den Flug umzubuchen bzw. innerhalb der nächsten Tagen neue Tickets mit einer anderen Airline nach Wien zu buchen. Erstaunt stellten wir fest, dass wir auf dem Zimmer kein Internet hatten. Nach mehreren Anrufen bei der Rezeption und dem Versprechen, dass es bald freigeschaltet wird, versuchten wir die „unglückliche“ Airline telefonisch zu erreichen, um zu erfahren, ob eine Umbuchung auf einen anderen Tag und ein anderes Flugzeug möglich war. Wen überrascht es: Outside konnten wir aus unserem Hotelzimmer auch nicht telefonieren. Irgendwie waren wir eingesperrt. Nur aus der Lobby, konnten wir unter der Aufsicht des zuständigen Personals telefonieren bzw. im Internet surfen. Das taten wir auch und stellten fest, dass das günstigste Ticket, das wir als Österreicher für einen Flug aus den USA nach Wien innerhalb der nächsten Woche kaufen konnten, zwischen 8.000,- bis 22.000,- Euro kostete; selbstverständlich pro Person. Pervers! Das war also nicht der Weg. Und laut der persönlichen Auskunft des Airline-Zuständigen, der in der Früh vor Ort geschickt wurde, um uns zu informieren und etwas für uns zu organisieren, gab es keinen Grund mehr zur Umbuchung, weil das Flugzeug erfolgreich repariert worden war und zur Mittagszeit wieder abfliegen konnte.

Hurrraaa!

Erinnert ihr euch noch an den eben gezeichneten Notplan? Entkräftete Frau ist in diesem Stadium nicht fähig Widerstand zu leisten! Und der Mann? Der Mann, der auf Reserve fährt, wählt den Weg des geringsten Widerstands, um Energie zu sparen. Und das schien tatsächlich zu funktionieren, auch wenn mit extrem mulmigem Gefühl.

Déjà-vu …

Am nächsten Tag, zur Mittagszeit:  Die gleiche Mitarbeiterin des Flughafens wie am Vortag fragte uns gar nicht, welche Sitze wir haben wollen. Das Flugzeug war sowieso schon voll und wir bekamen keine Sitze am Notausgang, sondern … eine Reihe dahinter. Rundum schon bekannte Gesichter, gleiches Flugzeug, gleiche Crew. Niemand alberte herum, aber es regte sich auch keiner auf. Wir hoben ab und nach einer halben Stunde in der Luft geschah … nichts. Wir flogen ruhig weiter und eine gewisse Anspannung fiel von mir, als hätten wir diesmal grünes Licht bekommen. Eine von mir fühlbare, unsichtbare Schranke in der Luft haben wir passiert und es stand uns nichts mehr im Weg. Wir bekamen sogar „Rückenwind“ und waren auf der kurzen Strecke nach Europa eine Stunde früher gelandet als geplant.

Warum habe ich diese Geschichte mit euch geteilt? Und warum erst jetzt, fast ein Jahr später?

Es geht selbstverständlich um den Notplan und das Notplanszenario.


Fortsetzung folgt … (Teil 3 unter dem Namen „Vorsorge während der Notfall-Zeitqualität“ finden sie hier ->

© 10/2016 Kristina Hazler

 

(Wollen Sie den gesamten Artikel „Notfallplan für (sensible und erwachte) Fortgeschrittene“ schon heute komplett und ohne Unterbrechung lesen, können Sie diesen um nur € 1,00 hier downloaden ->. Unter dem angeführten Link finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis des gesamten Artikels)

notfallplan2Die Fortsetzung besteht aus 2 weiteren Teilen die nacheinander zu folgenden Themen erscheinen:

  • Kein Grund zur Panik
  • Rollenverteilung während der aktuellen Notfall-Zeitqualität
  • Vorsorge
  • Die Individualität gilt auch im Falle des Notplans!
  • Testphasen
  • Für den Fall der Fälle
  • Krise als Chance

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