Wenn die Zeit zum Packen gekommen ist – die letzte große Prüfung

„Leider“ kann ich dieses Phänomen, das ich gerade erlebe, wahrnehme, lerne zu verstehen, nur aufgrund von einem Modell im „Menschlichen“ beschreiben, dass die Eventualität in Betracht zieht, dass wir bereits mehrere Leben gelebt haben. Da ich mich in diesem Text vor allem an diejenigen wende, deren Zeit gekommen ist, das letzte „klassische“ Leben hier auf diesem Planeten zu verbringen, empfehle ich Ihnen dann weiter zu lesen, wenn Sie sich angesprochen und eine Resonanz zu diesem Thema fühlen. Es ist nicht mein Ziel in Ihnen Verwirrung zu stiften oder mir Ihre Aufmerksamkeit durch Dinge, die Ihnen mystisch oder sensationell vorkommen, zu erkaufen. Was für mich der Alltag ist, muss nicht Ihrem eigenen Denken und Fühlen entsprechen. Also wenn Sie in sich ein Unbehagen in Zusammenhang mit Wiedergeburt, Inkarnationen und dem Leben nach dem Tod spüren, lassen Sie bitte diesen Text los. Danke!

Es fühlt sich wie die letzte große Prüfung an

Es gibt einige unter uns, deren Zeit, klar Schiff zu machen, ausgerechnet jetzt gekommen ist. Es fühlt sich an wie die letzte große Prüfung. Es fühlt sich an als müsste man die Entscheidung aller Entscheidungen treffen. Es fühlt sich an als wäre bereits alles entschieden. Es fühlt sich an als wäre bereits alles getan, Koffer vor der Tür gepackt, nur mehr das Licht abzudrehen und warten bis das Taxi vor der Tür hupt.

Verwirrung!?

Weil …

Weswegen?, Warum?, Wozu? …

und ausgerechnet jetzt?

Was wird mit den anderen?

Und … die große Frage: Wohin?

Das große Finale:

Der Abstieg, die Integration, der Ausstieg, das Aufräumen und der Abschied

Ich für meinen Teil verstehe die Situation nur anhand von der Möglichkeit, dass ich bereits viele früheren Leben lebte, in denen ich das irdische, das menschliche System in seinen vielen Facetten kennenlernen und erfahren durfte. Während der einzelnen Inkarnationen lernte ich außer vielen Annehmlichkeiten auch eine bunte Palette von Dingen kennen, die sich nicht besonders angenehm anfühlten, die mir und meiner Seele widersprachen, die mir bis zu der Grenze des Erträglichen Schmerz, Trauer und Kummer zufügten – zumindest so fühlte es sich an. Es gab Dinge, die ich nicht verstand, solche die mich beschämten und solche, die ich nicht aushalten konnte. Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich in mir erwachte, die Illusionen der Menschlichkeit mehr oder weniger durchschaute und verstand.

Vielleicht war es so, dass ich zuerst einige (einige viele) Leben lebte, in denen ich jedes Mal am „eigenem Leib“ den „Sprung ins kalte Wasser“ erlebte ohne es zu hinterfragen. Es bescherte mir einen Schatz an Erfahrungen, eine Datenbank an Gefühlen und Empfindungen in all ihren möglichen Schattierungen.

Von einem Leben zu anderem werden Menschen in einem beständigen Hochdruckverfahren aus etwas Undefinierbarem (aus dem Staub zu dem wir nach jedem unserer Tode wurden) zu einem Rohdiamanten transformiert, der erst durch den optimalen Schliff in seiner vollkommenen Schönheit erstrahlen kann.

Dies passiert in verschiedenen Leben, in denen wir (Menschen) beginnen, das Leben nicht nur einfach hinzunehmen, sondern es zu ergründen und zu hinterfragen. Wir machen uns auf einen Weg, unseren gesammelten Erfahrungen eine Tiefe und Klarheit zu verleihen, während uns die in den früheren Leben erlebten Traumata oft einen Strich durch die Rechnung machen:

Sie lassen uns Umwege gehen, weil wir instinktiv gewisse Situationen, in denen wir uns früher die Finger verbrannten, zu meiden versuchen.

Wir fühlen in uns und glauben, dass wir nicht genug stark sind, es erneut zu erleben. Unsere Umwege sind jedoch großartig! Sie sind wie ein Trainingsparcour. Sie stellen uns Hindernisse in den Weg, an denen wir wachsen, stärken und uns messen können. Zeitweise erscheint es uns unmöglich etwas durchzustehen. Wir fühlen uns ohnmächtig. Wir haben keine Idee wie wir sie (Hindernisse) überwinden, wie wir überleben sollen und dann doch (!) – geschieht etwas Wunderbares. Ein Fenster öffnet sich und wir lernen, dass auch das scheinbar Unüberwindbare sich letztendlich enträtselt und von unserem Weg weicht.

Wir trainieren für die Zeit, wo wir uns dem größten (gedachten) Schatten stellen

Während dieser Zeit trainieren wir für die Zeit, wo wir uns unserem größten Schatten, der Vergangenheit stellen werden. Wir trainieren unser Herz! Wir wollen/hoffen: es möchte/sollte so stark werden, dass es das Unerträgliche ertragen kann. Wir trainieren unseren Verstand: er möchte das Unvergessliche vergessen und das Schwindende festhalten. Wir trainieren unseren Körper, jedem Schmerz, sei er auch noch so groß, zu widerstehen, jeder Krankheit gegenüber immun zu sein. Wir trainieren unser Energiesystem Powerakkus anzulegen um Durststrecken zu überstehen. Wir trainieren unser Bewusstsein sich auch in der Ohnmacht bewusst zu sein. Wir tun dies alles für uns und unsere Seele. Und dann … kommen Tage und wir werden wissend. Wir kennen dies und jenes. Es gibt kaum etwas, was uns noch überraschen kann. Wir sind eeeendlich bereit für das eine Leben!

Es geht los! -> Wir sind bereit für das eine Leben

Das eine Leben ist seltsam. Alles kommt uns irgendwie bekannt vor. Es fühlt sich an, als sitzen wir im falschen Film. Alles läuft an uns vorbei, was wir zu Genüge kennen, mit dem wir bereits abgeschlossen haben. Menschen, die wir einst zum Teufel geschickt haben, kommen auf uns erneut zu, getarnt in einem neuen/anderen Körper. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, alles sollte doch nur mehr wunderbar sein!

Eben nein!

Es ist doch das eine Leben, auf das wir uns soooo lange bewusst oder unbewusst vorbereitet haben.

Unsere Schatten, vor denen wir auf unseren Umwegen durch mehrere Leben hinweg Ruhe hatten und die uns in der Illusion wiegten, dass die Sache erledigt und/oder vergessen und/oder gegessen ist, tauchen in einem Schnellvorlauf-Tempo und einer bestimmten Reihenfolge auf. Ein Leben nach dem anderen …

Stellt euch vor, wir wollten uns doch unbedingt auf unsere früheren Leben erinnern! Wir sind zu Rückführungen oder Channelern gegangen, damit sie uns sagen wer wir einst waren; ohne zu ahnen, dass wir in diesem Leben gerade vor dem eigenen Bildschirm sitzen und uns selbst in der Vergangenheit zuschauen.

Dieses Leben ist bis zu einem bestimmten Punkt ein Schnellvorlauf unseres früheren Seins.

Dieses Leben ist bis zu einem bestimmten Punkt ein Schnellvorlauf unseres früheren Seins. Wir haben jetzt die Möglichkeit, all das Gelernte, all unser Wissen nochmals zu erfahren und es durch unsere Bewusstheit in unsere Weisheit zu verwandeln. Unsere Schatten von damals dienen uns erneut. Der Feinschliff unseres Diamanten wird gemacht. Wir lernen alles zu lieben. Wir lassen den Glauben, dass wir anders, stärker, ausdauernder, weniger empfindlicher sein müssen, los.

Wir lernen:

dass wir das Unerträgliche nicht ertragen müssen, dass wir das Unvergessliche loslassen können, dass wir keine Reserveakkus brauchen und dass unser Herz nicht aus Stahl sein muss.

Die Ohnmacht beschert uns Momente, in denen sich das Fenster, die Tür ohne Macht (!) öffnet und uns einen Weg zeigt, der jenseits des Strebens immer da war.

Irgendwann stolpern wir über die Schatten unserer früheren Leben, in denen wir die Erfahrungen der Aufopferung, des Dienens, des Helfens und der Selbstaufgabe machten. Sie schenkten uns ein Gefühl des Sinnvollen, des Bedeutungsvollen. Sie brachten uns Dankbarkeit und Anerkennung. Sie stellten uns auf ein Podest und/oder gaben uns vielleicht ein Gefühl von Wissen, Macht und Überlegenheit. Sie ließen uns erkennen, dass wir anders sind. Sie ließen uns den Anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie ließen uns in die Rollen der Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Philosophen und Weltretter treten.

In Momenten, wenn solche vergangene Leben in uns hochkommen, fühlen wir uns von solchen Berufen angezogen. Es fühlt sich vertraut an. Es fühlt sich an, als würden wir uns selbst entdecken. Intuitiv scheinen wir zu wissen was zu tun ist. Wir fühlen uns wohl, wenn wir gefragt werden und mit Rat und Tat anderen zur Seite stehen. Und dann … sind wir enttäuscht, wenn die Zeit ausklingt und keiner mehr unser Wissen, unseren Rat zu brauchen scheint.

Deine Arbeit ist getan

Deine Arbeit ist getan. Du als geschliffener Diamant bist fast fertig. Wahrscheinlich hast Du alle Stationen des irdischen Parcours durchgelaufen. Du hast getan, was du zu tun hattest. Du hast gelernt, was für dich zu lernen war. Du lebtest und erlebtest. Du bekamst und du gabst. Dein Wesen nahm menschliche Rollen an, dein Körper (ver)formte sich, wie es die Umstände, die Rolle verlangte. Du hattest viele verschiedene Kleider und Masken und jetzt kehren sie an ihren Platz in die Garderobe zurück.

Es mag sein, dass Du dir einige Zeit wie nackt vorkommst, vorkommen wirst. Es ist ein ungewöhnliches Gefühl als Du dazustehen. Während Du Dich stabilisierst, überkommt Dich ein seltsames Gefühl. Es zieht Dich an Plätze, die Du früher kanntest, als würdest Du sie noch einmal sehen, als würdest Du Dir sie besonders einprägen wollen. Es waren Plätze, welche Dir das Gefühl der Heimat in der Ferne gaben. Plätze, an denen Du zur Liebe und Dir zurückkehren konntest. Plätze, an denen Du Dich erholen, besinnen konntest, sowie Plätze, die dich unterrichtet, dein Bewusstsein angehoben haben.

Mit all diesen bist Du in tiefer Dankbarkeit verbunden. Es schmerzt und lässt eine tiefe Traurigkeit hochsteigen, das Gefühl, sie zum letzten Mal sehen zu dürfen, sich von ihnen verabschieden zu müssen.Wenn die Zeit zum Packen gekommen ist - die letzte große Prüfung: ein Artikel von Kristina Hazler -> http://kristinahazler.com/wenn-die-zeit-zum-packen-gekommen-ist/

Die letzte große Verwirrung

Nun, das Leben hat noch ein Rätsel für dich parat. Jetzt, ausgerechnet jetzt, wenn Du so weit bist, wenn Du das Spiel durchschaut hast, wenn Du mit Liebe und Dankbarkeit erfüllt bist, ausgerechnet jetzt, wo Du der wahre Lehrer, Wegbegleiter sein könntest für diejenigen, die sich erst jetzt auf den Weg machen, den Du bereits durchgelaufen bist … und besonders in diesen Zeiten, wo die Erde jedes Tröpfchen Liebe und Bewusstsein zu brauchen scheint … jetzt sollst Du loslassen. Wo soll der Sinn sein, wo der Zweck? All die Anstrengung, all die Lektionen, all die Prüfungen – für was?

Es ist die Zeit gekommen, dass Du in einer neuen Freiheit und Weisheit für Dich selbst wieder da bist, und eine Reise, eine neue Reise beginnen kann. Dein Taxi steht bereits vor Deiner Tür und wenn Du einsteigst, vergesse nicht, Dich anzuschnallen :-) Ich wünsche Dir eine gute Fahrt!

© 10/2013 Kristina Hazler (aktualisiert 08/2017)

 

Liste aller Artikel zum Thema Hochsensibilität hier:

Hochsensibilität, Empathie und erweitertes Bewusstsein – (Aus)Wirkungen


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