Blick ins tiefste Innere und die Gewissheit der Unvergänglichkeit

Aus der Artikelserie: Die Meister des Lebens – Geschichten die das Leben schreibt 

Du warst niemals allein …

Guido, 51

 

Ich habe mich in meinem Leben lange dagegen gewehrt hinzufühlen, warum ich glaubte, nicht zu genügen und warum ich mich oft unter Wert verkaufte. Dies kristallisierte sich als etwas heraus, das ich als eine Lebensaufgabe begreife. Nun verstehe ich, warum ich all das, all diesen Schmerz erleben musste, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Es war für mich wichtig, dass ich mir dessen bewusst wurde, um einen Prozess anzustoßen. Dieser Prozess durfte und darf noch heute diese Überzeugungen langsam abbauen und neue, wertvolle Überzeugungen integrieren. Ich begreife, warum das Pendel erst in die andere Richtung schwingen musste, damit der richtige Teil von mir bereit ist, etwas auf so tiefe, emotionale und intensive Art und Weise anzusehen. Erst als die Bewusstheit dafür vorhanden war, konnte sich die Perspektive lockern. Es stellte sich eine neue Sichtweise ein, in der ich begriff, wie ich aus dem Erlebten neu erwachsen kann. Dieser Effekt brachte die richtigen Energien in Bewegung, um Transformation geschehen zu lassen.

Altes Erziehungsmodell

Meine Eltern hatten, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Lande geboren, noch viel mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen. In dieser Zeit galten für sie selbst ganz andere Gesetze und Regeln, die dem Erziehungsmodell und Weltbild ihrer Eltern entsprangen. Ich wurde als erster Sohn noch sehr junger Eltern mit einem großen Teil dieser Weltsicht konfrontiert und ebenfalls mit Teilen dieser erzogen. Der tief sitzende Zorn meiner Mutter traf mich oft mit voller Härte – heute kann ich das sagen, ohne mich noch als Opfer zu fühlen. Damals war ich mir aber natürlich noch nicht  darüber bewusst, dass es ihre pure Hilflosigkeit und Verzweiflung war und sie ihren Zorn an den Menschen ausließ, die sie am meisten liebte. Mein Vater hatte mit seinen eigenen Themen zu kämpfen und ging seinen eigenen Weg. Er war selbst dann nicht präsent, wenn er zu Hause anwesend war. In seinen Gedanken, von seinen unbewussten Emotionen ergriffen, war er oft sehr weit weg.  Auch ihn verstehe ich nun viel besser, denn Verständnis ist es doch, was uns aus der Verurteilung herausholt: Wenn wir begreifen, warum sich andere eben grade SO uns gegenüber verhalten. Was davon mit uns selbst zu tun hat und was wir davon nicht auf uns beziehen sollen, das versteht ein Kind noch nicht.

Die eigentlich logische Konsequenz nach Jahren des Streits, der Alkoholsucht meines Vaters und eines Selbstmordversuches meiner Mutter, der mich auch tief erschütterte, war irgendwann nach großer Zermürbung die Trennung meiner Eltern. Dies war für meine Eltern so ein großer Schritt, weil ihnen beigebracht wurde, dass eine Scheidung eine gesellschaftliche und familiäre Ächtung bedeutet. Den Rückhalt und das Verständnis ihrer Familien hatten sie jedenfalls nicht. Heute weiß ich, dass meine Eltern unter ihren eigenen Umständen ihr Bestes gaben. Leider lernte ich unbewusst in dieser Zeit zu glauben, dass es besser für mich sei, meine eigenen Gefühle vor mir selbst zu verleugnen und vor anderen zu verbergen. Das verursachte im Endeffekt natürlich mehr Probleme als es neue verhindern konnte. Ich übernahm in der Familie stellvertretend die Vaterrolle und steckte viele meiner Bedürfnisse zurück. Jetzt weiß ich, dass das alles für mich Grundlagen waren, die mir später helfen sollten.

Recht früh begann ich schon, nach einer katholischen Erziehung, als grade volljähriger junger Mann, mich von meiner religiösen Konditionierung zu distanzieren. In der Pubertät hinterfragte ich das ganze kirchliche Modell, interessierte mich noch eine Weile für andere Religionen und kam über den Buddhismus auch zu anderen, freieren spirituellen Formen des Glaubens. Ich gab mich einfach nicht mit den üblichen christlich geprägten Weltanschauungen zufrieden. Etwas später sollte ich über den Schamanismus verstehen, dass alles was ich benötige, gegenwärtig in mir und in der Natur vorhanden ist. Ich wusste tief in mir, dass da viel mehr ist und dass das, was uns da aufgetischt wird so nicht stimmig war. In den 80er Jahren gab es noch nicht so viel anspruchsvolle spirituelle Literatur auf dem deutschen Markt und das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Nach Erich von Däniken und Rainer Holbes mystischer Radioshow, in der u.a. mit verstorbenen über Radiofrequenzen (UKW) kommuniziert wurde, schwemmte dann so nach und nach immer mehr an esoterischer Literatur auf den Markt. Wirklich nennenswert und auf sehr hohem Niveau waren damals (und sind es auch bis heute noch) für mich die Gesamtwerke von Jane Roberts mit Seth. Inhaltlich war das der erste Stoff, der mich tief berührte und Veränderungen in mir anstieß. Lange Zeit unterlag ich vielen dieser esoterischen Trugschlüsse, unerreichbaren Idealen und Instant-Guru-Weisheiten, von denen das Internet in dieser Zeit regelrecht übersät ist.

Luzide Träume versus Wirklichkeit

Ich fing an, mich mit meiner Traumrealität auseinanderzusetzen. Ich hatte immer schon sehr intensive Träume. Ich begann ein Traumtagebuch zu führen. Dieses Experiment kann ich jedem nur ans Herz legen. Anfangs erinnerte ich mich nicht an so viele Dinge. Nach meinem Studium der Seth-Bücher wusste ich, dass unser Gehirn, unser Wachbewusstsein viel von dem, was wir träumen, verzerrt und in andere Bilder übersetzt. Es war wichtig, direkt nach dem Aufwachen – ganz egal wann das war – das niederzuschreiben, an das ich mich erinnerte. Nach ein paar Monaten schrieb ich täglich mehrere Seiten auf Papier. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr stoppen, es erschloss sich mir immer mehr. Ich spürte, wie die uns bekannte Zeit immer weniger eine Rolle spielte und wie andersartig Zeit wahrgenommen werden kann. Vor allem erhielt ich auch über innere Gefühlsmuster viel Informationen: Wie sich die Träume auf unseren Tag in der Wachrealität auswirken, was ich davon unbewusst mit mir durch den Tag führte und wie es mich beeinflusste. Ich hatte in dieser Zeit viele Déjà-vus und entdeckte erst im Nachhinein in meinen Unterlagen, dass ich präkognitive Träume hatte, in denen ich detailreich bestimmte Situationen beschrieb, die ich später genau so erlebte. Ich fing an, mich in andere Dimensionen luzide zu bewegen. Es war der Zustand zwischen Schlaf und Aufwachphase, in der ich mich regelmäßig in einer Art Zwischendimension befand. In dieser Welt konnte ich mich mit meinem Astralleib ganz leicht zwischen anderen Wesen, Gegenständen und Räumen bewegen, sogar auch durch sie hindurch. Einmal wachte ich nachts auf und sah eine Gestalt in meinem Zimmer. Der Kleidung nach war es ein Mann aus dem 16.-17. Jahrhundert. Er war freundlich und lächelte mich an, verschwand dann aber wieder. Ich hatte lange Zeit noch viele solcher Begegnungen. Auf der einen Seite war es sehr interessant, andererseits konnte ich kaum steuern, was mir da begegnete. Irgendwann entschloss ich mich dazu, sie nicht mehr wahrnehmen zu wollen. Ich stellte dann nach und nach die Arbeit an meinem Tagebuch ein.

Bemerkenswert war ein Ereignis bei dem mein bester Freund damals in wenigen Minuten vor meinen Augen völlig unvorbereitet und plötzlich starb. In einem weiteren Ereignis kämpfte ich selbst um mein Leben vor dem Ertrinken. Ich trieb beim Schwimmen an einem wunderbaren Kraftort auf das offene Meer hinaus und schaffte es dann doch noch, völlig entkräftet an anderer Stelle der Insel angespült und vom scharfen Lavagestein verletzt zurück. An solchen Orten, die es überall auf der Welt gibt, verwirklichen sich alle Erfahrungen schneller und intensiver, nicht nur die aus unserer Sicht schönen und friedlichen Erfahrungen. Mir wurde erst viel später bewusst, dass mich diese Erfahrungen auf eine wichtige Art und Weise tief berührten. Manchmal braucht es tiefgreifende Erschütterungen, damit wir unsere Perspektive, unseren Weg ändern.

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Trennung von der Oberflächlichkeit

Alles fing vor ein paar Jahren mit der Trennung von meiner damaligen Ehefrau an. Nach 17 Jahren wieder auf mich allein gestellt, war eine Zeit des gefühlten spirituellen Stillstands vorbei, so kam es mir zu mindestens vor. Ich trennte mich nicht nur von meiner Ehepartnerin, sondern auch fast vom kompletten Freundeskreis. Ich hatte kurz vor der Trennung den Impuls, mich mit schamanischen Reisen zu beschäftigen. Auch heute noch habe ich einen starken Bezug zur Natur, zu Naturritualen und der geistigen Welt. Danach und nach weiteren Erfahrungen war nichts mehr wie vorher. Mir war plötzlich bewusst, in was für einer Situation ich mich befand, die mit Aufrichtigkeit mir selbst gegenüber und Authentizität nicht mehr viel zu tun hatte. Nach einigen Jahren einer relativen Oberflächlichkeit war es trotz dieses großen Schrittes, wie ein Befreiungsschlag, den mir mein Innerstes wie ein Impuls sandte.

Über eine Frau, die im Huna-Schamanismus ausgebildet war, lernte ich in einigen Sitzungen viel über diese fantastischen Reisen zu sich selbst. Ich lernte mein Krafttier kennen, das mich stets auch neben den Totems begleitete und arbeitete zunächst viel mit männlichen und weiblichen Anteilen in mir. Der Wolf zeigte mir, wie ich die Kraft des Mondes, Mutter Erde und der Bäume dazu verwenden kann, viel in mir auszugleichen und zu heilen. Neben den Reisen, die ich für mich aufschrieb, entstand auch das ein oder andere Gedicht, welches ich direkt nach den Reisen verfasste:

„Endlose Weite … ich spüre den Blick des Wolfes und versenke meinen Blick ins tiefste Innere. Ich jage mit ihm über die verschneite Landschaft und spüre seinen Atem, verbunden mit meinem, über Tausende von Jahren in einer Sekunde. 

Ich spüre seine Verbundenheit mit dem Mond. Mein Herz schlägt im Rhythmus des laufenden Wolfes wie eine Trommel, die meine Seele mit ihren Frequenzen durchdringt und mein Herz erfüllt. Das sprachlose seiner Gebärden, sein hypnotischer Ausdruck in den Augen, das Blecken seiner Zähne. Ich rufe mit ihm in der Nacht die Kräfte des Mondes an, während der Abend blau herabsinkt. Ich rieche die feuchte Erde und verharre. Wie die Wurzeln einer alten Kiefer spüre ich die Liebe von Mutter Erde, die uns alle trägt und für uns sorgt. 

Während der Wolf mit mir für einen Augenblick verweilt, schießt unser Bewusstsein weiter, vereint und verschmolzen durch die endlosen Weiten des Universums.“

Nach vielen aufschlussreichen Reisen bekam ich ein “Stopp“. Mein Krafttier teilte mir mit, dass ich nun genügend Informationen bekommen hätte und jetzt damit in die Umsetzung gehen, damit arbeiten müsse …

Der Rest dieser Geschichte ist im Buch Die Meister des Lebens – Geschichten die das Leben schreibt im Kapitel Du warst niemals allein nachzulesen

© 2018, Guido, Kontakt: rattelschneck1@gmail.com

 


 

Die Geschichte Blick ins tiefste Innere und die Gewissheit der Unvergänglichkeit ist ein Teil des Projektes „Die Meister des Lebens – Geschichten die das Leben schreibt“ und ist im gleichnamigen Buch im Kapitel Du warst niemals allein erschienen. Willst DU mit Deiner Geschichte auch ein Teil des Projektes für Band 2 sein, sende mir bitte diese per Mail ->

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176 Seiten, 1. Auflage, erschienen 09/2018, ISBN: 978-3903014-23-7

 

  • *** Dieser Artikel basiert rein auf eigener Recherche und Erfahrung und wiedergibt meine persönliche Meinung. Er hat einen Informationscharakter und soll eventuell zur Blickwinkelverschiebung, Horizonterweiterung und Bewusstwerdung anregen. Es werden darin definitiv keine gesundheitlichen Ratschläge erteilt. ***

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