Erweckungsarbeit – Was kommt auf uns zu?

In einigen der letzten Artikel für (hoch)sensible und erwachte Persönlichkeiten habe ich im Jahr 2014 über die neue Welle des Erwachens geschrieben, die derzeit über die Erde rollt und über manche von uns nach und nach hereinbricht. Ich warnte schon im Jahr 2014 davor, eine erzwungene Erweckungsarbeit zu leisten, vor allem dann, wenn man sich der möglichen Konsequenzen nicht bewusst ist und sie so auch nicht verantworten, nicht ertragen kann.

Wir haben alle Hände voll zu tun!

Meiner Wahrnehmung nach ist alles um uns herum wunderbar geregelt und „getimet“. Jegliches Erwachen und Erkennen unseres Selbst und unserer Mitmenschen funktioniert sozusagen per Autopilot. Das heißt nicht, dass wir nichts zu tun haben. Eher umgekehrt. Jeder von uns hat alle Hände voll zu tun; unabhängig davon, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht. Aus diesem Grund möchte ich heute über die nächsten Tage, Wochen und Monate sprechen. Über das, was auf uns zukommt – so, wie ich es wahrnehme, fühle und dazu Informationen in mir habe.

Ich wurde gebeten, mich in mir selbst mit folgendem Bild auseinanderzusetzen:

Ich bekam ein Bild eines erfolgreichen Menschen geliefert; erfolgreich nach heutigen psychotischen und wirtschaftlichen Maßstäben, der ungeahnt viele Menschenleben in seinem Wirkungsradius „zerstört(e)“. Warum ungeahnt? Weil dieser Mensch nach seinen Vorsätzen lebt, die seinem Kulturkreis, seiner Umgebung, seiner „Spezies“ angepasst sind und er meint, nur das Beste, sein Bestes für die Erde und Erdbevölkerung zu tun. Was das Beste für einen ist, ist jedoch eine Auslegungssache und in verschiedenen religiösen, politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Kreisen verschieden biegsam. Dieser Mensch glaubte, vierzig Jahre seines Lebens nach seinem besten Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Er hat viele Preise und Anerkennung dafür von verschiedenen Ja-Sagern geerntet, die ihm jedes Mal die Richtigkeit seines Tuns bestätigten. Und dieser Mensch erwacht eines Tages aus seinem „Traum“, aus seiner Hypnose, schaut sich um, sieht seine Spuren, die er hinterlassen hat und sieht nur Verwüstung und Leid, während irgendwo in unerreichbarer Weite seine Vision der auserwählten, der besseren, der goldenen Zukunft immer mehr verblasst. Dieser Mensch versteht nicht. Ist verwirrt. Reibt sich die Augen, möchte aus dem bösen Traum aufwachen, aber es geht nicht. Er ist eben endlich so erwacht, wie sich viele von uns wünschen, dass diejenigen endlich erwachen, die uns durch ihr Dasein, ihre Machtpositionen unser Leben schwer machen. Die Frage zu dieser, unserer, Sehnsucht ist:

Was geschieht wenn ein Machthaber erwacht?

Hat sich je einer Gedanken darüber gemacht, was so geschieht, wenn so ein Machthaber, ein Blender, ein Verbrecher (welcher Art auch immer) und andere, für die ich keinen Namen weiß, erwacht? Und was für Folgen hat so ein Erwachen, wenn nicht nur einer, sondern mehrere, viele (wir wissen, es gibt genug von ihnen) zu gleicher Zeit aus ihrem Schlaf, in der Realität der Folgen und Konsequenzen ihrer Handlungen, wach werden?

Erweckungsarbeit, Trump
Erweckungsarbeit verantworten

Es ist wichtig, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, weil uns so eine Zeit bevorsteht. Eigentlich stecken wir schon mittendrin. Es funktioniert nämlich nicht so: Ha-ha! Da ist „der Mistkerl“ endlich aufgewacht. Jetzt kann er mich nicht mehr kontrollieren, despotisch über mich herrschen, mir mein Leben schwer machen und ich kann endlich mein Leben leben wie ich will. Halleluja, Amen!

Wir sollten uns möglichst vorstellen, dass in jeder Sekunde, solange die Erde nicht aus ihrer Bahn kippt oder jeder von uns nicht auf dem Kopf steht, alles irgendwie ausbalanciert und im Gleichgewicht ist. Es gibt viele rücksichtslose „Arschlöcher“ auf der Erde, die ihre aus unserer Wertung negativen Eigenschaften wie Gier, Kontrolle, Kampf, Macht, Neid, Blutrünstigkeit u.a. ausleben und sehr viel „Ungutes“ tun und wir lernen damit zu leben, es irgendwie auszugleichen. Wir fügen uns mehr oder weniger dem Geschehen, auf welche Art auch immer. Wir sind es gewohnt, so zu leben, dass irgendwo unter den Milliarden von Menschen solche leben, die uns ohne Rücksicht auf Verluste wehtun. Während diese das tun, was sie tun, leben, beschäftigen wir uns mit unseren „Dingen“, Launen, Problemen, mit denen wir ins Reine zu kommen versuchen. Wir leiden, schämen uns, zweifeln, sind ohnmächtig, hilflos, machen uns Sorgen, werden wütend, traurig, verschlossen, zurückgezogen, klein; aber auch lustig, fröhlich, zufrieden und glücklich.

Was würdet ihr tun?

Könnt ihr euch vorstellen, was ihr tun würdet, was ihr fühlen würdet, wenn euch eines Tages eine Erkenntnis kommt, dass ihr, trotz der besten Absichten, etwas Schreckliches getan habt? Was sind dabei eure ersten Empfindungen, Gedanken?

Ich kann es nur für mich sagen: Schreck, Ohnmacht – weil: es ungeschehen zu machen – das geht nicht. Erschütterung, Hilflosigkeit, Scham, schreckliches Schuldgefühl – egal, wie oft man sich zu verzeihen, zu vergeben versucht. Eine lange, intensive Zeit des inneren Chaos, Verwirrung und Kampfes, Selbstmordgedanken und und und.

Was passiert wenn sich die eine Seite der Waage leert?

ausbalanciert, erwachen, erkennen, VergebungWie gesagt, irgendwie sind wir an ein bestimmtes Gleichgewicht gewöhnt. Gleichgewicht bedeutet nicht, dass alles rosa, dass alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Gleichgewicht bedeutet, es ist etwas ausbalanciert: so viel Gewicht von etwas auf einer Seite, entsprechend viel Gewicht von etwas anderem auf der zweiten Seite. Und wir sind gewohnt: Auf der einen Seite der Waage sind „SIE“!, die Kontrolle, Macht- und Habgier, Blutrünstigkeit, Schadenfreude, Aggression, Okkupation usw. Auf der anderen Seite sind „WIR“ und die ewigen Schuldgefühle, Zweifel, Scham, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Opfertum, Hilfsbereitschaft … Nun, was passiert, wenn sich die eine Seite der Waage leert und die erwachten Machthaber samt ihren Schuldgefühlen und anderen Zuständen auf „unserer“ Seite landen? Die restlichen, ausdauernden Machthaber werden wie auf der Kinderschaukel in die Höhe katapultiert und wir mit Hilfe von neue Ankömmlingen und ihrem Leid zu Boden gedrückt. Die einen mehr in die Höhe, die anderen noch tiefer fallend, noch mehr im gemeinsamen Leid badend. Aus meiner Sicht ist es die Problematik, dass uns in/mit dieser neuen Welle Folgendes droht: dass sich das Massenbewusstseinsfeld der Schuldgefühle, Zweifel und Ohnmacht erweitert, vergrößert, verdichtet. Sind wir dafür bereit? Können wir damit umgehen? Schon jetzt gehen wir in Resonanz mit dem Massenbewusstsein und leiden mit, ohne irgendeinen sichtbaren Grund dafür zu haben.

Sind wir bereit beizustehen?

Wir sind mit unserem wachen Geist, unserer Sensibilität und unserer Liebesfähigkeit dazu da, den „Neuerwachten“ und „Neuerwachenden“, die per Autopilot und weil sie so weit sind, beizustehen. Wie können wir es aber tun? Sind wir soweit, es zu tun? Sind wir bereit zu vergeben? Sind wir bereit zu erkennen, dass wir es waren, die sich sehnten, dass unsere Aggressoren mit ihren Aggressionen aufhören, sie aufwachen? Wenn dies jetzt passiert und dieser von uns „verhasste“ Aggressor in seiner überraschenden Menschlichkeit vor uns steht … sind wir bereit, unsere helfende Hand, unsere stärkende Schulter anzubieten und ihm eine Chance zu geben? Oder sind wir froh, dass er endlich in seiner persönlichen Hölle schmort und nachvollziehen kann, wie es so ist, gequält zu sein?

Wenn wir unsere Vorurteile diesen Menschen gegenüber überwinden, wenn wir unseren zugefügten Schmerz verdauen, unser Wunden geheilt haben und im Verständnis für seinen Zustand bereit sind zu helfen … was können wir, was sollen wir tun?

Was können wir, was sollen wir tun?

Es ist ganz einfach. Wir sollen uns um uns selbst kümmern! Wir sollen die Reste unseres „armen Ichs“ heilen, die Schuldgefühle, Ängste, Wut, Schadenfreude und viele andere Zustände in uns erkennen und über sie Bescheid wissen. Jedoch so oft wie möglich nicht auf sie eingehen, nicht einsteigen – in dem Bewusstsein, dass sie nicht wahr sind, dass sie nur Erfahrung der Menschlichkeit sind, weil aus einer anderen Perspektive immer alles in Ordnung ist. Wenn wir dies tun, wenn wir dies fühlen, verstehen, leben, dann steigen wir langsam von der einen Seite der Waage ab und aus dem Massenbewusstsein aus und machen Platz für die Neuankömmlinge, die solange auf der Seite verharren werden, bis sie aufs Neue erwachen und weitergehen können. Unsere „Sorge“ gehört also dem, dass wir mit unserer Einstellung, unserem Tun, nicht Öl in das Feuer des Massenbewusstseins gießen. Lernen wir, uns und anderen zu vergeben. Leben wir es vor, unterstützen so das Feld und das Bewusstsein der Vergebung und der Liebe, zeichnen so den Weg der Neuerwachten vor, die mit ihren möglicherweise „schwerwiegenderen Sünden“ (aber wer will es wissen und werten) mehr zu verdauen, zu verarbeiten, zu transformieren haben als wir es je hatten (aber wer weiß, was wir hatten ). So können wir ihnen mit Respekt und Verständnis, statt mit Furcht oder Schuldzuweisungen begegnen, aber müssen wir nicht. In erster Linie sollen wir es mit uns selbst tun! Weil im Universum alles optimal und getunt ist, werden die Neuen erst dann kommen, wenn wir ihnen Platz gemacht haben. Und dies tun wir durch die Arbeit an uns selbst. Helfen wir uns, helfen wir ihnen. So einfach ist das … und doch … lasst euch von der neuen Welle nicht in die Irre führen … Sie werden Herzschmerz haben und wir (!) – die HSP´s werden es (an eigenem Leib) spüren. Sie werden sich schämen und verstecken wollen und wir werden es (in uns) fühlen. Sie werden mit ihren Schuld- und Ohnmachtsgefühlen kämpfen und wir werden diese in uns wieder erkennen. Und doch werden es nicht wir sein! Und … diese Empfindungen (in uns) kommen Tage, Wochen, Monate früher, bevor wir die Möglichkeit bekommen sie im Außen, mit bloßem Auge in den Nachrichten, in unserer Umgebung erkennen und identifizieren können! Es könnte uns verrückt machen. Viele werden sich von sich selbst schrecken und sich fragen was da in ihnen auftaucht. Ist das etwas Neues aus ihrer eigenen Vergangenheit, aus dem früheren Leben was sie bislang nicht erspürt, nicht gemerkt haben? Nein! Es ist nur Wahrnehmung dessen was im Massenbewusstsein hochsteigt, sich löst, befreit. So ist in diesen Zeiten die Aufgabe von jedem Hochsensiblen, Bewussten, Erwacheten, Empatischen, der bereits seine Hausaufgabe gemacht hat, das (Selbst)Training absolviert hat, zentriert zu bleiben, sich nicht zu identifizieren und doch hineinzufühlen, zu erkennen, loszulassen, zu verabschieden, zu vergeben, zu verstehen …

© 03/2014 Kristina Hazler (bearbeitet 02/2017)

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Ganzheitlicher Aufbau für Hochsensible
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Alle meine Artikel zum Thema
„HSP“, „Energie- und Lichtarbeit“, „Erwachen und Aufstieg“
in der Reihenfolge des Erscheinens:


1) Ein ungewöhnlicher Appell an (hoch)sensible und erwachte Persönlichkeiten
2) Wenn die Zeit zum Packen gekommen ist
3) Die Psychosomatik war gestern und ist nur ein Teil der „Wahrheit“
4) Hört auf, Wirbel zu machen, mit deren Folgen ihr nicht zurechtkommt!
5) Was kommt in den nächste Tagen, Wochen, Monaten auf uns zu?
6) Weg von Archetypen, hin zur eigenen Natur
7) Der fahrlässige Umgang mit der Müdigkeit
8) Unsere Energiehygiene hat mittelalterliche Züge
9) Die Kunst des Empfindens
10) Wie vertragen sich Hochsensibilität und Sex?
11) Die Entmündigung durch verkehrt gelebte Spiritualität
12) Die Rückkehr der verlorenen Persönlichkeitsanteile
13) Die Zeit des persönlichen Armageddons
14) „Energieholismus“ – die potenzielle Sucht des spirituellen Kriegers

15) Es ist an der Zeit die Magie zu entmystifizieren
16) Die Magie und ihre zwei Seiten
17) Wenn das System Alarm schlägt, kann auch Magie im Spiel sein
18) Wann brauchen wir Magie wirklich?
19) Lichtkörperprozess und/oder Bewusstseinsprozess?

20) Das geniale Selbstheilungssystem eines Lichtkriegers
21) Mit dem Lichtkörper schon in dieses Leben hineingeboren?
22) (Be)Seele Dein Jetzt!

 

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