Warum bewusste Frauen jenseits der 50 keine Auslaufmodelle, sondern die neuen Pionierinnen des kollektiven Wandels sind
Mein letzter Beitrag Spontanheilung einer anderen Art zur Energetischen Psychosomatik liegt schon eine Weile zurück. Ich schrieb darin über meine kleine Zehe und die damit verbundene Psychoenergetik und kündigte ein Update im nächsten Artikel an. Nun, die Botschaft meiner kleinen Zehe entfaltet sich erst langsam, was für ihre Tiefe spricht. Somit habe ich noch kein interessantes Update, außer, dass die Zehe noch immer „zickt”. ;)
Dieser Artikel ist zuerst auf Substack erschienen. Die Inhalte der Kategorie Energetische Psychosomatik dienen der Erweiterung deines Horizonts und der Anregung zur Selbsthilfe. Sie sind als ergänzende Blickwinkel zu verstehen und ersetzen niemals eine medizinische Diagnose oder Therapie durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Energetische Psychosomatik© ist eine Einladung, die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden bewusst zu übernehmen und neue Pfade der Selbsterkenntnis zu erkunden. Alle bereits erschienenen Beiträge zur Energetischen Psychosomatik findest du hier →
Spirituelle Wechseljahre
Dafür möchte ich heute das Thema der „spirituellen Wechseljahre” ansprechen. Noch nie (zumindest seit unserer Zeitrechnung) gab es so viele Frauen, die ihr Leben der Spiritualität, dem persönlichen Wachstum, der Entwicklung, der Heilung und der Bewusstwerdung geweiht haben und derzeit „wechseln” oder schon gewechselt sind. Somit stellt sich die Frage: Wohin aber eigentlich?
Es gibt kaum Vorbilder dafür, wie es ist, nach Jahrzehnten der Heilarbeit, Persönlichkeits- und Bewusstseinsarbeit als transformierte Frau die Wechseljahre zu durchleben und wie und wo man danach ankommt bzw. sein kann.
Noch nie haben so viele Frauen gemeinsam erörtert, wie es nach der sogenannten Menopause weitergehen kann.
Die verkehrte Matrix, über die ich seit zwei Jahren in meinem anderen Substack „Neues Bewusstsein – unzensiert“ berichte, spielt seit ungefähr vier Jahren (mehr oder weniger erfolgreich) Daten und Informationen der 08/15-Menopause in mein System. Das Anstrengende dabei ist, dass es extreme Wachsamkeit und Achtsamkeit sowie ständiges Gewahrsein und Selbstkenntnis erfordert, um sich diesen eingespielten Daten nicht zu ergeben und sich ihnen nicht entsprechend zu verhalten. Täglich spüre ich den Sog der Gedanken, die versuchen, mich in ein enges Korsett zu schnüren und mir vorzuschreiben, was ich als alternde Frau noch darf und was nicht, was sich für mich gehört und was nicht, wo mein „Revier” ist, wo ich noch Mitspracherecht habe und wo nicht usw.
Bist du schon in Ordnung oder immer noch nicht?
Seit Monaten wird mein Facebook-Feed mit diversen Angeboten für Frauen über 50 überflutet. Manchmal muss ich lachen, denn es ist doch ein wenig spät bei mir – ich werde bald 58! Aber die Algorithmen scheinen schon mitbekommen zu haben, dass ich auch in dieser Angelegenheit eine „Spätzünderin” bin. So werden mir bei jedem Einloggen als Erstes Menopause-Ergänzungsmittel und Hormonersatzmittel angezeigt, dann geht es weiter mit Bauchflachmachern, Lymphdrainagen, Brainfog-Beseitigern und vielem mehr. In gewisser Weise könnte es fast beleidigend wirken, nach all der Arbeit an sich selbst noch immer in eine 08/15-Schublade gesteckt zu werden. Es wird dem Körper und dem Geist suggeriert, dass sie ihre Arbeit nicht gut machen und ständig Anpassungen, Ergänzungs- und Korrekturmittel benötigen. Als dürfte sich die Frau jenseits der 50 auch noch immer nicht genügsam entspannen – trotz all des Wissens, das sie im Laufe ihres Lebens über sich selbst, ihren Körper und ihr Energiesystem erworben hat.
Die Suggestion all dieser als Hilfe für die moderne Frau beworbenen Mittel ist dieselbe, der ich seit meinem 12. Lebensjahr ausgesetzt bin:
„Du bist nicht in Ordnung, wie du bist.“
„Du musst etwas an dir verändern.“
„Du musst dich anpassen, damit andere mit dir umgehen und dich lieben können.“
…
Schon reif genug, um für sich selbst zu wissen?
Es scheint, als sei man als spirituell und bewusstseinsmäßig gereifte Frau noch weit von dem ersehnten Entspannen entfernt, weil eine neue große Prüfung, Falle oder ein neuer Test (suche dir aus, wie du es deinem eigenen Gefühl entsprechend für dich nennen möchtest) auf einen wartet:
Nimmst du jetzt das Programm der alten Matrix an, gibst endlich Ruhe und reihst dich wieder brav ein oder trotzt du weiter der verkehrten Logik und bleibst stur auf deinem Weg der „Erleuchtung“, Bewusstwerdung, Befreiung oder was auch immer?
Ich nehme an, die Wechseljahre könnten im Sinne des neuen Bewusstseins auch bedeuten, sich endlich zu erlauben, aus der Schleife der ewigen Ungenügsamkeit und dem Gefühl auszusteigen, „(noch immer) nicht in Ordnung zu sein“. Mit erhobenem Kopf weiterzugehen, sich selbst zu lieben oder die Liebe zu sich selbst (wieder)zuentdecken – jenseits der Aufopferungsrolle –, aus dem Verständnis heraus, dass man richtig ist, so wie man ist und sich auch für das bereits gelebte Abenteuer namens Leben zu würdigen.

Wie soll es weniger werden, wenn man sein ganzes Leben lang mehr wollte?
Ja, ich habe mir die Wechseljahre auch anders vorgestellt. Mit weniger Müdigkeit, weniger Gewichtsproblemen als die, die ich schon mein ganzes Leben habe, weniger Schmerzen usw. Ich dachte, wenn ich so viel vorgearbeitet habe, würde es für mich glattgehen. Das ist jedoch nicht der Fall. Einerseits: Wie soll es weniger werden, wenn man sein ganzes Leben lang immer mehr wollte? Mehr Geld, mehr Liebe, mehr Freiraum, mehr Emanzipation, mehr Anerkennung, mehr Urlaub, mehr Erholung …? Verstehst du, warum man wechseln soll?
Wir sollten aber auch betrachten, in welcher Welt wir leben, welchen Einflüssen wir ständig ausgesetzt sind, wie die Umweltbedingungen sind, was alles uns bewusst ist, was wir früher nicht verstanden haben und welchem kollektiven Bewusstsein und kollektiven Schatten wir ausgesetzt sind. Und trotzdem machen wir weiter! Wir verstecken uns nicht in der Küche und backen täglich Kuchen für unsere Enkelkinder. Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Ich liebte die Kuchen meiner Oma! Oft haben wir jedoch nicht einmal Kinder oder Enkelkinder, und das allein hatten wir schon zu verkraften!

Stattdessen verstehen wir, dass all das, was wir in den letzten Jahren über Transformation, Wandlung, Erhöhung und Befreiung gelernt haben, auch über die Wechseljahre hinaus weitergetragen werden muss, um die Illusion des Alterns zu entzaubern.
Mutprobe 50+
Um ehrlich zu sein, ist es eine weitere Mutprobe. Es ist, als stünde man erneut vor den Barrikaden, die einen ständig mit Angst einflößenden Diagnosen konfrontieren. Du hast möglicherweise dies oder das oder jenes, wenn du nicht vital genug bist, wenn deine Werte nicht dem Durchschnitt entsprechen, wenn du ein Bäuchlein bekommen hast, wenn Belangloses aus deinem Gedächtnis schwindet, wenn du nicht mehr für alle gleich da bist wie früher, wenn dein Motor am Morgen nicht gleich anspringt und so weiter.
Vergiss nicht:
Du bist nicht allein!
Wir sind viele, aber wir kennen den Weg noch nicht genau. Wir arbeiten uns einen Schritt nach dem anderen voran.
Unser Feld der Erneuerung, der neuen Frau nach dem Wechsel, erweitert sich stetig. Dein Weg jenseits der 50 ist nicht endgültig skizziert – es sei denn, du möchtest es so.
Du kannst den Weg und dich selbst neu erfinden!
Du bist kein Auslaufmodell!
Du bist pure Erfahrung!
Du bist gelebtes Wissen und gelebte Weisheit und immer noch lebendig. Was willst du daraus machen? Wie willst du es verwerten?
Lass dich nicht verunsichern!

Erlaube dir, deinen Weg und deine persönlichen Möglichkeiten zu erkunden.
Vertraue dem Leben und nicht verunsichernden, untergrabenden Werbemitteln – egal, wie pflanzlich, biologisch, alternativ oder geistig-energetisch sie verpackt sind.
Wenn du das Gefühl hast, dass du Unterstützung für dein System brauchst, dann ist das in Ordnung. Wende sie aber aus deiner selbstbewussten Identität und deinem Selbstwert heraus an und nicht aus Verzweiflung, Unterwürfigkeit oder dem Bedürfnis, dich wieder anzupassen. Die Wirkung ist dann nämlich eine ganz andere!
Die unlimitierte Frau
Wie bereits gesagt, haben noch nie so viele Frauen die „Wechseljahre“ oder die Jahre des Wandels weg vom Dienst an anderen, der Aufopferung hin zur Selbsterlaubnis, zur Selbstbestimmung und Selbstentfaltung in einem derart erhöhten Bewusstsein und einer derart erhöhten Schwingung erlebt und durchlaufen. Es ist eine geballte, erneuernde Kraft, die wir dieser Zivilisation und dem Planeten schenken!

Selbstverständlich ist dieser Prozess mit „Geburtswehen” und gewissen „Nebenwirkungen”, Konsequenzen und Antworten des alten Systems verbunden. Deswegen:
Jede einzelne Frau zählt!
Auch als Vorbild für die nächste Generation – egal, ob es sich um die eigenen oder fremde Kinder und Enkelkinder handelt. ;)
Bitte unterstützt euch gegenseitig. Teilt respektvoll eure Erfahrungen – aber nicht als die einzig richtige Wahrheit, sondern als eure individuelle Erkenntnis und euren individuellen Weg – und inspiriert euch. <3
Therapie-Essenz: Die Kraft der bewussten Wechseljahre
Wenn die Jahre des Wandels anklopfen und dein System mit Müdigkeit, Schmerzen oder scheinbaren Defiziten reagiert, laden diese Impulse dich ein, die Perspektive zu wechseln:
- Der Programmierungs-Check: Sei wachsam und achte darauf, welche Daten die „alte Matrix“ in dein System einspeisen will. Wenn dir ständig suggeriert wird, dass du ab einem gewissen Alter unvollständig oder reparaturbedürftig bist, dann erkenne die uralte Schleife „Du bist nicht in Ordnung, wie du bist“ und wache aus dieser Hypnose auf!
- Symptome als Geburtswehen: Verurteile deinen Körper nicht für Müdigkeit oder Schmerzen. Erinnere dich daran, was du alles ge(er)lebt und ge(er)tragen hast, und gönne dir Zeit und Ruhe. Verstehe auch, dass dieser Wandel in einer Welt voller kollektiver Schatten und Umweltbedingungen kein Verfall ist, sondern die intensive Transformationsarbeit einer Pionierin. Du bist kein Auslaufmodell, sondern pure, gelebte Weisheit.
- Vom Dienst zur Selbsterlaubnis: Nutze diese Phase, um bewusst aus der Aufopferungsrolle auszusteigen. Der wahre „Wechsel” bedeutet den Übergang vom Da-Sein für andere hin zur radikalen Selbstliebe und Selbstbestimmung in dem Verständnis, dass dies der eigentliche Dienst am Kollektiv und der Menschheit ist.
- Unterstützung ohne Unterwürfigkeit: Es ist vollkommen in Ordnung, sich Unterstützung für den Körper und die Psyche zu holen. Tue dies jedoch aus deinem vollen Selbstwert heraus und nicht aus der verzweifelten Angst, einer gesellschaftlichen Norm entsprechen zu müssen.
Die Kernfrage für dich
An welchen Stellen lässt du dich noch von den Filtern einer verkehrten Logik* verunsichern, anstatt erhobenen Hauptes zu feiern, dass du genau richtig bist, wie du bist?
© 06/2026 Kristina Hazler (alle Bilder sind KI generiert und Lizenziert bei shutterstock.com)
*Der Begriff „verkehrte Logik” wurde erstmals in meiner Buchreihe „BewusstseinsCoaching” verwendet. Und zwar in Band 2, der selbst den Titel „Die verkehrte Logik” trägt.
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