Die innere Spaltung und die Zeit des persönlichen Armageddons

Aus der Artikelserie: Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und ihre Wirkung

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Dies ist der Teil 2 des Artikels „Frühere Leben und die Rückkehr der verlorenen Persönlichkeitsanteile“ – bitte lesen Sie zuerst diesen oder zumindest den letzten Absatz des Teil 1

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Die Welt lehrt uns: Die Persönlichkeitsentwicklung lohnt sich. Nun, wo bleibt währenddessen das Selbst? Das Selbst wird immer mehr zurückgenommen, damit es der „erfolgreichen“ Persönlichkeit nicht im Wege steht und damit die Persönlichkeit ihre Rolle optimal und ungehindert spielen kann. Im manchen Sprachen gibt es den Ausdruck für das Selbst nicht einmal!

Manche Persönlichkeitsanteile sind bereits Auslaufmodelle

Manche Persönlichkeiten, bzw. Persönlichkeitsanteile sind bereits Auslaufmodelle. Aber es ist alles ist Ordnung! Keine Katastrophe. Es ist nichts Schlimmes passiert, weil wir doch in jedem Augenblick so handeln, wie wir am besten können. So wussten wir uns in gewissen Phasen unseres Lebens durch unsere „Persönlichkeiten“ zu helfen. Und nicht nur in diesem Leben, auch in früheren Leben. Nun, manche von ihnen sind gar nicht mehr zeitgemäß. Wer von euch möchte noch heute wie ein schrulliger Professor durch die Welt laufen und sich dadurch Gehör und Aufmerksamkeit verschaffen? Oder wie eine „Rubensdiva“, die ihre „Fülle“ offenherzig zur Schau stellt? Beides irgendwie nicht passend in unserer Zeit und doch leben diese und andere Persönlichkeiten in manchen noch und möchten sich (unbedingt) ausleben; möchten anerkannt, gesehen, gelobt und bestätigt werden. Wie auch sonst – dafür wurden sie geschaffen. Das eigene Bedürfnis nach Anerkennung, Lob, Sichtbarkeit und Bestätigung wurde in diese Persönlichkeiten verpackt. So handelt es sich um Teile von uns, die wir nicht fähig waren, anders auszuleben, zu denen wir „nackt“ nicht stehen konnten, weil wir uns selbst für zu wenig gehalten haben, um dafür Lob, Bestätigung und Anerkennung zu bekommen. Anders gesagt:

Wir sahen keinen Grund in uns, uns selbst zu loben, zu bestätigen, anzuerkennen. Wir waren für uns selbst in unserem Wert nicht sichtbar. Wir kannten unseren Wert nicht.

Weil wir uns selbst (!) nicht genug waren, spalteten wir von uns„Energien“ ab und formten daraus, unserem begrenzten Denken entsprechend, etwas „Ausreichendes“, etwas „Besseres“.

Nur, was ist das Selbst?

Ist das Selbst die Seele?

Und kann man mehr und besser sein als das Selbst, als die Seele?

Warum reichte uns nicht „ich“ zu sein, die Seele zu sein, „ich“ und die Seele eins zu sein?

Was ist die Seele und was sind unerlöste Aspekte?

Ein Bild zum Artikel: Die innere Spaltung und die Zeit des persönlichen Armageddons von Kristina Hazler (https://kristinahazler.com/die-innere-spaltung-und-die-zeit-des-persoenlichen-armageddons/), Tags: Ängste, Angst, Aspekt, das Nichts, das Unvorstellbare, Heilung, Leben nach dem Tod, persönliche Entwicklung, Persönlichkeitsanteile, Persönlichkeitsaspekt, Aspektologie, Reinkarnation, Reinkarnationstherapie, Rückführung, Sinn des Lebens, Unsterblich, Spaltung, innere Spaltung, gespaltene Persönlichkeit, unerlöste Aspekte, Metaposition, Unsterblichkeit

So ist für mich die Seele der, durch die Summe alle meiner Leben, meiner Erfahrungen und dem was das Leben in mir ist, wie sich das Leben, das Göttliche durch mich ausdrückt, geschliffene Diamant. Dem Leben reicht es, sich durch mich auszudrücken. Dem Göttlichen reicht es, sich durch mich auszuleben, aber wer um Gottes Willen bin ICH, dass es mir nicht reicht, ich zu sein?!

So sind meine unerlösten Aspekte, die sich derzeit verstärkt melden und nach Hause wollen, all die Anteile von mir, die ich in mir ablehnte, zu denen ich nicht fähig war zu stehen. Diese Teile von mir wissen über die Ablehnung und sind sehr frustriert, traurig, verstehen nicht. Sie sind müde davon, sich ständig rechtfertigen, sich beweisen zu müssen, dass sie doch wertvoll und in Ordnung sind. Sie haben einfach genug von denjenigen, die sie die ganze Zeit abgelehnt haben. Die Fronten haben sich gewechselt, die abgelehnten Anteile haben sich erkannt. Sie haben sich als das „Selbst“ erkannt und lehnen jetzt aber diejenige Teile ab, die sie die ganze Zeit bekämpft und nicht gewollt hatten.

Die Zeit des persönlichen Armageddons

So tobt bei vielen derzeit ein persönliches Armageddon. Tohuwabohu, wie hier in Österreich gesagt wird. Der Druck im Inneren nimmt zu, das Treiben, der Kampf, die Frustration, die Hilflosigkeit, die Ablehnung, die Trauer, die Wut, der Ärger – alles auch Anzeichen von auftauchenden Aspekten, die einfach nichts anders als gesehen und endlich angenommen werden wollen – weil die Zeit gekommen ist, sogar drängt.

Was abgelehnt oder im Gefühl der Ablehnung lebt, kann sich von den dichten irdischen Bereichen nicht befreien, erlösen. All das kann sich nicht in der Seele, in dem Selbst, das das Leben ist, erkennen, weil der Blick im Polaren, das an die Getrenntheit und Unzulänglichkeit glaubt, verhaftet ist.

Zeitlang war eine bestimmte spirituelle Entwicklung in unserem Leben notwendig, damit wir die „Sache“ mit der Ablehnung verstehen. Wir mussten uns aus den polaren, dichten irdischen Bereichen erheben, um eine gewisse Metaposition zu erreichen und die Liebe zu uns oder zumindest zu Teilen von uns wiederfinden, sich darin zu üben, um dann in dieser gefestigt, zum „Rest“ von uns zurückzukehren und uns in Verständnis zu der Ablehnung, in der wir lange Zeit lebten, zu begegnen und abzuholen.

Die Palette der tiefsten menschlichen Empfindungen als Geschenk an unsere Seele

Ohne es zu wissen, wurden wir jahrelang auf die Begegnung mit der Menge von Frust, Trauer, Ärger, Ablehnung und Müdigkeit vorbereitet, die auf uns in Form von unerlösten getrennten Aspekten warten. Wir lernen die bedingungslose Liebe, die hier zum Einsatz kommt, weil wir etwas annehmen und mit Liebe begegnen müssen, was uns mit Misstrauen und Vorwürfen in den Augen entgegentritt. Wir werden große Angst und Hilflosigkeit spüren. Das Gefühl der Verlassenheit, die Einsamkeit, das Allein- und Ungewolltsein. Und wir werden stark sein. Wir werden sie erleben, diese Gefühle der Einsamkeit und des Getrenntseins. Es wird so anfühlen, als würden wir uns noch einmal verlassen, aber dadurch werden wir uns vor allem der Frequenz annähern, auf der wir die verstoßenen Anteile abholen und wie wieder integrieren können. Wir werden das so tun, wie wir es mit unseren Nächsten oder unseren Klienten gelernt haben. Wir werden mitfühlen, unsere eigenen Anteile (also uns Selbst) in ihren Schmerz und ihrer Trauer, ihrer Wut verstehen und umarmen.

Das, was wir durch unser „Helfersyndrom“ gelernt haben bei anderen zu tun, das werden wir jetzt für uns selbst tun, für unsere getrennten Anteile, von denen wir oft träumten und glaubten, irgendwelche fremden Ungeheuer wollten uns überfallen. Nein! Es war unser eigener Schmerz, unsere eigene Trauer, unsere eigene Wut, was da in Form von Aspekten gesehen und angenommen werden wollte. Und schließlich war und ist alles eine Erfahrung! Eine tiefe menschliche Erfahrung, die uns eine Palette der tiefsten menschlichen Gefühle beschert, die wir durch unser Erleben der Menschlichkeit unserer Seele schenken.

Die Meisterschaft des Menschen und der Menschlichkeit

Das ist die Meisterschaft des Menschen und der Menschlichkeit -> sich selbst in allen Facetten des Diamanten anzunehmen und sich als der Diamant, also in der Gesamtheit zu erleben, wo eine Facette die andere bestrahlt und hervorhebt.

Nun, es ist meine persönliche Wahrnehmung des aktuellen Geschehens. Für diejenigen, die mit meinen Worten etwas anfangen können, die sich darin finden können:

Was kommt auf Euch zu und wie kann man sich helfen?

  1. Abholung der getrennten Aspekte

    vielleicht lest ihr meinen ersten Artikel der Reihe für hochsensible Personen „Ein ungewöhnlicher Appell an Hochsensible und Erwachte zum Aufstieg“, wo ich darüber berichte, dass der nächste Teil des Aufstiegs der Abstieg ist. Lest ihr es vielleicht diesmal aus dem Blickwinkel der getrennten Persönlichkeitsanteile, die nach Hause, zu euch zurückkehren wollen, um sich wieder zu integrieren und versteht, dass der Abstieg eigentlich die Abholung dieser Aspekte bedeutet. Dort sind schon gewisse Symptome beschrieben, die zu erwarten sind.

  2. Optimale Optionen erkennen

    Weiter ist für diese Phase wichtig, sich Folgendes ständig vor den Augen zu halten: Wir handeln immer so, wie es uns in dem Moment möglich ist. D.h. auch wir selbst haben in der Vergangenheit das Bestmögliche getan. So kann es keine Schuld geben, weil: was ist demjenigen vorzuwerfen, der sein Bestmögliche getan hat und tut? In jedem Augenblick geschieht für uns das Optimalste, auch dann, wenn es sich nicht als das Optimalste anfühlt. Das bedeutet nicht, dass wir lernen sollen, es als optimal zu fühlen – das wäre wieder die verkehrte Logik. Es fühlt sich gerade deswegen nicht optimal an, damit wir unseren Horizont erweitern und merken, dass es aus der übergeordneten Sicht für uns noch optimalere Optionen gibt.

  3. Metaposition bzw. Beobachterposition zu wahren

    bzw. nach dem Ausleben und Erfahren der tiefen emotionalen Zustände zu der Metaposition, der Beobachterposition zurückkehren, um zu wissen: „das war nicht ich, sondern meine getrennten Anteile, mit denen ich mitgefühlt habe“. Durch das Mitfühlen haben sie uns ihre Geschichte erzählt, wodurch wir Verständnis für sie erlangen und sie in Liebe und Vertrauen annehmen können. Wenn es jedoch noch immer nicht geht, dann ist es auch in Ordnung. Dann ist noch nicht die „richtige“ Zeit.

  4. Verständnis

    Verständnis dafür zu haben, dass sich der Körper, die Situation und die Umgebung zeitlang seltsam verhalten und formen werden. Damit ein Aspekt an die Oberfläche kommen und wahrgenommen, erkannt werden und sich aktiv ausdrücken kann, braucht er oft ähnliche körperliche Frequenzen und ähnliche Umstände von damals. So kann es passieren, dass ihr plötzlich den Drang verspürt, euch anders zu ernähren, zu gewissem Ort physisch oder zumindest in Gedanken zu fahren und bestimmte Menschen zu begegnen. Die Widerstände und Ablehnung diesen Umständen gegenüber abzulegen, eben in dem Vertrauen, dass das Optimale passiert, wäre hilfreich.

  5. Sich verstärkt Ruhezeiten gönnen

    und sich öfters in das „erweiterte Ich“ begeben, um dort mit sich (der Seelenebene) und den getrennten Anteilen gleichzeitig sein zu können und zu kommunizieren.

  6. Die Kommunikation

    mit den getrennten Anteilen üben.

  7. Die Absicht

    die Integration geschehen zu lassen.

An einem bestimmten Tag, mit einer bestimmten Wetterstimmung schaust du aus dem Fenster und es erfasst dich eine altbekannte Sehnsucht, die schon lange nicht da war. Und plötzlich verstehst du, während du dich so fühlt, als wärst du in deinem alten Kinderzimmer und die Zeit wäre stehen geblieben, dass ein Anteil dich dorthin gebracht hat, um dir zu zeigen, dass trotz deinem Denken, dass damals dort alles ziemlich furchtbar war, sich der Anteil dort auch glücklich fühlen konnte, weil er dieses Glücksgefühl als eine Selbstverständlichkeit in sich getragen hat. Verstehst Du das? Hörst du auf, nur das Negative zu sehen? Bist du bereit dich, deinen Anteil von damals, der das Glück für dich die ganze Zeit heldenhaft aufbewahrte, zurückzuholen? Bist du bereit dich in deiner Fähigkeit zu erkennen, trotz der widrigen Umstände das Glück spüren und erfahren zu können? Ist das nicht großartig?

Was für eine Erfahrung! Was für ein Wunder! Und das alles ist hier, in dieser Welt, bei uns auf der Erde möglich …

© 08/2014 Kristina Hazler (aktualisiert 07/2018)

 

 


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