Bewusst sein,  Engelsgeschichten,  Erleuchtung,  Hochsensibilität,  Spiritualität

Der Engel und der direkte Draht zu Gott

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Gerade in diesen Zeiten (auch der Corona & Co.) können wir alle ein wenig Engelenergie und besinnende Engelsgeschichten brauchen.
Anbei mein Beitrag dazu.

Dieser Artikel ist Teil 8 der Artikelserie: Engelsgeschichten, die aus folgenden Teilen besteht:

1. Die Geschichte eines Engels
2. Ein Engel auf Erden bekommt eine engelhafte Hilfe
3. Ein Engel möchte kranke Herzen heilen
4. Der innere Engel in dieser Welt
5. Ein Engel lernt den Geist von Weihnachten kennen
6. Der Engel kommt endlich wieder nach Hause
7. Der Engel und die göttliche Aufklärung
8. Der Engel und der direkte Draht zu Gott

Der Engel und der direkte Draht zu Gott, Teil 8 der Engelserie von Kristina Hazler

Dies ist die Fortsetzung der Geschichte „Der Engel und die göttliche Aufklärung

Der Engel ist zu Hause und nach seinem letzten klärenden Gespräch mit Gott fühlt er sich ausgesprochen wohl in seiner Haut und genießt sein bewusstes engelhaftes Dasein. Während er eines Tages durch den himmlischen Garten spaziert und der Melodie des weiten Universums lauscht, bemerkt er einen in sich versunkenen traurigen Engel, der auf einer wunderschönen Bank in der Nähe des göttlichen Brunnens sitzt. Er geht auf ihn zu, beobachtet ihn eine Weile, möchte ihn jedoch nicht stören und doch, das was er von seinem „Geschwister“ empfängt, fühlt sich nicht besonders engelhaft an, nein, es menschelt. Bei dem Gedanken an dieses unübliche Wort muss er schmunzeln und fast zur Entschuldigung sagt er zu sich selbst: „Ist doch so, auch wir Engel können ab und zu menscheln!“. Er kichert ungeniert vor sich hin und so lässt es sich nicht vermeiden, dass ihn der traurige Engel bemerkt. Er hebt langsam seinen Blick aus der Versenkung, aber sobald er den vergnügt strahlenden Engel vor sich erblickt, wirkt seine eigene Erscheinung noch matter und trauriger.

Engelhaftes Trübsal

„Was ist mit dir los, mein Lieber?“ – fragt ihn der nach Hause zurückgekehrte Engel, der die Menschen und das irdische Leben erfahren hatte.

„Ach, gar nichts!“ – seufzt der traurige Engel und man könnte schwören, dass er den Tränen ganz nahe ist.

„Ach was! Gar nichts?! Danach sieht es aber nicht aus. Mich kannst du nicht täuschen, ich war lange genug dort unten auf der Erde. Ich erkenne diese Schwere, diesen Blick und diesen tiefen Seufzer sofort. Ein Zustand, der dir die ganze Engelsleichtigkeit raubt und das Engelslicht so trübt, dass du dich irgendwann nicht einmal mehr selbst erkennst.“

„Wirklich? Du kennst das? Man sieht es dir aber gar nicht an! Du bist doch so fröhlich, so strahlend und schwebst hier durch den Garten, als gebe es für dich nichts Natürlicheres als das.“

„Ha-ha“, lacht der zurückgekehrte Engel kurz auf, „du hättest mich vor einiger Zeit sehen sollen! Ich bin zwar von der Erde, von meinen vielen menschlichen Leben hierher zurückgekehrt, aber es ist noch so viel Schwere an mir gehangen, dass ich es kaum ertragen konnte, hier im Himmel wieder zurück zu sein. Bei jedem Schritt hatte ich das Gefühl, dass es mich wieder zurück auf die Erde zog. Bei jedem Gedanken ertappte ich mich dabei, wie menschlich ich dachte und konnte mir nicht vorstellen, mich je wieder als Engel zu fühlen. Dann aber hatte ich ein klärendes Gespräch mit Gott und auf einmal …“. Der Engel lacht wieder kurz auf, und der kristalline Klang seines Lachens erhellt wellenartig den so und so hellen Garten, bis die Klangwellen auch das traurige Herz des versunkenen Engels berühren und es in sanften Wellen in engelhafte Schwingung bringen. „…Auf einmal war die ganze Schwere, Trägheit und Mattheit dahin und ich hatte das Gefühl, als ob mir ein großer Stein von Herzen gefallen war, den wir per Eilpost zurück auf die Erde geschickt haben, dort wo er hingehört.  Und dann … dann stell dir vor, konnte ich sofort meine Flügel ausbreiten und wieder durch den Raum schweben. Was für ein Genuss! Als hätte ich das Fliegen und Schweben äonenlang gefastet. Und du wirst es nicht glauben, aber in der irdischen Zeitrechnung sind es gerade erst 2 Wochen her, seitdem auch ich Trübsal geblasen habe. Wie du siehst, bist du nicht allein, nicht der Einzige, der menschelt. Also wenn du magst, ich höre mir gerne deinen Kummer an.“

Der versunkene Engel kann seine Überraschung nicht verbergen. Er hätte nie gedacht, dass noch jemand anderer von der menschlichen Schwere hätte betroffen werden können. Er dachte die ganze Zeit, er hätte etwas falsch gemacht, etwas falsch verstanden, bzw. als Engel versagt. Und jetzt das! Ein anderer Engel spricht so offen mit ihm über seine eigenen und sogar sehr ähnlichen Erfahrungen! Was für ein Glück, was für eine Erleichterung!

Er möchte dem strahlenden Engel gleich sein ganzes Problem erzählen, aber so lange er sich auf ihn fokussiert, kann er das eigentliche Problem gar nicht ansprechen, als würde es das auf einmal gar nicht mehr geben. So verschiebt er seinen Blick wieder nach innen und schon beginnt dieser in die Tiefe zu den Menschen zu gleiten, bis er ein Bild nach dem anderen sieht. Das lässt ihn wieder traurig werden, und nicht nur das! Er fühlt sich erneut wie ein Versager, weil er versteht, dass er menschliche Gefühle hat und sich über diese, so sehr er sich auch bemüht, nicht erheben kann. Mit einer ganz leisen, fast gebrochenen Stimme beginnt er zu sprechen:

Ein Engel schüttet sein Herz aus

„Es ist für mich so unverständlich. Ich bin schon seit einiger Zeit unter den Menschen und es hat gefühlt sehr lange Zeit gedauert, bis ich mich ihnen angenähert habe, bis ich ihre Sprache gelernt und ihre Probleme, Launen und Sehnsüchte verstanden habe. Schließlich freuen sich Menschen, wenn sie mich sehen und sehr oft vertrauen sie mir all ihre Sorgen und Geheimnisse an. Nun, ich bin dort unten für sie ein Mensch, sie wissen nicht, dass ich ein Engel bin und ich kann es ihnen auch nicht sagen, denn ich würde gleich das Vertrauen von den meisten verlieren. So ist das heutzutage auf der Erde: Behauptet man, man sei ein Engel und für sie da, um ihnen zu helfen, wird man zu einer Lachnummer und kann auf dem kürzesten Wege in den Himmel zurückkehren, bevor man in irgendeine Anstalt gesperrt wird. Also spiele ich diese Menschenrolle dort unten, was wirklich nicht so leicht ist. Aber das weißt du wahrscheinlich selbst. Es erfordert viele energetische Anpassungen, man fühlt sich, als mutiere man zu einem dichten, dunklen Klumpen, steif, kaum bewegungsfähig, von fehlenden Geistesblitzen gar nicht zu sprechen. Nun, man hört sich tagein, tagaus ihre Geschichten an, und stell dir vor: Lange Zeit ist es mir gar nicht aufgefallen, dass die Menschen redeten und redeten und ich wusste alles über sie, aber sie wussten gar nichts von mir. Erst irgendwann, als ich wahrscheinlich endgültig aus meiner Engelrolle herausgefallen bin und ordentlich gemenschelt habe, merkte ich, dass sie mich kaum je nach mir, nach meinem Befinden, nach meinen eigenen Geschichten fragten. Und ich konnte es nicht verstehen. Untereinander verhielten sich die Menschen doch anders. Sie kommunizierten. Sie tauschten sich aus. Sie teilten ihre Freuden und ihren Kummer miteinander. Und so überkam mich das Gefühl, dass ich für sie gar nicht existierte. Obwohl ich ihnen seit Lebzeiten im menschlichen Körper geduldig zuhörte, fiel kaum jemanden auf, dass ich gar nicht sprach. Und ehrlich gesagt, langsam begann ich mich zu fürchten, dass sie mich doch eines Tages etwas fragen könnten, weil ich mich inzwischen so daran gewöhnt hatte, dass ich gar nicht gewusst hätte, was ich hätte sagen oder antworten sollen und ob ich überhaupt noch die passenden Worte gefunden hätte. Ich verstehe es nicht. Was ist an mir so verkehrt, dass den Menschen gar nicht auffällt, dass sie sich nicht mit mir unterhalten, sondern dass sie mir nur erzählen?“

Engelsbrücke

„Ach daaaas!“, bewegt der fröhliche Engel den Arm übertrieben gelangweilt durch die Luft, als wolle er eine menschliche Geste „Das ist nicht der Rede wert“ nachmachen. Dann lässt er die Theatralik wieder los, setzt sich neben dem verdutzten Engel auf die handgeschnitzte Bank, legt seinen Arm um seine Schulter und beginnt verständnisvoll zu erzählen:

„Hat dir das keiner gesagt, bevor du auf die Erde gegangen bist? Dieses Problem haben wir doch alle! Kann es sein, dass du irgendeine Schulung verpasst hast? Es ist doch ganz einfach und wenn man es versteht, kommt man gar nicht in dieses selbstverletzende Grübeln: Wenn wir unsere Geschichten, unsere Launen, Sorgen, aber auch Sehnsüchte und Freuden mit jemandem teilen wollen, dann haben wir doch uns (Engel) und wir haben den lieben Gott. Nur ein winziges Bedürfnis, verstanden und gehört zu werden, nur ein klitzekleiner Gedanke und schon sind wir bei ihm und er hört uns geduldig zu und wenn notwendig, berät er uns und weist uns wieder in die optimale Richtung. Die Menschen glauben jedoch, dass sie den direkten Draht zu Gott verloren haben. Sie spüren ihn nicht und dafür sind dann wir, in der menschlichen Gestalt, oder auch ohne sie, für sie da. Wir bilden diesen Draht oder eine Art Brücke. Obwohl sie bewusst nicht wissen, dass wir Engel sind, etwas in ihnen erkennt es und beginnt uns intuitiv alles zu erzählen, was für göttliche Ohren bestimmt ist. Mit anderen Worten gesagt: Wenn wir uns nicht versteifen, wenn wir unsere engelhafte Leichtigkeit nicht verlieren, fließt es durch uns direkt in die göttlichen Sphären. Die Antwort auf ihre Probleme und Anfragen kann dann entweder durch uns oder auf anderen Wegen erfolgen. Verstehst du?“

„Wenn du mich jetzt daran erinnerst!“ – greift sich der vor kurzem noch traurige Engel auf die Stirn und ahmt theatralisch einen Menschen nach, der kurz vor dem Umfallen ist. „Das ist doch nicht möglich! Wie blöd kann man denn sein?! Wie weit kann man sich von sich selbst dort unten entfernen und wie kann man doch so etwas Essenzielles vergessen?! Das kann doch nicht wahr sein!“.

Erwachender Engel

Der gerade aus seiner menschlichen Trance erwachende Engel springt auf, als hätte er gerade eine ordentliche Ladung von Energie bekommen, klatscht mehrmals in die Hände als möchte er eine moderne Lampe einschalten und seinen „Engelsretter“ auffordern, ihm „High five“ zu geben. Es gelingt ihm aber nicht, weil er gleichzeitig vom Boden abhebt und leicht zu schweben beginnt. Er schaut sich ungläubig um, als könne er es noch immer nicht glauben und dann beginnt sich in ihm auch schon diese engelhafte unbändige Freude zu entfesseln und lässt ihn Purzelbäume in der Luft schlagen. Oh mein Gott, er hatte doch alles richtig gemacht!

Der fröhliche, schon vor ihm nach Hause zurückgekehrte Engel schaut dem Schauspiel zufrieden zu und denkt sich: „Es ist so schön wieder zu Hause zu sein!“

© 01/2021 Kristina Hazler, mein Telegramkanal -> t.me/kristinahazler


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