Das Kranke (in der Welt) zeigt sich immer mehr

Was muss noch alles geschehen und wie intensiv muss es denn noch werden?

 

Der Schock des Erkennens steht den „normalen“ Menschen
aktuell ins Gesicht geschrieben,
denn sie hatten keine Ahnung von dem Ausmaß.
-kh-

Offensichtlich waren in den letzten Wochen, vor allem zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr, sehr viele Menschen krankheitsbedingt außer Gefecht. Plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Hustenanfälle, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen usw. Die Symptome könnten auf Grippe oder Influenza hindeuten, aber auch auf eine intensive Reinigung, Transformation oder eine Art Energieupdate.

Wer von den Empfindsameren sich an diesem Tag krank fühlt, sei es physisch, psychisch, seelisch oder energetisch, sollte bedenken, dass er vielleicht nicht sich selbst, sondern die Welt und seine Mitmenschen spürt (wortwörtlich auf der eigenen Haut). In der Welt geht es mehr denn je drunter und drüber, und das Kranke zeigt sich ungeniert und sogar stolz. Und genau das ist das Kranke dabei!

Vor allem diese Zuschaustellung schockiert uns, sei es auf bewusster oder unbewusster Ebene.

Es scheint, als würde sich das Kranke selbst bewundern.

Nun, nicht vergessen: Es ist nichts Neues! Auch wenn es so wirken mag, als würde sich das Kranke immer weiter ausbreiten, ist das meiner Meinung nach eine Täuschung. Das, was sich derzeit zeigt, war schon immer da, nur maskiert. Die Hellsichtigen, Feinfühligen und Erwachten haben es längst gespürt. Und jetzt haben sie sogar die Möglichkeit, genau dem in die Augen zu schauen, was sie früher nur geahnt und/oder gespürt haben, und ihre Gefühle, Empfindungen und Wahrnehmungen besser einzuordnen und zu verstehen.

Das Kranke (in der Welt) zeigt sich immer mehr

In meinem Buch „Der Mensch und seine Heilung“ schreibe ich über die Krankheit:

“Was bedeutet es eigentlich, krank, heil oder gesund zu sein? Wann ist man noch gesund, und ab wann beginnt das Kranksein? Wann ist man dann wieder geheilt? Meiner Meinung nach gibt es keine genaue Anleitung für den Ottonormalverbraucher, aus der er eindeutig entnehmen kann, ob er noch gesund oder schon krank ist oder ob er schon wieder geheilt ist. Es ist irgendwie eine subjektive Empfindung, ein Gefühl. Wir sagen auch oft: „Ich fühle mich krank.“ „Wirklich“ krank sind wir aber meistens erst, wenn ein Arzt es bestätigt, oder? Dann sagen wir: „Ich bin krank“ oder manche auch: „Ich bin krankgeschrieben.“ Aber ist man nur dann krank, wenn man krankgeschrieben ist? Natürlich gibt es allgemein anerkannte Krankheitszustände (Beinbruch, Fieber, Gallensteine …), die auch ohne ärztliches Attest eindeutig sind. Aber ist man krank, nur weil man einen Krankheitszustand hat?

Oder ist man „nur“ verschoben?

Ich nenne es: Man ist verrückt!

Man ist aus seiner Mitte, aus dem idealen Zustand verschoben. In diesem Zustand können der Körper und sein Energiesystem nicht mehr optimal funktionieren. Dadurch ist man gezwungen, um die Ecke zu denken, zu fühlen und wahrzunehmen. Aufgrund der Blockaden und Begrenzungen ist vieles verzerrt, verschoben, verschleiert und nur schwer wahrnehmbar, erreichbar oder zu verstehen. Man muss sich sprichwörtlich mit Händen und Füßen verständigen und sie zur Kommunikation zu Hilfe rufen. Ein Beispiel: Wenn man von einem Teil seines Unterkörpers getrennt ist, kann man stundenlang in den Wolken schweben und die besten, bahnbrechendsten Ideen haben. Diese umzusetzen fällt jedoch schwer. Sie lassen sich nur schwer oder mit viel Mühe umsetzen bzw. realisieren. Irgendetwas fehlt. Eine Kraft, die sie real und fassbar werden lässt. Man muss zu Alternativen und Hilfsmitteln greifen. Man braucht jemanden, der diese Umsetzung für einen vollzieht und auf dieser Ebene zu Hause ist. Die Problematik ist: Wie drücke ich mich aus, wie teile ich diesem Menschen meine Idee, meine Absicht, meinen Plan mit? Kann er mich verstehen und erfassen, was und wie ich es meine? Selbst die besten und bahnbrechendsten Ideen kommen ohne optimalen Energiefluss in vielen Fällen als holpriger, fantasiereicher Wortschwall beim Zuhörer an. Erstaunt beobachtet dieser unseren Enthusiasmus und kann nicht verstehen, was an der Idee so toll sein soll. Unglücklich versucht man, die Idee zu retten, sie noch mehr zu erklären und das Gegenüber zu begeistern – und … es kommt immer mehr Holpertatsch heraus. Der Gesprächspartner wird müde, will nicht mehr und hält uns für verrückt. Und? Er hat erstaunlicherweise Recht. Man ist wirklich verrückt! Verrückt, verschoben, blockiert, aus seinem Körper (oder einem Teil davon) ausgesperrt. Bitte nicht falsch verstehen – das heißt nicht, dass der andere es nicht auch ist! Was glaubst du, wie viele Verrückte auf dieser Welt herumlaufen?

Und noch einmal zurück zum Thema. Ist man also krank, nur weil man „verrückt“ ist?

Das Problem ist: Wir benutzen so viele Worte, deren Bedeutung wir selbst gar nicht verstehen. Selten bleiben wir bei diesen nachdenklich stehen, um selbst nachzuspüren, was wir eigentlich sagen. Wie am Beispiel des Begriffs „Schmerz” zu sehen ist, handelt es sich um ein scheinbar irrationales, frei und individuell auslegbares Wort. Jeder kann die Buchstabenreihenfolge mit seinem eigenen Inhalt füllen. Dieser Inhalt hängt meist von der Prägung durch unsere Mütter bzw. unsere Eltern und unser Umfeld sowie unseren individuellen Erfahrungen damit ab. Möglicherweise lernen wir, das als Schmerz zu empfinden, was unsere Mutter als Schmerz empfunden hat. Aber ist das wirklich so? Ist es nicht eigentlich nur unsere eigene, noch durch „kindliche“ Wahrnehmung geprägte Vorstellung davon, was die Mutter als Schmerz empfunden hat?

Warum sollte es mit den Worten „Gesundheit”, „Heil” oder „Krankheit” anders sein?

Betrachtet man sie neutral, sind es genauso nur frei zusammengereihte Buchstaben, die eine Plattform darstellen, um sie mit persönlichen Informationen, eigenen Vorstellungen, Bildern, Gefühlen, Erinnerungen und Erfahrungen zu füllen. Jedes Wort, das aus unserem Mund kommt, ist wie ein kleiner Speicherchip, der unzählige individuelle Informationen enthält. Und während wir gemeinsam Unmengen dieser Chips austauschen, neigen wir dazu zu glauben, dass wir uns gegenseitig verstehen und die gleiche Sprache sprechen. Wir schauen uns wissend an, bejahen, verneinen, diskutieren, kommunizieren und glauben zu wissen, was der andere gesagt bzw. gemeint hat. Wir glauben, dass wir verstanden worden sind oder verstanden werden können – sofern wir die richtigen Worte oder den richtigen Zuhörer finden. Noch einmal die gleiche Frage: Sind wir nicht verrückt?

Wenn wir also keine Schmerzen und Beschwerden mehr haben wollen, wenn wir gesund statt krank sein wollen, dann müssen wir uns zuerst selbst bewusst werden, was wir damit meinen.

Bin ich wirklich krank oder glaube ich nur, krank zu sein, weil es sich krank anfühlt oder weil ich gelernt habe, dieses Gefühl als „krank” zu identifizieren? Wenn ich das Wort „krank” weglasse, weil ich es nicht verstehe, nicht nachvollziehen oder durchschauen kann, wie würde ich meinen Zustand dann beschreiben? Welche Worte würde ich sonst noch benutzen? Was ist mit mir los? Fehlt mir etwas? Drückt mich etwas? Fühle ich mich verschoben? Unklar? Verwirrt? Zwickt es? Brennt es? Friert es mich? Zuckt es? Tut es weh? Kann ich nicht atmen, essen oder ausscheiden? Schmeckt es mir nicht, macht es mir keinen Spaß, geht es mir auf die Nerven oder interessiert es mich nicht? Bin ich traurig, hilflos, hoffnungslos und aufgegeben? Fühle ich mich allein, ausgeliefert, ohnmächtig, verloren und unverstanden? Ist niemand da, der mir helfen, mich trösten, stärken und kräftigen kann? Haben die Ärzte das gesagt? Sind meine Werte im Eimer? Organinsuffizienz? Habe ich ein gebrochenes Bein oder Herz? Bin ich verletzt? Wurde ich ausgelacht? Kann ich mich nicht rühren, mich von der Stelle bewegen? Ist alles zu schwer, zu unverständlich? Fühle ich mich frustriert, matt, lasch, ausgelaugt, unlustig, schwach, zittrig und energielos?

Viele Worte. Einfache Worte, durch die man sich ein besseres Bild von der eigenen Verfassung machen kann. Wenn ich erkenne, dass ich traurig bin oder dass mich etwas zwickt oder drückt, frage ich mich, ob ich mich heilen soll. Oder frage ich mich, was ich tun kann, um nicht mehr traurig zu sein, um das unangenehme Zwicken loszuwerden und nicht mehr unter Druck zu stehen?

Welche Einstellung habe ich? Bin ich lieber krank und will nicht wissen, was sich dahinter verbirgt? Gehe ich dorthin, wo ich am besten aufgehoben bin, ins „Krankenhaus“, und überlasse alles den Fachkräften, die sich mit der Krankheit scheinbar auskennen? … Oder schaue ich in mich hinein, um zu erfahren, was mir fehlt, was mich bedrückt, was ich brauche, möchte, will, soll, kann …

Verwirrend ist, dass der Ausdruck „Krankheit” heutzutage das Versprechen einer von außen herbeigeführten Heilung macht. Betrachte ich meinen Zustand mit einfacheren Worten, erkenne ich, dass ich in vielen Fällen nur selbst etwas tun kann. Und …

… wollen wir es wirklich so haben – in eigener Hand?”

So weit der Auszug aus meinem Buch “Der Mensch und seine Heilung – Das göttliche Puzzle”. Um eine bewusste Heilung anzustreben, müssen die meisten Menschen zunächst einmal überhaupt erkennen, dass sie krank sind bzw. wo und wie sie sich krank fühlen oder was (in ihnen/in ihrem Leben) krank ist bzw. was sie für krank (auch unbewusst) halten.

Der Schock des bewussten oder unbewussten Erkennens steht den „normalen“ Menschen aktuell ins Gesicht geschrieben, denn sie hatten keine Ahnung vom wahren Ausmaß. Diese Welle des Schocks spüren wir Sensiblen und Empathischen. Obwohl die sich zeigenden Energien eher alt sind, sind die Energien des Schocks und des Erkennens des Ausmaßes neu im Feld. Der Schrecken erzeugt einen Nebel und einen weiteren Filter, durch den wir atmen und sehen. Plötzlich sehen wir die Welt durch die Augen der Erschrockenen und sehen und fühlen, wie sie es tun. Aber das ist nicht unsere Wahrheit! Es ist ihre Wahrheit und sie sehen die Dinge so, wie sie es sehen müssen und wir haben die Möglichkeit zu erfahren, wie sie die Dinge sehen.

Wir haben es doch schon vorher gesehen – mit unseren eigenen „Fühlaugen”!

Also bleib bei dir.

Manche haben sich früher gefragt:

Was braucht der Mensch noch, wie intensiv muss es sein, damit er es erkennt? Nun, das hier ist in gewisser Weise der Anfang. Halte Abstand, sonst reißt es dich mit wie ein Wirbelsturm und du verbrennst.

© 01/2026 Kristina Hazler


Zum Thema passende Artikel


Entdecke mehr von NEUES BEWUSSTSEIN mit Kristina Hazler

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Nach oben scrollen

Entdecke mehr von NEUES BEWUSSTSEIN mit Kristina Hazler

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen