Ausbildung

– Lerne Deines zu lernen und aus Dir heraus zu lernen –

Ich selbst habe in meinem Leben gelernt, dass eine Ausbildung – das Leben – ein stetiger, fast unendlicher Prozess ist – das Studium ist so gut wie nie abgeschlossen. Ausbildung bedeutet für mich nicht, ein starr vermitteltes „fremdes“ Wissen zu übernehmen, sondern es heißt für mich, einen Weg der Selbstfindung zu gehen. Alles, was man zu lernen hat, trägt man bei sich bzw. kommt durch einen selbst. Man selbst ist das Tor für alles, was man benötigt, was man zu wissen und zu lernen braucht. Zu lernen heißt für mich nichts anderes als zu erfahren – auf welche Art auch immer. Zu erfahren heißt auch z.B. einen Zeitungsartikel zu lesen und dabei spontan eine innere Eingebung zu haben, eine Einsicht, die sich plötzlich sonnenklar anfühlt – mit dem Artikel selbst muss es auf den ersten Blick nichts zu tun haben. Man erfährt in so einem Moment seine Wahrheit, entdeckt eine Information, zu der man ein eigenes Gefühl, eine eigene Position, sozusagen eine eigene Meinung entwickeln kann. Manchmal ist es spontan, sozusagen von null auf hundert, ein anderes Mal ist es ein langjähriger Prozess, es kommt auf das Thema, auf den Entwicklungsstand sowie auf viele äußere Umstände an.

Wir als Menschen im Allgemeinen sind einander gegenseitig Lehrer. Nicht einer lehrt den anderen, sondern man steht sich gegenseitig als Lehrer und gleichzeitig als Schüler zur Verfügung, egal ob man sich dessen bewusst ist oder nicht. Wie gesagt, lernen heißt für mich erfahren – in jeder Begegnung, ob mit einem anderen Menschen, einem Tier, der Natur oder einer Situation, erlebt man sich selbst. Man kann nicht anders – jeden Augenblick im Leben macht man nichts anderes als sich in verschiedenen Situationen, Positionen, Rollen, Begegnungen, Wechselwirkungen zu erfahren. Jede Situation ist gleichzeitig eine Botschaft, eine Heilungsmöglichkeit, eine Unterrichtseinheit.

Der Mensch ist individuell. Aufgrund seiner Beschaffenheit, seines Backgrounds, seiner Vergangenheit usw., hat er eigene Anforderungen an das Lerntempo, die Lernintensität, Lernart und den Lernstoff – für jeden gibt es eine optimale Mischung, in der sich das Lernen plötzlich nicht wie Lernen anfühlt, sondern ganz normal, selbstverständlich zu sein scheint. Es ist einfach ein Schreiten, Entdecken, sich Erinnern. Man versucht sich etwas beizubringen, auf sich selbst, auf das innere Gefühl, die eigene Individualität zu hören, die eigenen (mitgebrachten, in die Wiege gelegten) Qualitäten und Talente zu entdecken, diese zu benutzen, einsetzen zu lernen und aus diesen heraus oder mit ihnen zu gestalten, zu formen, zu kreieren, erfinden, forschen, heilen, beraten oder einfach nur zu leben.

So kann mein Beitrag zur Ausbildung sein, Sie zu Ihrem Eigenen zu begleiten und Ihnen zu helfen, das Eigene zu entdecken, ein Gefühl dafür zu bekommen bzw. selbst und von sich zu lernen, sich sozusagen „selbst“ auszubilden.

 


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