Die neue Art des Wohnens ist lebensplankonform und flexibel

Dieser Artikel „Die neue Art des Wohnens ist lebensplankonform und flexibel“ ist der Teil 3 der Artikelreihe: Das bewusste Wohnen und die Transformation der festgefahrenen Welten, welche Sie sich in der gesamten Länge (alle 6 Teile) hier downloaden können ->

Die unbewusste Gestaltung des Wohnens entspricht oft nicht dem Lebensplan

Ich schätze, ohne historisch besonders bewandert zu sein, dass die Grundlagen der heutigen Wohnkultur bis in die Steinzeit reichen und sie nachträglich durch das mittelalterliche Denken des Festungsbauens modifiziert wurden. Wir haben scheinbar tief in uns noch immer das Bedürfnis des einstigen Steinzeitmenschen, sich eine Art Höhle zum Zurückziehen, wenn nicht sogar zum Verkriechen zu bauen. Irgendwie haben wir damals die Vorteile der Höhlen und der Steinbauten gegenüber leichteren Unterschlupfen, wie Büschen u.a., schätzen gelernt und dies ist in uns (in unseren Genen oder unserer Energiedatenbank, dem Energiefeld, der urzeitlichen Matrix) als ein besonderes Sicherheitsbedürfnis gespeichert geblieben. Wir legen noch immer einen „Stein“ auf den anderen, um uns ein solides Werk für die Ewigkeit zu erschaffen. Eine Festung soll es sein, wenn nicht eine Burg, unerreichbar und undurchdringlich für die Feinde; sei es ein Orkan, ein Versicherungsvertreter oder ein unliebsames Familienmitglied.

Das Bauen ist noch immer vor allem ein technisches, zahlen-orientiertes Fachwerk, während der psychologisch-energetisch-geistig-seelische Aspekt fehlt. Bei der Gesamtgestaltung des Wohnens vergessen wir die Kompatibilität mit unserem Lebensplan und die entsprechende Flexibilität zu hinterfragen.

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Die neue Art des Wohnens ist lebensplankonform und flexibel

Und? Was kommt noch dazu, wenn wir schon unser Eigenheim bauen? Die ältere Generation hat uns die Wertschätzung von verschiedenen Dingen beigebracht. So bauten sie und wir mit soliden Materialien nicht nur für uns, sondern auch für die nächsten Generationen. Das Bauwerk muss uns reichlich überdauern, sonst würde sich die Anstrengung und die investierten Lebensjahre wahrscheinlich nicht lohnen und rechtfertigen können. Und obwohl die eigenen Kinder gerade erst in den Windeln tollen, wird ihnen schon die Zukunft innerhalb eines festgebrannten familiären Energiemusters manifestiert. Sie haben – wohlerzogen – wertschätzend und dankbar das Erbe anzunehmen, es ist ja nur das Beste für sie und das Beste, was die Eltern für ihre Kinder zu tun wissen, genauso wie es sich gehört, wie es ihnen beigebracht wurde.

Es ist keine Undankbarkeit, wenn wir weiterziehen!

Wenn das so toll wäre, warum lösen sich so viele Kinder fluchtartig von ihrem „Stamm“ und nehmen lieber unberechenbare Strapazen des „Neuanfangs“ auf sich, als in dem warmen Nest die familiäre Idylle weiter zu spinnen? Es ist kein Undank! Und es ist eher traurig, dass wir in unserem Familienleben, in der mitmenschlichen Begegnung noch so unbewusst sind. Durch ein wenig mehr Bewusstheit im gemeinsamen Umgang könnten viel Kummer, unnötige Vorwürfe, Missverständnisse, Trauer und Verletzungen vermieden werden. Dort, wo eigentlich der Dank für das Bisherige da ist, wird aus der Unbewusstheit heraus eine Undankbarkeit unterstellt, obwohl der eigentliche Grund darin liegt, dass man aus der „Matrix“ herausgewachsen ist. Das ins Erwachsenseinwandelnde spürt in sich den Ruf der Welt. So, wie die Vögel ihre Kinder irgendwann aus dem Nest in die Welt herausfliegen lassen, damit sie auch eigenständig ihre eigenen Nester bauen und ihr eigenen Nachkommen zu Welt bringen können, so drängt es das menschliche Küken, die Geborgenheit und gemütliche Sicherheit zu verlassen und in die Welt zu gehen, um das Recht auf eigene Erfahrungen zu leben. Intuitiv spürt das Kind, ob das familiäre Programm es bei den neuen Erkundungen unterstützt oder ob es und wann aus ihm ausbrechen muss. Schon alleine das Ausbrechen ist für so manche Seele eine wichtige Erfahrung. Geht das Kind nicht, weil es die Eltern zu sehr liebt und sie nicht verletzen, mit ihnen keinen Konflikt und keine Schuldgefühle haben möchte, unabhängig davon, ob es dem Seelenplan so entspricht, beginnt es sich in einer Art Hamsterrad zu drehen. Es gleicht einer, in Teil 2[1] erwähnten KreuzungsEntscheidung: Weitergehen oder stehen zu bleiben?

Würden die Eltern eine entsprechende Bewusstheit besitzen, würden sie sich selbst und dem „eigenen Fleisch und Blut“ viele Launen und Konflikte ersparen und das Kind anders, vertrauensvoll, bei seinem Werdegang unterstützen können. Und obwohl die meisten Eltern nur das Beste für ihren Nachwuchs wollen, wissen die meisten aus der eigenen Erfahrung, dass es nicht immer das Beste von dem war, was möglich gewesen wäre. Unsere Gesellschaft krankt unter anderem an einem Entfaltungsmangel, den fast jeder Bürger dieser Erde in sich empfindet, weil ihm nicht das geschah, nicht das gegeben wurde, was seinem eigenen individuellen Bedarf entsprach. So laufen viele unglücklich durch die Gegend und suchen nach einer Befriedung, suchen nach etwas, das ihre Leere, ihr Manko, ihr „schwarzes Loch“ nähren, besänftigen, stopfen, schließen würde. Leider, trotz der großen Hilfsbereitschaft, haben wir noch immer nicht gelernt, dass das Beste, was sich ein Mensch aktuell für einen anderen Menschen vorstellen kann, nicht wirklich das Beste für diesen Menschen sein muss. Es fehlt an Empathie, dem Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Individualität eines anderen Wesens. Wir hängen noch immer in einem Spiegelkabinett, wo wir, statt auf den anderen einzugehen, unsere eigenen Bedürfnisse über unser Gegenüber stülpen.

Warum bauen wir noch materiell aufwändige Unterkünfte für eine längere Zeit, wenn diese bald anfangen so zu verfallen, wie die Menschen in ihnen? Warum sollte ein junger Mensch, der gerade flügge geworden ist und der auf seine frische Kraft und neue Ideen der Gesellschaft hofft, sich in alten, auseinanderfallenden Gemäuern niederlassen? Warum ihn nicht lieber eine seiner eigenen Energie entsprechende Kraft- und Ideenwerkstatt zu ermöglichen?

Warum tun wir das, was uns widerspricht?

Ein verfallendes Objekt wieder zu revitalisieren, zum Leben zu erwecken, ist oft schwieriger, kosten- und zeitaufwendiger als ein Neues zu bauen, das mehr den Bedürfnissen der aktuellen Zeit, der „Jetzt-Zeit“ entspricht, und das ist erst die materielle Seite der Medaille ohne dabei die Energievitalisierung des abgewohnten Raumes zu berücksichtigen. Wer von uns hat tatsächlich Bock, mit frischem Elan und Ideen, alte, heruntergekommene, miefende Unterkünfte zu beziehen? Und das habe ich noch nicht die sich vor Ort befindliche Energien der früher dort wohnenden Menschen erwähnt!

Der englische Professor und Forschungspsychologe Kevin Dutton untersucht in einem seiner Bücher und Experiment mit Probanden die Frage: „Können wir uns Angst auf dieselbe Weise „einfangen“ wie eine Erkältung?“ und weist darauf hin, dass „emotionaler Stress sprichwörtlich „ansteckend“ ist“ und fragt sich weiter „wie sieht es mit der Immunität aus? Fangen sich einige von uns eher den Angstbazillus ein als andere? Haben einige von uns eher einen „Riecher“ dafür?“ Um dies herauszufinden führte er eine Variation einer Studie von Lilianne Mujica-Parodi, einer Kognitionswissenschaftlerin der Stony Brook University in New York durch, die er in seinem Buch[2] folgend beschreibt:

„Zuerst zeigte ich einer Probandengruppe einen Horrorfilm (Candymans Fluch) und schickte eine zweite Gruppe aufs Laufband. Danach füllte ich den Schweiß, den ich von ihnen gesammelt hatte, (sozusagen) in Flaschen ab. Schließlich sprühte ich ihn in die Nase der Probanden einer dritten Gruppe, während sie ein simuliertes Glückspiel spielten. … Falls die Theorie von Mujica-Parodi Hand und Fuß hatte, ließ sich mit folgenden rechnen: die Probanden, die den „Candyman“-Schweiß inhaliert hatten, würden größere Vorsicht an den Tag legen und konservativer spielen als diejenigen, die den Laufbandschweiß eingeatmet haben. … Die Ergebnisse des Experiments hätten eindeutiger nicht sein können. Die Personen, welche dem Angstschweiß ausgesetzt waren, waren zurückhaltender mit ihrem Spielwetteinsatz, außer sie gehörten zu den Menschen, die gegenüber der Angst immun waren.“

Bei der Studie von Mujica-Parodi im Jahr 2009 wurden die Probanden bei einem ähnlichen „Angstgeruchexperiment“ während sie den „Schweiß“ inhalierten in einem Magnetresonanztomograph untersucht. Sie wussten nicht was sie inhalierten und doch, das Gehirn derjenigen, die dem Angstschweiß ausgesetzt waren, zeigte beträchtlich mehr Aktivität in dem Angst verarbeitenden Bereich (der Amygdala) als das der Probanden, die den Laufbandschweiß eingeatmet haben.

Die Studie von Kevin Dutton und Mujica-Parodi zeigt auf, wie unmittelbar die Energien anderer Menschen auf uns wirken. Im Experiment ging es vor allem um grobstoffliche, physische, für jedermann wahrnehmbare Energien (den Schweiß) die auch schon fähig sind unsere Stimmung, unsere Einstellung, unsere Wahrnehmung, unser Handeln zu beeinflussen und verändern, ohne dass wir uns bewusst sind, was auf uns eingewirkt hat. Aus meiner Erfahrung und Wahrnehmung heraus kann ich sagen, dass die feinstofflichen Energien anderer Menschen, also solche die wir nicht riechen, schmecken, sehen, greifen können, welche die Menschen aber ununterbrochen aufgrund von ihren Gedanken und Emotionen „absondern“, uns genauso, wenn nicht stärker beeinflussen. Wenn wir alleine bei dem „Schweißbeispiel“ bleiben, können wir uns überlegen, wie viel davon in einer Wohnung, nach dem sie zwanzig, dreißig Jahre von jemanden, der zum Beispiel Existenzängste oder Eifersuchtsanfälle täglich durchlebte, haften bleibt? Und der Schweiß ist eine grobstoffliche Substanz, die eigentlich auf der Oberfläche der Stoffe bleibt und leicht zu entfernen ist. Aber was geschieht mit den weniger groben Energien, die „durch die Wände“ gehen, also alles leicht durchdringen, ausfüllen, ein Energiefeld um die Sachen, Möbel, Geräte, Wände etc. erzeugen können?

Warum tun wir das dann doch? Warum ziehen wir also in so etwas ein, was wir schon im Ansatz spüren und unbewusst wissen, dass es uns nicht belebt, sondern uns müde und/oder ängstlich und/oder klein und/oder aggressiv macht und Energie kostet? Und warum werden alte, nicht atmende Wohnungen sogar von jungen Menschen bezogen? Ganz einfach – weil sie günstiger sind! Und weil wir unbewusst sind! Weil wir die Energiekultur und Energiehygiene[3] nicht verstehen. Weil wir den Preis, den wir wirklich dafür zahlen, nicht einschätzen können! Weil wir nicht sehen, was es mit uns tut! Sogar die Fachleute, die das Wohnen und Bauen studierten und zu ihrem Beruf, gar Berufung machten, verstehen es selten in größeren Zusammenhängen. Das „Rad“ fesselt ihre/unsere Aufmerksamkeit und lässt sie/uns außerhalb der Materie und den materiellen Messungen nichts anderes erkennen. Und obwohl so manche sensibleren Architekten, Bauherren, Maurer oder sogar Investoren etwas irgendwo ahnen, wissen sie nicht, was und wie es zu tun ist, weil es ihnen niemand beigebracht hat. Umso wichtiger und dringender wäre es, den jungen Menschen einen Raum, in dem sie innovative, noch nie da gewesene Ideen gebären können, zu geben, statt sie zu verstoßen und/oder zu verurteilen.

Die Zeit und der Lebensplan drängt!

In der kommenden Zeit wird es immer offensichtlichere Konsequenzen haben, eine tote, aus der Gesamtheit, aus dem Kontext gerissene Materie nur physisch (also wieder nur mental und mit einer weiteren toten, aus der Ganzheit gerissenen Materie) zu renovieren, ohne die Seele dazu einzuladen, ohne das Herz zum Schlagen zu bringen, ohne sich mit der Einbettung jedes „Objektes“ in das Ganze, nicht nur das Urbane, sondern auch das Feinstoffliche und das Nicht-stoffliche zu beschäftigen.

Kennen wir die Halbwertszeit der Energie- und Bewusstseinsmuster eines verlassenen Hauses, in dem zum Beispiel drei Generationen hundert Jahre lang gewohnt haben? Haben wir die Bewusstheit darüber, ob es sich lohnt, so ein Haus zu renovieren oder es lieber seinem eigenem Schicksal zu überlassen, bzw. es abzutragen? Haben wir eine Bewusstheit darüber, wie lange sich ein Grundstück regenerieren muss, nachdem es hundert Jahre lang mehreren Generationen einer Familie einen Platz und Sicherheit geboten hat und wann dieses bereit ist, eine neue Familie unterstützend, tragend und erdend aufzunehmen? Hat es einen Sinn, nur weil die Grundstückspreise gerade so sind wie sie sind, es sofort und noch verdichteter zu bebauen, wenn dieses noch ausgelaugt ist und nicht richtig durchatmen konnte?

Warum haben wohl manche Pharaonen und manche Könige ihr Volk einfach gepackt und an eine andere Stelle, oft mitten in die Wüste, ein Niemandsland geführt, um dort ganz von vorn, auch wenn mit großer Mühsal, eine neue Bleibe, neue, modernere Stadt aufzubauen? Ich glaube deswegen, weil sich die neuen Ideen dort wahrscheinlich leichter umsetzen ließen, als dort, wo alles schon über Jahrhunderte eingefahren war, wo man alles schon so tat, wie man es tat, weil es immer so getan wurde.

Sollte sich das Wohnen nicht nach unseren Bedürfnissen richten?

Sollte sich in der nächsten Zeitepoche das Wohnen nicht nach uns und unseren Bedürfnissen richten, statt dass wir uns nach dem Wohnen richten? Sollte uns das Wohnen nicht eine Stütze, statt eine Hemmung sein? Sollte unsere persönliche Wohnstätte nicht unsere Persönlichkeit widerspiegeln? Sollte nicht die Unterkunft von einem, der im Geiste flexibel, beweglich, kreativ und ideenreich ist dieselben Eigenschaften haben? Und wenn seine persönliche Phase, eine gewisse Epoche, zu Ende geht und seine Persönlichkeit gewachsen ist, sollte das mit dem Wohnen nicht auch geschehen?

Das Wohnen heute ist meist steif und unbeweglich. Es heißt ja auch „Im-mobilie“, also nicht mobil. Wie die Matrix der Immobilienwirtschaft uns im Griff hat, darüber werde ich im Teil 5[4] dieser Artikelreihe schreiben, aber jetzt möchte ich mir noch mit ansehen, was geschehen könnte, wenn wir in so ein altes Haus, das früher jemand anderem gehörte, einziehen:

Einmal träumte ich einen Traum. Ich sah in dem Traum ein älteres Pärchen, das gemütlich in einem Wohnzimmer saß und beim Fernseher entspannte. Das Zimmer sah so aus, wie die meisten Wohnräume heute aussehen. Eine Wohnlandschaft in L-Form, ein Fernsehtisch, Bücherregal und der Flachbildschirm. Während der TV-Werbung stand der Mann auf, um sich aus der Küche eine Nascherei zu holen. Er musste nur um den Couchtisch herum gehen, was er auch ohne Probleme meisterte, weil er es ja schon tausend Mal machte und sein Körper das ganz alleine, fast blind, ohne dass er dabei bewusst sein musste, schaffte. Aber plötzlich, raus aus der Wohnlandschaft, mitten auf dem Weg zwischen Wohnzimmer und Küche, dort wo es keine Gegenstände mehr gab, stolperte er – ohne einen sichtbaren Grund. Er schüttelte nur den Kopf, widmete dem Vorfall keine große Aufmerksamkeit und ging weiter. Aber ich, aus meiner Perspektive sah etwas anderes. Die moderne, aktuelle Wohnung war nämlich in eine andere, ältere Wohnung eingebettet. So, als wenn sich zwei verschiedene Zeitdimensionen oder Parallelwelten überlappten. Dort, wo in der moderne Wohnung das Wohnzimmer war, war aber auf der anderen Ebene eine Küche und der Mann in meinem Traum, ohne es zu wissen und zu sehen, stolperte um einen massiven Küchentisch der früheren Generation. Und nicht nur das! Ich wusste, er wird von dieser, für ihn unsichtbare Welt, einen sichtbaren blauen Fleck tragen. Ich sah weiter, wie er noch bis zur Hüfte unbewusst in der anderen Wohnung, also in der anderen Zeit (in Gedanken) lebte! So, als hätte sich sein Oberkörper schon aus der alten Zeit gelöst, die Beine aber noch in der Vergangenheit (wahrscheinlich seiner Großeltern) herumwanderten.

Dann stand seine Frau auch auf und ging in die Küche. Und was sehe ich? Sie bewegte sich genauso bis zur Hüfte in der anderen Zeit oder zumindest in der Projektion der Energie der anderen Zeit. Aber statt sich an dem Küchentisch zu stoßen, machte sie einen geschickt-eleganten Bogen um ihn, als würde sie ihn sehen. Intuitiv schien sie ihm einfach auszuweichen. Ihr Unterbewusstsein besaß also die Information über die andere Ebene und navigierte sie mit Leichtigkeit am Küchentisch vorbei.

Ein Haus – eine Festung für die Ewigkeit? Ist das heute noch zweckmäßig? Sollten wir uns nicht mit einer leichteren, flexibleren Bauweise beschäftigen, die uns ermöglichen würde, hinter uns das „Feld“ zu räumen, eine Wohnstätte für die nächsten Bewohner materiell und auch energetisch frei zu machen, wenn wir bereit sind weiterzuziehen? Wäre es nicht umwelt-, menschen- und ressourcenfreundlicher, wenn jeder hinter sich das, was er nicht mehr braucht auflösen würde? Sind sie doch nicht „nur“ geliehen? Die Energie, die Materie? Warum bunkern wir noch immer? Warum halten wir sogar auch das noch fest, was uns nicht mehr dient und uns nicht mehr belebt?

Warum sich mit „was wäre, wenn“ beschäftigen?

Also, was wäre, wenn das Rad (metaphorisch), also die heutige Art des Bauens und Wohnens nicht erfunden worden wäre? Wie könnten wir auf gänzlich neue, bahnbrechende Gedanken kommen, ohne zumindest kurz zu vergessen, wie es heute ist? Wie bei einem Kochgericht, das nicht gerade gelungen ist, können wir versuchen dieses zu retten, auszubessern oder wir können es nochmals kochen. Haben wir die Zutaten bereits verbraucht, können wir verzweifelt versuchen, die misslungene Speise aufzupeppen oder wir machen etwas gänzlich Neues mit den Zutaten, die uns noch zur Verfügung stehen, ohne an dem ursprünglichen Menü festhalten, sondern uns auf das fokussieren, wie wir etwas Leckeres aus dem machen können, was noch gerade da ist. Was ist die Priorität? Die eine konkrete Speise zuzubereiten, egal wie sie schmeckt oder etwas Schmackhaftes zu zaubern, auch wenn es eine unerwartete Wendung, eine außerordentliche Kreativität erfordert? Wollen wir also ein gängiges Haus, wie es alle haben oder brauchen wir für uns einen optimalen Wohnraum?

Also, was wäre, wenn das Rad nicht erfunden worden wäre? Vielleicht hätten wir schon vor tausenden von Jahren materialisieren und auch dematerialisieren gelernt und heute wäre es kein Problem mehr, geistig eine Wohnlandschaft nach eigenem Belieben und ästhetischen Empfinden zu erschaffen und diese, nach dem sie uns nicht mehr gefällt und wir Lust auf etwas anderes, schnittigeres bekämen, es wieder einfach mit einem Fingerschnippsen zu dematerialisieren. Die (auch die materielle) Energie, die sich zu diesem Zwecke formte, wäre damit wieder befreit.

Was für einen Sinn hat es, sich mit „was wäre, wenn“ zu beschäftigen, wenn es doch nicht mehr rückgängig zu machen ist? Um unseren Kopf, unser Gedanken- und Ideenwelt von dem Eingefahrenen frei zu machen. Viele empfinden, dass sich die Welt aktuell in einer Sackgasse befindet. Also, so weiterzumachen wie wir es bisher gemacht haben, bringt uns genau dorthin, wo wir schon sind – in eine(r) Sackgasse! Wir müssen umdenken! Wir müssen neu denken, auch wenn es bedeutet, das „Bekannte“ und bisher Bewährte über Bord zu werfen – zumindest für die Dauer des schöpferischen (Umdenk)Prozesses.

Wir haben den Dreh im Umgang mit der feinstofflichen Energie noch nicht raus

Die Tatsache ist, wir können derzeit nicht einfach durch das Fingerschnipsen augenblicklich gedanklich, geistig materialisieren und dematerialisieren und wenn wir es versuchen, dann dauert der Materialisierungsprozess Jahre. Aber vielleicht beherrschen wir etwas anderes, was wir noch nicht sehen, noch nicht benennen, noch nicht greifen können. Bis wir es entdecken hilft uns die (zähe) Materie die Richtung, bzw. die Sackgasse zu erkennen. Sie macht uns, wenn wir noch immer ihre Einbettung in die Ganzheit nicht bedenken, zusätzlich einen Strich durch die Rechnung. Die Energie, die oft von uns selbst erzeugte Energie, bleibt nämlich in der Materie hängen, oder besser gesagt, sie ist ein Teil von ihr. Egal, ob es die Wände, die Kleidung, unser Auto, die Alltagsgegenstände sind. Wir haben den Dreh im Umgang mit den feinstofflichen Energien noch nicht raus. Wieso sollten wir auch, wenn wir es noch nicht einmal mit den grobstofflichen, also mit denen, die wir sehen können, raus haben. Wir fördern, beuten aus, bauen, halten fest, sammeln … aber wir verstehen kaum das, was ausgedient hat, das, was wir nicht mehr brauchen, optimal zu entsorgen, der Erde bzw. dort, wo wir es entnommen haben, zurückzugeben. Obwohl! Obwohl die Wissenschaftler und die Physiker selbst wissen, dass die Energie nicht verloren gehen, sondern nur umgewandelt werden kann[5], trotzdem wird permanent darüber gesprochen, dass die Ressourcen knapp sind. Die Ressourcen sind so, wie sie immer waren – wenn es stimmt, dass die Energie nicht verschwinden kann! Sie sind möglicherweise derzeit in einer anderen Form auffindbar, aber sie sind da! Wir haben im Prinzip nichts verschwendet. Wir haben sie anscheinend nur von einem „Ort“ zum anderen befördert, aber wir suchen sie noch immer am gewohnten Platz. Dort haben wir sie jedoch abgeschöpft, abtransportiert. Wir bunkern sie, halten sie irgendwo fest. Sie muss „irgendwo“ sein! So sollten wir verstehen, dass, umso mehr Energie wir festhalten, ob in Form von Häusern, unbenutzten Autos, die aus wirtschaftlichen Gründen gänzlich neu in riesigen Auffangsparks[6] peinlich herumstehen (um keinen Preisverfall durch das Überangebot zu verursachen) oder in Form all der Ware, die täglich produziert wird, nur damit die Wirtschaft wächst[7], die aber keiner wirklich braucht, dass diese Praxis auf bestimmten Stellen ein energetisches Loch und auf anderen einen riesigen Energiestau verursachen muss, der bis ins All ragt, wo wir seit „Neuestem“ auch schon in der Umlaufbahn der Erde Müll machen. Das Weltall bietet ja noch so viele Möglichkeiten für den verschwenderischen Konsum und das bodenlose (?) Wirtschaftswachstum. Fragen sie sich noch immer, warum um Himmelswillen sollen wir das Rad neu erfinden? Eben! Bitte lieber nicht! Bitte erfinden wir das Rad überhaupt nicht! Erfinden wir lieber etwas anderes, was uns nicht in die Sackgasse, bzw. was uns aus der Sackgasse führt ;)

Wo die Liebe fehlt, fällt die Materie in sich zusammen

Es gibt seltsame Familien. Sie leben zusammen in einer Art Hassliebe. Streitereien, Verdächtigungen, Vorwürfe, Eifersüchteleien, Verbote und sogar Handgreiflichkeiten und damit verbundene Ängste, Ärger, Schmerzen und Trauer sind an der Tagesordnung. Ihre gemeinsamen Emotionen und damit verbundene Gedanken beteiligen sich an der Bildung der Matrix ihres Hauses bzw. der Wohnung. Aber nicht nur das. Diese Emotionen und Gedanken sind von der Familie erzeugte Energie. Dieser Energie mangelt es möglicherweise an Liebe. Dadurch wird sie sehr „zäh schwingend“. Oft spüren es die Menschen, indem sie sagen: „Hier ist aber eine dicke Luft, die könnte man regelrecht schneiden.“ Was macht dann solche dicke, zähflüssige Energie mit dem Haus, mit den Wänden, mit der Materie?

Materie altert
Materie altert

Wir wissen dass die Materie, auch die Materie, aus der die Wände sind, aus Atomen bestehen, die sich bewegen/schwingen. Und nicht nur aus Atomen. Umso mehr die Zeit voranschreitet, umso kleinere Partikeln werden entdeckt. Egal was für einen kleineren Partikel wir auch nehmen, dieser schwingt, bewegt sich und der Raum zwischen ihm und dem nächsten Partikel ist, verhältnismäßig zu seiner eigenen Größe, riesengroß. Genug Platz für ordentliche Bewegung. Die Wissenschaftler rätseln, was die Materie eigentlich zusammenhält, wenn sie eigentlich zum großen Teil aus „Luftraum“ oder sogar Vakuum und einigen kleinen, sich wild im Nichts bewegenden Winzlingen, besteht. Ich behaupte, es ist die Liebe, die den „leeren Raum“ zwischen den Partikeln ausfüllt. Es ist auch die Liebe, die alles formt und „zusammenhält“. Produzieren wir jedoch innerhalb unserer vier Wände genügend von zäher, niedrig schwingender (liebloser) Energie, de-energetisieren wir regelrecht die Materie, die Wände bzw. verstopfen sie mit einer grobstofflichen Masse, der niederschwingenden Emotionen und Gedanken. Wir entziehen dem Raum zwischen den Partikeln der Wände die Liebe und fügen dort emotionalen und gedanklichen Smog ein. Dieser ist für die freie, vitale Schwingung der „Atome“ zu dicht und unterbindet nach und nach die freie Bewegung der Partikel. Ihre Bewegung wird kleiner und langsamer. Die Materie ermüdet und beginnt zu zerfallen, weil sie nicht mehr in der Liebe, im Einklang mit unserem Herzen schwingt.

Gehen sie einmal bewusst durch die Stadt und betrachten sie einzelne Häuser. Bekommen sie selbst ein Gefühl dafür, welche Häuser noch leben und welche nicht. Spielen sie für kurze Zeit einen Architekten der neuen bewussten Zeit, einen Stadtplaner und schauen sie es sich an. Wie würde die Stadt aussehen, welche Energie würde sie haben, würden nur mehr die noch lebendigen Häuser stehen bleiben. Wieviel Raum und Energie würden frei werden?

Dient ihnen und ihrem Lebensplan ihre Wohnung noch?

Nun, das Rad wurde erfunden und es wird einen Sinn haben, warum wir uns so intensiv und so tief mit der Materie beschäftigen. Wie schon einmal gesagt: Das geistige Manifestieren, Materialisieren, Dematerialisieren, Levitieren, Telekinese und Teleportieren können wir uns bis auf Weiteres abschminken. Dies wird schon einen Grund haben. Wir wollen/sollen wahrscheinlich andere Wege erkunden. Bewusst können wir es zuerst bei unseren eigenen vier Wänden tun. Lassen wir sie atmen! Lassen wir sie durchatmen. Überwinden wir die eingefahrene Matrix, die eingefahrenen Muster und veralteten Programme und auch, wenn die Luft zu dick ist, oder gerade dann, besinnen wir uns auf die Liebe – egal in welcher Form: ein gutes Essen das sie lieben, ein Film, der sie zum Lachen bringt, ein Spiel, ein Telefonat mit den Freunden, eine verrückte Grimasse vor dem Spiegel oder was ihnen noch so einfällt. Lassen sie das Leben wieder in ihre vier Wände hinein. Leiten sie bewusst die Transformation ihrer Wohnstätte ein. Und wenn sie das Gefühl haben, dass es ihnen zu schwer wird, dass es sie zu erdrücken droht, dann überlegen sie sich, ob die aktuelle Wohnung und/oder die Art des Wohnens, wie sie es gerade tun, die passende für sie ist. Dient ihnen die Wohnung noch oder dienen sie schon ihrer Wohnung?

© 02/2015 Kristina Hazler

Der Artikel Das bewusste Wohnen und die Transformation der festgefahrenen Welten besteht aus folgenden Teilen:

  1. Warum das Rad (nicht) neu erfinden?
  2. Wenn uns die eigenen vier Wände in der Entwicklung hemmen 
  3. Die neue Art des Wohnens ist lebensplankonform und flexibel 
  4. Können passende Wohnräume unsere Potentialentfaltung unterstützen? 
  5. Wenn das eigene Haus zu einem Energievampir wird 
  6. Wollen sie wohnen oder möchten Sie Zuhause sein? 

 

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Fussnoten

[1] Artikel : „Wenn uns die eigenen vier Wände in der Entwicklung hemmen

[2] Aus dem Buch von Kevin Dutton Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann

[3] Passend dazu auch mein Artikel „Unsere Energiehygiene hat mittelalterliche Züge

[4] Artikel: „Wenn das eigene Haus zu einem Energievampir wird

[5] „Energie kann in einem System auf unterschiedliche Weise enthalten sein. Diese Möglichkeiten werden Energieformen genannt. Beispiele für Energieformen sind die kinetische Energie, die chemische Energie, die elektrische Energie oder die potentielle Energie. Verschiedene Energieformen können ineinander umgewandelt werden, wobei die Summe der Energiemengen über die verschiedenen Energieformen vor und nach der Energieumwandlung stets die gleiche ist. Eine Umwandlung kann nur so erfolgen, dass auch alle anderen Erhaltungsgrößen des Systems vor und nach der Umwandlung den gleichen Wert besitzen.“ (Auszug aus Wikipedia)

[6] Artikel von Focus online: „Mega-Parkplätze: Sind das die größten Neuwagen-Müllhalden der Welt?“ und von Deutsche WirtschaftsNachrichten: „Geheime Friedhöfe: Warum verstecken Hersteller tausende Neuwagen in der Pampa?“

[7] Das Problem der Industrie: Die Hersteller können ihre Produktion nicht ohne Weiteres drosseln. Sie müssten massenhaft Fabriken schließen und zehntausende Arbeitskräfte entlassen. Das wiederum hätte Auswirkungen auf Zulieferer und Stahlproduzenten, was die weltweite Rezession verschärfen würde. (Auszug aus „Geheime Friedhöfe …“)