Rauchen ohne Schuldgefühle – der Weg zum Nichtraucher?

Wollen Sie mit dem Rauchen aufhören, die Nikotinsucht überwinden, aber etwas hält Sie zurück? Vielleicht sogar Ihre innere Stimme. Um endlich Nichtraucher zu werden sollte Sie zuerst darüber nachdenken, was Ihnen das Rauchen bringt, was es für Sie bedeutet, weil es ist nicht Rauchen wie Rauchen ;)

Nikotinsucht als Nebenwirkung

Aus meiner Sicht geht es beim Rauchen nicht nur um Nikotin. Nikotinsucht ergibt sich mit der Zeit als Nebenwirkung. Wenn ich Raucher und ihr Energiesystem beobachte, nehme ich wahr, dass sie sich Rauch, bzw. Nebel in ihren Brustraum/Lunge/Bronchien holen. So wie es manche von den Räucherstäbchen kennen, ist Rauch eine Substanz, die irgendwie auch in feinstofflichere Bereiche durchdringen kann, bzw. dort wirken kann. So funktionieren Raumreinigungen, wo mit Hilfe von Räucherstäbchen versucht wird, verdichtete, angesammelte Emotionen oder mentale Felder zu entfernen.

Warum rauchen manche Menschen?

Rauchen, Nikotinsucht, mit Rauchen aufhören, der Weg zum NichtraucherMeiner Meinung nach funktioniert es so, dass der Rauch fähig ist, sich mit solchen dichten feinstofflichen Energien zu verbinden, sie „zu umhüllen“ und dann muss man sehr gut lüften, damit der Rauch samt den Emotionen oder verdichteten Gedanken aus dem Raum regelrecht rausschwebt. So ähnlich bei dem Raucher: auf gewisse Art und Weise überlagert/benebelt/betäubt dieser Rauch etwas in seinem Brustraum und eventuell auch die gesamten Atemwege und Verdauungswege. Die Frage ist, was sitzt in diesem Raum – einerseits kann es Trauer sein, die man vielleicht versucht dann auszuatmen, aus sich zu bekommen, anderseits kann es Überempfindlichkeit bzw. Übersensibilität sein – man benebelt die Sinne, dadurch sieht man weniger und weniger scharf. Es kann auch sein, dass das Herz zu offen ist und vieles sieht womit die Seele nicht zurechtkommt oder auch fremde Empfindlichkeiten die sich in einem festgesetzt haben, die man für eigene hält und mit ihnen nicht anders umgehen kann, als dass man sie ausschalten, also sich betäuben muss/will. Egal ob die eine oder andere Befindlichkeit, alles insgesamt erzeugt ein Zustand der unerträglich erscheint. Unerträglich im Zusammenhang mit der Umgebung wo man sich gerade befindet. Also stellt sich die Frage – ist etwas Falsches daran, so mit dem Unerträglichen umzugehen, dass man es ertragen kann, bzw. zumindest ein wenig sich selbst wieder spürt?

Viele Menschen befinden sich in Jobs, Beziehungen für die sie eigentlich nicht erschaffen sind. Dadurch bewegen sie sich in fremden Welten, für die ihr Körper und Energiesystem nicht ausgestattet wurde, was auch heißt, dass sie von ihrer eigenen Welt entfernt, also nicht geerdet sind. So kann das Rauchen genauso ein Versuch sein, sich zu erden, für sich Selbst in der fremden Welt ein Zeitfenster rauszuholen (in unserer Gesellschaft sind Raucherpausen sogar offiziell anerkannt) und so kann der Mensch so oft wie möglich in für ihn „feindlicher Welt“ für sich sein.

Klar ist dieses nicht der optimale Umgang/Weg. Uns ist klar, dass besser als sich in die Rauchpausen rauszuretten es wäre, die Welten wo man sich unwohl fühlt zu verlassen. Nun er kann es nicht, er weiß es noch nicht anders. Würde er es anders wissen, würde er es tun. Jeder greift unbewusst auf die Hilfsmittel zu, die ihm bekannt sind, bzw. im Außen so wenig Widerstand wie möglich erzeugen. Und da kommt das Nikotin ins Spiel. Nikotin oder andere Drogen erzeugen Abhängigkeit, verändern die Körperchemie, wirken auf das Gehirn und versklaven den Menschen, dadurch erschweren sie die Bewusstheit, bzw. den Weg dorthin. Etwas was kurzfristig wie ein Startschuss, wie eine Ankurbelung wirken kann und hilft aus einer Blockade in Bewegung zu kommen, verursacht schließlich wieder Blockade und Unbeweglichkeit im Geiste, im Energiesystem und schließlich im Körper.

Der Weg aus der Sucht

Die Nikotinsucht zeigt wahrlich noch ein „unerlöstes“ Thema, bzw. unbewusstes Verhalten auf – und zwar, dass ich z.B. das Rauchen nicht situationsentsprechend einsetzen kann – also nicht bewusst als Hilfsmittel einsetzen kann, dort wo es angebracht ist, sondern – ich lasse mich manipulieren/bzw. süchtig machen – von der Industrie – die aus einem Hilfsmittel ein Konsummittel macht. Das unerlöste Thema ist einfach die Unbewusstheit und das „Ich-habe-mich-nicht-in-meiner-eigenen-Hand“, „Ich-lasse-mich-durch-andere-kontrollieren/(ver)führen“.

Der Weg aus einer Sucht, wie aus anderen „Verfahrenheiten“, „Verwicklungen“ und „Verstrickungen“ führt nicht durch die Bekämpfung von diesen. Bei dieser Methode kann der Erfolg nur kurzfristig sein, bzw. kostet sehr viel Energie, weil der Kampf, Verdrängung, bzw. „Das-nicht-haben-wollen“ ein mentaler Akt ist, der durch Gedanken permanent aufrechterhalten werden muss. Lässt man in der Aufmerksamkeit ein wenig nach, wird man durch andere Dinge abgelenkt – ist die „Zigarette wieder im Mund“.

Also wenn die Bekämpfung nicht die Methode ist, was ist es dann?

So bald ich an mich selbst Bedingungen stelle – z.B. „Ich muss mit dem Rauchen aufhören“ (weil ich gehört habe dass es nicht gesund ist und ich Angst um meine Gesundheit habe) – entspringt es nicht der inneren Überzeugung, sondern aus der Angst und ist nur eine mentale Schlussfolgerung, die nicht mit einer Erkenntnis – warum rauche ich eigentlich? – geknüpft ist. So lange ich im Zusammenhang auf das Rauchen nicht frei bin – also blöd gesagt – solange ich mich zuerst nicht „im Rauchen“ oder als „Raucher“ erkenne und annehme, es mir erlaube und verzeihe – erzeugt es keine Freiheit und ich werde den ständigen Gedanken auf eine Zigarette nicht los. Erst wenn in diesem Thema kein Widerstand und dadurch auch keine Blockade ist, kann sie ins Fließen kommen, kann sie mir ihre Schattenseiten offenbaren und ich kann den Sinn bzw. Unsinn dahinter erkennen. Und dann … dann habe ich die Wahl und kann frei entscheiden.

Rauchen ohne wahre Schuldgefühle – das soll der Weg sein? Ja! Vielleicht kann man erst dann merken, dass es nicht schmeckt und keinen Sinn hat.

© Kristina Hazler 07/2013

 

 

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