Neue Kommunikationsebenen des ICHs

„Neuen Kommunikationsebenen des ICHs“ ist Teil 5 von 5 des Artikels „Der energetische Doppelgänger„, Teil 1 unter den Namen „Wer bin ich? – Das Spiel der Selbstfindung“ finden Sie hier ->

Wenn der „Kopf“ dem Miteinander im Weg steht

Immer öfter mache ich die Erfahrung, dass ich mit bestimmten Menschen gar nicht mehr kommunizieren kann, weil ich sie nicht erreiche, obwohl ich das Gefühl habe, es gibt etwas miteinander zu bereden, sich auszutauschen. Sogar die Verbindung, die Zuneigung ist da und doch geht man sich aus dem Weg. Eine sehr seltsame Sache. Die Kommunikationsebenen überschneiden sich immer seltener.

Unsere Mentalität im Sinne von mental, verstandesmäßig, kopflastig steht uns immer mehr und unserem menschlichen Miteinander im Weg. Wir alle werden immer mehr gehirngewaschen und laufen wie gehirnausradiert durch die Gegend. Kein Wunder, dass wir uns gegenseitig nicht einmal mehr in die Augen sehen können. Einerseits deswegen, weil wir nicht wollen, dass andere unser Zustand erkennen, andererseits, weil wir den Anblick der Verfahrenheit unserer Lieben kaum ertragen. Auf der Ebene des „Spiels“ können wir immer weniger funktionieren, wirken und kommunizieren. In Wirklichkeit gibt es dort auch nichts mehr zu sagen und nichts mehr zu tun. Und doch ist die Angelegenheit nicht so traurig wie sie möglicherweise durch meine Zeilen rüberkommt.

Neue Kommunikationsebenen

Weil uns unsere aller Köpfe im Wege stehen, verschiebt sich die Begegnung, die Kommunikation, der Austausch, sogar das Tun und auch das Teamwork auf eine andere Ebene, diejenige ohne Mentalität. Immer öfter treffe ich euch und spreche mit euch dort und in meinen Nacht- und/oder Tagesträumen erhasche ich einen Blick darauf und bin dann beruhigt, dass wir uns doch noch begegnen – jenseits aller Vorstellungen davon, was wir dürfen, was sich gehört und was nicht.

Neue Kommunikationsebenen des ICHs, Tagesträumen, Träume, Channeling, channeln, Medium

Es gibt Ebenen, die wir ohne unsere Doppelgänger, ohne unsere Persönlichkeiten betreten und uns eben in unserem Ich und Du begegnen. Ich und Du ohne virtuelle Brille, ohne fremden Willen, ohne fremde Vorstellungen davon, wie wir sein und handeln sollen. Neulinge in diesen Räumen erkennt man daran, dass sie unsicher sind. Sie trauen sich nicht ganz sie zu sein. Die Informationen, der Druck und Anspruch an sie (wie sie sein sollen) von ihrer weltlichen Umgebung, ihrem Nächsten, der Familie, Partner, Kinder … ist in ihnen so tief eingebrannt, dass sie in diesen Räumen vorerst keine Ruhe finden können. Sie schauen sich kurz um, sagen hallo, und schon huschen sie zurück in die „normale“ Welt, als würden sie diese durch das eigene Ichsein, das zu sich selbst stehen verraten.

Manche, die in einem bestimmten Image, in einem Konstrukt von Selbst im Alltag, in der Beziehung, in Arbeit gefestigt sind, spüren auch, dass, umso länger sie in solchen Räumen verweilen, umso öfters sie diese besuchen würden, umso mehr würde man es ihnen dort „unten“ ansehen und das „erfolgreich“ arrangierte Zusammenleben würde sich weniger konfliktlos gestalten. Man müsste dann vielleicht öfters Rede und Antwort stehen, wobei man weiß, dass es auf der Kopfebene, wo nur die Köpfe Fragen stellen, keine Antwort- und Erklärungsmöglichkeit, außer eine konstruiert-mentale gibt.

Die Schwierigkeit heutzutage ist, da sich das ganze Geschehen, die Kommunikation, das Miteinander in die vorerst für unsere an das Virtuelle gewohnten Augen unsichtbare KommunikationsEbenen verschiebt, bekommen wir in unserem menschlichen Tagesbewusstsein/Spielbewusstsein wenig davon mit, was wir (miteinander) tun, wie wir wirken.

Unklare Träume?

Die weitere Schwierigkeit ist: die virtuelle Ebene erreicht selbstverständlich auch die oberflächlichen KommunikationsEbenen unserer Träume, unserer Geistigkeit. So sind auch nicht alle Träume und nicht jede Meditation bzw. Channeling besonders klärend und aussagekräftig, sondern genauso ein Teil des Spiels. Man lernt, wenn man es will, wenn man bereit ist, die Virtualität loszulassen, nach und nach zu unterscheiden.

Ein Medium zu sein, ein Channeler zu sein, ein Träumender zu sein, sind alles Rollen aus dem virtuellen Spiel, aus der Matrix, aus der Fremdwelt heraus. Denn was soll ich anderes Träumen, was soll ich channeln, mit was soll ich medial in Verbindung sein, wenn nicht mit mir selbst? Denn nur ich kann mir durch meine Wahrnehmung, meine Empfindung, mein Spüren, meine Erfahrung, mein Wissen sagen, kommunizieren, was ich wahrnehme, ich kann mir also die Welt um mich herum mir selbst entsprechend reflektieren.

Wenn ich meinem Spielavatar deinstalliere, wenn ich meinem Doppelgänger erlaube zu gehen, höre ich auf, mich mit ihm zu identifizieren, löst sich die mich markierte chaotisch strukturierte Energiewulst auf. Energien befreien sich. Eine falsche/verkehrte/unfreiwillige/kollektive Persönlichkeit fällt von mir ab. Und wenn ich wieder in meinem Ich bin (das ich ja eigentlich immer war) diesmal bewusst und mit fokussierter Aufmerksamkeit bin, dann lande ich auch bewusster in meiner eigenen Welt. Die Schuppen fallen von den Augen, die Müdigkeit lässt immer öfter nach, Widerstände lockern sich. Und es wird nicht alles nur mehr kitschig harmonisch. Nein. Weil ich ich bin und meine Wahrnehmung wird schärfer und erweiterter denn je, werde ich dafür sensibilisiert, früher und tiefer wahrzunehmen … das, was ich wahrnehme, ohne es zu beschönigen, ohne sich zu belügen.

Und ja, ich werde längere Zeit dazu neigen, das Wahrgenommene zu interpretieren. Ich werde mir merken, dass ich immer wieder in das Schema des Spiels verrutsche und versucht werde, das Gesehene, Gehörte, Gefühlte, Gewusste mit den alten Argumenten und Glaubensmustern aus dem Spiel zu übersetzen.

Ja, man wird versucht, man ertappt sich dabei, aber man kommt immer wieder zu sich, wenn das das eigene Anliegen, die innerste, tiefste, ehrliche Absicht ist.

Spielerweiterung

So, wie ich wahrnehme und verstehe, gibt es im Spiel eine ausgeklügelte Erweiterungs-App, die ab einem bestimmten Level das Spiel in einem neuen Modus eröffnet und suggeriert: Das Ich zu sein ist selbstsüchtig und egoistisch. Im höheren Level kommt man dadurch auf die Idee, das Ich aufzulösen. Aber überlegen Sie: Wie können Sie ohne das Ich, ohne sich selbst, das Spiel überhaupt spielen? Wie können Sie das Spiel wahrnehmen, verstehen, reflektieren?

Und zum Schluss die Frage alle Fragen:

Ist das Fremd-zu-sein bzw. Fremd-gesteuert-sein bzw. das Ich nicht zu leben nicht egoistisch?

© 09/2016 Kristina Hazler

der-doppelgaenger
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Der energetische Doppelgänger besteht aus folgenden Teilen die nacheinander erscheinen:

  1. Wer bin ich? – Das Spiel der Selbstfindung
  2. Virus der verkehrten Selbstreflektion
  3. Der energetisch-virtuelle Doppelgänger
  4. Wir sind selbstblind!
  5. Neue Kommunikationsebenen des ICHs

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Empfehlung

Zum Thema empfehle ich auch folgende Bücher und Artikel:

Erwachen im MenschSein - Das Experiment BewusstseinsCoaching 1 - Das menschliche Paradoxon Heilung gespaltener Persönlichkeitsaspekte

 

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