Arten des Bewusstseins

Logo: Rote stilisierte Blätter und Tropfen

 

Der Begriff „Bewusstsein” wird für verschiedene Dinge verwendet. Einerseits bezeichnet er das Bewusstsein eines Menschen, also alles, was ihm bewusst ist, seinen Verstand, seine Erinnerungen oder auch seine geistige Verfassung. Andererseits bezeichnet er den Wachzustand eines Menschen, wenn man beispielsweise sagt: „Er ist bei Bewusstsein.” Darüber hinaus gibt es das große Bewusstsein, das Allbewusstsein, das universelle oder göttliche Bewusstsein, in dem alles, was ist und je sein wird, enthalten ist und dessen es sich stets bewusst ist. Wir sollten lernen, auf welcher Ebene wir uns gerade bewegen, wenn wir über Bewusstsein sprechen. Ich persönlich benutze den Begriff „Bewusstsein” für das große, übergeordnete, höhere Bewusstsein, das Allbewusstsein. Manche würden dieses Allbewusstsein als Überbewusstsein bezeichnen. Für mich ist dies jedoch irreführend, da auch der Mensch ein eigenes Überbewusstsein hat. Es ist eine Art Essenz seines Wissens, das er vielleicht in früheren Leben oder Existenzen erworben hat, auf das er in diesem Leben aber nur bedingt oder in speziellen Bewusstseinszuständen Zugriff hat. Dieses Überbewusstsein ist aber noch lange kein Allbewusstsein! Außerdem ist das Allbewusstsein allgegenwärtig und nicht nur über uns in irgendwelchen höheren Ebenen.

Allgemeine Arten des Bewusstseins

  1. Göttliches oder universelles Bewusstsein, auch Allbewusstsein genannt
  2. Kosmisches Bewusstsein
  3. Menschliches Bewusstsein 
  4. Körperbewusstsein
  5. Kollektives Bewusstsein
  6. Planetarisches Bewusstsein
  7. Bewusstsein des Naturreiches (Pflanzen, Tiere, Gestein, Wasser, Luft, Äther …)
  8. Bewusstsein von anderen Spezies
  9. künstliche Intelligenz

Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, sich auf dieser Seite mit dem menschlichen Bereich und den damit verbundenen Unterarten des Bewusstseins zu beschäftigen.

Arten des menschlichen Bewusstseins

  1. Überbewusstsein
  2. Bewusstsein
    • Tagesbewusstsein
    • unterdrücktes Bewusstsein
  3. Unterbewusstsein
  4. Unbewusstsein

Eisbergmodell des Bewusstseins: Überbewusstsein, menschliches Bewusstsein, unterdrücktes Bewusstsein, Unterbewusstsein, Unbewusstsein.

1. Überbewusstsein

Es geht um Potenziale, Talente, Intuition, bereits Erfahrenes, Erlebtes, Gefühltes, Bewusstes und Weisheit gewordenes, das dem Menschen in seiner aktuellen Lebenserfahrung und Situation nicht gänzlich bewusst zur Verfügung steht, sich aber in seinem „Feld“ befindet und in seiner Reichweite ist. Er kann sich durch eine gewisse Einstimmung damit verbinden und sich Informationen und „Ratschläge“, erweiterte Einsichten, „herunterladen“ oder für gewisse Augenblicke tiefer in dieses Überbewusstsein eintauchen. 

2. Bewusstsein (menschliches Alltagsbewusstsein)

  1. bewusstes Bewusstsein (oder auch geglaubtes Bewusstsein)
  2. bewusstes Unterbewusstsein (oder auch verdrängtes oder unterdrücktes Bewusstsein) 

2.1 Bewusstes Bewusstsein

Das, was die meisten Menschen als Bewusstsein bezeichnen, ist ein Bewusstseinszustand, mit dem sie sich als Selbst, als das „Ich“, das sie sind oder zu sein glauben, identifizieren und aufgrund dessen sie mit ihrem Umfeld interagieren. Vieles davon, was sie in sich spüren und was nicht zu diesem „Image“ passt, verdrängen sie bewusst, ebenso wie Erlebnisse, Erkenntnisse und Einsichten, mit denen sie nicht zurechtkommen und von denen sie nichts wissen wollen, damit sie relativ zufrieden ihre Identifikation und ihre Rolle leben können.

Oft wird mit diesem Bewusstsein auch angelerntes, übermitteltes Wissen (zum Beispiel in der Schule) verstanden. Es handelt sich dabei aber meistens lediglich um repetitives Wissen, etwas Memoriertes, das im besten Fall vielleicht einmal von jemand anderem erkannt, erspürt oder verstanden wurde.

2.2 Bewusstes Unterbewusstsein

Ein Teil des menschlichen Bewusstseins ist das bewusste Unterbewusstsein bzw. die bewusste Unbewusstheit. Metaphorisch gesehen ist es der berühmte Teppich, unter den man alles kehrt, was man nicht mehr sehen oder wissen will, was man am liebsten für immer vergessen möchte. Das Problematische an diesem Teil des „Unterbewusstseins” ist, dass er nicht wirklich unbewusst ist, sondern dass man nur so tut, als ob. Es ist die gefürchtete Büchse der Pandora, die man auf keinen Fall öffnen möchte. Verständlicher ausgedrückt: Damit Menschen etwas unter den Teppich kehren können, muss es ihnen zuerst bewusst sein! Dies zu verstehen, ist ein essenzieller Teil der Bewusstseinsarbeit und wichtig für alle Coaches und Therapeuten, die oft viel Zeit investieren, um ihren Klienten zu helfen, sich den Themen anzunähern, während diese alles dafür tun, um die Büchse der Pandora zu umgehen. 

Da die Resonanz solcher Themen, die sich unter dem Teppich befinden, die Resonanz der Bewusstheit ist, erfordert es einen hohen Energieaufwand, die Themen weiterhin unter dem Teppich zu halten. Dabei werden alle möglichen „unbewussten“ Tricks eingesetzt, damit diese beim kleinsten Windstoß oder der kleinsten Erschütterung nicht an die Oberfläche kommen.

Somit ist dies der Bereich, in dem sich die Menschen am ehesten selbst helfen müssen, indem sie sich entscheiden, nichts mehr unter den Teppich zu kehren und unter dem Teppich aufzuräumen. Die Themen und das, was eigentlich zu tun wäre, sind ihnen meist bekannt.

In Seminaren verdeutliche ich diesen Teil des Unterbewusstseins anhand des Eisbergmodells, bei dem der Teil oberhalb der Wasserlinie sichtbar ist. Wenn man sich mit Bewusstseinsarbeit beschäftigt, sollte man sich als Erstes diese „Baustelle” ansehen.

Frau hebt Teppich an, enthüllt "Pandora's Box" mit Text über Bewusstsein und Unterbewusstsein.

Irgendwie ist es auch logisch, dass, bevor man sich den größeren Tiefen des echten Unterbewusstseins und Höhen des Überbewusstseins widmet, der Teppich bereits sehr gut durchgelüftet sein sollte. ;)

3. Das Unterbewusstsein

Im Unterbewusstsein sind „Dinge”, die uns nicht bewusst sind, die unseren Augen (noch!) verborgen sind, die für uns (noch!) unsichtbar sind, die aber trotzdem auf unser Leben, unser Denken, unser Handeln, unser Fühlen, unseren Tagesablauf und unsere Entwicklung wirken. 

  1. Wahres Unterbewusstsein (oder auch nicht bewusste Speicherungen) 
  2. Unterbewusstes Bewusstsein (oder auch verschollenes Bewusstsein)
  3. „Matrix“-Unterbewusstsein

3.1 Wahres Unterbewusstsein

Als Menschen wären wir überfordert, wenn wir uns zu jedem Zeitpunkt aller biologischen, psychischen, geistigen, seelischen und energetischen Abläufe bewusst wären. Viele lebenswichtige Prozesse laufen im Hintergrund ab und haben so etwas wie ein eigenes Bewusstsein und eine eigene Weisheit – so der „Plan“, wenn da nicht noch weitere Schichten wären, die dazwischenfunken können. 

In diesem Bereich ist aber auch das „wahre Schattenhafte“ zu Hause. Meistens sind es Themen, die von der Seele für eine bestimmte Zeit im Unterbewusstsein aufbewahrt wurden, bis der Mensch bereit ist, sich ihnen zu stellen, sie zu heilen und zu erlösen, und die darin gespeicherten Botschaften so zu verstehen, dass keine weiteren Blockaden oder Traumata entstehen.

3.2 Unterbewusstes Bewusstsein

Ein weiterer Teil des Unterbewusstseins ist das eigene oder frühere Bewusstsein, das wir seit den jüngsten Kindertagen aus verschiedenen Gründen zu unterdrücken gelernt haben und dessen wir uns inzwischen nicht mehr bewusst sind. Da dieses abgespaltene Bewusstsein die Schwingung des Bewusstseins bzw. der Bewusstheit und nicht die des Unbewusstseins hat, drängt es beständig an die Oberfläche. Es will erlöst und in das Bewusstsein integriert werden, um im Rahmen des Gesamtpotenzials wirken zu können.

Je nach Art der „Programmierung” empfinden Menschen in solchen Momenten, in denen sich etwas Bekanntes erneut ins Bewusstsein drängt, Schuldgefühle, Ängste, Zweifel, Panikattacken usw. Sie wissen nämlich nicht, was geschieht, wenn die „Wahrheit“ ans Licht kommt. Die verkehrte Logik flüstert ihnen ein, dass es einen Grund geben muss, warum es unter dem „Deckel“ gehütet wurde. Es ist so etwas wie eine zweite Büchse der Pandora, die man nicht öffnen möchte, wobei einem nicht bewusst ist, was sich darin befindet – im Gegensatz zur ersten Büchse der Pandora.

Bevor man nach höherem Bewusstsein sowie zusätzlichem Wissen und Fähigkeiten strebt, sollte man das bereits vorhandene Bewusstsein und die damit verbundenen Energien befreien, die dahinter verborgenen Botschaften entziffern und lernen, damit optimal zu leben. Man könnte auch von einer Integration der abgespaltenen oder verstoßenen Anteile sprechen. Jeder dieser Anteile, die im Familienkreis oder anderswo vielleicht nicht gerne gesehen waren, ist ein Träger bestimmter Potenziale, Frequenzen und Fähigkeiten.

Dazu gehören auch all die Themen, die anderen bewusst sind, die sich aber sozusagen hinter unserem Rücken abspielen und die oft bewusst vor uns verborgen werden. Die Energien solcher „geheimen” Themen wirken jedoch sehr wohl auf uns, bereiten uns Beschwerden und werfen uns aus der Lebensbahn.

Dieser Teil des Unterbewusstseins ist es auch, der es der „Matrix” ermöglicht, sich einzunisten und zu wirken. Sie nutzt die unbewussten Themen zu ihren unterwandernden Zwecken. Somit ist dies der Bereich, in dem Menschen am ehesten therapeutische Unterstützung benötigen, da sie in diesem Bereich (selbst)blind sind.

3.3 Matrix-Unterbewusstsein

Wenn das Unterbewusstsein nicht entfremdet wurde, unterstützt es uns dabei, unsere Tagesabläufe, Situationen und Herausforderungen bestmöglich zu meistern. Wurde es jedoch „gehackt”, was bei den meisten Menschen der Fall ist, dann wird seine Funktionsweise mehr oder weniger erfolgreich gestört. Wir laufen nicht „rund“ und fühlen uns oft wie im falschen Film oder in der falschen Matrix. Oder wir haben das Gefühl, uns selbst nicht zu verstehen.

Für mich ist dieser Teil des Unterbewusstseins wie ein Programm, das in unseren Zellen und unserem Energiefeld schlummert, bestimmte Verzerrungen, Verletzungen oder auf falscher Logik basierende Programme erzeugt und entsprechende Abläufe und Aktionen initiiert. Ihre Wirkung wird auch gerne als die Wirkung oder der Einfluss der Matrix bezeichnet.

Arten des Bewusstseins: Bewusst, Unterbewusst, Unbewusst & Überbewusst

4. Unbewusstsein

Für mich ist das Unbewusste ein Informations- und Energiefeld (Bewusstseinsfeld), von dem wir als Einzelperson oder als Kollektiv nicht einmal im Ansatz eine Ahnung haben. Und trotzdem ist es da und hat eine Wirkung. Mit der Zeit entwickeln wir als Einzelpersonen oder als Kollektiv Fähigkeiten, mit denen wir zunächst einen Teil des Unbewussten erahnen, dann näher erfahren und uns dessen bewusster werden können. Man könnte es auch als den angeblich leeren Raum zwischen den Atomen, Photonen oder Quanten bezeichnen, über den man bereits ahnt, dass er nicht leer ist. Möglicherweise hat jeder seinen individuellen Unbewusstheitsraum, mit dem er unbewusst interagiert. Wer weiß. :)

Klärung, Reinigung, Transformation und Heilung des Unterbewusstseins

Gerade der Bewusstseinsprozess bzw. die Bewusstwerdung helfen dabei, die sogenannten Schatten zu verstehen. Man sollte sich vor ihnen nicht ängstigen oder sie bekämpfen, sondern sie als Teile von sich selbst betrachten, die man „entwirren“ oder von „Virusprogrammen“ befreien kann. Jede dieser Klärungen, Reinigungen, Transformationen oder Heilungen (jeder nennt es anders) hat eine innere Erleichterung und ein tieferes Verständnis für sich selbst und das Leben zur Folge. Dies ist eine Einsicht, die wiederum mit dem anderen Teil des Unbewussten, dem Überbewusstsein, zu tun hat.

Man kann es sich auch so vorstellen: Im Zuge der Selbstentwicklung, der Bewusstwerdung, des Erlebens und Erkennens wird man sich der eigenen Verhaltensmuster, eingefahrenen Vorstellungen, Überzeugungen, Wertungen oder des geglaubten Wissens bewusst. Man schaut sozusagen dahinter und erhält eine Einsicht oder Eingebung. Der „Schatten“, das „Virus“, die „Blockade“ oder die „Verunreinigung“ zerfließen, lösen sich auf, verschwinden und befreien sich, wodurch eine erweiterte Einsicht, eine klare Erkenntnis, ein tieferes Verständnis und ein „höheres“ Gefühl ermöglicht werden.

Ein befreiter, erkannter Tropfen aus dem Unterbewusstsein ermöglicht einer parallelen Information aus dem Überbewusstsein gleichsam magnetisch, sich zu entfalten und in das menschliche Bewusstsein zu treten, um sich dort in Form von höherem Wissen zu manifestieren.

Es ist sogar noch spannender!

Die Beschäftigung mit dem Unterbewusstsein hilft, die Sprache des Überbewusstseins zu erlernen und die Botschaften und das Wissen, das wir schon immer in uns tragen, zu verstehen. Deshalb nenne ich in meinen Büchern all das, was sich in unserem Unterbewusstsein versteckt, „Wegweiser“, da sie uns den Weg zu unserer eigenen Wahrheit, zu uns selbst, zu unserer Heilung, Erleuchtung oder wie man es noch nennen will, weisen.

Mehr über die selbstverantwortliche Arbeit mit dem Unterbewusstsein bzw. die Transformation unterbewusster Blockaden findest du in den Menüpunkten „Energetische Psychosomatik“, „BewusstseinsCoaching“ und „Aspektologie“.

Überbewusstsein bzw. das höhere Bewusstsein

Wir sollen uns bewusst machen, dass wenn wir von Unter- und Überbewusstsein sprechen, es sich nur um verbale Hilfsbezeichnungen handelt. Das Überbewusstsein muss sich nicht nur oben befinden, sowie Unterbewusstsein nicht nur irgendwo unten. Es ist einfacher nachvollziehbar, wenn wir uns metaphorisch in einen Abgrund fallen lassen, dort finden wir nicht nur das Unterbewusste, sondern auch das Überbewusste, das Übergeordnete.

In einer Meditation bekam ich einmal zu diesem Thema ein wunderbares Gleichnis:

Wenn oben und unten eigentlich nicht existiert, bzw. relativ ist und von der Position des Beobachters abhängt, muss ich, wenn ich einen Punkt vor mir, als sehr hoch oben betrachten möchte, sehr tief absteigen, damit ich ihn sehr hoch oben sehen kann. Umgekehrt, möchte ich einen Punkt als sehr tief unten sehen, oder gebe ich diesem so eine Präferenz, muss ich mich entsprechend der Tiefe erheben, damit ich diesen in der Tiefe sehen kann.

Weil, wenn sich alles in einer Kugel befindet, wer will definieren, wo oben und wo unten ist?

Was ist dann also das, was wir als Überbewusstsein oder das höhere Bewusstsein bezeichnen?

Für mich ist es eine Art erlöstes, klares, heiles, von der menschlichen Begrenztheit unberührtes Bewusstsein, zu dem ich den Zugang erst dann bekomme, wenn ich die Themen, die mich dieses Bewusstsein nicht in der entsprechenden Klarheit/Wahrheit zu sehen ermöglichen würde, bearbeitet, transformiert habe.

Befreit sich etwas aus meinem Überbewusstsein in mein menschliches Bewusstsein, erlebe ich diese Aha-Momente und Augenblicke einer wunderbaren Klarheit, in der alles einen Sinn hat/ergibt, alles möglich, frei und in Liebe ist.

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