Es ist an der Zeit die Magie zu entmystifizieren – Teil 1

Nicht nur für hochsensible, sensible, empfindsame, empathische, erwachte und erwachende Persönlichkeiten

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Mittelalterliche Praktiken beherrschen die stolze Vernunftgesellschaft
Die Welt von heute, man möchte es nicht glauben, wird von der Magie beherrscht. Manche uneingeweihte Menschen reiben sich täglich die Augen und staunen nicht schlecht, was da um sie herum passiert. Es bleibt ihren Augen das verborgen, was sie in ihrem Bewusstsein zuletzt im Mittelalter an der Tagesordnung glaubten. Wir leben doch in einer modernen Zeit, gekennzeichnet von technischem und elektronischem Fortschritt, Industrialisierung und Globalisierung. Wenn, dann sollte die Krankheit, welche die Welt aktuell plagt, eher die Vernunft, der Verstand und die Logik sein – einmal von ihnen infiziert, lassen sie kaum Platz übrig für eine ausgeprägte Gefühlswelt und für Träumereien. Die Gesellschaft scheint getrieben zu sein wie schon lange nicht mehr. Sie eilt, arbeitet und leistet was das Zeug hält – ohne Rücksicht auf Verluste. Wo könnte man da noch einen Gedanken an die Magie verschwenden? Magie bedeutet doch eine andere Zeitrechnung, andere Ebenen, das Geheimnisvolle, das Verborgene. Nein, dafür hat doch ein moderner Mensch nichts übrig. Er ist froh todmüde nach der Schicht, mit ein paar Euros in der Tasche, nach Hause zu kommen und seinen müden Körper dem einzigen Altar – dem Fernseher – hinzugeben, und wenn es gut geht, bis zur nächsten Schicht einer Runde tiefem, ausgiebigem, bewusstlosem Schlaf zu erliegen.

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Es scheint so, aber es ist nicht so. Das ist auch Magie bzw. die Zauberei, der Trick. Alle guten Illusionisten wissen, dass sie uns etwas Offensichtliches bieten müssen, etwas Nachvollziehbares, Erklärbares, um unsere Aufmerksamkeit von dem Tatsächlichen abzulenken. Zeigen sie dem „Publikum“ eine große dunkle Wand und leuchten sie dabei mit der Taschenlampe auf eine Stelle – wo werden wohl all die „Zuschauer“ hinstarren? Sie bewegen dann den Lichtkegel an der Wand hin und her und die Menschen gehören ihnen! Sie werden der Bewegung folgen, unabhängig davon, wohin sie eigentlich gerne hinschauen wollten, unabhängig davon, was sich auf der Wand sonst noch abspielt und befindet. Das Licht scheint in diesem Fall die „moderne“ Karotte zu sein, die man dem Esel vor die Nase hängt, damit er sich auf den Weg macht. Und damit der Taschenlampentrick überhaupt funktioniert, muss der „Zauberer“, der „Illusionist“, der „Magier“ das „große“ Licht zuerst ausknipsen um die Dunkelheit und die dunkle Wand, sprich die Projektionsfläche zu kreieren. Der erste Trick liegt also darin, die Illusion der Dunkelheit zu erzeugen um dann (die Massen) mit einer kleinen Taschenlampe beeindrucken zu können.

Aus dem aufgezeigten Beispiel heraus können wir ableiten, dass das Wort „Trick“ eigentlich eine Tat beschreibt, durch etwas Offensichtliches von dem, was nicht gesehen werden soll, abzulenken, um den Vorgang von A nach B für unerklärbar, gar übernatürlich, übersinnlich, als Zauberei oder Magie verkaufen zu können. Und die Menschen lieben es! Sie lassen sich gerne „professionell“ täuschen, gehen sie doch in Scharen zu solchen Shows. Umso beeindruckender der Trick, umso ausgetüftelter die Täuschung, die Ablenkung, ein umso besseres Verständnis der menschlichen Psyche und Psychologie steckt dahinter.

Nun, so wie ich es persönlich sehe, fühle und erfahre, wird auch die „wahre“ Welt (nicht nur die auf der Showbühne) hinter unseren Rücken von Magie und Möchtegern-Magiern regiert. Und es sind nicht wenige. Es sind keine Sonderlinge aus dem Mittelalter oder aus Atlantis, die sich in der Zeit geirrt haben und die modernste Technik noch nicht zu schätzen gelernt haben. Nein! Es sind möglicherweise gerade diejenigen, die wir für hochintelligent, fortschrittlich, logisch, vernünftig, politisch, weltverbesserisch halten. Ihr Trick ist der Trick des Jahrhunderts, dessen Formel so klingen kann:

„Technologisiere, computerisiere, globalisiere die Welt, binde die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Vernunft, das Oberflächliche, erhebe das beweisbare, messbare, mentale Wissen zur neuen Religion, installiere einen Virus, der alles ins Lächerliche zieht, was mit Gefühl, Intuition, Ahnung und Wahrnehmung zu tun hat, setze es mit der Naivität gleich, und damit sie nicht merken, dass mit ihrem Gefühl etwas nicht stimmt, füttere sie täglich mit künstlich erzeugten Emotionen. Lenke sie von dem gefährlichen Hinterfragen mit offensichtlichen Dramen ab (der Lichtkegel) und kontrolliere die Gesellschaft durch etwas, an was sie selbst nicht mehr glauben, was ihnen ausgetrieben wurde. Und weil verpönt, in den Köpfen der Menschen nicht mehr existent, sind deine Handlungen auch nicht verfolgbar und strafbar, weil in keinem Gesetz- und Strafbuch auffindbar. Wir sind doch nicht im Mittelalter. Es kann doch niemand mehr wegen des Manipulierens und Kontrollierens der Bevölkerung durch Anwendung der Magie verurteilt werden. Also wende genau diese an!“

Magieepidemie – die Neuzeitseuche
Sie ist wie eine Seuche dieser Zeit, die durch alle Schichten der Bevölkerung greift – die Magieepidemie. Kaum vorstellbar, aber spürbar, vor allem für hochsensible und empathische Personen, wenn auch manche von diesen ausgerechnet erst aufgrund des Befalls durch den Magievirus sensibel und empfindsam geworden sind. Und die Menschen, die keine Ahnung haben, ihre Gefühle, Gedanken und Empfindungen nicht einordnen können, werden durch ungewöhnliche Angst- und Depressionszustände, Panikattacken und Paranoia, bis hin zur Schizophrenie geplagt. Dazu kommen Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Schwindelgefühle, unerklärliche fiebrige Zustände, Brennen der Schleimhäute und der Augen, verklärte Sicht, Atembeschwerden, Rückenschmerzen vor allem im Nierenbereich, Gereiztheit, Völlegefühl, Magenschmerzen, Kreislaufprobleme etc. Symptome, die oft auch mit der Entwicklung des „neuen Lichtkörpers“ verbunden werden. Erinnert euch das an etwas? Vielleicht an den Lichtkegel an der dunklen Wand? Ein Zufall?

„Woran krankt die Welt?“ fragt ein in den spirituellen Kreisen bekannter Arzt in einem seiner Bücher und ich antworte: „An der Magie!“

So meine ich: Es ist die Zeit gekommen, die Magie zu entmystifizieren, über die Magie aufzuklären, diese zu durchleuchten! Viele Jahre habe ich geglaubt, es ist besser, diejenigen, die nicht den „natürlichen“ Drang in sich verspüren, sich in den Gefilden des Mystischen umzuschauen, gar nicht erst auf so einen Gedanken zu bringen. Ich wollte mit ihnen über die Magie und Energie nicht sprechen, um sie einerseits nicht zu verwirren, anderseits ihren Verstand durch die entstandene Neugier gar nicht erst in die Richtung zu lenken. In den BewusstseinsCoachings und in der BewusstseinsTherapie versuchte ich mit solchen Menschen rein „menschlich“, bodenständig zu arbeiten, sie auf die pragmatische, menschliche Art aus ihren Ängsten und ungewöhnlichen Zuständen zu führen. Jedoch zeigt mir mittlerweile die Praxis, dass die Menschen früher oder später doch irgendwo über irgendeinen „Illusionisten“ stolpern, der ihnen schnelleren, schmerzloseren, wundersamen, zauberhaften, unmittelbaren Erfolg und Besserung verspricht und sie dadurch in seinen Bann zieht.

Vor mehreren Jahren las ich irgendeine Statistik, die andeutete, dass es alleine in Österreich mehr gewerblich praktizierende „Energetiker“ als Ärzte gibt. Ein Energetiker oder neu „Humanenergetiker“ ist ein breiter Begriff und viele von denen, die einen solchen Beruf ausüben, haben tatsächlich fachliche Qualitäten. Nun, wie in den meisten Berufen ist es auch hier so: die Qualität ist an der Spitze des Berges angesiedelt und meistens dort, wo die Masse ist, muss man die Qualität zuerst mit der Taschenlampe suchen. Und wie versteht ein Laie, ein potentieller Klient, der sich zum ersten Mal nach einer alternativen Hilfe umschaut, was die Qualität in diesem Bereich ist? Ich selbst fiel vor vielen Jahren aus allen Wolken, nachdem ich aus meiner großen Illusion erwachte – zu denken, dass in diesem Bereich nur hochentwickelte spirituelle Wesen arbeiten. Und die Statistik ist schon einige Jahre alt. Inzwischen haben viele der Illusionisten fleißig weitere Ausbildungen, Kurse und Einweihungen aus dem Boden gestampft, um auf der grünen Welle, ob bewusst oder unbewusst, zu reiten und anderen den Beruf des Illusionisten schmackhaft zu machen. Österreich ist ein kleines Land und gefühlt hat fast jeder Bewohner der Alpenrepublik jemanden in seinem unmittelbaren Umkreis, der sich in der Magie übt und selbst dadurch in den Wirkungsradius der „Magie“, ob der „großen Magier“ oder der „Mittelklasse“, fällt und/oder gehört. So wäre es nicht verkehrt, Bescheid zu wissen bzw. sich zumindest mit dem Thema gedanklich oder noch besser gedanklich und gefühlsmäßig auseinanderzusetzen und sich um eine eigene Meinung, ein eigenes Gefühl zu dem Thema bemühen, bevor jemand kommt, der einem eine fertige Meinung eintrichtert und man gar nicht mehr auf die Idee kommt, das Thema zu hinterfragen.

Es ist an der Zeit, die Magie zu entmystifizieren. Aber will das jemand?
Den Schleier des Geheimnisvollen lüften, den Zauber wegnehmen? Wem würde es nutzen und wem nicht? Denjenigen, die durch Magie Macht und Kontrolle ausüben, pflegen oder denjenigen, die damit Geld verdienen oder denen sie Hoffnung auf rosigere Zeiten gibt/verspricht?

So lesen Sie bitte nur weiter, wenn Sie sich bereit fühlen, zumindest aus einem anderen Blickwinkel die Magie zu betrachten. Mehr kann ich nicht anbieten. Ich kenne die allgemeine Formel, die allgemeine Wahrheit nicht. Ich weiß nur, dass ich viel über die Energie, ihre Wirkung auf die Psyche und den Körper der Menschen und über die Energiearbeit unterrichtet worden bin, aber nicht deswegen, um sie auszuüben, sondern um sie, so wie mir und meinem Naturell entsprechend möglich ist, zu verstehen und loslassen zu können.

Aus meiner Sicht ist die Magie, zumindest die von Menschen versuchte Magie, mehr oder weniger gelungene Energiearbeit. Warum nennt man es dann aber nicht gleich so? Weil Magie Energiearbeit ist, aber Energiearbeit nicht automatisch Magie ist.

Was suggeriert uns das Wort Magie? Was lernten wir, darunter zu verstehen?

Magie scheint für uns etwas zu sein, was vor unseren Augen geschieht, was wir aber nicht verstehen, wie es geschieht!

es ist magisch = ich verstehe es nicht

Wie in der Mathematik, gibt es hier auch eine Ausnahme. Unser Bewusstsein und unser Wortschatz kennen im Leben sogenannte „magische Momente“, aber diese haben selten mit der Magie im irdischen, im menschlichen Sinne etwas zu tun. Ein magischer Moment ist etwas, in dem wir das Übergeordnete spüren, das Wunder des Lebens, des Universums, wie alles perfekt und harmonisch koexistiert, solange sich der Mensch mit seinem sturen Kopf nicht einmischt und es verändern, sogar verbessern oder noch besser retten, gar verewigen will.

magischer Moment = ich bin lebendig!

magischer Moment = ich bin fähig, das Wunder des Lebens wahrzunehmen

Auf gewisse Art und Weise ist jeder Augenblick unseres Lebens ein magischer Moment, aber darüber schreibe ich in diesem Artikel nicht. Eher darüber, was unsere Aufmerksamkeit von diesen wunderbaren Augenblicken woandershin verschiebt, es dort bindet und uns nach und nach glaubhaft macht, dass es die wahren magische Momente gar nicht mehr gibt, außer diejenigen, die wir uns selbst durch das Anwenden und Praktizieren der Magie vom Universum stibitzen, erbitten, erwünschen können oder durch solche, die uns andere Magier netterweise auftischen/leisten.

Magie ist, wenn die Amateure am Werk sind
Wie gesagt, Magie scheint in unseren Kreisen etwas zu sein, das wir nicht verstehen: etwas Geheimnisvolles, Unerklärliches. So frage ich mich: Warum soll jemand etwas Unerklärliches praktizieren, was er als Magie bezeichnet?

Menschen die sich mit etwas beschäftigen, das uns zwar als Magie erscheint, selber darin aber Profis sind, d.h. sie verstehen ihr Handwerk, sie wissen, was sie tun, warum sie es tun. Für sie ist ihr Wirken, Tun, ihre Arbeit das Selbstverständlichste, das Natürlichste, das Einfachste der Welt. Sie empfinden es nicht als Magie, weil sie es verstehen. Sie haben einfach ein tieferes Verständnis und Verbindung zu dem, was sie tun. Irgendwie sind sie selbst das, was sie tun. Sie sind, so abgedroschen es schon mittlerweile auch klingt, eins mit ihrem eigenen Tun, dem Kreieren, dem Schöpfen, dem Erschaffen, dem Handeln, dem Dienen, dem Denken, dem Wissen, dem Sein.

Warum soll also ein Mensch in dieser Welt, dieser Gesellschaft einen Job tun, eine Arbeit in dem Bereich ausüben, den er nicht versteht, der ihm verschleiert, geheimnisvoll, mystisch erscheint, von dem er keine Ahnung hat? Weil er sonst nichts anderes hat, in dem er der Profi, der Fachmann sein könnte?

Braucht unsere Welt in dieser Phase, in der sie sich gerade befindet, dass Laien und Nichtsahnende am Werk sind?

Oder braucht diese Welt, diese Gesellschaft, endlich, dass jeder seinen Platz dort einnimmt, wo er sich auskennt, wo er der Profi, der Fachmann, die Fachfrau ist? Also, braucht diese Welt ausgerechnet (solche) Magier, die sich in etwas versuchen, von dem sie keine Ahnung haben wie es geschieht?

Oder habe ich da etwa etwas falsch verstanden und ein Magier in unserem Bewusstsein ist jemand , der doch genau weiß, was er tut, sich nur nicht in die Karten schauen lässt, damit die Magie seines Tuns aus dem ahnungslosen Zuschauer keinen Wissenden macht? Wenn ich annehme, dass es Magier gibt, die ihr Handwerk verstehen, über was reden wir dann? Was ist ihr Handwerk? Die übernatürlichen bzw. übersinnlichen Gesetze zu beherrschen, zu kontrollieren, zu nutzen und/oder so tun, als wäre es so, also vor allem eine trickreiche Show abzuziehen und auf das Gelingen und Nichtenttarnen des Tricks zu hoffen?

Wenn der gedachte Magier die „übernatürlichen Gesetze“ wirklich verstehen würde, so wie schon erwähnt, würden sie ihm natürlich vorkommen und er wäre so eins mit diesen, dass ihm kaum in den Sinn käme, sich für einen Magier zu halten. Und wenn es letztendlich keine übernatürlichen Gesetze gibt, nur unsere Unwissenheit macht sie zu diesen, dann kann es auch niemanden geben, der mit dem Übernatürlichen arbeitet, weil wir können uns Folgendes fragen:

Ist alles das, was das Leben, die Natur des Lebens bzw. das Göttliche und Gott ist, natürlich?

Können wir es so empfinden, spüren und wahrnehmen oder sogar in uns wissen, dass alles, was vom Gott kommt, natürlich ist bzw. natürlich sein muss? Wenn ja, dann können wir uns weiter fragen:

Ist Gott, das Göttliche für uns das „Alles was ist“?

Wenn ja, dann bedeutet es, dass „Alles was ist“ natürlich ist! Also ist alles was ist/existiert (ob wir darüber Bescheid wissen, es sehen, spüren, wahrnehmen oder nicht) natürlich. Und „ALLES“ ist alles!

Wenn alles was ist natürlich ist, was ist dann übernatürlich oder sogar unnatürlich?

Es kann nur etwas außerhalb des Natürlichen sein, also etwas außerhalb des „Alles was ist“ und das ist eigentlich unmöglich, außer durch eine Illusion! So, da in „Allem was ist“ wahrscheinlich „Alles möglich ist“, ist es im „Alles was ist“ auch möglich, eine Illusion zu erzeugen und zwar eine Illusion, dass es außerhalb von „Alles was ist“, außerhalb des Natürlichen, noch etwas geben kann, das man dann z.B. das Übernatürliche nennt. Es existiert aber nur in der Illusion, die jedoch in dem Natürlichen, in dem „Alles was ist“ eingebettet ist und sich nicht, wie suggeriert, außerhalb des Natürlichen befindet!

Der Begriff Magie scheint uns zu kommunizieren, dass übernatürliche bzw. übersinnliche Dinge im Spiel sind. Da müssen wir uns entscheiden. Geht es hier um das Übernatürliche oder Übersinnliche? Wenn es um das Übersinnliche gehen sollte, würde es bedeuten, dass es um die Dinge geht, die über unsere Sinne hinweg existieren. Dies ist nicht so schwer, weil die Sinne der heutigen Menschen abgestumpft, täuschbar und manipulierbar sind. So kann es leicht etwas geben, das wir mit unseren „normalen“ Sinnen gar nicht mehr wahrnehmen – z.B. den Duft einer Blüte in einer versmogten Stadt. Sinne kann man schärfen und sozusagen neue entdecken bzw. entwickeln. So kann es geschehen, dass für jemanden etwas Neues am Horizont auftaucht, was er vorher noch nie wahrgenommen hatte. Ist es dann übersinnlich? Sobald er es wahrnimmt, bewegt es sich nicht mehr „über“ seinen Sinnen. Wann sollen wir also wissen, wann etwas übersinnlich ist? Nur weil wir es nicht wahrnehmen und jemand anderer schon, ist es kein Beweis dafür, dass es sich um Übersinnlichkeit handelt, sondern umgekehrt. Nur der Umstand, dass wir es mit unseren eigenen Sinnen nicht nachprüfen können, macht es nicht übersinnlich!

Diese Begriffe „übersinnlich“ und „übernatürlich“ sind wie mit einem mittelalterlichen Zauber belegt. Sie hypnotisieren unser Bewusstsein! Sie suggerieren uns, dass das Leben spannender ist, als es ist, dass es außerhalb des „gewöhnlichen“ Lebens, das wir anscheinend nicht besonders gut kontrollieren können, etwas existiert, durch dessen „Beherrschung“ wir die Möglichkeit bekommen, das Leben, also das Natürliche, oder noch krasser das „Alles was ist“, zu kontrollieren. So verbirgt sich hinter dem hoffnungsvollen Glauben an das Übernatürliche das Verlangen, das Leben und damit auch das „Alles was ist“ nach eigenen Vorstellungen zu (ver-)biegen. Dies ist aber sehr verheerend. So lebt seit Jahrhunderten in uns eine präpotente, wahnhafte und äußerst unlogische Annahme, dass wir stärker als das „Alles was ist“ sein können!

Wenn die „wahre“ Magie (nicht die Showmagie, die illusionistische Magie) mit dem Übernatürlichen arbeiten sollte, mit was arbeitet diese Magie dann, von wo kommen ihre Mittel und Werkzeuge, wenn „Alles was ist“ natürlich ist?

Meiner Meinung nach ist also solche Magie (die sich damit rühmt, mit dem Übernatürlichen zu arbeiten) ein „altertümliches Gewerbe“ jenseits des „neuen Bewusstseins“, das aus verkehrter Logik und/oder aus dem Unwissen, großer Unbewusstheit für das „Alles was ist“ das Natürliche zu umgehen, auszutricksen versucht. Und der Grund dafür kann nur derjenige sein – weil sie in dem Natürlichen nicht das erzwingen kann, nach was ihr ist, was sie willentlich möchte. Aber! Wie schon gesagt: Wenn alles das, was ist, natürlich ist, woher kann die Magie etwas Übernatürliches, das sie für ihre „Arbeit“, ihre „Magie“ braucht, hernehmen? Nur aus der Illusion (die dunkle Wand), die so tut, als gäbe es etwas außerhalb des Natürlichen. Das ist die wahre Geschicklichkeit, die wahre Arbeit der Magie – das Erschaffen dieser Illusion (das Licht ausknipsen und/oder blenden um von dem Natürlichen abzulenken) – also auch eine Illusionsshow! So ist die Magie etwas, dass den Trug, den Schein verbreitet, dass man etwas außerhalb von „Alles was ist“ haben kann. Aber warum sollte man etwas außerhalb des Natürlichen wollen? Warum sollte man etwas Unnatürliches haben wollen?

Warum reicht uns das Göttliche, das Leben, das „Alles was ist“ nicht?

So bedenken sie nochmals für sich, was sie selbst unter der Magie, dem Magischen und dem Magier und der Magierin verstehen und dann fragen sie sich bitte nochmals, ob sie der Ansicht sind, dass diese Welt, so wie sie sie jetzt kennen, Magie und Magier, Illusion und Illusionisten braucht? Die Antwort ist nicht so eindeutig, weil für diejenigen die es brauchen und nicht anders können, kann eine geschickte Illusion doch einen positiven „Placeboeffekt“, aber leider auch den negativen „Noceboeffekt“ bewirken.

© 10/2014 Kristina Hazler, www.KristinaHazler.com, www.BewusstseinsAkademie.com

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Dies war der erste Teil des Artikels, Teil 2 finden Sie hier -> und Teil 3 erscheint in Kürze:

Teil 2:

  • Soll unsere Welt bewusster werden?
  • Mystik versus Magie versus Illusion
  • Weiß und schwarz – zwei Seiten derselben Münze
  • Kann weiß zu schwarz werden?

Teil 3:

  • Wenn das eigene System Alarm schlägt, dann kann auch die Magie im Spiel sein
  • Alles hat seinen eigenen Sinn
  • Die Magie ist heutzutage gesellschafts- und geschäftsfähig geworden
  • Resonanzgesetz und die Magie
  • Alles kann auf uns auf einem „mysteriösen“ Wege zurückfallen
  • Wann brauchen wir Magie wirklich?

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Weitere Artikel von mir zum diesem Thema und HSP in der Reihenfolge:
1) Ein ungewöhnlicher Appell an (hoch)sensible und erwachte Persönlichkeiten
2) Wenn die Zeit zum Packen gekommen ist
3) Die Psychosomatik war gestern und ist nur ein Teil der „Wahrheit“
4) Hört auf, Wirbel zu machen, mit deren Folgen ihr nicht zurechtkommt!
5) Was kommt in den nächste Tagen, Wochen, Monaten auf uns zu?
6) Weg von Archetypen, hin zur eigenen Natur
7) Der fahrlässige Umgang mit der Müdigkeit
8) Unsere Energiehygiene hat mittelalterliche Züge
9) Die Kunst des Empfindens
10) Wie vertragen sich Hochsensibilität und Sex?
11) Die Entmündigung durch verkehrt gelebte Spiritualität
12) Die Rückkehr der verlorenen Persönlichkeitsanteile
13) Die Zeit des persönlichen Armageddons
14) „Energieholismus“ – die potenzielle Sucht des spirituellen Kriegers

15) Es ist an der Zeit die Magie zu entmystifizieren
16) Die Magie und ihre zwei Seiten

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