Ein Schritt von der Liebe entfernt – die Liebesentscheidung

Wenn wir uns verloren und ungeliebt fühlen, dann sind wir (so behaupte ich) nur einen Schritt von der Liebe entfernt!

Die Liebe ist

Die Schwierigkeit, bzw. die höhere Schwierigkeitsstufe fängt dort an, wo man zu verstehen beginnt, dass man die Liebe nicht lernen kann. Die Liebe ist einfach. Die Liebe ist, so wie das Leben ist. Man kann sich der Liebe öffnen, sie durch sich fließen lassen, mit ihr sein, mit ihr fließen, in ihr sein, in ihr fließen, in ihr aufgehen, in ihr erblühen.

Lieben zu lernen, so wie auch etwas anderes lernen zu wollen bedeutet, etwas in die Zukunft zu verschieben, dann, wenn wir einmal so weit sind – dann wenn wir (uns selbst) lieben gelernt haben. Dies bedeutet gleichzeitig, dass wir bewusst oder unbewusst behaupten, dass wir derzeit noch nicht in Ordnung, nicht vollkommen sind.

Wir sind verschieden

Das Problem ist unsere Betrachtungsweise der Vollkommenheit. Wir kämmen alle Menschen durch den gleichen Kamm. Wir wenden den gleichen Maßstab und dann vergleichen wir uns. Wir sehen, der einer kann das und das so und so gut oder so und so schlecht. Was wir aber nicht sehen ist, im welchen Zusammenhang (!) der Einer oder der Andere das und das angeblich so gut oder angeblich so schlecht kann.

In den Seminaren benutze ich folgendes Beispiel:

Wenn man von Fischen verlangen würde, dass sie lernen sollen auf Bäume zu klettern, wäre das in Ordnung?

Würde es uns tatsächlich gelingen den Fischen einzureden, dass sie es lernen sollen, weil es doch alle anderen können, was für eine Chance auf Erfolg haben dann diese Fische? Sie könnten probieren und üben was das Zeug hält und … was wäre das Ergebnis? Wie würden sich diese Fische fühlen? Höchstwahrscheinlich wie Versager, unfähig zu lernen/dazu zu lernen, unfähig sich weiterzuentwickeln, unfähig mit anderen Schritt zu halten …

Sind aber deswegen diese Fische tatsächlich etwas Schlechteres?

Sind sie tatsächlich unfähig?

Könnte man in ihrem Fall sagen, dass sie versagt haben?

Und können wir, als die Außenstehenden behaupten, dass sie als Fische unfähig sind?

Wenn wir das Modell der Wiedergeburt in Betracht ziehen, so können wir verstehen, dass wir nicht wissen, welche Vorerfahrungen und welche Entwicklungsstufen ein bestimmter Mensch bereits hinter sich hat. Wir wissen nicht, wie er im früheren, in seinem letzten Leben war. Wir sehen ihn vielleicht als jemanden, der tollpatschig versucht auf einen kleinen Baum zu klettern und verstehen nicht, wo das Problem sein sollte und warum er sich so lächerlich anstellt, wenn es doch allen eindeutig klar ist, dass diese Aufgabe bereits für Kindergartenkinder leicht zu meistern ist. Ja, aber nicht dann, wenn dieser Mensch bislang alle seine Inkarnationen als Fisch im Wasser verbracht habe und für ihn eigentlich nicht das eigentliche Klettern bereits die erste Herausforderung bedeutet, sondern schon die alleinige Berührung mit dem trockenen Boden – die ersten Schritte darauf sind keine Selbstverständlichkeit!

Umgekehrt können wir genauso nicht behaupten, dass wir alle Luser nur deswegen sind, weil wir nicht länger als eine Minute unter dem Wasser verbringen können – oder?

Menschen sind verschieden. Wenn wir jemanden beobachten, wie ungeschickt, unlogisch, unliebsam er sich anstellt, betrachten wir ihm durch den Filter unseres eigenen Bewusstseins und unserer eigenen, uns bekannten Möglichkeiten. Dabei vergessen wir oft zu bedenken, dass die Möglichkeiten des Menschen den wir beobachten höchstwahrscheinlich bereits eine Weiterentwicklung seiner eigenen früheren Möglichkeiten sind.  

Ob es uns gefällt oder nicht, es kann sein, dass derjenige rüpelhafter Machthaber (der gerade zu dienen lernt) im früheren Leben ein tyrannischer Diktator war und seine heutige Art bereits die Humanisierung, die Sensibilisierung, die Verfeinerung seines Wesen ist, unabhängig davon ob wir es so empfinden oder nicht.

Ein Schritt von der Liebe entfernt - die Liebesentscheidung

Wir sind in Ordnung

Wir alle sind immer in Ordnung so wie wir gerade sind. Das Leben unterrichtet uns automatisch das, was für uns ansteht, ob wir es bewusst wollen oder nicht. Und wenn wir uns verloren fühlen, wenn wir uns tatsächlich (im Leben) verirrt, wenn wir uns selbst und unsere Seele vergessen haben, dann sind wir trotzdem immer nur einen einzigen Schritt von dem rechten Weg, von der Liebe, von uns selbst entfernt, egal wie groß sich die Entfernung auch anfühlt! Und so brauchen wir nur diesen einen einzigen Schritt zu tun um (zu uns) zurückzukehren.

Was ist dieser eine Zauberschritt?

Dieser Schritt ist eine innere Entscheidung!

Eine Entscheidung für (!) etwas, statt gegen (!) etwas.

Aber auch eine Umentscheidung!

Ein Schritt von der Liebe entfernt – die Liebesentscheidung

Es kann sein, dass wir uns einst bewusst oder unbewusst für etwas anderes als das unsere entschieden haben (also gegen uns selbst), weil wir nicht das wollten, was wir hatten, sondern etwas haben wollten was andere hatten: Wissen, Liebe, Ruhe, Verbindungen, Geld, Ruhm oder etwas anderes. Egal wie weit in der Vergangenheit solche Entscheidung liegt, egal was alles sie mit sich in unser Leben und Energiesystem gebracht, an sich gezogen hat und egal wie weit von der schicksalhaften Kreuzung wir schon den verkehrten Weg gegangen sind, wir sind trotzdem nur einen einzigen Schritt von uns selbst, von unserem eigenen Weg, von der Liebe und von der eigenen Wahrheit entfernt.

Nur diesen einen einzigen Schritt von der Liebe/der Wahrheit/der Lebendigkeit entfernt zu sein, bedeutet für mich auch, sich aus der reinen inneren Überzeugung, aus der Sehnsucht heraus für die Liebe, für die eigene Wahrheit,  für die natürliche Lebendigkeit zu entscheiden. Kein großer Hokuspokus, nur eine Entscheidung und ein freiwilliger Schritt in die Richtung der Liebe, der Wahrheit und der vitalen Lebendigkeit …

© Kristina Hazler 02/2012 (aktualisiert 12/2017)


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