Deine Authentizität ist deine Startlinie.
Deine Authentizität ist auch dein Weg und dein Ziel.
Alles andere ist vorbei an deinem Weg
und doch der Weg zu deiner Authentizität ;)10/2023 -kh-
Dieser BewusstseinsBooster (11) behandelt die tiefgreifende Frage nach der persönlichen Identität und der Unterscheidung zwischen dem wahren Selbst und den angenommenen Identifikationen (Ego/Charakterrollen) und konzentriert sich darauf, die unzähligen Rollen und Identifikationen zu erkennen, um den Weg zum wahren, unveränderlichen Kern des Selbst zu finden.
Diese Lektion ist Teil der BewusstseinsBooster-Lektionen für zahlende Abonnenten. Mehr über BewusstseinsBooster erfährst du in “BewusstseinsBooster – worum geht es”. Übersicht über alle bereits veröffentlichten Lektionen hier ->
Als ich diesen Beitrag schrieb, befand ich mich auf einer (Bewusstseins- und Klärungs-)Reise durch Südafrika und war von dem, was mir täglich begegnete, so überwältigt, dass ich kaum zum Schreiben oder Lesen kam. Früher war es für mich ein Qualitätsmerkmal einer Reise, wenn ich gar nicht zum Lesen kam. Bei einem guten Urlaub hingegen hoffte ich, mich in einige Bücher vertiefen zu können.
Bei der Vorbereitung auf unsere zweite Südafrikareise habe ich auf meinem Substack „Neues Bewusstsein – unzensiert“ eine neue Rubrik „Auf zu neuen Horizonten“ angelegt, mit der Absicht, dort regelmäßig aus Südafrika zu schreiben. Nun, sicher werde ich es bald, mit ein wenig Verzug nachholen. Wahrscheinlich als eine Art Verarbeitung, Rekapitulation (wie Carlos Castaneda bzw. Don Juan es nannte), Reflexion und Bewusstwerdung. Wer mich auf dieser Reise begleiten möchte, kann dies tun, indem er „Neues Bewusstsein – unzensiert“ abonniert, um automatisch die neuen Beiträge zu erhalten.
Hier bei BewusstseinsBooster möchte ich hingegen die aktuelle Gelegenheit nutzen, um einen meiner ersten Träume in Südafrika mit dir zu teilen. Er soll dir bei der Selbsterkenntnis und Selbstreflexion helfen. Obwohl BewusstseinsBooster als Pay-Rubrik angelegt ist, lasse ich diesen „Booster” im „Free-Modus” und somit für alle Abonnenten lesbar – als mein südafrikanisches Geschenk an euch, eine Art Postkarte aus Südafrika.
Die menschliche Identität und das Selbst
Am Anfang dieser Lektion sollte man wissen, dass eine der ersten Nachrichten, die mich in Südafrika erreichten, eine Frage einer guten, sensitiven Bekannten war, von der ich schon in meiner letzten Matrix-Folge (Matrix 21 – Delinearisierung unserer Realität) schrieb. Sie wusste nicht, dass ich aus Wien weggeflogen bin und fragte mich:
„Eine Frage habe ich: Wenn ich mich hier nicht als Mensch identifizieren soll, existiert meine Identität dann trotzdem noch, also noch vor dieser menschlichen? Bedeutet das, dass ich immer noch eine Identität bin, nur in einer anderen Realität, Dimension? Ich verstehe das als ein vielfaches Eintauchen in verschiedene Identitäten.“
Ich verstand nicht ganz, auf was sich die Frage bezog, da wir uns zuletzt nicht direkt zu diesem Thema unterhalten hatten. Vielleicht auf irgendein Posting von mir? Da ich vorerst keine tiefere Kommunikation beginnen wollte, schrieb ich zurück:
“Du sollst dich eher nicht mit anderen Menschen identifizieren, oder was meinst du genau?”
Daraufhin schrieb sie mir zurück:
„Nicht mit einem anderen, sondern jetzt, in diesem Leben, als Mensch. Und das gilt sogar, wenn ich mich vom Menschlichen, vom Irdischen befreie. Wenn ich als Wesen, als Seele, bestehen bleibe, werde ich mich dann auf jener Ebene trotzdem wieder mit der energetischen Form jener Realität identifizieren? Und wieder wird es eine entsprechende Identität sein. Oder anders gefragt: Wird es bei jedem Bewusstsein, das ich habe oder haben werde, immer noch meine Identität geben, auch wenn ich z. B. nicht mehr in menschlicher Form bin? 🙈🙂”

Da mir klar wurde, dass es auf ein intensiveres Gespräch hinauslaufen würde, schrieb ich hier noch einen eher expressiven Hinweis als mögliche Spur zur Selbstantwortsuche.
„Du bist doch immer du. Egal, ob du gerade in menschlicher, geistiger, außerirdischer oder irgendeiner anderen Existenzform aktiv, forschend, beobachtend oder einfach nur seiend bist …”
Dann spürte sie vermutlich, dass ich ihr nicht ausführlich antworten wollte, und bedankte sich. Später am selben Tag klärte ich sie über meine Reise auf und schickte ihr ein paar Fotos. In der folgenden Nacht träumte ich jedoch einen außergewöhnlichen Traum, den man als Antwort auf die angesprochenen Fragen betrachten kann. Diesen Traum möchte ich zeitnah mit dir teilen, aber zuerst noch eins: Wenn ich im Traum merke, dass ich träume, nenne ich das immer: „Ich bin im Traum aufgewacht, und zwar in so und so einer Szene.” Meistens habe ich keine Ahnung, was sich vorher abgespielt hat, wie die Zusammenhänge sind und wie ich in diese Situation gekommen war, obwohl ich mir denke, dass ich es wissen müsste. Keine Situation beginnt so einfach ad hoc, mitten drin, außer es handelt sich um eine Art Training-Simulation.
Das Selbst erlebt sich im Traum
Nun, ich wachte im Traum also mitten auf einem Filmset auf. Es wurde gerade eine Szene mit ca. sechs Schauspielern gedreht. Drei davon waren Frauen im mittleren Alter, die westlich und modern-leger angezogen waren. So schien ich mich in einer zeitnahen Realität zu befinden. Nach der Filmszene begaben sich die Frauen in eine Pause abseits des Sets. Sie sprachen locker miteinander. Ich beobachtete sie gemeinsam mit jemandem, den ich nicht sah, aber der mich eindeutig in diese Welt begleitete und offensichtlich über etwas aufklären wollte. Er deutete auf die Frauen und sagte mir, dass eine von ihnen ich bin. ?!?! Was?
Ich betrachtete die Frauen genauer, doch ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Aus meiner Sicht ähnelte mir keine der drei Frauen auch nur im Geringsten. Ich musterte alle drei Gesichter genauer und suchte nach vertrauten oder verwandten Gesichtszügen, konnte aber keine finden. Möglicherweise erinnerte der Haarschnitt der mittleren Frau an meinen Friseur, als ich so um die dreißig war. Fragend drehte ich mich zu meinem Begleiter, den ich noch immer nicht sah. Schließlich deutete er auf die dritte Frau und meinte, dass sie es sei. Seltsam. Mit ihr konnte ich am wenigsten etwas anfangen. Schon ihr Outfit war ganz anders als das, was ich normalerweise trug. Aber dann klärte er mich auf und meinte, das sei die „Verkleidung“ für die Rolle, die sie spielt.
Aha!
Dann leuchtete es mir ein: Sie war nicht sie selbst, sondern verkleidet und maskiert, da sie im Film eine ganz andere Person darstellte. So gab ich dem Ganzen doch eine Chance, dass ich mich dahinter irgendwo verbergen sollte. Ich beobachtete die Frau weiterhin genauer, doch ich konnte noch immer nichts Vertrautes entdecken. Daraufhin klärte mich mein Begleiter auf und sagte, dass die Schauspielerin auch nur ein Charakter sei.
Jetzt verstand ich wieder ein wenig mehr. Es war nicht so, dass sie eine Schauspielerin war und einen Charakter darstellte, sondern dass die Schauspielerin auch nur ein „nachgestellter“ Charakter war, der einen weiteren Charakter darstellte. Eine Verschachtelung gespielter Charaktere also!
Ich musste sofort an den Film „Inception“ denken, in dem verschiedene in sich verschachtelte Ebenen des Bewusstseins bzw. des Un(ter)bewusstseins gezeigt wurden.
Wenn also beides nur eine Nachstellung diverser (fremder) Charaktere war, konnte ich mich natürlich lang genug darin suchen und mich nicht finden, oder?
Und doch stutzte ich und sagte zu meinem Begleiter: „Egal, wie oft es verschachtelt ist, ich bin doch immer ich. Also müsste doch irgendwo eine Spur von mir in den Charakteren enthalten sein.“
Darauf lächelte er und winkte den Frauen zu, die uns schon längere Zeit beobachtet hatten. Sie wunderten sich sehr, dass ich mich nicht „finden konnte”. Für sie war klar, dass ich in jeder dieser „Rollen” ich selbst war. (Nun, dass andere manchmal mehr über uns wissen als wir selbst, erscheint mir auch immer wieder suspekt. Aber es war doch nur ein Traum.)
Sie kamen auf mich zu, reichten mir ein Foto und sagten, dass ich die Natur und alles, was lebendig ist und blüht, doch so sehr mag. Sie fragten mich, ob ich mich nun darin wiederfände. Verunsichert bejahte ich und schaute mir das Foto an. Darauf erkannte ich wieder eine mir unbekannte Frau, die einen kleinen Strauß Feldblumen in der Hand hielt.
Sie meinten dazu, dass ich die Einzige unter ihnen sei, die während jeder Drehpause über die nächste Wiese rennt und mit einem Strauß selbst gepflückter Blumen zurückkommt. Ob mir das doch ein hilfreicher Hinweis wäre?
Das war ein interessantes Argument, aber ehrlich gesagt habe ich mich selbst auch noch nicht so gesehen. Die Frau auf dem Foto konnte ich erneut nicht erkennen, was nicht weiter überrascht, schließlich war sie für die aktuelle Rolle geschminkt und maskiert.
Als ich schließlich abrupt aus dem Traum aufwachte, wurde mir jedoch bewusst, dass er eine anschauliche Antwort auf das Thema persönliche Identitäten war.
Nachdem ich diesen Abschnitt fertig geschrieben hatte, packten mein Mann und ich unsere Sachen und unternahmen einen Ausflug entlang eines kleinen Abschnitts der Westküste, der etwa 50 Kilometer von Kapstadt entfernt ist. Währenddessen mussten wir traurig feststellen, dass der Himmel nach zwei Tagen wieder einer dichten Glocke ähnelte.
Eigentlich wollten wir uns ja auch – weg von Europa – von diesem Dunst erholen. Es schien mir jedoch, als regne es Asche. Ich konnte nicht feststellen, ob diese Asche biochemischer oder energetischer Natur war, ob sie vom Himmel fiel oder aus der Erde aufstieg. Eine Stunde später fühlten wir uns, als wären wir mit einer schweren Energie vollgestopft. Enttäuscht darüber, immer weniger natürlichen Lebensraum auf der Erde zu finden, kehrten wir ins Apartment zurück. Dann wollte ich an diesem Text weiterschreiben, doch mein Mann schnappte sich den Computer, sodass ich erstmals seit unserer Ankunft zum Buch griff, um darin zu lesen. Und wie es der „Zufall” wollte, las ich gleich auf der zweiten Seite des einzigen Buches, das wir mitgebracht hatten, Folgendes:
“ … können wir an dieser Stelle festhalten, dass das Ego sowohl die Idee als auch die Erfahrung darstellt, wir hätten uns von unserer Quelle getrennt und es gäbe dieses Etwas, das eine persönliche Existenz angenommen hat, eine eigene Identität, die nicht eins mit der Quelle ist. Und wir glauben, dieses Etwas sei echt. …>
Wie finde ich meine Identität?
Das Thema Identität und Identitätsfeststellung beschäftigt mich schon seit meiner frühesten Kindheit. Ich habe mich mir selbst immer irgendwie fremd gefühlt und auch andere Menschen schienen sich mir gegenüber so zu verhalten, als wäre ich jemand anderes. Eines Tages sah ich ein Märchen, in dem ein junger Mann seine Auserwählte, die zufällig eine Prinzessin war, nur heiraten durfte, wenn er das Rätsel lösen würde, das der König ihm stellen würde.
Wie in solchen Märchen üblich, zerbrach sich der König mehrere Tage lang den Kopf, um den jungen Mann vor ein scheinbar unlösbares Rätsel zu stellen und seine Tochter nicht an ihn zu vergeben. Schließlich ließ er zwölf gleich aussehende junge Frauen, alle in Weiß verschleiert, in einer Reihe aufstellen. Der junge Mann hatte eine einzige Chance, zu erraten, welche von ihnen seine Auserwählte war. Eine scheinbar unmögliche Aufgabe, denn verschleiert schienen sie alle gleich auszusehen. Doch der Jüngling erhielt Hilfe: Eine Fliege kreiste so lange um den Kopf der wahren Prinzessin, bis er sich sicher war, dass sie die Richtige war. Und so endete dieses Märchen mit einem Happy End.
Einige Jahre später tauchte die Geschichte wieder in mir auf. Mit zwölf Jahren fragte ich mich, ob ich mein wahres Selbst zwischen all den verschleierten „Selbsten” erkennen würde. Würde sich auch eine Fliege finden, die mir auf die Sprünge hilft, damit ich nicht falsch liege? Welche Konsequenzen könnte es haben, wenn ich mich doch geirrt hätte?

Nun, damals wusste ich nichts von Persönlichkeiten, dem wahren Selbst, dem Ego, falschen Identifikationen usw. Und doch können wir sehen, dass die Geschichte vom wahren und unwahren Selbst sowie dem Problem der Identifikation in unserem kollektiven Bewusstsein offensichtlich lebendig ist, wie sollte sie sonst in einem Märchen und in einem Kind derart auftauchen.
BewusstseinsBooster-Übung
Die heutige Übung ist daher einfach:
Stelle dir vor, vor dir stehen zwölf verschleierte „Selbste“. Du kannst sie betrachten, du kannst sie fühlen und du kannst sie befragen. Was meinst du, woran würdest du dein wahres Selbst erkennen? Welche Fragen würdest du den zwölf stellen, und wie müsste dein wahres Selbst antworten, damit du es eindeutig erkennst?
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BewusstseinsBooster-Impuls
Untersuche, welche deiner aktuellen Identifikationen (”Rollen” im Job, in der Familie, in der Gesellschaft) möglicherweise nur “Verkleidungen” sind und wie sich dein Kern-Selbst durch sie ausdrückt.
Die Suche nach dem Selbst in den äußeren Charakteren ist oft fruchtlos. Die wahre Identität zeigt sich oft in authentischen, unbewussten Handlungen (z. B. die Liebe zur Natur, das Pflücken von Blumen in den Drehpausen).
- Das Märchen von den zwölf verschleierten „Selbsten“ kann die Schwierigkeit, das wahre Selbst zwischen all den Persönlichkeiten zu erkennen symbolisieren.
- Die Kernfrage “Woran würdest du dein wahres Selbst erkennen und welche Fragen müsstest du stellen, um es eindeutig zu identifizieren?” ist die Aufforderung, deine internen Kriterien für Authentizität zu definieren.
Dein wahres Selbst kann nicht verloren gehen
Hier ist ein motivierender Impuls, der die Erkenntnisse aus dem Text und dem Coaching-Thema aufgreift:
Du bist die Bühne, nicht die Rolle.
Die Angst, sich selbst zu verlieren, kommt oft von der Verwechslung des wahren Selbst mit einer Rolle oder Identifikation.
Das wahre, unveränderliche Ich ist, wie in deinem Traum, die Schauspielerin, die immer sie selbst ist – egal, wie oft sie sich verkleidet und maskiert.

- Dein Kern ist unzerstörbar: Die Rolle mag wechseln (Mensch, Wesen, Seele, Angestellte, Partner, Elternteil), aber der Schauspieler (Du) bleibt. Dein wahres Selbst ist nicht das Ego, das sich als von der Quelle getrennt betrachtet. Es ist das, was immer schon perfekt ist.
- Der Verlust ist eine Illusion: Die Angst, sich zu verlieren, ist die Angst, eine bestimmte Maske (eine Identität, die du angenommen hast) zu verlieren. Aber das Auflösen des “falschen Ichs” (Ego) lässt nur das wahre Ich übrig. Das ist kein Verlust, sondern eine Befreiung.
- Die Spur zur Echtheit: Konzentriere dich nicht darauf, wer du sein sollst (die Rolle), sondern darauf, was du spontan und authentisch tust, wenn niemand zuschaut. Wie die Frau im Traum, die in den Drehpausen Blumen pflückt. Das sind die Signale deines wahren, natürlichen Selbst.
Die motivierende Botschaft
Du bist nicht dazu verurteilt, dich zwischen den verschleierten „Selbsten“ zu suchen. Das wahre Selbst ist keine knifflige Schicht, die du mühsam finden musst; es ist der unbewegte Zuschauer, der immer da ist.
Du bist immer Du. Egal, in welcher Existenzform du gerade aktiv, forschend oder einfach nur seiend bist. Du kannst dich nicht von dir selbst trennen. Das zu wissen, ist die größte Sicherheit.
© 10/2025 Kristina Hazler (dieser Beitrag wurde zuerst auf Substack veröffentlicht ->)
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