Hört auf, Wirbel zu machen, um andere aufzuwecken!

Hört auf, Wirbel zu machen, mit dessen Folgen ihr nicht zurechtkommt!

Wisst ihr noch, wie es sich anfühlt, in einem tiefen, erholsamen und vitalisierenden Schlaf mollig und geborgen zu liegen?

Wisst ihr noch, wie es ist, wenn ihr in so einem Moment in euren Träumen auf einer grünen Wiese lauft, den Wind im ungebändigten Haar spürt und mit den Farben und funkelnden Lichtern spielt, die der Tag und die Sonne werfen, als wäre alles in bester Ordnung?

Und genau in diesem Moment, in dem sich eure Seele mit Kraft, Vertrauen und Zuversicht für den nächsten Tag tankt, beginnt vor eurem Fenster ein großer Krach. Er reißt euch aus der friedlichen Harmonie des nächtlichen Seins. Ihr versucht noch eine Weile, euch dagegen zu wehren und weiter auf der Wiese zu wandern. Doch die Wolken verdunkeln die prachtvollen Lichtspiele und letztendlich geht es nicht mehr anders: Ihr seid wach. Und statt den Tag in Frieden und Freude zu beginnen, senkt sich leichter Unmut über euch.

Frau träumt von Erwachen in einer blühenden Wiese, während sie im Bett liegt
KI Bild von shutterstock.com

Erfreuen wir uns an unserem wachen Dasein!

Anstatt uns an unserem erwachten und dadurch bewussteren Dasein zu erfreuen, verfallen wir der seit Generationen tief in uns verankerten Illusion des Dienens. Wir glauben, dass wir uns endlich an unserer Bedeutung und der Sinnhaftigkeit unseres Daseins erfreuen können. Wir sehen die Welt in strahlenderen Farben, in lebendigeren Farben, und fühlen uns allein mit dieser Pracht.

In der Natur des Menschen scheint das Bedürfnis zu bestehen, Erfahrungen und das gemeinsame Miterleben zu teilen. Wir wollen die Lebendigkeit durch einen zweiten Betrachter oder Mitspieler noch verstärken. Wir wollen dadurch spüren, uns freuen, tanzen und glücklich sein.

Wir zeigen so viel wie möglich, doch kaum jemand versteht unsere Begeisterung oder sieht das, was wir zu zeigen versuchen. So suchen wir nach der Ursache und nach vielen Jahren der Selbstzweifel finden wir endlich die Lösung – nicht in uns, sondern im Außen. Endlich!

Wie sollte es auch anders sein, nicht wahr?!

Wir sind in Ordnung, so wie wir sind, haben wir gelernt. Aber viele andere nicht, oder?

Viele wissen (noch) nichts von diesem „Ich-bin-in-Ordnung“-Zeugs! Und so erfanden wir das Wort dieses Jahrhunderts: das „Erwachen“.

Wir wissen: Wer noch nicht weiß, der schläft, und wir, wir sind doch schon (er)wach(t).

Hurra! Die Ursache ist endlich entlarvt.

Der erwachte Mensch dieses Jahrhunderts, der über psychosomatische Kenntnisse verfügt, weiß, dass heutzutage nicht nur Symptome, sondern vor allem die Ursache eines Problems behandelt wird. Das ist ein großer Fortschritt, nicht wahr? Die Ursache unseres Problems, unseres Alleinseins und unseres „So-anders-sein-in-dieser-Welt“ scheint der Schlaf bzw. die Schläfrigkeit der anderen zu sein. Die Ursache wurde somit entdeckt und das Problem kann behoben werden, meinen viele.

So wurde die neue Tätigkeit der letzten Jahrzehnte geboren: der „Erwecker“. Begeistert läuft er in die Welt hinaus und lebt seine Berufung in hingebungsvoller Erweckungsarbeit aus. Doch etwas passt nicht. Eine Menge geweckter Menschen (schlaf)wandelt jetzt zwischen uns. Und obwohl sie geweckt worden sind, sind sie nicht wach, geschweige denn erweckt oder erwacht. Sie verstehen uns nicht und sehen und hören nicht, was wir gerne mit ihnen teilen würden. Warum?

Warum schickt die Natur den Bären schlafen?

Was glaubt ihr, warum die Natur den Bären in den Winterschlaf schickt? Warum, glaubt ihr, verbringt er viele Monate lang im tiefen Schlaf, ohne jegliche Nahrung? Und was glaubt ihr? Braucht er einen ausgebildeten und zertifizierten „Wachrüttler“, damit er den Frühling nicht verpasst? Oder hat die Natur es so eingerichtet, dass er, wenn seine Zeit gekommen ist, wie von selbst erwacht?

Was glaubt ihr, mit wie viel Liebe, Begeisterung, Hingabe und Dankbarkeit ein schlafender Bär euch beschenken würde, wenn ihr ihn mitten im Winter aus seinem Bau treiben würdet? Und wer wäre dafür verantwortlich, einen Bären geweckt zu haben, ohne dass es weit und breit Futter für ihn gibt? Die Natur hat es doch genial eingerichtet: Solange die Bedingungen für ihn im wachen Zustand nicht optimal sind, träumt er sich einfach in seinen Bärenbach, der gefüllt ist mit unzähligen, in der Sonne glitzernden Lachsforellen. Mit ihnen kann er spielen und sie auch essen und in den Sonnenstrahlen sein Fell wärmen.

Der gespiegelte Schlaf

Was glaubt ihr? Besteht die Möglichkeit, dass wir nicht erwacht sind, um anderen zu dienen, sondern um den wachen Zustand zu genießen? Was glaubt ihr? Besteht die Möglichkeit, dass die Schlafenden uns nicht deswegen begegnen, damit wir mit ihnen das unsere (er)leben, sondern damit uns vor Augen geführt wird, wo wir einst standen, wie wir einst waren und wo wir nun angekommen sind?

Frische Eltern freuen sich doch besonders über ein friedlich schlafendes Baby, weil sie wissen, dass der Schlaf für das Kind gut ist und es wachsen und sich auf die Aufgaben dieser Welt vorbereiten kann. Und nebenbei haben sie ein wenig Ruhe.

Glaubt ihr wirklich, die Natur, das Leben, das Universum oder das Göttliche ist nicht imstande, das aufzuwecken, dessen Zeit gekommen ist?

Kannst du ohne eine Aufgabe zurechtkommen?

Spüre in dich hinein und finde heraus, was mit dir passiert, wenn du aufhörst zu trommeln, zu rütteln und Alarm zu schlagen. Was bedeutet das für dein augenblickliches Tun und Sein? Für deine Bedeutung, Bedeutsamkeit, deinen Sinn und deine Sinnhaftigkeit? Kommst du ohne eine Aufgabe zurecht?

© 02/2014 Kristina Hazler


Rotes Buch "Das Experiment" mit Spiegelreflexion auf dem CoverIch weiß, ich habe das Buch „Erwachen im MenschSein – Das Experiment“ geschrieben, in dem es auch um das Erwachen geht. Möglicherweise klingt der Titel für manche nach der „Möchte-gern-Erwachen“-Sache, aber so ist es nicht. Ich habe das Buch aus eigenem Erwachen heraus und für diejenigen geschrieben, die sich selbst im Erwachen befinden. Ich möchte aufzeigen, dass das Erwachen nicht immer einem Spaziergang durch einen Rosengarten gleicht, sondern oft erst die Konfrontation mit dem bedeutet, was unter den Teppich gekehrt wurde. Im Buch wird der natürliche Prozess des Erwachens beschrieben, was individuell dafür oft notwendig ist und welche Lektionen und Herausforderungen einem das Leben dann serviert.

© 02/2014 Kristina Hazler

 

Alle meine Artikel zum Thema
„HSP“, „Energie- und Lichtarbeit“, „Erwachen und Aufstieg“
in der Reihenfolge des Erscheinens:
1) Ein ungewöhnlicher Appell an (hoch)sensible und erwachte Persönlichkeiten
2) Wenn die Zeit zum Packen gekommen ist
3) Die Psychosomatik war gestern und ist nur ein Teil der „Wahrheit“
4) Hört auf, Wirbel zu machen, mit deren Folgen ihr nicht zurechtkommt!
5) Was kommt in den nächste Tagen, Wochen, Monaten auf uns zu?
6) Weg von Archetypen, hin zur eigenen Natur
7) Der fahrlässige Umgang mit der Müdigkeit
8) Unsere Energiehygiene hat mittelalterliche Züge
9) Die Kunst des Empfindens
10) Wie vertragen sich Hochsensibilität und Sex?
11) Die Entmündigung durch verkehrt gelebte Spiritualität
12) Die Rückkehr der verlorenen Persönlichkeitsanteile
13) Die Zeit des persönlichen Armageddons
14) „Energieholismus“ – die potenzielle Sucht des spirituellen Kriegers

15) Es ist an der Zeit die Magie zu entmystifizieren
16) Die Magie und ihre zwei Seiten
17) Wenn das System Alarm schlägt, kann auch Magie im Spiel sein
18) Wann brauchen wir Magie wirklich?
19) Lichtkörperprozess und/oder Bewusstseinsprozess?

20) Das geniale Selbstheilungssystem eines Lichtkriegers
21) Mit dem Lichtkörper schon in dieses Leben hineingeboren?
22) (Be)Seele Dein Jetzt!

 

 

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