Die bewusste Ernährung – Was ist gesund?

Teil 1 aus der Reihe: „Die bewusste Ernährung und die Transformationskraft des Kochens

Gesunde Ernährung – der Code

Das Schlagwort „Gesunde Ernährung“ ist mittlerweile etwas Verleitendes. Ursprünglich ist das eigentlich eine erklärte Absicht, sich gesund zu ernähren, also so, wie es für die eigene Gesundheit förderlich ist. Heute ist das aber Cover-BC3-Voreine inflationäre Floskel mit einer chaotischen, gar aggressiven Botschaft, ein für jedermanns Marketing missbrauchter Text. Wie ich im BewusstseinsCoaching 3 – über „Die Kunst der bewussten Wahrnehmung“ im Kapitel „die Codes“ schreibe, ist mittlerweile der Begriff „Gesunde Ernährung“ ein Code, auf den viele ansprechen, aber mit einem fragwürdigen Inhalt, über den man vieles ins Unterbewusstsein der Menschen transportieren[1] kann. Sobald ein Mensch nicht das eigene Gefühl zu dieser „Sache“ hat und beginnt sich im Außen nach einem Rat umzuschauen, begegnet ihm ein Meer von Informationen, aus denen er für sich zuerst das „Richtige“ herausfiltern muss. Aber wie tut er das? Mit der Logik, klar – aber mit welcher? Mit der verkehrten, über die ich im BewusstseinsCoaching 2[2] schreibe, auf welche die meisten Menschen konditioniert sind oder einfach mit dem Gefühl, mit der Intuition? Oder, wie die Masse es tut, man nimmt einfach das, was am lautesten schreit, was „in“ ist, was die Masse gutgeheißen hat, weil sie unter dem hypnotischen Einfluss von Interessensparteien steht, die das Geld für die flächendeckendste, wirkungsvollste und glaubwürdigste Werbung haben?

Alle Menschen, die glauben, marketingtechnisch noch zu irgendeiner unentdeckten Randgruppe zu gehören, sind entweder tief unbewusst oder sie belügen sich selbst. Kapitalismus, Marktwirtschaft oder die höhere Stufe der beiden, also das, was wir heutzutage haben und irgendwie keinen anderen Namen außer Globalisierung hat, hat schon längst jede Marktlücke und Nische erforscht und erschlossen. Sind sie ein Vegetarier? Dann gehören sie marketingtechnisch zu einer sehr gut erreichbaren und bedienbaren Zielgruppe. Sind sie ein Veganer? Genauso? Frutarier? Energetiker? Lichtarbeiter? Aussteiger? Außenseiter? Bio? Öko? Nachhaltigkeit? Klimaschutz? Und, und, und … für jeden gibt es angepasste Produkte, die sie baldmöglichst, so oft wie möglich und in so großer Menge wie möglich, am besten mit steigendem Bedarf, konsumieren sollen. Und sie wollen „nur“ gesund sein? Geben sie in google ein: „Ich möchte gesund sein …“ und schauen sie, wie viel Werbung sie sofort von verschiedenen Richtungen zu diesem Thema vorgeschlagen bekommen und wie viel davon sich in den nächsten Tagen auf ihrem Computer einschleicht, egal wo sie surfen. Wollen sie sich gerade online irgendeinen Text anschauen, Schuhe kaufen, Musik downloaden, ein Buch ausleihen – siehe da, plötzlich gibt es überall gesundheitsfördernde Produkte. Für welches entscheiden Sie sich?

Was ist gesund?

Eben hat im TV eine neue Doku „Newtopia“ angefangen. 15 Menschen, die für ein Jahr lang aus der „normalen“ Welt aussteigen und auf einem Stück Land, auf einem heruntergekommenen Bauernhof oder so etwas sehen können, wie sie mit sich selbst, der Natur und ihren Grundbedürfnissen zurechtkommen. Erstaunlicherweise bekommen die Teilnehmer in den ersten Minuten ihres Einzugs auf dem „Neuland“ die gleiche Aufgabe, die ich seit Jahren mit meinen Kursteilnehmern mache: Sie haben 15 Minuten Zeit zum Vollpacken einer Kiste mit allem, was ihnen in „Newtopia“ hilft, zu überleben. Das Ergebnis ist sensationell (vorausgesetzt es ist nicht eine gestellte Sache) weil es gänzlich anders ausgeht, wie in meinen Kursen bei dieser Übung üblich. In „Newtopia“ landen nämlich schließlich viele elektrische Werkzeuge und jede Menge Alkohol. Also, statt zu lernen mit dem auszukommen, was man vor Ort hat und vielleicht den Weg zurück zur Natur zu finden, brauchen die „Aussteiger“ aus der schlecht funktionierenden Gesellschaft als Erstes das, was sie draußen zum Überleben brauchen: einen Stromanschluss. Die Überlegungen sind da, von den 5000 Euro, die sie als Fixgeld für das gesamte Jahr zur Verfügung bekommen haben, den Stromanschluss, die Stromversorgung zu finanzieren und einen Laptop zu besorgen – um Geschäfte zum Geldverdienen zu machen. So ist klar, die Newtopianer sind keine Aussteiger. Sie nehmen halt meiner Meinung nach an einem längeren BigBrother-Experiment teil. Fünfzehn verschiedene Personen und keiner kommt auf den Gedanken: Kommt, probieren wir es zuerst Mal ohne Strom und ohne Kaffee und Zigaretten …“, statt dem wird vor allem an einem üblichen „Businesskonzept“ gefeilt zu dem selbstverständlich die ordentliche tägliche Dosis von harmlosen „Suchtmitteln“ gehört – wie sollte man es doch über die Runden schaffen – ein ganzes Jahr lang. Was spielt es für eine Rolle dass sie dort ein kleines Waldstück, einen „Acker“ und Milch und Eier in Hülle und Fülle haben, was sie, bis das erste selbstgezüchtete Obst und Gemüse erntbar ist, mit den Notwendigsten versorgen kann, wenn zum Beispiel eine Veganerin mit von der Partie ist. Nein als Veganer kann man auf einem Bauernhof nicht mit dem auskommen, was die Natur über die Winterzeit einem bietet. Man braucht statt Selbstversorgung die Versorgung von Draußen und das wenige Geld auszugeben, sowie sich andere nach einer Wurst und Schokolade sehnen.

  • Was ist heute noch gesund?

Bevor ich hier weiter schreibe, wäre es gut, wenn sie selbst versuchen, die obige Frage zu beantworten, damit ich sie mit meiner Meinung nicht beeinflusse. Schreiben sie sich ihre Antwort am besten auf. Und dann versuchen sie, noch diese zu beantworten:

  • Was ist für sie gesund?

Ja genau, es sind zwei verschiedene Fragen! Möglicherweise haben sie dafür eine gemeinsame Antwort, aber vielleicht auch nicht. So schreiben sie am besten beide Antworten auf: Was glauben sie, was ist heutzutage noch gesund und was glauben sie, ist gesund für sie? Es muss nicht nur die Ernährung betreffen!

… und, weil mein Job die Bewusstseinsarbeit bzw. BewusstseinCoaching ist, dann noch eine dritte Frage dazu. Werden sie sich des Unterschiedes zur ersten und zweiten Frage bewusst:

  • Was ist gesund für sie?

Um es ein wenig zu „entkomplizieren“, erfrage ich den folgenden Unterschied:

Mit der Frage zwei meine ich: Was glauben sie, was ist für sie persönlich gesund, was tut ihnen gut?

Die dritte Frage fragt, was halten sie persönlich für gesund?

Möglicherweise dieselbe Antwort, aber vielleicht auch nicht. Lernen sie ihre eigenen Ansichten zu diesem Thema kennen.

Was ist gesund? Bewusste Ernährung, gesunde Ernährung, Essen und GesundheitSo … ich hoffe, sie haben ihre Antworten aufgeschrieben. Während sie nach den Antworten gesucht haben, um sie aufschreiben zu können, sind sie möglicherweise in ihr Gefühl und auch in ihr Unterbewusstsein eingetaucht. Jetzt lassen sie es für eine Weile los und verschieben sich in eine beobachtende Perspektive, in eine Art Metaposition zu sich selbst bzw. in die Seelenperspektive. Atmen sie ein paar Mal ein und aus, lassen sie sich Zeit, damit die Perspektive gewechselt werden kann und dann lesen sie sich aus der aktuellen Ebene ihre persönlichen Antworten durch und dann fragen sie sich, wer hat die Antworten geschrieben bzw. von wo kamen die Antworten. Ist es tatsächlich ihre persönliche Meinung was sie aufgeschrieben haben, entsprechen die Antworten ihrer Überzeugung, oder spiegeln sie ein Denken wieder das ihnen beigebracht wurde oder ist es etwas „Kluges“ das sie irgendwo gelesen haben. Möglicherweise haben sie die Antworten aus dem Massenbewusstsein, aus einem Buch, einem Kurs aufgeschnappt oder sind sie doch das Ergebnis ihrer eigenen Erfahrung mit ihnen selbst und dessen, was ihnen bis jetzt gut getan hat, ihre Gesundheit unterstützte?

Auch wenn die Antwort auf alle ihre Fragen oder nur einige „Ich weiß nicht.“ lautete, trotzdem können sie nachfragen, von wo diese „Ich weiß nicht“-Antwort in ihnen kam.

Dort, wo sie sich gerade befinden, in ihrer Metaposition, in der Seelenperspektive – ist das dort noch immer ihre Meinung oder haben sie eine andere? Es ist ganz normal, aus einem anderen Blickwinkel eine andere Meinung, eine andere Antwort zu haben! Es geht nur darum, dass sie sich dessen bewusst werden und eventuell die andere Antwort, die seelische Antwort, auch aufschreiben. Sich selbst bewusster zu werden bedeutet auch zu wissen oder zu beobachten, wie man funktioniert, wie man denkt und warum man so denkt, eventuell warum man manchmal in sich selbst widersprüchliche Tendenzen hat. Meist, weil sich der eigene Horizont erweitert, man mehrere Ebenen gleichzeitig betreten bzw. wechseln kann. Und so ist keine von diesen Antworten besser oder schlechter. Beide/alle – sind ihre momentanen Antworten und Wahrheiten. Oder?

Dies war der erste Teil meiner Reihe zur „Bewussten Ernährung“, ein Auftakt sozusagen, der sie begleiten sollte sich ihre eigene Meinung zu bilden, bzw. zu finden bevor sie zu diesem Thema meine eigene lesen. Der zweite Teil erscheint in einer Woche.

[1] im BewusstseinCoaching 3 – Die Kunst der bewussten Wahrnehmung, dem Kapitel „Wissenstransfer“ beschreibe ich zwar die Technik der Transportation, also der Übertragung des eigenen höheren Wissens in das menschliche Tagesbewusstsein, aber dieses Weges kann sich unsere Außenwelt genauso bedienen, um uns anderes, künstliches, manipulierendes „Wissen“ ins Bewusstsein und Unterbewusstsein zu „pflanzen“

[2] BewusstseinsCoaching 2 – Die verkehrte Logik

© 05/2015 Kristina Hazler

Der Artikel „Die bewusste Ernährung und die Transformationskraft des Kochens“ besteht aus folgenden Teilen:

  1. Was ist gesund? 
  2. Die Schlüsselfrage 
  3. Das besserwisserische Ernährungsfeld 
  4. Die verschiedenen Frequenzen der Nahrung 

Der Mensch und seine Heilung - Das göttliche Puzzle—————————-

 

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