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Epochale Umwälzungen

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Epochale Umwälzungen (von Kristina Hazler)
Bild von Tobias Hämmer auf Pixabay

Zu der aktuellen Situation möchte ich heute gerne eine Metapher aus meinem persönlichen Leben nutzen und unsere aktuelle Lage zu skizzieren, während sich jeder sein Eigenes herausnehmen kann. Man kennt den Satz: “Alles, was sich in der Welt tut, hat auch mir dir selbst etwas zu tun.” oder “Wie außen, so innen.“ Nun, angesichts der aktuellen Entwicklung schaut man auf das sich abspielende Drama und die unzähligen tragischen Schicksale und versucht zu erfassen, was dieses “Grauen” mit einem selbst zu tun haben könnte und fragt sich gleichzeitig, was man tun könnte und sollte, wie man helfen könnte und sollte. Dann taucht wieder ein weiser Satz aus dem “Äther” auf: “Du musst/sollst/kannst den Krieg in dir anschauen und ihn beenden, bzw. Frieden schließen mit dir selbst, mit deinem Nachbarn, mit deiner Umgebung.”

Ja, wunderbare Sätze, aber wie soll man sie in der Praxis, im eigenen Leben umsetzen und leben? Welchen Krieg soll man (als ein harmonischer, friedliebender Mensch) mit sich selbst, mit seiner Umgebung führen?

Lasse mich ein Beispiel aus meiner eigenen Welt geben:

Wer bestimmt unsere Freiheit?

Obwohl wir in Wien leben (das gerade die 2-Millionen-Marke erreicht hat), haben wir das Glück, fast auf dem Land zu wohnen, im Grünen, in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes. Eine unglaubliche Ruhe, die man oft nicht einmal auf dem Land findet, immer eine frische Brise, mit alten Bäumen ringsum. Seit 15 Jahren leben wir hier. Ich bin eine Frischluftfanatikerin, auch im Winter und jede Nacht stehen bei uns die Fenster offen (je nach Witterung und Temperatur). Die Energie soll frei fließen. Nach jeder anstrengenden Arbeit (mit Menschen) belebt und vitalisiert diese Frische in den eigenen 4 Wänden.

Nun, alles wunderbar, was hat das mit dem Krieg zu tun?

Anfang des Jahres zog eine neue Nachbarin in die Wohnung unterhalb von uns ein. Eine Kettenraucherin. Die untere Wohnung hat eine Terrasse, direkt unter unserem Schlafzimmer. Schlagartig hat es sich bei uns mit den offenen Fenstern erledigt, was für mich fast unerträglich ist. Wenn ihr meinen gestrigen Beitrag über die beschnittene Blume gelesen habt, könnt ihr euch vorstellen, was diese “Beschneidung” und die Isolation von “draußen” mit mir macht.

Ok, was können wir in dieser neuen, unangenehmen Situation tun?

Einerseits haben wir Verständnis für die Nachbarin. Heutzutage ist es für Raucher kaum noch möglich, außerhalb der eigenen vier Wände ungestört zu rauchen. Es ist auch schön für sie, dass sie die Terrasse und die frische Luft entdeckt hat und von Sonnenaufgang bis weit nach Sonnenuntergang auf der Terrasse verbringt. Der Rauch zieht, erstaunlicherweise auch durch geschlossene Fenster, direkt in unser Schlafzimmer. Wenn sie kurz die Terrasse verlässt, setzt sie sich an ein anderes Fenster und von dort zieht der Rauch wieder in unsere Fenster. Am Anfang sind wir wie aufgescheuchte Kaninchen herumgerannt, um die betroffenen Fenster zu schließen und andere zu öffnen, immer auf der Hut, wo wir gerade noch atmen können. (Anmerkung: Ich habe grundsätzlich nichts gegen Raucher und das Rauchen [habe sogar einen Artikel darüber geschrieben “Rauchen ohne Schuldgefühle” ->] und habe mich bisher noch nie von Rauchern in irgendeiner Weise belästigt oder eingeschränkt gefühlt)

Wie passte mir/passte uns diese Unfreiheit – sich am Leben, am Biorhythmus eines anderen zu orientieren? Wie passt es zu mir, immer auf der Hut zu sein? Eigentlich gar nicht?

Kindheitserinnerungen kamen in mir hoch: diese innere Unruhe, immer auf der Hut sein, immer das Richtige tun müssen, immer aufpassen, wo ich hintrete, weil gleich eine Mine hochgehen könnte.

Sind Kompromisse noch möglich und sinnvoll?

Nun, aus Verständnis für die Nachbarin, aber auch für uns selbst, haben wir versucht, mit ihr zu reden. Mehrmals. Wir haben versucht, einen Kompromiss zu finden. Wenigstens von 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr morgens Rauchruhe auf der Terrasse zu vereinbaren. Wir sind doch nette Menschen und die Nachbarin auch. Sie war bei den Gesprächen sehr verständnisvoll und nachsichtig. Das haben wir doch gut gemacht, oder? Na ja, einen Tag nach dem Gespräch wurde wieder bis zwei Uhr morgens auf der Terrasse geraucht. Und nicht allein. Verstärkung war zu Besuch. Der Rauch breitete sich von Tag zu Tag mehr um das Haus aus und drang durch jedes noch so weit entfernte und abgewandte Fenster ein. Alle Fenster mussten geschlossen werden. Auch bei drei anderen Nachbarn. Im Garten auf meiner Schaukel an der frischen Luft die Seele baumeln lassen? Nein! Wenn, dann nur in dieser verrauchten Wolke. Die ganze Umgebung bekam nach und nach eine Art Rauch-Aura. Auch draußen konnten wir und unsere Nachbarn den gewohnten Duft der Natur nicht mehr riechen.

Was konnte man tun? Vor allem, wenn die Nachbarin das sicher noch so wahrnimmt, wie ich es als „HSP“ wahrnehme. Dafür gibt es kein Gesetz. Wir haben natürlich versucht, die Nachbarin an unser Gespräch, an unsere Vereinbarung zu erinnern. Nun, sie vergisst oft die Zeit! Sie entschuldigt sich und verspricht Besserung. Ein paar Tage später zieht plötzlich ihr neuer Freund bei ihr ein. Auch ein Kettenraucher. Na toll! Die Situation wird für uns fast unerträglich. Zu unserem “Glück” liebt er Parfüm. Ich selbst verstehe nicht, wie es möglich ist, dass ein Mensch so viel davon auf sich sprühen kann, dass man es noch stundenlang und meterweit riechen kann. Inzwischen ist diese aggressive, scharfe Parfümluft für mich manchmal schlimmer als der Rauch. (Aus energetischer Sicht brauche ich wohl nicht zu erwähnen, dass diese Geruchsmedien – ob Rauch oder Parfüm – Transportmittel für die Emotionen und Gedanken der Menschen sind, von denen sie ausgehen. Rauch und Duftwolke sind also nicht gleich Rauch und Duftwolke. Es kommt auch auf den zusätzlichen psycho-energetischen Inhalt an). Das kleine Fenster im Badezimmer (das letzte Schlupfloch für frische Luft in unserer ganzen Wohnung) ist auch nicht mehr im “Spiel”, nachdem ich morgens um sechs von meinem eigenen Husten geweckt wurde.

Man kann doch nicht zu den Nachbarn gehen und sich über das Parfüm beschweren, oder? Was nun? Rauch mag man nicht. Parfumduft auch nicht? Was ist los mit uns?

Wahrscheinlich um uns entgegenzukommen, zündet die Nachbarin jetzt zusätzlich und überall Duftkerzen an. Ich nehme an, um den Rauch zu neutralisieren. Nun, ich bin ein feinsinniger, feinstofflicher, hellriechender Mensch. Die Duftkerze neutralisiert eines – den Duft der Natur.

Suche nach natürlichen Lösungen 

Was also tun? Was hat das mit mir, mit meinem Mann zu tun? Sind wir zu sensibel?

Was müssen wir uns anschauen, was müssen wir in uns erkennen, erlösen?

Mit welchen inneren Schatten müssen wir uns aussöhnen?

Welche Teile von uns spiegelt uns die Situation und die Nachbarin?

All diesen Fragen sind wir natürlich in den letzten Monaten nachgegangen. Wir erkannten, dass die Kommunikation mit der Nachbarin nicht viel brachte, teilweise (ich vermute, unbewusst von ihr) eher eine Verschärfung bedeutete.

Also habe ich es mit Ignorieren versucht. Dann versuchte ich es zu akzeptieren, mich mit dem Rauch zu versöhnen.

Aber wollte das Leben wirklich, dass ich die Fenster offen lasse und den Rauch in meiner Wohnung einfach nicht “bekämpfe”, mich an ihn gewöhne, ihn akzeptiere?

Ich verstand – das war gegen meine Natur! Was ich akzeptieren sollte, war meine eigene Natur!

Die zweite Möglichkeit, die ich selbst in der Hand hatte, war zu lernen, mit geschlossenen Fenstern zu leben. Meine “Klaustrophobie” überwinden, das Gefühl, unfrei, gefangen zu sein. Aber widerspricht das nicht meiner Natur?

Nun, wir haben uns auch gefragt, ob nicht alles nach einem Umzug schreit. Vielleicht verändert sich die Umgebung in eine Richtung, in der wir nichts mehr zu suchen haben? Nun, auch mit der Möglichkeit eines Umzugs beschäftigen wir uns seit Jahren. Bisher ohne Erfolg.

Was bleibt also? Die Situation akzeptieren, das Beste daraus machen? Fenster auf, wenn es geht, Fenster zu, wenn es nicht geht, und ruhig bleiben. Meint man? Der Freund der Nachbarin hat jetzt aber zusätzlich das Rauchen auf der Toilette entdeckt – besonders in der Nacht. Durch den Ventilator findet der Rauch so trotz geschlossener Fenster seinen Weg in unsere Wohnung. Im Halbschlaf sitze ich mit frisch gewaschenen Haaren auf der Toilette und zum ersten Mal überkommt mich Wut und Verzweiflung. Plötzlich begreife ich: Es ist Krieg! Ich kann nicht fliehen. Ich kann mich nicht verstecken, ich kann die Fenster vor ihm nicht schließen. Offensichtlich erreicht er auch den letzten Winkel dieser Erde.

Also wieder die Fragen aller Fragen: Was kann ich persönlich tun? Wie damit umgehen? Ruhig bleiben? Akzeptieren? Damit leben lernen? Verstehen? Verständnis haben?

Verständnis für den Krieg???, oder den Krieg verstehen???

Kann wahre Freiheit einschränkend sein?

Zusammen mit unseren drei Nachbarn sind wir fassungslos. Unsere Ruheoase, in der bisher jeder mehr oder weniger Rücksicht auf den anderen genommen hat, wird von einer anderen Spezies beherrscht. Unerwartet. Unangekündigt. Von Null auf Hundert. Ohne Vorwarnung.

Wie konnte das passieren?

Und wie kann ein Mensch, wie können zwei Menschen plötzlich so viel Unruhe mit sich bringen und damit so große Kreise ziehen, so viel Umgebung in Beschlag nehmen?

Wie kann die Freiheit des einen auf Kosten der Freiheit des anderen gehen?

Wer hat wie ein Recht auf Freiheit? Auf frische Luft? Auf das Ausleben seiner Macken, Ticks, Gewohnheiten, ohne Rücksicht darauf, ob es andere stört und einschränkt?

In diesen Tagen habe ich endlich begriffen, dass ich mit Hilfe meiner Nachbarin auf das vorbereitet wurde, was in der Welt (Naher Osten & Co.) gerade passiert und passieren wird. Leider.

Mein Herz könnte bluten, aber ich weiß, dass es meine Aufgabe ist, mich um mein Herz zu kümmern, so gut ich kann, innerhalb der Möglichkeiten, die ich habe, obwohl ich das Gefühl habe, dass es mir den Atem raubt und all meine Möglichkeiten. Innerlich, aus meiner Erfahrung heraus, weiß ich, dass das nicht wahr sein kann! Meine Möglichkeiten, auch wenn sie unsichtbar sind, müssen irgendwo (anders) sein.

Epochale Umwälzungen

Die Erde ist im Umbruch. Wir bewegen uns von einer Ebene zur nächsten. Jeder dort, wo er hingehört – aufgrund seiner Entwicklung. Dimensionswechsel wird es auch manchmal genannt. Manche wehren sich dagegen. Anstatt sich auf die Bewegung einzulassen, versuchen sie, sich das Gebiet, die Umgebung anzueignen, sie buchstäblich zu erobern, sie sich untertan zu machen, sie ihrem Niveau, ihrer Schwingung anzupassen. Dies scheint immer drastischere Maßnahmen und Mittel zu erfordern, denn die Entwicklung ist nicht aufzuhalten.

Wer darf wo und wie leben, und wer nicht? Territoriale Konflikte laufen ab.

Die Augen davor zu verschließen, ist sicher nicht die beste Strategie. Aber jeder muss heute und morgen sehen, wie er am besten damit umgeht. Wir selbst sind noch ratlos. Ich spüre, nehme also auch die unbewusste Ratlosigkeit, Verwirrung, Angst und Panik der Nachbarn wahr und verstehe auch, dass sie eigentlich an der Zigarette festhalten, weil sie nicht verstehen, was und wie ihnen geschieht. Je mehr wir ihnen Verständnis und damit Liebe entgegenbringen, desto mehr müssen sie offensichtlich rauchen. Sie sind Liebe nicht gewohnt. Sie sind auf Randale aus – damit können sie umgehen. Aber jetzt, da sie nicht wissen, was den Druck auf sie ausübt, benebeln sie sich, hüllen sich in Rauch, weil sie die neue Schwingung nicht einatmen können und wollen. Jeder Atemzug der Harmonie und des Friedens bringt an die Oberfläche, was lange unter den Teppich gekehrt wurde.

Ja, ich verstehe alles! Und doch … Verstehen bedeutet noch nicht die Frieden stiftende Lösung meiner menschlichen Situation.

Ach ja, erwähnte ich schon, dass die Nachbarin auch einen jungen Hund hat, der manchmal stundenlang weinte und bellte, wenn sie weg war? Zum Glück für uns und auch für das Tier konnten wir mit ihr ein fruchtbares Gespräch führen und ihr einen Hundetrainer empfehlen. Hier schienen Kommunikation und Lösungssuche Früchte zu tragen. Aber das war kurz bevor die Geschichte mit dem Rauchen begann ;)

Epochale Umbrüche sind also überall spürbar. Wie gehen wir damit um? Was tun wir? Was können wir tun? Wie schaut der Plan aus? Der Seelenplan eines jeden von uns? Was ist das Neue, das Erlösende, das wir tun können, um die “Konflikte” und ihre Lösungen auf eine neue, liebevollere Ebene zu heben und zu behandeln? Die Neue Zeit, neues Bewusstsein bricht ein und wir haben uns es sicher ein wenig anders vorgestellt. Wie kann es Frieden auf der Erde geben, wenn wir nicht einmal in der Lage sind, in Frieden und Freiheit mit unseren Nachbarn und sogar mit uns selbst zu leben?

Was fällt Dir dazu ein? Wie gehst Du damit um? Was ist Dir das natürliche Bedürfnis zu tun?

© 10/2023 Kristina Hazler


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  • Dieser Artikel hat einen Informationscharakter und spiegelt meine persönliche Meinung und Erfahrung, wie meine aktuelle Sicht des Themas und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit. Es werden darin definitiv keine gesundheitlichen Ratschläge erteilt. Bitte prüfe den Inhalt für Dich. Danke!



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