Spirituelle Menopause – Abschied vom Syndrom der ewigen Unzulänglichkeit

Warum selbstbewusste Frauen ab 50 die neuen Vorreiterinnen des kollektiven Wandels sind

Mein letzter Beitrag Spontanheilung einer anderen Art zur Energetischen Psychosomatik liegt schon eine Weile zurück. Ich schrieb darin über meine kleine Zehe und die damit verbundene Psychoenergetik und kündigte ein Update im nächsten Artikel an. Nun, die Botschaft meiner kleinen Zehe entfaltet sich erst langsam, was für tiefere Zusammenhänge spricht. Somit habe ich vorerst noch keine umwerfende Aktualisierung, außer der Tatsache, dass der Zeh noch immer „zickt”. ;)


Diesen Artikel habe ich ursprünglich auf der deutschen Plattform Substack veröffentlicht. Die Inhalte der Kategorie Energetische Psychosomatik dienen der Erweiterung deines Horizonts und der Anregung zur Selbsthilfe. Sie sind als ergänzende Blickwinkel zu verstehen und ersetzen niemals eine medizinische Diagnose oder Therapie durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Energetische Psychosomatik© ist eine Einladung, die Verantwortung für deinen eigenen Zustand bewusst zu übernehmen und neue Pfade der Selbsterkenntnis zu erkunden. Alle bereits erschienenen Beiträge zur Energetischen Psychosomatik findest du hier →


Spiritueller Übergang

Anstelle des „kleinen Zehs“ spreche ich heute das Thema der „spirituellen Menopause“ an. Noch nie zuvor (zumindest seit unserer Zeitrechnung) gab es so viele Frauen, die einen großen Teil ihres Lebens der Spiritualität, dem persönlichen Wachstum, der Entwicklung, der Heilung und der Erweckung eines höheren oder erweiterten Bewusstseins geweiht haben und sich derzeit in der Phase des Übergangs befinden oder ihn schon hinter sich haben. Dadurch tut sich uns eine neue Frage auf: Wohin führt dieser „neuartige“ Übergang eigentlich?

Es gibt nur sehr wenige Beispiele dafür, wie es ist, nach Jahrzehnten der Heilarbeit, der Persönlichkeits- und Bewusstseinsarbeit als transformierte Frau die Menopause zu durchleben und wie und wo man sich danach wiederfindet bzw. von wo und wie man die nächste Phase seines Lebens starten soll.

Bisher hatten noch nie so viele Frauen gemeinsam die Möglichkeit, eine Diskussion darüber zu führen, welchen sinnvollen Weg ihr Leben nach der Menopause einschlagen sollte.

Die verkehrte Matrix/Matrix, über die ich seit zwei Jahren in meinem anderen deutschen Substack „Neues Bewusstsein – unzensiert“ berichte, spielt mir seit ungefähr vier Jahren (mehr oder weniger erfolgreich) Daten und Informationen zur 08/15-Menopause in mein Unterbewusstsein ein oder aktiviert die alten Aufzeichnungen, die noch in den Zellen vorhanden sind. Das Anstrengende dabei ist, dass es mir extreme Wach- und Achtsamkeit, sowie ständiges Gewahrsein und Selbstkenntnis abverlangt, um diesen veralteten Informationen nicht auf den Leim zu gehen, ihnen nicht zu glauben und mich nicht entsprechend zu verhalten. Täglich spüre ich den starken psychoenergetischen Sog von Gedanken, die versuchen, mich in ein enges System-Korsett zu schnüren und mir vorzuschreiben, was sich für eine alternde Frau meines vermeintlichen Alters gehört und was nicht, in welchem „Territorium“ ich noch das Recht habe mich zu bewegen, wo mir noch erlaubt ist mitzuentscheiden und wo nicht mehr.

Bist du schon in Ordnung oder immer noch nicht?

Seit Monaten wird mein Facebook-Feed mit diversen Menopause-Angeboten für Frauen über 50 überflutet. Manchmal muss ich laut lachen, denn in meinem Fall kommen diese Angebote schon ein wenig spät – ich werde bald schließlich 58! Aber die Algorithmen scheinen schon mitbekommen zu haben, dass ich auch in dieser Angelegenheit zu denen gehöre, die sich Zeit lassen. Bei jedem Einloggen auf FB werden mir als Erstes auf dem Bildschirm Nahrungsergänzungsmittel für die Wechseljahre und entsprechende Hormone angezeigt, dann folgen Bauchflachmacher, Lymphdrainagen, Brainfog-Beseitiger und vieles mehr. In gewisser Weise kann es fast beleidigend wirken, wenn nach all der Transformationsarbeit eine erneute Einordnung in eine 08/15-Schublade erfolgt. Dem Körper und dem Geist wird weiterhin und ohne Unterschied die Suggestion untergeschoben, dass sie ihre Arbeit nicht gut machen, dass sie nicht in Ordnung sind und immer mehr „Krücken“ in Form von verschiedenen Präparaten und womöglich auch körperlichen oder psychischen Korrekturen benötigen. Als dürfte sich die Frau jenseits der 50 noch immer nicht erlauben, sie selbst zu sein, sich endlich und ohne Schuldgefühle zu entspannen – und das trotz all des mit dem Alter und der Erfahrung erworbenen Wissens über sich selbst, ihren Körper und ihr Energiesystem.

Die Suggestion all dieser Mittel, die lautstark als die ultimative Hilfe für die moderne Frau beworben werden, trägt denselben Unterton, dem ich selbst seit meinem vielleicht 12. Lebensjahr ausgesetzt bin:

„Du bist nicht in Ordnung, wie du bist.“

„Du musst etwas an dir verändern.“

„Du musst dich anpassen, damit andere mit dir umgehen und dich lieben können.“

„Um Himmels willen, tu etwas mit dir!“

Bist du schon reif genug, um es für dich selbst zu wissen?

Es scheint, als hätten wir als geistig und bewusstseinsmäßig gereifte Frauen zum ersehnten Entspannen und zum Gefühl der Freiheit noch immer genauso weit wie einst, weil im Hintergrund eine neue große Prüfung, Falle oder ein neuer Test auf uns lauert (wähle das, was deinem eigenen inneren Gefühl entspricht) im Sinne von:

Nimmst du weiterhin das Programm der alten Matrix an, wirst du jetzt definitiv still, wie es sich gehört, und reihst dich brav in die vorgegebene Reihe ein, oder wirst du stattdessen mit gesunder Ausdauer der verkehrten Logik trotzen und endlich oder weiterhin (ungehorsam) deinen eigenen Weg der „Erleuchtung“, des Erweckens, der Befreiung oder was auch immer dir einfällt, gehen?

Ich nehme an, dass Menopause oder Übergang im Sinne des neuen Bewusstseins auch das finale Aussteigen aus dem Teufelskreis der ewigen Unzulänglichkeit und aus dem Gefühl bedeuten könnte, dass man als Mensch/Frau noch immer nicht so in Ordnung ist, wie man ist. Der Übergang zum ersehnten Gefühl, mit erhobenem Kopf zu leben, sich selbst zu lieben oder die Liebe zu sich selbst (wieder)zuentdecken – jenseits der Aufopferungsrolle – aus der Position des Verständnisses heraus, dass alles genau so richtig ist, wie es ist, dass du richtig bist, wie du bist, und dir selbst auch für das bereits gelebte Abenteuer namens Leben Würdigung zu erweisen.

Frau im Licht, die sich von einer digitalen Matrix löst, spirituelle Transformation

Wie soll man plötzlich weniger um die Ohren haben, wenn man sein ganzes Leben lang mehr wollte?

Ja, auch ich habe mir die Jahre meines „Übergangs“ nach mehr als 30 Jahren Arbeit mit dem (Unter-)Bewusstsein anders vorgestellt. Mit weniger Müdigkeit, weniger Gewichtsproblemen und weniger Schmerzen als jene, die sich ohnehin schon durch mein ganzes Leben ziehen. Ich dachte, dass nach so viel präventiver Arbeit an mir alles glattgehen würde. Das ist jedoch nicht der Fall. Und nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Frauen gilt: Wie sollten wir plötzlich weniger um die Ohren haben, wenn wir uns unser ganzes Leben darauf konzentriert haben, von allem immer mehr haben zu wollen? Mehr Geld, mehr Liebe, mehr Freiraum, mehr Emanzipation, mehr Anerkennung, mehr Ruhe, mehr Erholung…?

Verstehst du das?

Ist dir an dieser Stelle schon klar, warum der Wechsel, bzw. der „Übergang“ überhaupt noch notwendig ist?

Weil wir noch immer nicht von einer Interessenseite auf die andere gewechselt sind!

Unabhängig von den psychologischen Gründen klassischer Menopause-Symptome ist es in der heutigen Zeit auch notwendig zu betrachten, in welcher Welt wir leben und welchen Einflüssen wir ständig ausgesetzt sind, wie die Bedingungen unserer Umwelt sind, was uns bereits alles bewusst ist, was wir früher nicht verstanden haben und welchem familiären und kollektiven Bewusstsein und Schatten wir täglich heldenhaft trotzen. Und trotzdem machen wir weiter! Wir verstecken uns nicht in der Küche und backen nicht täglich Kuchen für unsere Enkelkinder. Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Die Kuchen meiner Oma waren wunderbar! Doch heute haben viele der „Pionierinnen“ der Neuen Zeit weder eigene Kinder noch Enkelkinder, und allein das galt es (ob im Rahmen der Familie, der Gesellschaft oder des eigenen Wunschs) durchzustehen, zu verarbeiten und ohne Verbitterung, Opfergefühl oder die erwähnte Unzulänglichkeit zu „stehen“!

Großmutter schneidet mit Kindern eine Geburtstagstorte in der Küche.

Heute jedoch können wir verstehen, dass all das, was wir in den letzten Jahren über Transformation, Wandlung, Erhöhung der Schwingung und Befreiung gelernt haben, auch über die Grenzen des Übergangs hinaus getragen werden muss, um auch diesem Prozess zu helfen, die Illusion des unvermeidlichen degenerativen (weiblichen) Alterns zu entzaubern.

Mutprobe 50+

Um ehrlich zu sein, ist es eine weitere Mutprobe. Es ist, als stünde man erneut vor den Barrikaden, die einen ständig mit Angst einflößenden Diagnosen konfrontieren. Du hast möglicherweise dies oder das oder jenes, wenn du nicht vital genug bist, wenn deine Werte nicht dem Durchschnitt entsprechen, wenn du ein Bäuchlein bekommen hast, wenn Belangloses aus deinem Gedächtnis schwindet, wenn du nicht mehr für alle gleich da bist wie früher, wenn dein Motor am Morgen nicht gleich anspringt und so weiter.

Vergiss nicht:

Du bist nicht allein!

Es ist kein einsamer Weg, wir sind gemeinsam darin. Schritt für Schritt kämpfen wir uns durch den neuen Raum.

Unser Feld der Erneuerung, der neuen Frau nach dem Wechsel, erweitert sich stetig. Dein Weg jenseits der 50 ist nicht definitiv skizziert – es sei denn, du willst es so.

Deinen Weg und dich selbst kannst du neu erfinden!

Du bist kein Auslaufmodell!

Du bist pure Lebenserfahrung!

Du bist gelebtes Wissen und gelebte Weisheit und immer noch voller Leben. Wie willst du es verwerten, was willst du noch daraus erschaffen?

Ältere Frau fährt One-Wheel und zeigt Mittelfinger

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen und verunsichern!

Erlaube dir, deinen eigenen Weg und deine persönlichen Möglichkeiten zu erkunden!

Vertraue dem Leben und nicht verunsichernden, untergrabenden Werbemitteln – ganz gleich, ob sie garantiert pflanzlichen, biologischen Ursprungs, alternativ oder als hochgeistig-energetisch verkauft werden. Wenn in dir das Gefühl auftaucht, dass dein System Unterstützung braucht, dann ist das in Ordnung. Wende sie jedoch aus der Position deiner selbstbewussten Identität und deines Selbstwerts an, und nicht aus Verzweiflung, nicht aus dem Gefühl der Wertlosigkeit oder dem Bedürfnis, dich wieder anzupassen. Du weißt schließlich, dass die Wirkung ein und derselben Sache je nach (auch unbewusster) Absicht vollkommen unterschiedlich ist!

Die unlimitierte Frau

Wie ich bereits erwähnt habe, haben noch nie zuvor so viele Frauen die Menopause, den oder die Jahre der Transformation erlebt, den „Übergang“ vom Dienst an anderen und der Aufopferung hin zur Selbsterlaubnis, Selbstbestimmung und Entfaltung, und das alles mit einem derart erhöhten Bewusstsein und einer derart erhöhten Schwingung.

Mache dir bewusst: Es ist eine unglaublich konzentrierte, erneuernde Kraft, die wir genau jetzt dieser Zivilisation und dem Planeten schenken!

Selbstverständlich ist dieser neue „Übergangsprozess“ mit entsprechenden „Geburtswehen“, „Nebenwirkungen“ und intensiven alarmierenden Erschütterungen des alten Systems oder der Matrix verbunden.

Deswegen: Jede einzelne Frau zählt!

Auch als Vorbild für die nächste Generation – ganz gleich, ob es sich um eigene oder fremde Kinder und Enkelkinder handelt. ;)

Bitte unterstützt euch gegenseitig. Teilt respektvoll eure Erfahrungen – nicht als die einzig richtige Wahrheit, sondern als eure individuelle Erkenntnis und euren individuellen Weg – und inspiriert euch. <3


Therapie-Essenz: Die Kraft der bewussten Menopause

Wenn die Jahre der Transformation an deine Tür klopfen und auch dein System mit Müdigkeit, Schmerzen oder scheinbaren Defiziten reagiert, dann erinnere dich daran, dass auch diese Impulse dich dazu einladen, den Blickwinkel oder die Perspektive zu wechseln:

Der Programmierungs-Check: Sei wachsam und beobachte, welche Daten die „alte Matrix“ in dein System hochzuladen versucht. Wenn dir ständig suggeriert wird, dass du ab einem gewissen Alter unwichtig bist oder eine „Reparatur“ benötigst, erkenne die uralte Schleife „Du bist nicht in Ordnung, wie du bist“ und wache aus dieser Hypnose auf!

Symptome als Geburtswehen: Verurteile deinen Körper nicht für Müdigkeit oder Schmerzen. Erinnere dich an alles, was du gelebt und auf deinem Lebensweg tragen musstest, und gönne dir (selbst) ausreichend Zeit und Ruhe. Verstehe auch, dass die Transformation, die du in einer Welt voller kollektiver Schatten und Umweltbedingungen durchläufst, kein Verfall ist, sondern die intensive Transformationsarbeit einer Pionierin. Du bist kein Auslaufmodell, sondern pure, gelebte Weisheit.

Vom Dienen zur Selbsterlaubnis: Nutze diese Phase, um bewusst aus der Rolle der Aufopferung auszusteigen. Der wahre „Übergang“ bedeutet den Übergang vom Leben für andere hin zur radikalen Selbstliebe und Selbstbestimmung mit dem Wissen, dass genau das der eigentliche Dienst am Kollektiv und der Menschheit ist.

Unterstützung ohne Unterwürfigkeit: Es ist vollkommen in Ordnung, sich Unterstützung für den Körper und die Psyche zu suchen. Tue dies jedoch aus ehrlichem Selbstwert heraus und nicht aus verzweifelter Angst und dem Bedürfnis, einer gesellschaftlichen Norm oder der Familie zu entsprechen.

Die Kernfrage für dich

An welchen Stellen lässt du dich noch von den Filtern der verkehrten Logik* verunsichern, anstatt mit erhobenem Kopf zu feiern, dass du genau so, wie du bist, vollkommen richtig bist?

© 06/2026 Kristina Hazler (alle Bilder und Videos sind KI-generiert und lizenziert bei shutterstock.com und Gemini)

*Der Begriff „verkehrte Logik” wurde erstmals in meiner Buchreihe „BewusstseinsCoaching” verwendet. Und zwar in Band 2, der selbst den Titel „Die verkehrte Logik” trägt.


Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Slowakisch Englisch

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