Blick ins tiefste Innere und die Gewissheit der Unvergänglichkeit

Du warst niemals allein …

Guido, 51

 

Ich habe mich in meinem Leben lange dagegen gewehrt hinzufühlen, warum ich glaubte, nicht zu genügen und warum ich mich oft unter Wert verkaufte. Dies kristallisierte sich als etwas heraus, das ich als eine Lebensaufgabe begreife. Nun verstehe ich, warum ich all das, all diesen Schmerz erleben musste, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Es war für mich wichtig, dass ich mir dessen bewusst wurde, um einen Prozess anzustoßen. Dieser Prozess durfte und darf noch heute diese Überzeugungen langsam abbauen und neue, wertvolle Überzeugungen integrieren. Ich begreife, warum das Pendel erst in die andere Richtung schwingen musste, damit der richtige Teil von mir bereit ist, etwas auf so tiefe, emotionale und intensive Art und Weise anzusehen. Erst als die Bewusstheit dafür vorhanden war, konnte sich die Perspektive lockern. Es stellte sich eine neue Sichtweise ein, in der ich begriff, wie ich aus dem Erlebten neu erwachsen kann. Dieser Effekt brachte die richtigen Energien in Bewegung, um Transformation geschehen zu lassen.

Altes Erziehungsmodell

Meine Eltern hatten, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Lande geboren, noch viel mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen. In dieser Zeit galten für sie selbst ganz andere Gesetze und Regeln, die dem Erziehungsmodell und Weltbild ihrer Eltern entsprangen. Ich wurde als erster Sohn noch sehr junger Eltern mit einem großen Teil dieser Weltsicht konfrontiert und ebenfalls mit Teilen dieser erzogen. Der tief sitzende Zorn meiner Mutter traf mich oft mit voller Härte – heute kann ich das sagen, ohne mich noch als Opfer zu fühlen. Damals war ich mir aber natürlich noch nicht  darüber bewusst, dass es ihre pure Hilflosigkeit und Verzweiflung war und sie ihren Zorn an den Menschen ausließ, die sie am meisten liebte. Mein Vater hatte mit seinen eigenen Themen zu kämpfen und ging seinen eigenen Weg. Er war selbst dann nicht präsent, wenn er zu Hause anwesend war. In seinen Gedanken, von seinen unbewussten Emotionen ergriffen, war er oft sehr weit weg.  Auch ihn verstehe ich nun viel besser, denn Verständnis ist es doch, was uns aus der Verurteilung herausholt: Wenn wir begreifen, warum sich andere eben grade SO uns gegenüber verhalten. Was davon mit uns selbst zu tun hat und was wir davon nicht auf uns beziehen sollen, das versteht ein Kind noch nicht.

Die eigentlich logische Konsequenz nach Jahren des Streits, der Alkoholsucht meines Vaters und eines Selbstmordversuches meiner Mutter, der mich auch tief erschütterte, war irgendwann nach großer Zermürbung die Trennung meiner Eltern. Dies war für meine Eltern so ein großer Schritt, weil ihnen beigebracht wurde, dass eine Scheidung eine gesellschaftliche und familiäre Ächtung bedeutet. Den Rückhalt und das Verständnis ihrer Familien hatten sie jedenfalls nicht. Heute weiß ich, dass meine Eltern unter ihren eigenen Umständen ihr Bestes gaben. Leider lernte ich unbewusst in dieser Zeit zu glauben, dass es besser für mich sei, meine eigenen Gefühle vor mir selbst zu verleugnen und vor anderen zu verbergen. Das verursachte im Endeffekt natürlich mehr Probleme als es neue verhindern konnte. Ich übernahm in der Familie stellvertretend die Vaterrolle und steckte viele meiner Bedürfnisse zurück. Jetzt weiß ich, dass das alles für mich Grundlagen waren, die mir später helfen sollten.

Recht früh begann ich schon, nach einer katholischen Erziehung, als grade volljähriger junger Mann, mich von meiner religiösen Konditionierung zu distanzieren. In der Pubertät hinterfragte ich das ganze kirchliche Modell, interessierte mich noch eine Weile für andere Religionen und kam über den Buddhismus auch zu anderen, freieren spirituellen Formen des Glaubens. Ich gab mich einfach nicht mit den üblichen christlich geprägten Weltanschauungen zufrieden. Etwas später sollte ich über den Schamanismus verstehen, dass alles was ich benötige, gegenwärtig in mir und in der Natur vorhanden ist. Ich wusste tief in mir, dass da viel mehr ist und dass das, was uns da aufgetischt wird so nicht stimmig war. In den 80er Jahren gab es noch nicht so viel anspruchsvolle spirituelle Literatur auf dem deutschen Markt und das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Nach Erich von Däniken und Rainer Holbes mystischer Radioshow, in der u.a. mit verstorbenen über Radiofrequenzen (UKW) kommuniziert wurde, schwemmte dann so nach und nach immer mehr an esoterischer Literatur auf den Markt. Wirklich nennenswert und auf sehr hohem Niveau waren damals (und sind es auch bis heute noch) für mich die Gesamtwerke von Jane Roberts mit Seth. Inhaltlich war das der erste Stoff, der mich tief berührte und Veränderungen in mir anstieß. Lange Zeit unterlag ich vielen dieser esoterischen Trugschlüsse, unerreichbaren Idealen und Instant-Guru-Weisheiten, von denen das Internet in dieser Zeit regelrecht übersät ist.

Luzide Träume versus Wirklichkeit

Ich fing an, mich mit meiner Traumrealität auseinanderzusetzen. Ich hatte immer schon sehr intensive Träume. Ich begann ein Traumtagebuch zu führen. Dieses Experiment kann ich jedem nur ans Herz legen. Anfangs erinnerte ich mich nicht an so viele Dinge. Nach meinem Studium der Seth-Bücher wusste ich, dass unser Gehirn, unser Wachbewusstsein viel von dem, was wir träumen, verzerrt und in andere Bilder übersetzt. Es war wichtig, direkt nach dem Aufwachen – ganz egal wann das war – das niederzuschreiben, an das ich mich erinnerte. Nach ein paar Monaten schrieb ich täglich mehrere Seiten auf Papier. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr stoppen, es erschloss sich mir immer mehr. Ich spürte, wie die uns bekannte Zeit immer weniger eine Rolle spielte und wie andersartig Zeit wahrgenommen werden kann. Vor allem erhielt ich auch über innere Gefühlsmuster viel Informationen: Wie sich die Träume auf unseren Tag in der Wachrealität auswirken, was ich davon unbewusst mit mir durch den Tag führte und wie es mich beeinflusste. Ich hatte in dieser Zeit viele Déjà-vus und entdeckte erst im Nachhinein in meinen Unterlagen, dass ich präkognitive Träume hatte, in denen ich detailreich bestimmte Situationen beschrieb, die ich später genau so erlebte. Ich fing an, mich in andere Dimensionen luzide zu bewegen. Es war der Zustand zwischen Schlaf und Aufwachphase, in der ich mich regelmäßig in einer Art Zwischendimension befand. In dieser Welt konnte ich mich mit meinem Astralleib ganz leicht zwischen anderen Wesen, Gegenständen und Räumen bewegen, sogar auch durch sie hindurch. Einmal wachte ich nachts auf und sah eine Gestalt in meinem Zimmer. Der Kleidung nach war es ein Mann aus dem 16.-17. Jahrhundert. Er war freundlich und lächelte mich an, verschwand dann aber wieder. Ich hatte lange Zeit noch viele solcher Begegnungen. Auf der einen Seite war es sehr interessant, andererseits konnte ich kaum steuern, was mir da begegnete. Irgendwann entschloss ich mich dazu, sie nicht mehr wahrnehmen zu wollen. Ich stellte dann nach und nach die Arbeit an meinem Tagebuch ein.

Bemerkenswert war ein Ereignis bei dem mein bester Freund damals in wenigen Minuten vor meinen Augen völlig unvorbereitet und plötzlich starb. In einem weiteren Ereignis kämpfte ich selbst um mein Leben vor dem Ertrinken. Ich trieb beim Schwimmen an einem wunderbaren Kraftort auf das offene Meer hinaus und schaffte es dann doch noch, völlig entkräftet an anderer Stelle der Insel angespült und vom scharfen Lavagestein verletzt zurück. An solchen Orten, die es überall auf der Welt gibt, verwirklichen sich alle Erfahrungen schneller und intensiver, nicht nur die aus unserer Sicht schönen und friedlichen Erfahrungen. Mir wurde erst viel später bewusst, dass mich diese Erfahrungen auf eine wichtige Art und Weise tief berührten. Manchmal braucht es tiefgreifende Erschütterungen, damit wir unsere Perspektive, unseren Weg ändern.

Trennung von der Oberflächlichkeit

Alles fing vor ein paar Jahren mit der Trennung von meiner damaligen Ehefrau an. Nach 17 Jahren wieder auf mich allein gestellt, war eine Zeit des gefühlten spirituellen Stillstands vorbei, so kam es mir zu mindestens vor. Ich trennte mich nicht nur von meiner Ehepartnerin, sondern auch fast vom kompletten Freundeskreis. Ich hatte kurz vor der Trennung den Impuls, mich mit schamanischen Reisen zu beschäftigen. Auch heute noch habe ich einen starken Bezug zur Natur, zu Naturritualen und der geistigen Welt. Danach und nach weiteren Erfahrungen war nichts mehr wie vorher. Mir war plötzlich bewusst, in was für einer Situation ich mich befand, die mit Aufrichtigkeit mir selbst gegenüber und Authentizität nicht mehr viel zu tun hatte. Nach einigen Jahren einer relativen Oberflächlichkeit war es trotz dieses großen Schrittes, wie ein Befreiungsschlag, den mir mein Innerstes wie ein Impuls sandte.

Über eine Frau, die im Huna-Schamanismus ausgebildet war, lernte ich in einigen Sitzungen viel über diese fantastischen Reisen zu sich selbst. Ich lernte mein Krafttier kennen, das mich stets auch neben den Totems begleitete und arbeitete zunächst viel mit männlichen und weiblichen Anteilen in mir. Der Wolf zeigte mir, wie ich die Kraft des Mondes, Mutter Erde und der Bäume dazu verwenden kann, viel in mir auszugleichen und zu heilen. Neben den Reisen, die ich für mich aufschrieb, entstand auch das ein oder andere Gedicht, welches ich direkt nach den Reisen verfasste:

„Endlose Weite … ich spüre den Blick des Wolfes und versenke meinen Blick ins tiefste Innere. Ich jage mit ihm über die verschneite Landschaft und spüre seinen Atem, verbunden mit meinem, über Tausende von Jahren in einer Sekunde. 

Ich spüre seine Verbundenheit mit dem Mond. Mein Herz schlägt im Rhythmus des laufenden Wolfes wie eine Trommel, die meine Seele mit ihren Frequenzen durchdringt und mein Herz erfüllt. Das sprachlose seiner Gebärden, sein hypnotischer Ausdruck in den Augen, das Blecken seiner Zähne. Ich rufe mit ihm in der Nacht die Kräfte des Mondes an, während der Abend blau herabsinkt. Ich rieche die feuchte Erde und verharre. Wie die Wurzeln einer alten Kiefer spüre ich die Liebe von Mutter Erde, die uns alle trägt und für uns sorgt. 

Während der Wolf mit mir für einen Augenblick verweilt, schießt unser Bewusstsein weiter, vereint und verschmolzen durch die endlosen Weiten des Universums.“

Nach vielen aufschlussreichen Reisen bekam ich ein “Stopp“. Mein Krafttier teilte mir mit, dass ich nun genügend Informationen bekommen hätte und jetzt damit in die Umsetzung gehen, damit arbeiten müsse.

Wirklich tief berührten mich dann weitere Erfahrungen, die man weder erlernen, noch in irgendeiner Form anstreben könnte. Sie geschehen, wenn sie geschehen sollen:

Das innere Potenzial

In einer aus meiner Sicht eher belanglosen Therapie einer Raucherentwöhnung, die eine liebe Freundin von mir anleitete, erlebte ich etwas sehr Bewegendes. Ich würde sagen, dass ich bis dahin noch nie tiefer mit mir selbst in Kontakt kam. Es ging inhaltlich um das Thema Sucht, wofür diese bei mir ursächlich stand und was ich damit unbewusst kompensieren wollte. Mir war nicht bewusst, dass ich eine Zeit lang tatsächlich viel Schmerz mit Alkohol und Zigaretten wegdrückte. Zum ersten Mal wurde ich in dieser Sitzung auch mit dem Potenzial konfrontiert, das mir innewohnt. Ich stellte mich zuerst auf einige Din-A4 Blätter, die auf der Rückseite von meiner Bekannten mit bestimmten Begriffen beschriftet wurden. Ich hatte keine Ahnung, was darauf stand. Nun sollte ich mich darauf stellen und meiner Wahrnehmung vertrauen. Ich bekam zu jedem Begriff die richtigen Bilder und Emotionen, die in mir aufstiegen. Als ich danach in einen leicht tranceartigen Zustand geführt wurde, passierte völlig unvorhergesehen und unvorbereitet Folgendes:

Meine Seele zeigte mir Sequenzen aus zwei vergangenen Leben. Beschreiben kann ich es so, dass ich einfach ganz genau wusste, dass ich diese oder jene Persönlichkeit selbst war und diese Leben gelebt habe, so wie ich jetzt diese Persönlichkeit lebe, die ich bin. Ich wusste auch, dass ich mich im Jahre 867 vor Christus befand. Ich war ein Krieger und hieß Toran. Ich schaute an mir herunter und konnte kriegsähnliche Kleidung, wie man sie damals trug, an mir erkennen. Ich befand mich am Rande oder auf dem Weg zu einer großen Schlacht, die auf dem asiatischen Kontinent stattfand. Von einem Moment auf den anderen stoppten die Bilder, was blieb waren starke Emotionen und eine Gewissheit. Ich wusste, dass etwas sehr Schreckliches geschehen war, dass ich auf einen Schlag meine ganze Familie und alle Freunde in dieser Schlacht verlor. Was ich fühlte, war so unbeschreiblich traurig, dass ich es nicht mit Worten wiedergeben kann. Ich war allein, so allein und einsam, wie man es sich in der größten Dunkelheit und Einsamkeit nicht vorstellen mag. Dieses unfassbar schwere und schlimme Gefühl der Traurigkeit, diese Leere, diese Verlassenheit und die Schuld, die ich mir gab, hatte ich nie überwunden und es begleitete mich über viele andere Leben hinweg.

Szenenwechsel, das nächste Leben….

Von einem Moment auf den anderen befand ich mich im Ersten Weltkrieg. Ich hieß Franz, war wohl ein deutscher Soldat und sah mich auf französischem Boden. Ich trat auf eine Mine am Boden, die mir mein linkes Bein wegriss. Ich lag ganz allein im Sterben auf einem verlassenen Schlachtfeld und während ich verblutete, kam wieder dieses Gefühl der Einsamkeit, der Verlassenheit in mir hoch. Ich hatte große Angst jetzt allein sterben zu müssen. Im Sterbeprozess kam da plötzlich ein Licht auf mich zu. Ich würde es ähnlich beschreiben, wie dieses Licht, was viele bei einer Nahtoderfahrung beschrieben haben. Dieses Licht spendete mir unglaubliche Wärme, Vertrauen und Zuversicht. Nun füllten sich mein Herz und dann mein ganzer Brustraum mit einer Kraft und Energie, die ich als pure Essenz der Liebe und Lebenskraft empfand. Was ich fühlte, war reine, nie enden wollende, unerschöpfliche Liebe. Noch nie zuvor hatte ich ein so starkes, intensives und KRAFTVOLLES Gefühl empfunden, obwohl ich es sicher mit jedem Tod, den ich jemals starb, empfand. Dieses Licht schien ein Teil von mir selbst zu sein, von dem ich mich immer getrennt glaubte und es sprach zu mir: „Dein ganzes Leben lang warst du nicht eine Sekunde allein. Du wirst niemals und zu keiner Zeit, jemals auch nur für eine Sekunde allein sein.“

„UND JETZT LASS LOS!“

Gewissheit der Unvergänglichkeit

Ich ließ los und verschmolz mit diesem Licht. Dann war alles vorbei. Später wurde mir erst bewusst, wie doch das große Muttermal an meinem linken Knie dazu passt. Ich hatte mich immer gefragt, was es wohl zu bedeuten hatte, als würde es zu mir sprechen wollen. In vielen Situationen konnte und kann ich dieses Gefühl der Liebe und Verbundenheit zurückholen. Was danach blieb ist die Gewissheit über unsere Unvergänglichkeit, über die ewige Gültigkeit unserer Seele und unsere wahre, uns innewohnende Kraft.

Dieses Gefühl war von solch einer Intensität, das ich dachte, ich kann es nicht ertragen. Es war alles andere als unangenehm, jedoch bedeutete es in diesem Moment eine völlige Überforderung. Für einen Bruchteil einer Sekunde bekam ich zusätzlich zu diesem unermesslichen Gefühl unfassbar viele Informationen. Es waren (sind) Informationen, die unser Verstand mit seiner raumzeitlichen Ausrichtung nicht begreift. Ich verstand sie mit meinem Herzen und mit anderen Bereichen meines Selbst. Diese Informationen konnte ich nicht festhalten und ich hätte sie niemals in Worte fassen können. Doch sie gaben mir einen kurzen Eindruck von dem, was wir wirklich sind. Es ist so groß (in Größe zu denken ist wieder eine Sackgasse, doch ich finde kein Wort dafür), so unbeschreiblich mächtig und etwas nie endendes, sich immer weiter ausdehnendes Unendliches. Es ist Alles-das-was-ist. Manche würden das alles vielleicht als eine Begegnung mit Gott bezeichnen. Ich empfinde Gott oder das Göttliche in uns nicht als Trennung von meiner Person und meinem Wesenskern. Das, was ich bis dahin über Gott lernte, war nicht ansatzweise mit dem zu vergleichen, was ich hier erfuhr. Selbst das NICHTS hatte eine Bedeutung, weil alles keine Namen mehr trug, Grenzen aufgelöst wurden und doch jede Individualität gewahrt wurde. Ich wusste plötzlich, ich selbst kann mir die Freiheit und Grenzenlosigkeit erlauben das zu sein, was ich bin und gleichzeitig nicht bin, ohne es von mir trennen oder ablehnen zu müssen. Mein Leben, so wusste ich, war nur ein Fragment eines großen Ganzen.

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Wenn ich das Gefühl der bedingungslosen, göttlichen Liebe beschreiben könnte, würde ich sagen, es käme diesem Gefühl gleich. Eine Weile lang hatte ich die Idee, diese könne ich in mein Leben integrieren und sie tatsächlich leben. Ich wurde eines Besseren belehrt. Kein Zustand lässt sich kontinuierlich aufrechterhalten. Falls das überhaupt möglich wäre, so sollte ich jetzt und in diesem Leben dieses Ideal erst einmal beiseitelegen und mich um die Dinge kümmern, die für mich von Belang sind und noch sein werden. Mir wurde bewusst, dass auf mich noch die einen oder anderen Lektionen warten. Einhergehend mit dieser Erfahrung zeigte sich auch immer mehr, welche latent vorhandenen Eigenschaften ich in mir trug: ich konnte sehen, was die Menschen plagte. Vielleicht kann man das am besten mit dem Begriff hellwissend beschreiben, denn ich wusste einfach was IST. Wenn es so sein sollte, sprach ich bestimmte Informationen, die den entsprechenden Menschen zukommen sollten, einfach aus oder schrieb sie für sie nieder.

Der zeitlose Baum

Es gab noch einen anderen Moment aus einem Coaching, in dem ich mich als Baum visualisierte. Die Füße tief in der Erde vergraben, meinen Rumpf fest und stark wie der Stamm und das Geäst meine emporgerichteten Arme und meinen Kopf darstellend. Die Blätter des Baumes symbolisierten meine Gedanken, die nun durch den Wind davon flogen. Was blieb war Zentriertheit, Kraft und Verbundenheit von Mutter Erde und das göttliche Licht des Himmels mit dem ich verschmolz. Ich spürte wieder diese unbeschreibliche Verbindung mit dem unvergänglichen Wesenskern in mir, die mein Herz erfüllte. Mich inspirierte die innere Reise mit dem Baum, mich mit Bäumen in der Natur zu verbinden. Ich tat es und fasste das Erlebte anschließend wieder in Worte: 

DER ZEITLOSE BAUM 

Du hast keine Angst mehr davor, dass die Zeit verrinnt.
Zwischen jeder Sekunde vergehen Jahrhunderte in anderen Dimensionen.
Wir sind umgeben von vielen Welten inmitten unserer Realität.
Ich fühle, wie der Baum vor mir die Zeit nicht kennt.
In tiefer Trance und mit nur einem Atemzug erfüllt er seine grüne Blätterlunge bis zum Herbst.
Der Baum ist nicht wie ich und trotzdem teilen wir uns diese Welt.
 

Er flüstert mir zu:

Und stehe ich hier auch fest im Boden, vereint mit Mutter Erde, muss ich nicht fort.
Ich bin hier und ich bin dort, hier an diesem Ort und doch gleichzeitig in Welten,
die du nicht sehen kannst, obwohl wir sie uns teilen.
 

Ich zeige euch den Rhythmus des All-Einen.
Den Übergang, den Wechsel und das Spiel von Leben und Sterben.
Gebt euch dem hin mit Freuden,
denn sterben ist die Hingabe und Zuwendung zu neuem Leben im Rad der Jahreszeiten.
Darüber hinaus für die Ewigkeit,
stehe ich hier physisch vergänglich und doch so präsent,
dass ich das Hier und Jetzt mit diesen Rhythmen vereine.
 

Er lehrt mich das, was ich hier brauche, in einer Welt, die immer schneller und lauter wird.

Er spricht ganz deutlich zu mir:

Lass Deine Wurzeln tief in die Erde fahren und spüre die Geborgenheit im Bett von Mutter Erde.
Spüre dieses Fundament der Stille, sicherer als jede Stütze.
Sei still, so still, bis kein einziger Gedanke mehr das Wort erhebt,
bis alle Fragen versiegen und verstummen.
Spüre nur das SEIN im Hier und Jetzt.
Lass Deine Gedanken fliegen, wie Blätter,
hinaus geweht vom Sturm des Novembers aus dem Geäst deines Geistes.
 

Nun warte nicht darauf, bis sich die Sonne der Liebe zeigen wird.
Du hast die Sonne in dir selbst.
Du bist diese Liebe.
Mit einem tiefen Atemzug, bis in dein Herz hinein
erfüllt dich diese Liebe wie die Kraft des Frühlings,
um wieder neue Blüten entstehen zu lassen.
Blüten, die hinaustreiben vom Impuls der Intuition deiner Seele,
umrahmt von Blättern aus Gedanken.
Diese Blüten, die Früchte entstehen lassen,
so wie du deine Wirklichkeit erschaffst.
Du hast diese Früchte erschaffen und übergibst sie dieser Welt
mit dem inneren Wissen, mit Freuden etwas zurückzugeben.
Du gibst es von Herzen für die ewige Verbundenheit zu allem was ist.
Denn alle Früchte, die du von Herzen gibst,
gelangen irgendwann wieder zurück an deine Wurzeln
und befruchten deine Blüten aufs Neue im ewigen Kreislauf der Jahreszeiten.
 

Ein uralter Rhythmus des All-Einen,
ein langsamer Pulsschlag des Lebens, den du JETZT erkennst.
 

 

Die neue Partnerschaft

In dieser Zeit lernte ich auch meine jetzige Lebensgefährtin kennen.

Ich hatte zu dieser Zeit alles andere im Sinn, als mir eine neue Partnerin zu suchen. Insgeheim wünschte ich mir aber immer eine Frau an meiner Seite, mit der ich teilen konnte, was ich bin und was sie ist. Jetzt, nach diesem Erlebnis empfand ich so viel Liebe in mir, dass ich sie unmöglich für mich allein behalten wollte. Dann kam SIE.

Als wir uns nach langem Schreiben und ausufernden Telefonaten endlich zum ersten Mal trafen, wusste ich nicht nur, dass ich die Liebe meines Lebens gefunden hatte, ich wusste auch, dass wir uns schon kannten – nicht aus diesem Leben. Welche Herausforderung das beinhaltete, wurde mir bewusst, als ich Bilder davon in einem Traum erhielt, wie ich sie schon einmal verlor. Mein Thema in diesem Leben triggerte mich wieder an. Verlust, Verlassenheit, Loslassen …

Was wir in dieser Beziehung empfanden und auch jetzt noch immer empfinden, ist eine so hochschwingende und tiefe Liebe, wie ich sie in keiner Beziehung zuvor empfand. Es flossen wieder Energien, die ich noch niemals in diesem Leben in einer Beziehung spürte. Ich bin unglaublich dankbar für diese wertvolle Begegnung. Selbst wenn es morgen vorbei sein sollte, hätte es sich schon gelohnt, weil ich das, was ich fühle, für immer in meinem Herzen tragen werde. Wir begannen viel miteinander zu arbeiten, coachten uns gegenseitig. Ich erlernte bei meiner Lebensgefährtin eine spannende Methode, die in der Sprache der Bilder aus dem Unterbewusstsein als Metapher mit dem Bewusstsein kommuniziert und damit Blockaden heilt und vieles mehr.

Nun begann eine neue Phase in meinem Leben. So schön und harmonisch wie die Zweisamkeit auch war, das Pendel schlug wieder in die andere Richtung und im Alltag schien sich zu verändern, was war. Ich wurde wieder aus meiner Mitte gerissen und mit neuen Themen konfrontiert. Vor allem mein Mutterthema zeigte sich nun stärker, spiegelte und manifestierte sich von innen nach außen.

Der Einfluss der Mütter

Ich begriff erst vor kurzem, wie mächtig der Einfluss aller Mütter vor allem auf ihre Söhne ist. Im Prinzip gibt es aber keinen Menschen, der in irgendeiner Form ohne ein Mutterthema wäre. Die Macht meiner geschiedenen Ehefrau wirkte über unsere Kinder noch sehr weit und tiefgreifend auf mich ein. In finanzieller Hinsicht z.B., über die Schuldgefühle meinen Kindern gegenüber und über mein noch nicht ausgeheiltes inneres Kind/Mutterthema. Deshalb war ich empfänglich für manipulative weibliche Energien, die mir hervorragend meine Baustelle spiegelten. Die Bewusstwerdung dieser Thematik half mir dabei, anders als vorher nach Außen aufzutreten und auch endlich in finanzieller Hinsicht Klarheit zu schaffen, an die ich mich guten Gewissens halten konnte. Hier offenbarte sich mir wieder, dass Bewusstwerdung allein oft nicht ausreicht, sondern es auch nötig ist, die Einsichten aus diesen Erkenntnissen in Handlungen umzusetzen, um sie ins Leben zu integrieren.

So richtig an die Oberfläche kam es erst Ende 2017. Ich sah bald in jeder Frau in meiner näheren Umgebung irgendeine Form der Bedrohung wie Sabotage, Missgunst oder Betrug mir gegenüber. Ich wollte meine Lebensgefährtin damit nicht konfrontieren, wusste, dass diese Energien sich nun nicht mischen dürfen und holte mir Unterstützung von anderen Menschen.

Durch die regelmäßigen Trennungs- und Betreuungszeiten meiner Kinder spürte ich, wie ich mein eigenes inneres Kind heilte. Das, was ich nicht hatte, was ich damals so vermisste, konnte ich Ihnen nun aus vollem Herzen geben. Die richtige Balance, zwischen dem, wie ich für meine Kinder da sein sollte und wie sehr ich endlich für mich da sein durfte, war nun gefragt. Ich begriff, dass ich sehr viel über wahrhaftige Bewusstwerdung transformieren kann. Viele Tränen flossen und ich spüre nun, wie sich da in mir immer mehr heilte. Ich bin auf einem guten Weg, und das, was mir meine Seele für kurze Zeit zeigte, kehrt nun langsam in neuem Gewand zurück. Was meine spirituelle Sichtweise anbelangte, so folgte viel Ernüchterung.

Mein Leben leben!

Es war eine regelrechte Reinigung von falschen Versprechen, denen ich anhing, von Illusionen, die ich so nie erreichen kann und von Idealen, denen ich nicht mehr nachrennen muss. Ich bin so vielen Leuten auf dem Leim gegangen, die behaupteten, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Alles was ich tun muss ist anzunehmen, was sich grade vor mir zeigt, hinzusehen was sich aus mir heraus manifestiert und nichts zu verurteilen von dem, was mich ergreift. Alles ist da, in uns selbst und greifbar zur richtigen Zeit. Mir wurde unter anderem auch bewusst, wie sehr ich mit meiner Sensitivität und Sensibilität auf den kollektiven (Welt)Schmerz reagiere und dass ich die dunklen Wolken des Kollektivs nicht als die meinen betrachten soll. Auch hier ist es nicht immer einfach zu differenzieren. Nun weiß ich, es hilft mir nicht, ein Lichtarbeiter sein zu wollen, es ist nutzlos zu glauben, sich ausschließlich dem Licht zu widmen. Es sind unsere eigenen Schatten und Lebensaufgaben, mit denen wir arbeiten müssen. Was wir unter Gut und Böse verstehen und wie es eigentlich verstanden werden sollte, dazwischen klafft noch ein großer Graben im kollektiven Verständnis der Menschheit. Uns kann bewusst werden, warum wir so viele vermeidbare Probleme erschaffen und wie wir sie auflösen. Wir erfahren zwangsläufig das, was wir glauben, was uns konditioniert hat und was in unserem tiefsten Inneren wütet. Es hilft mir nicht, etwas wegmachen zu wollen. Das wäre wieder nur eine Verdrängung. Es gibt keine Heiler, die uns heilen. Niemanden, der meinen Schmerz einfach auslöscht, mich einfach ohne mein Zutun gesund macht, auch wenn das viele behaupten tun zu können. Wir selbst sind es, die sich heilen (vorausgesetzt wir waren je krank) oder von einer Idee befreien, die uns glauben lässt, dass wir uns blockieren oder krank seien. Körper, Geist und Seele sind in diesem Prozess gleichermaßen eingebunden.

Ich weiß nun, ich muss MEIN Leben leben! Ich muss MEINE Gefühle wirklich fühlen und ich muss endlich lernen, mich in meiner wahren Größe zu sehen, meinen Wert anzuerkennen. Mir ist irgendwann klar geworden, dass wir deshalb Menschen sind und in das materielle System mit dem Raumzeitkonstrukt inkarnieren, um die nötigen Erfahrungen zu machen, die wir machen müssen. Niemand nimmt uns das ab. Erkenntnisse erhalten wir zwar auch über Bewusstwerdung, doch muss der Bewusstwerdung die eine oder andere Erfahrung vorausgehen. Neue Erkenntnisse müssen gelebt werden, damit sie sich in uns selbst etablieren und dann im außen manifestieren.

Ich lernte, dass es mir nicht hilft, mich ausschließlich im stillen Kämmerlein meditierend dieser Welt hinzugeben. Das ist nur ein Teil, von dem, was wir tun können, sonst wären wir ganz einfach nicht hier. Wir treffen nicht zufällig auf andere Menschen, begeben uns in Konflikte und müssen uns in einer Welt der Polarität und Dualität der Realität aussetzen, die scheinbar auf uns zukommt und die wir auch selbst erschaffen.

Wir finden in uns selbst die Wahrheit

Ich glaube schon lange nicht mehr an Zufälle. Ich habe mir diese Menschen, mit denen ich das ein oder andere Drama erlebte und noch erleben werde, auf einer anderen Ebene meines Seins ausgesucht, ob ich sie nun als dieser Mensch in der entsprechenden Phase meines Lebens ablehne oder nicht, ob ich sie liebe oder hasse. Ich kann keine Bewusstwerdung, keine Entwicklung und keinen Zustand in mir erzwingen, wenn die Zeit dazu nicht reif ist. Jedes persönliche Thema wird sich uns schon in der richtigen Lebensphase zeigen. Darauf sollten wir vertrauen. So einfach wie es sich sagt, so groß ist aber doch manchmal die Herausforderung. Wir müssen uns damit zurechtfinden, dass alles seine Zeit braucht, weil wir physisch an das Raum-Zeitkonstrukt gebunden sind. Ein stark verbreiteter esoterischer Trugschluss ist dieses falsch verstandene “Alles ist Jetzt“. Bei einer übergeordneten Gleichzeitigkeit aller Zeit, sehe ich einen Sinn darin, dass wir in dieser Realität lernen zeitverzögert zu erschaffen. Im Gegensatz dazu begegnen wir in unserer Traumrealität und in unserer Vorstellungskraft, schon in dem Moment Bildern, in dem wir sie erschaffen.

Wahrheit macht frei. Jeder Mensch kann wählen, welcher Weg für ihn die größte Erfüllung ist. Das ist die Freiheit, die wir haben. Wahrheit macht auch Angst, denn es braucht Mut, das zu leben was man aus seinem tiefsten Inneren heraus leben sollte, obwohl man sich davor gedrückt hat, weil man lernte, den Weg der vermeintlichen Sicherheit gehen zu müssen. Für mich existiert keine Wahrheit, die wir im Außen, außerhalb von uns antreffen. Wir können unsere Erfahrungen nicht von unserer Person trennen und so können wir Wahrheit nicht außerhalb von uns finden. Wer sie pauschalisiert und predigt, manipuliert sie, ebenso wie der, der sie einfach übernimmt. Wir selbst sind die Wahrheit, also müssen wir uns selbst entdecken. Jeder gelangt an den Punkt seines Lebens, an dem keine Ablenkung mehr funktioniert, an dem kein Wegsehen mehr die Augen verschließt, keine Sedierung mehr ausreicht und uns an die eigene Kreuzung des Lebensweges stellt, an der wir eines ganz allein tun müssen: Eine Entscheidung treffen. Entscheidung für etwas, für uns, nicht gegen etwas und gegen andere, auch wenn das Ego rebelliert und mir etwas von Sicherheit erzählt, die ich aufgebe. Ich hege keinen Anspruch mehr darauf, irgendeine pauschalisierte Wahrheit zu besitzen. Ich kann nur meine ganz persönliche Wahrheit leben. Sie besteht aus dem, was ich glaube, aus den Erfahrungen, Wegen und Herzenswünschen, die mir mein Innerstes zur richtigen Zeit mitteilt und für die ich mich entscheiden kann.

Es ist oft schwierig zu erkennen, welche Themen uns im Leben in Form von Auseinandersetzungen, physischen und psychischen Blockaden, Krankheiten oder anderen Problemen begegnen. Ich möchte mein Leben nicht ständig analysieren, das würde mich nicht weiterbringen. Doch ist es trotz allem manchmal hilfreich, ein Muster oder die dahinterstehende Thematik zu erkennen.

Selbstreflexion

Was jedoch ganz sicher ständig geschieht ist die Tatsache, dass uns Erfahrungen im Leben, so wie wir es für unser Wachstum benötigen, unausweichlich beschert werden. Ich hatte kaum eine Atempause zwischen meinen Themen, als sich schon das nächste große Thema zeigte. Dies war gleich so gewaltig, dass es mich sogar ausknockte. Ohne meine jetzige Lebensgefährtin wäre es mir erst gar nicht begegnet. Meine Emotionen kochten so dermaßen hoch, dass ich, wie in eine Ecke gedrängt, überhaupt nicht anders konnte, als darauf zu reagieren. In dieser Phase meines Lebens geht es nun darum, meinen Gefühlen so deutlich Ausdruck zu verleihen, dass ich noch mehr Verletzungen loslassen kann.

Für meine Partnerin und mich ist es eine große Hilfe, dass wir in der Lage sind dahinter zu blicken, damit wir uns nicht selbst auch noch unnötig verletzen. Es ist uns wichtig, dass wir auch allein, jeder für sich, an unseren Themen arbeiten. Nicht selten betrifft ein Problem in der Partnerschaft aber beide Seiten, jedoch aus unterschiedlicher Perspektive. Dann lässt es sich kaum vermeiden, dass man darüber reden muss. Das tun wir sehr viel und intensiv. Die Kunst dabei und unser höchstes Anliegen ist es, den anderen nicht anzuprangern und ihm nicht die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich habe gelernt in der Partnerschaft völlig offen zu sein, mich zu zeigen wie ich bin, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und meine Verletzlichkeit zu zeigen. Solange wir keinen Schuldigen dafür suchen den wir für alles verantwortlich machen, haben wir die Möglichkeit uns zu befreien ohne etwas unnötig auf den anderen zu projizieren, was uns wieder in eine Sackgasse führen würde. Es haben immer beide Seiten Zügel in der Hand, die aber miteinander verbunden sind. Ziehe ich an meinem Ende zu stark, dann kommt der andere aus dem Gleichgewicht und womöglich zum Fall. Wir können lernen mit Verantwortung und Feingefühl aufeinander Acht zu geben. Ich spüre immer, mag das Problem auch noch so heftig an mir zerren, dass ich die Menschen die ich liebe, auch in jedem auch so kritischen Moment dahinter immer liebe. Ich möchte für mich stärker erkennen. Erkennen, was für mich wichtig ist, was sich richtig anfühlt. Ich habe Erfahrungen gemacht, in denen ich deutlich spürte, dass das was geschah einen höheren Grund hat. Damit bin ich in zwar in der Lage zu differenzieren, was wirklich für mich wichtig ist, jedoch sind es eben manchmal auch höchst unangenehme Dinge, und dagegen wird sich ein Teil in mir auch immer versuchen zu sträuben. Ich bin an einem Punkt meines Lebens angelangt, an dem ich beginnen muss, mich vollständig zu akzeptieren und anzunehmen. Vieles was mir geschieht und begegnet hilft mir nun, mein Selbst von Grund auf zu leben.

Ich hoffe, dass meine Geschichte auch den einen oder anderen Leser ermutigt, durch sein eigenes Tal der Schatten zu wandern, um daran zu wachsen. Ich wünsche mir, dass wir immer die Hoffnung bewahren, das Licht dahinter auch in den dunkelsten Momenten unseres Lebens niemals zu vergessen. Ich glaube, dass wir alle grundsätzlich in der Lage sind, dieses Licht selbst wieder zu entzünden, denn es war niemals fort.

© 2018, Guido, Kontakt: rattelschneck1@gmail.com

 

Diese Geschichte ist ein Teil des Projektes „Die Meister des Lebens – Geschichten die das Leben schreibt“ und wird demnächst auch in Buchform erscheinen. Weitere Geschichten der Meister des Lebens hier ->

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