Burnout als Folge überforderter energetischen Verdauung

Under Pressure!

Schon alleine der Name Burnout lädt zum Hinterfragen ein. Sogar die übersetzte, einfachere Version verschleiert nicht, sondern bringt uns dieses Thema näher. Die Namensgebung ist wirklich gelungen. Warum? Weil es sich (aus meiner Sicht und Erfahrung) um tatsächliches Ausbrennen handelt, jedoch in einem weiteren Sinn. Um hinter die Kulissen dieses Zustandes zu schauen, bedarf es einiges Verständnis für die Vorgänge hinter dem derzeit Sichtbaren, Anerkannten, Messbaren. Eine Blickwinkelverschiebung in Richtung Energiefluss, eine Betrachtung aus einer neutraleren Perspektive. Man muss nicht hellsichtig sein, um zu spüren, dass Gewisses in unserem Körper vorgeht, das mit bloßem Auge nicht zu entdecken ist. Wahrscheinlich viele der sogenannten Burnout-Patienten bzw. -kandidaten oder Depressive und auch HSP (High sensitive Person) haben schon die Erfahrung gemacht, dass trotz einer weitreichenden Untersuchung durch eine Mehrzahl von Spezialisten keine ungewöhnlichen Befunde zu finden waren.

Gemessen wird das, was bereits messbar, sichtbar ist. Das, was bereits im Bewusstsein, also entdeckt worden ist. Dass außer diesem heute Messbaren und Sichtbaren noch weitere Überraschungen auf uns warten, haben wir spätestens seit Galileo Galilei gelernt.

Und jetzt ohne große Umschweife zu meiner Sicht des Themas Burnout:

In unserem System und nicht nur im körperlichen, sondern auch im energetischen, findet eine tatsächliche Verbrennung statt. Alles, was man selbst nicht braucht oder was dem optimalen „Funktionieren“ im Wege steht, wird verarbeitet, ausgeschieden, transformiert. Ich glaube, da stimmen mir sogar Physiker und Chemiker zu. Die Nahrung wird in einer Form aufgenommen und bereits beim Schlucken beginnt eine Transformation, Umwandlung und später folgt die Ausscheidung von Unverwertbarem. Als einer von vielen Effekten eines solchen Prozesses entsteht Wärme, so wie sie fast immer entsteht, wenn etwas in Bewegung kommt. Schon alleine hier, bevor ich tiefer in das sogenannte Energetische/Unsichtbare/Mystische hineingehe, habe ich eine mögliche Anleitung zur Vorbeugung bzw. Therapieren des Burnouts angedeutet: Wenn etwas lange brennt, wird es heiß. Die Hitze/Wärme entsteht z.B. aufgrund von zu viel Bewegung. Als Folge fühle ich mich ausgebrannt und sollte mich am besten etwas verlangsamen bzw. eine Pause einlegen. Erst in einer Pause habe ich die Möglichkeit, mich zu besinnen, zu untersuchen/begutachten/wahrzunehmen, den Verbrennungsgrad oder die Auswirkungen festzustellen. Und dieses „Pause einlegen“, das passiert heutzutage an allen Ecken. Viele gehen in den Krankenstand und (wenn es gut geht) ruhen sich aus bzw. gehen auf Abstand zu dem, was sie verbrennt (wenn sie Glück haben).

Burnout

Aus energetischer Sicht passiert eine (Nahrungs)Aufnahme nicht nur durch physisches Essen, sondern auch durch die Aufnahme von Energie. Was ist aber diese Energie, die wir in uns aufnehmen? Verschiedenes. Unter anderem die Umweltverschmutzung; also sozusagen technische, künstlich erzeugte Energie, wie verschiedene Strahlen, Impulse, Informationen (die vor einigen Jahren noch gar nicht da waren und nicht jedem sein System hat sich schon auf die Verarbeitung einstellen können) aber auch menschliche Energie wie Gedanken und Emotionen (die sich heutzutage in jedem seiner Umgebung durch die elektronische und mediale Vervielfältigung der Informationen) und das Hochschaukeln der Gefühle – zwecks Aufmerksamkeitserregung, Werbung etc.- potenzieren. Jedes noch so flüchtige und bedeutungslose Hirngespinst wird zumindest durch die sozialen Plattformen, durch den Äther, gejagt. Multiplizierte Gedankenwolken, die vor einigen Jahren wie heiße Luftblasen zerplatzt wären, wenn sie nichts taugten, werden heute absichtlich mit noch mehr heißer Luft gespeist und aufgebläht, damit keiner mehr an ihnen vorbeieilen kann – nicht umsonst spricht man in Marketingstrategien von Multiplikatoren. Diesen elektronischen, mentalen und emotionalen Smog, der vor 50 Jahren noch vor unseren Türen halt machte, holen wir uns diese mittels modernster Errungenschaften freiwillig in unsere Wohnzimmer, gar in sogenannte Wellness- und Erholungsoasen, wo eigentlich Ruhe und Besinnung, also das Mit-sich-selbst-sein, angesagt sein sollte. Von was erholen wir uns bitteschön in einem exklusiven Badezimmer, in dem uns beim Duftbad und Kerzenlicht der Fernseher beschallt oder das Handy zwitschert? Höchstwahrscheinlich nur von uns selbst, sonst könnte uns die Fütterung mit fremden Ideen, die wir sogar überall in unserer Hosentasche mittragen, um mit der ganzen Welt online zu sein, nicht im Bann halten. Fragen wir uns aber, ob wir auch mit uns selbst online sind? Wir sollten mittlerweile verstanden haben, dass nicht alles, was um uns herum schwebt, auch immer klar, vital und wirklich brauchbar ist. Wolken von verwirrten, angstvollen, traurigen, aggressiven, wütenden und ähnlichen Formationen schwirren um uns herum und keiner will es haben. Gehe ich in ein öffentliches Bad und bade in einem Pool, wo jemand reingepinkelt hat, schwimme ich, auch wenn stark verdünnt und chloriert, in Stoffen/Ausscheidungen von jemandem, in denen ich mich normalerweise nicht freiwillig bewegen würde. Meistens führt (wenn man es wissen würde) der Weg aus dem Pool direkt unter die Dusche. Man entledigt sich auf so einem Wege des Fremden und Unangenehmen. Der urinale Vergleich ist gar nicht weit hergeholt. Öfters baden wir in psychischen und energetischen Fäkalien und hoffen, darin noch etwas Weises zu finden. Jemand hat sich erleichtert und wir sind für längere Zeit mit dem Sortieren und Herumtragen vom Ballast beschäftigt. Burnout gefährdete und betroffene Personen sind oft talentierte Ablade- und Sammelstellen und Kompensatoren nach einem möglichen unbewusst-bewussten Motto: „Ich nehme dir ein wenig von deinem Mist ab und dafür bist du ein paar Stunden nett zu mir“. Energie ist meistens mit seinem Erzeuger verbunden. So kann es passieren, dass man mit einem halben Büro noch Hause spaziert und sich unbemerkt den Kopf und das Herz wegen Probleme anderer zerbricht, als hätte man von den eigenen nicht genug.

Burnout als Folge unzureichender energetischen Verdauung

Wenn man den Gedanken zulässt, dass jeder Mensch ein Energiefeld hat, dass bis einige Zentimeter oder auch mehr, außerhalb von seinem Körper reicht, versteht man, dass man mit dem eigenen Feld immer wieder das Feld eines anderen berührt/kreuzt oder überschneidet und somit eben auch Informationen bzw. Energien auf unbewusster Ebene austauscht. Für ein gesundes Energiesystem ist dies kein Problem. Auf der unbewussten Ebene läuft permanent eine Art von energetischem Verdauungsprozess bzw. einer Energietransformation, welche ähnlich wie das Verdauungssystem funktionieren. Aufgenommenes wird zu eigenen Gunsten verarbeitet, umgewandelt und das Unbrauchbare ausgeschieden. Ähnlich wie beim physischen Verdauen entsteht eine Menge Wärme, da gewisse innere/unbewusste Vorgänge in Gang kommen – also sich bewegen. Diese Wärme ist für die meisten Menschen wahrscheinlich nicht als die bekannte, physische Wärme spürbar. Sie kostet aber jede Menge Energie und wenn kein Nachschub an Frischem und Vitalem da ist oder man kein persönliches Kraftwerk besitzt, fühlt man sich – wen wundert’s – ausgelaugt, matt, träge, schwer, leer, fremdartig und ausgebrannt. Die Batterie ist leer.

Dieses Konglomerat aus verschiedenen Energien, ob Strahlen oder Gedanken, Emotionen und anderen habe ich persönlich in meinen Büchern als “Schlamm” benannt. Es ist nämlich etwas, das, wenn wir auf einmal zu viel davon erwischen, für uns zu dicht ist, uns regelrecht verstopft, einbunkert, zuschüttet – fast einbalsamiert. Überschätzen wir uns, und damit ist auch das eigene Energiesystem gemeint, und begeben wir uns in Gefilde, denen wir nicht gewachsen, auf die wir nicht vorbereitet, für die wir nicht ausgestattet sind, kriegen wir einen Batzen ab, an dem wir eine Zeitlang zu kauen haben, bis er „verdaut“ wird. Folgen wir unsere Spur, die uns an Orte führt, für die wir die optimale Ausrüstung im Gepäck haben, steht dem Wohlbefinden nichts im Wege und das Leben lebt sich wie von Selbst.

Das Krankhafte von uns und unserer Gesellschaft ist heutzutage, dass wir uns kopfüber in fremde Gebiete werfen, die mit uns nichts zu tun haben, außer, dass wir jemandem abgekauft haben, dass es so sein muss oder das Beste, das Einzige u.ä. für uns ist. Für den einen mag es stimmen, er ist ja dafür wahrscheinlich ausgerüstet, für einen anderen wahrscheinlich nicht. Ein Energiesystem arbeitet idealerweise im Hintergrund und mit Leichtigkeit, ohne uns beim Erforschen und Erfahren des Lebens zu stören, solange wir es nicht überlasten. Freude, Begeisterung, Spaß und Kreativität sind Faktoren, die wie Öl die innere Mechanik schmieren und den „Verdauungsprozess“ fördern. Verstrickt man sich in Situationen, die wir nicht mehr aus innerer Überzeugung, sondern aus Verpflichtung, Automatismus, Angst, Abhängigkeit u.ä. absolvieren – also eine schwere Kost, schaut es nicht besonders berauschend für unser Energiesystem und Wohlbefinden aus. Überhören wir dazu die dröhnenden Alarmglocken, weil es sich so gehört (Prinzip unserer Leistungsgesellschaft), weil es andere auch tun, weil man nicht auffallen, weil man den Anschluss nicht verlieren will usw. brennen wir nach und nach aus, bis uns schließlich ein Kurzschluss im System zum Aufhören „nötigt“. Kurzschluss heißt, es geht nichts mehr weiter. Der Tank, die Batterie ist leer, eine Starthilfe notwendig. Wir wissen: Ein Auto mit einer leeren Batterie, einem leeren Tank, kann man nicht starten. Regenerieren, Aufladen, Sanieren steht am Programm.

Diejenigen, die sensibler sind, die auch die „nichtphysischen“ Energien und Vorgänge wahrnehmen können, beobachten oft, wie ihr System nach einem Betreten von z.B. Einkaufszentren einen Gang höher schaltet. Die Hitze überströmt einen, man kriegt kaum Luft, die Glieder werden schwer, die Gelenke steif – die Transformation von Dichtem läuft auf Hochtouren. Schwaden von Nebel bilden sich vor dem inneren Auge. Man fühlt sich wie benebelt, fast blind. Im Kopf ist das halbe Gehirn lahmgelegt. Desorientierung, Vergesslichkeit (Blackouts) und eventuelle Panik sind die Folge. Zu Hause angekommen, läuft die Verbrennung des „Mitgenommenen“ eine Zeitlang nach, bis wieder Ruhe, Wohlbefinden und ein klarer Kopf – also der normale Zustand – eintreten kann. Erlebt man bewusst solche Zustände, überlegt man sich genau, wohin man hingeht und wie lange man verweilt.

Seit den Kindestagen haben wir gelernt, immer zum Nachbarn zu schielen – was er hat, was wir nicht haben und zu analysieren, ob wir es auch gerne hätten. Wir lassen uns von seltsamen Bewegungsgründen auf abenteuerliche Reisen ein, die eigentlich mit uns nichts zu tun haben, außer dass wir das haben wollen, das jemand anders hat. Die ganze Wirtschaft profitiert von so einem durchschaubaren und einfachen Verhalten. Sie macht uns Sachen schmackhaft, die sie am fließenden Band erfindet, damit wir sie haben wollen. In einem hypnotischen, selbstvergessenen Zustand trampeln wir einen Pfad entlang, den jemand für uns mit schmucken Worten bettet.  Wir folgen einer vor unserer Nase aufgehängten Karotte und hinterfragen gar nicht, ob wir sie wirklich haben wollen. Und wenn wir die Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit eines Tages doch merken, dann sagen wir uns meistens: So ist das Leben. Die anderen machen es auch so, Man kann nichts tun. Wissen wir aber, ob wir für solch eine blind-folgsame Reise, für den Weg, auf den uns andere führen, die notwendige Ausrüstung haben? Wenn wir erschöpft, ausgebrannt sind – eilt uns dann jemand zu Hilfe oder wird uns dann nur mehr der Stempel „Unbrauchbar“ aufgedrückt?

Würde jeder Mensch zu/in sich kehren und Selbst-bewusst das tun, was seins ist, was sein Herz, seine Seele begehrt – dies sind all die „uninteressanten Dinge“, die wir mit links bewerkstelligen können, die nicht laut sind und die wir nicht für besonders vorzeigbar halten – weil eben sooooo normal und natürlich – gäbe es dann Schlamm, der uns verstopft und verbrennt, den Burnout verursacht? Was meinen Sie?

© 02/2016 Kristina Hazler

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