Bist du bereit, wenn 2026 die Stürme kommen?

Bist du bereit, wenn 2026 die Stürme kommen?

Bist du bereit, wenn die Stürme kommen?

Eine Pflanze, die immer wieder Wind und Sturm ausgesetzt ist, muss ihre Wurzeln tiefer und fester verankern, um flexibler, biegsamer und widerstandsfähiger zu werden. Wenn der nächste Sturm kommt, ist sie besser vorbereitet und gewappnet als eine Pflanze, die im Windschatten geschont und verwöhnt wurde.

Wenn also in den kommenden Monaten und Jahren die Stürme kommen und die Wellen der Energien sich in Bewegung setzen, sind diejenigen, die “im Winde” trainiert und im Umgang mit Stürmen erprobt sind, vielleicht besser gerüstet.

Also weine und verteufle nicht, wenn du in deinem Leben Durststrecken hattest und nicht immer auf der Sonnenseite leben konntest. Wenn du es dir erlaubst, wirst du erkennen, dass alles der Vorbereitung, der Flexibilität, der Stabilität und der Widerstandsfähigkeit diente. Denn eine zarte Pflanze, die regelmäßig gegossen wird, ist nicht daran gewöhnt, Durststrecken und Trockenzeiten zu überstehen und mit Veränderungen umzugehen. Anpassungsfähigkeit kann angeboren sein, aber auch verkümmern oder trainiert werden.

Jeder entscheidet selbst, wie er sich auf die nächsten Schritte vorbereitet.

-kh- (erschienen auf Facebook am 02.01.2024)


Viele spüren, dass sich gewaltige Stürme zusammenbrauen – sei es auf geistiger, energetischer Ebene oder in der physischen Realität. Im Januar 2025 habe ich den Artikel „Bist du bereit, wenn die Stürme kommen?” erstmals mit einer Bezahlschranke für den zweiten Teil veröffentlicht. Die Bezahlschranken in meinen Artikeln dienen nicht primär dazu, Geld zu generieren, sondern als eine Art „Schutzschranke“ für diejenigen, die das Beschriebene noch nicht betrifft und die dadurch eher verwirrt als aufgeklärt worden wären. (Für diejenigen, für die es aus irgendeinem Grund wichtig ist, die entsprechenden Texte zu lesen, ist intuitiv klar, dass sie einen Wert haben. Durch ihren Zuspruch wird gleichzeitig selbstverständlich auch meine Arbeit unterstützt und bereichert.) Bei jedem psycho-energetischen Thema gibt es in der Regel eine „Vorhut“: sensibilisierte Pioniere, die sich des Themas vor dem Kollektiv annehmen, den neuen, tieferen Umgang damit üben und Spuren im kollektiven Feld hinterlassen. Es ist, als würde sich jemand mit einer Machete den ersten Weg durch den Dschungel bahnen. Wenn nicht zu viel Zeit vergangen ist und der Dschungel noch nicht zugewachsen ist, haben es die Nachfolger um einiges leichter.

Mit der wiederholten Veröffentlichung dieses Artikels möchte ich uns dazu anregen, das Geschehene zu reflektieren und zu verstehen, was aktuell läuft und/oder in Zukunft geschehen wird. Deshalb habe ich beschlossen, den Artikel nochmals mit euch zu teilen. Den zweiten Teil werde ich diesmal ohne Bezahlschranke für alle zugänglich machen. Damit möchte ich signalisieren, dass schon mehr Menschen bereit sind.

Versucht man, das Erwachen aufzuhalten?

Ergänzend zu meinem Jahresendartikel „Wie wollen wir 2025 weitergehen?“ erscheint mein Neujahrstext (2025) in zwei Teilen. „Bist du bereit, wenn die Stürme kommen?“ ist der erste Teil, eine Woche später folgte Teil 2 über den „Weg aus dem Labyrinth“.

Der heutige Artikel bestand ursprünglich ebenfalls aus zwei Teilen: Der erste war für alle frei zugänglich, der zweite ursprünglich nur für zahlende Abonnenten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Bist du bereit, wenn die Stürme kommen?
  2. Nachsitzen im falschen Unterricht
  3. Sehnsucht nach altbekannter Freiheit
  4. Kontrastierung von Dissonanzen
  5. Lösungsfindung statt Lösungssuche
  6. Multilevellabyrinth (nur in Pay-Version/2026 frei)
  7. Orte als Kontrastmittel (nur in Pay-Version/2026 frei)
  8. Wahrnehmung & Kontrast (nur in Pay-Version/2026 frei)

Versucht man, das Erwachen aufzuhalten?

In meinem letzten Beitrag habe ich gefragt “Wie wollen wir 2025 weitergehen?” und gleichzeitig im Text weiter geschrieben:

“Wenn es einmal läuft, dann läuft es und man kann es nicht mehr stoppen”.

Nun, das stimmt nicht ganz – zumindest nicht in der 3D-Praxis. Die Versuche, die Welle des Erwachens und der Transformation zu bremsen und/oder zu stoppen, sehen und spüren einige von uns jeden Tag. Es ist immer eine Frage des Blickwinkels und der Betrachtungsebene. Tatsächlich ist es offenbar möglich, auf einer Erfahrungsebene, innerhalb eines morphogenen Feldes, Rückschritte zu machen und Fortschritt und Entwicklung zu bremsen. Die Mühe scheint sich zu lohnen (für wen auch immer). Aus einem anderen Blickwinkel, von einer anderen Ebene aus betrachtet, kann man höchstens Verständnis und Mitgefühl für die Rückschrittsbemühungen aufbringen, weil man sieht, dass es viel heiße Luft um nichts ist. Man beobachtet „Kinder“, die ihre Sandburgen bauen, die nur bis zur nächsten Flut Bestand haben und an denen sich so mancher Passant während der kurzen Lebensdauer der Sandkreationen erfreuen kann.

Deshalb erwähne ich in meinen Texten immer wieder, dass es für diejenigen, die in ihrer Entwicklung in Meilenschritten (gegenüber manchen anderen) vorankommen, wichtig ist, die Multidimensionalität unseres irdischen und nichtirdischen Seins zu verstehen. Das eine (Denk-)Verhängnis für diejenigen, die dabei sind, sich aus dem „gewöhnlichen“ Menschsein zu erheben, ist, dass man, obwohl man sich bereits in anderen Ebenen, in „höheren“ (Schul-)Klassen befindet, immer wieder gebannt auf die Ebene schaut, die man einst selbst „bewohnte“, oder auf die Ebene der unteren (Schul-)Klassen:

Was machen die dort?

Warum machen die das dort?

Wie können sie nur?!

Warum sehen sie nicht?!

Und warum hören die nicht auf uns?

Warum verstehen sie nicht, dass das, was sie machen, nicht so toll ist und dass es auch anders geht?

Nachsitzen im falschen Unterricht

Anstatt bei sich selbst zu bleiben und zu schauen, was man auf der eigenen Ebene lernen und tun muss, ist man hypnotisiert von der eigenen Vergangenheit. Die Energie der tieferen Ebenen ist natürlich dichter, lauter, dramatischer. Einmal wieder dort fokussiert, einmal wieder den Kopf geschüttelt über das, was dort passiert, einmal wieder sich den Kopf zerbrochen über die Erstklässler, warum sie noch nicht lesen können und warum sie das höhere Einmaleins nicht beherrschen – schon ist man geistig und energetisch auf dem Weg nach unten und sucht sich einen Platz in der Klasse, die man längst absolviert hat.

Das andere ist der energetisch-geistige Effekt. Wenn man einmal in die andere Dichte hineingesogen wird, braucht man länger und mehr Mühe, um wieder herauszukommen. Manche merken gar nicht, dass sie ihre Klasse verlassen haben und nicht mehr im Unterricht sind. Da ihnen in der Unterstufe alles bekannt und vertraut ist, kommen sie nicht auf die Idee, dass sie sich verlaufen haben könnten. Andere aber merken durch verschiedene Beschwerden, dass sie mit einer für ihr System schon unangemessenen Dichte und alten Denkmustern wieder zu kämpfen haben.

Manche fragen sich, warum bei ihnen immer wieder die gleichen Symptome, die gleichen Beschwerden auftreten. Haben sie zu wenig an sich gearbeitet? Haben sie nicht genug erkannt, nicht genug Licht und Liebe eingeatmet?

Ja und nein :)

Sehnsucht nach altbekannter Freiheit

Wenn man sich vor lauter Sehnsucht immer wieder in eine Kinderschaukel zwängt, die einem zu klein ist, nur aus der Erinnerung heraus, dass man früher beim Schaukeln die ultimative Freiheit erlebt hat, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man die Enge spürt, sich blaue Flecken holt und sich am Ende wie ein kleines Kind fühlt, wie jemand, der gerade wieder sein bereits erworbenes Bewusstsein und Wissen verloren hat.

Und wie soll das Leben, die höhere Weisheit, einem beibringen, was man gerade zu lernen hat, wenn man beim eigentlichen Unterricht ständig abwesend ist?

Warum sollte die höhere Weisheit nicht die blauen Flecken zulassen, die Atemnot wegen der dicken Luft, die man atmet und die nicht für einen bestimmt ist?

Wie sonst sollte man erkennen und verstehen lernen, dass man fehlgeleitet ist?

In meiner nächtlichen Arbeit, in meinen nächtlichen Ausflügen tauche ich immer wieder in irgendwelchen „Universitäten“ auf, wo ich Menschen und/oder ihre Aspekte herausholen soll, die dort nichts zu suchen haben. Aber sie verstehen nicht. Dort vor Ort steht gerade eine Prüfung an und sie leiden gerade unter echter Prüfungsangst. Meistens haben sie keine Ahnung, was gerade geprüft wird. Sie wissen nur, dass sie nicht vorbereitet sind. Ja, entweder sind sie nicht vorbereitet, weil sie die ganze Zeit gefehlt haben und nicht den Unterricht besucht haben, der für sie geeignet ist, oder sie sind nicht vorbereitet, weil sie in der falschen Schule sind, in der falschen Prüfung. Ich weise sie dann oft darauf hin, dass dort kein Platz für sie ist und dass sie nicht vorbereitet sein können, weil es nicht ihre Prüfung ist.

Das Nächste ist: Man kann nicht machohaft in eine Grundschulklasse hinabsteigen, dort die Schulbank drücken und mit Universitätswissen prahlen. Das geht einfach nicht.

Die Erfahrungsebenen unterliegen bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Deshalb gibt es immer so etwas wie geistig-energetische Barrieren zwischen ihnen. Wenn man also nicht anders kann als sich wieder in einer dichteren Ebene zu „verlieren“, verliert man teilweise auch das Bewusstsein und taucht dort in einem Aspekt des Selbst auf, der dort noch einen Zugang, mit dem der Ebene entsprechenden Bewusstseins- und Energieniveau hat. Sich aus einem solchen „Schlamassel“ wieder zu befreien, bedeutet manchmal, den ganzen Weg (wenn auch in beschleunigter Form) zurückzulegen, den man von dort aus schon gegangen ist. Es ist jedoch eine Kunst, sich daran zu erinnern und zu verstehen, was mit einem begrenzten Bewusstsein zu tun ist, wenn man nicht über dieselben geistig-energetischen Instrumente verfügt, die man gewohnt ist.

Warum schreibe ich darüber?

Kontrastierung von Dissonanzen

Denn diese Unterschiede, diese Dissonanzen, diese Diskrepanzen werden mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten und Jahren immer deutlicher, immer intensiver werden. Und es werden nicht weniger werden, die an etwas verzweifeln, was eigentlich gar nicht nötig ist, weil es eigentlich leicht durchschaubar und erklärbar ist, wenn man nur bereit ist, den Blickwinkel zu ändern und sich etwas erklären zu lassen. Nur weil man gerade eine sogenannte höhere Wahrheit entdeckt hat, heißt das noch lange nicht, dass das die letzte Version ist und dass es nicht weitergeht, dass es nicht noch andere Entdeckungen und Wahrheiten gibt.

Ich kenne spirituelle Menschen in spirituellen Führungspositionen aus der Vergangenheit, und es erstaunt mich immer wieder, wie sie ihren damaligen Inhalt und ihre damalige Position um keinen Millimeter erweitert haben. Obwohl sich die Zeitqualität im Vergleich zu vor 20 oder 30 Jahren verändert hat, sind sie auf ihrem Weg geblieben. Und ja, das ist nicht immer schlecht. Es gibt Leute, die haben solch einen Dienst übernommen, dass sie in einer bestimmten Klasse der Lehrer sind und solange es Schüler für diese Klasse gibt, werden sie die entsprechenden Inhalte weitergeben, damit die Schüler dann in die nächste Klasse wechseln können. Das wäre also in Ordnung, wenn man diese eigene Rolle versteht und sich selbst nicht vergisst und nicht versucht, die Schüler an sich zu binden und statt ihre Entwicklung zu fördern, so zu gestalten, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, weiter zu gehen.

All diese menschlichen Verzerrungen, diese Missstände werden demnächst beschleunigt kontrastiert.

Lösungsfindung statt Lösungssuche

Eine Bekannte erzählte mir, dass sie gerne spät abends oder am Wochenende arbeitet. Ihr Büro befindet sich in einem Bürokomplex in einem eher industriell geprägten Gebiet. Abends und am Wochenende ist es dort sehr ruhig und sie kann sich besser konzentrieren und die anfallende Arbeit effizienter erledigen. Vor ein paar Tagen erzählte sie einer Freundin, dass es zwar toll sei, dass sie diese Möglichkeit habe, aber gerade jetzt, wo es so früh dunkel werde, fühle sie sich allein in dem riesigen Gebäude unheimlich. Wenn sie durch die einsamen Gänge zur Küche oder zur Toilette geht, hat sie immer das Gefühl, jemand könnte ihr dort auflauern. Nun, Angst hat sie nicht wirklich. Kein Fremder hat Zugang zum Bürokomplex. Als sie es ihrer Freundin erzählte, drückte sie nur ihre Verwunderung über sich selbst aus, dass ihr dort solche Gedanken in Sinn kommen und sie manchmal sogar über Fluchtwege nachdenkt.

Am nächsten Tag, nachdem sie mit ihrer Freundin darüber gesprochen hatte, ging sie an einem Feiertag wieder ins Büro. Wie gesagt, nichts Ungewöhnliches für sie. Gerade als sie ihr Büro aufschließen wollte, tauchte hinter ihr ein etwas verängstigt wirkender junger Mann in Sicherheitsuniform auf. Er begann sie auszufragen, wer sie sei, warum sie an einem Feiertag dort sei und so weiter. Schließlich musste sie sich ausweisen, und obwohl sie dem jungen Mann ihr Büro zeigte, fotografierte er ihren Ausweis – zur Sicherheit! ;)

Als sie mir diese Geschichte erzählte, musste sie schmunzeln. Sie meinte, es sei nicht ganz klar, wer mehr verunsichert war, wem es unheimlicher war. Sie fand es bemerkenswert, dass keine 24 Stunden, nachdem sie mit ihrer Freundin darüber gesprochen hatte, dass sie sich dort manchmal unsicher fühlte, der Sicherheitsdienst auftauchte, dem sie bis dahin noch nie begegnet war, der aber schließlich sie selbst als mögliche Gefahr sah. Es war, als ob die Energie, die sie durch ihre Gedanken erzeugte, auf wundersame Weise innerhalb weniger Stunden zu ihr zurückkehrte.

Und genau das meinte ich mit der Kontrastierung unserer eigenen mentalen und emotionalen Verzerrungen. Manchmal in komödiantischer, manchmal in dramatischer Form, je nachdem, wer welche Dramaturgie braucht oder welche Inszenierung er sich (unbewusst) zurechtgelegt hat.

Es stellt sich die Frage:

Wollen wir stets eine Lösung suchen oder endlich eine Lösung finden?

Teil 2

Multilevellabyrinth

Alles hängt mit allem zusammen und ist meist Teil tieferer Zusammenhänge. Wenn man also eine Sache nur in einem engen Spektrum betrachtet, kann man die Zusammenhänge nicht erkennen und damit auch nicht die Lösung, die man sich erhofft. Denn die Lösung liegt oft nicht dort, wo wir sie suchen. Wenn wir lange genug, ehrlich genug und mit den richtigen Absichten nach einer Lösung Ausschau halten und sie trotzdem nicht finden, ist die Antwort auf das Warum recht einfach:

Weil die Lösung auf einer anderen Ebene liegt!

Eine festgefahrene Ebene, eine Hamsterradebene, ist keine Ebene der Lösungen!

Es ist eine Ebene, die so gestaltet ist, dass man so lange wie möglich nicht aus ihr herauskommt. Wie ich schon in meiner Matrix-Serie geschrieben habe, ist es meistens ein Multi-Level-Konstrukt. Viele Menschen stellen sich etwas, aus dem sie einen Ausweg, eine Lösung suchen, wie ein dreidimensionales, lineares Labyrinth vor – wenn auch vielleicht mit vielen Verästelungen – und meinen, spätestens wenn sie alle Wege erforscht haben, müssten sie irgendwann den richtigen finden, der zum Ausgang führt. Das ist nicht immer der Fall!

Handelt es sich um ein Mehr-Ebenen-Labyrinth, kann es passieren, dass man alle Wege einer Ebene bereits beschritten hat und dennoch in einer Sackgasse landet. Ein solches Labyrinth ist also nicht darauf ausgelegt, Lösungen zu bieten!

Im Fall der Büroangestellten ging es zum Beispiel darum, dass sich ihre privaten Lebensumstände geändert hatten und sie sich um eine ältere Dame kümmerte, die in ein Pflegeheim umgezogen war. Diese betagte Dame war, wie viele ältere Menschen, sehr misstrauisch gegenüber dem Umzug in ein Pflegeheim. Dort angekommen, verdächtigte sie das Personal aller möglichen Dinge und drückte damit ihre unbewusste Angst um sich selbst aus. Die Bekannte versuchte, ihr so gut wie möglich zu helfen und ihr ihre Ängste und Befürchtungen zu nehmen. Unbewusst setzte sie sich dadurch auf der geistig-energetischen Ebene mit ihr gemeinsam in eine „Schulklasse“, die sie selbst schon längst absolviert hatte, und versuchte so, der alten Dame in dieser Klasse beim Lernen zu helfen. Als sie wie gewohnt in ihr Büro zurückkehrte, bemerkte sie nicht, dass sie vor lauter Sorge um die Seniorin die Ebene gewechselt hatte und mit dem „Lernstoff“ einer anderen Person ankam. Der Sicherheitsdienst machte sie sogar darauf aufmerksam, indem er sie fragte, ob sie wirklich sie selbst sei und dort arbeiten dürfe. Der junge Mann spiegelte ihr durch seine eigene Unsicherheit sogar die Ängste der alten Damen, die sie diesmal in ihrem eigenen „Rucksack“ mit ins Büro gebracht hatte. Er bildete damit einen Kontrast zu ihr selbst, wie sie sich sonst in der Büroumgebung erlebte.

Verstehst du?

Versuche dieses Beispiel ein wenig zu vertiefen und überlege, wo solche Kontraste in deinem Leben auftauchen. Wenn du ein Gefühl dafür bekommst, wirst du sie beim nächsten Mal früher erkennen und schneller korrigieren können. Wenn du dabei noch mehr Klarheit und/oder Unterstützung möchtest, kannst du gerne ein Coaching bei mir buchen.

Orte als ein Kontrastmittel

Nachdem ich diesen Artikel und den zweiten Teil fertig geschrieben hatte, entspannte ich mich am nächsten Tag mit einem Buch – Das Seth Multiversum von Jane Roberts. Nach ein paar Tagen begann ich dort weiterzulesen, wo ich aufgehört hatte. Und was für ein Zufall! Plötzlich lese ich dort, genau im nächsten Kapitel „Jerusalem und seine besonderen landschaftlichen Raum-Zeit-Gegebenheiten“ auch über ein Kontrastmittel und das möchte ich Dir hier nicht vorenthalten, denn der Text stammt aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts:

„Es gibt bestimmte Orte auf eurem Planeten, an denen sich die Zeit- und Raumkoordinaten in einem Maße unterscheiden, wie es unter normalen Bedingungen physikalisch nicht beobachtbar ist. Jerusalem ist ein solcher Ort.

In diesem Fall stellt ein bestimmtes Gebiet eine Art Korridor durch die Zeit dar, der vorwärts und rückwärts verläuft. In diesem Gebiet sind alle Ereignisse von einer außergewöhnlichen Dynamik geprägt.

Daher sind nur schon aufgrund der intensiven Interaktion der beteiligten Zeitsequenzen die Voraussetzungen für sehr komplexe physische Ereignisse unmittelbar gegeben. Das ist auch der Grund, warum dieses Gebiet für das Christus-Drama ausgewählt wurde.

Diese Gegend stellt daher ein Testgelände und einen Schauplatz großer Kontraste dar, an dem die Vergangenheit buchstäblich so lebendig wie die Gegenwart ist. Sie ist aber auch ein Ort, an dem die Zukunft – im Rahmen einer bestimmten Ereignisabfolge – bekannt war, und dies lange vor der Zeit, in dem Christus lebte.”

Wahrnehmung & Kontrast

Den Begriff „Kontrastmittel“ habe ich bzw. mein spiritueller Coach zum ersten Mal im Buch „BewusstseinsCoaching 3 – Die Kunst der Wahrnehmung“ im Kapitel „Glaube als Kontrastmittel“ erwähnt und eingeführt:

Die menschliche Wahrnehmung nimmt die Abweichungen vom Gegebenen, Bekannten, bereits Erlebten, wahr. Wenn sich gerade nichts offensichtlich verändert, fällt es einem Menschen schwer etwas wahrzunehmen.

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

So lernt ein Mensch auf Unterschiede aufmerksam zu werden … und wenn gerade keine da sind, wenn sich nichts (Neues) tut, hat es für ihn den Anschein, dass da Nichts ist, weil er scheinbar nichts (Neues) wahrnimmst.

Wenn man lange Zeit auf eine gewisse Weise zu sehen und zu verstehen lernt, wenn man die Interpretationen von anderen als seine übernimmt und dann glaubt, dass es das ist, was wirklich geschieht … und wenn eine neue Information auftaucht, die dem Gewohnten widerspricht, entsteht zuerst einmal ein Chaos. Was glaubst du, was passiert, wenn sich plötzlich eine Wand öffnet, die zwei Bereiche voneinander teilt und Energien, die bis dorthin voneinander getrennt festgehalten worden sind, ineinander zu fließen beginnen?

Wahrscheinlich Chaos, Orientierungslosigkeit, Verwirrung, Unklarheit, Angst, Vermischung von beiden Seiten …

Und das ist auch okay so. Eine Verwirrung entsteht deswegen, weil das Gewohnte, das Geglaubte, plötzlich nicht mehr gilt und es auch den Eindruck macht, dass das „Alte“ nicht mehr wiederherzustellen ist. Also, man verliert den bekannten Boden unter den Füßen, auf dem man gewohnt war, zu stehen. Chaos hin oder her – wir nehmen es mal als die Tatsache an. Wir werden das Chaos nicht (als etwas Ungünstiges) werten und darauf vertrauen, dass sich die Geschichte – fast wie von selbst – durch gewisse Gesetzmäßigkeiten klärt.

Wenn einem Menschen im Jetzt kaum möglich ist wahrzunehmen, wie es dort ist, weil es stabil ist, braucht er scheinbar einen Vergleich und umso kontrastreicher dieser ist, so wie beim Schattentheater, umso sichtbarer wird für ihn das, was er sich zu sehen bemüht. Das heißt, dort wo Dunkel ist, muss man durch Licht oder mit Licht schauen, dort wo es Schwarz ist, ist das Weiße das Kontrastmittel, dort wo Licht ist, muss die Dunkelheit her usw.

Wenn du einen gedanklichen/geistigen Ausflug in die Vergangenheit und/ oder die Zukunft machst, erschaffst du dir dadurch einen Kontrast zu dem Zeitpunkt, wo du dich aktuell aufhältst. Vielleicht ist das, wo du dich hinbegibst, in Wahrheit nicht deine eigene Vergangenheit oder deine Zukunft. Sie sehen nur so aus, weil du sie innerhalb der dir bekannten Welt dementsprechend kreierst, wie du fähig bist mit den Bildern, Emotionen, Informationen und Situationen zu arbeiten, die dir schon bekannt bzw. bewusst sind.

Es kann also nur eine Idee, eine Vorstellung sein, die als Kontrastmittel zu dem, was du dir anschauen willst, dient.

Wenn das geistige Hilfsmittel seine Funktion erfüllt hat, könnte es sich auflösen. Komplikationen treten jedoch aufgrund der Häufigkeit auf, in der du immer wieder das gleiche Kontrastmittel zu Hilfe rufst, weil du dir des Jetzt und deines Gefühls unsicher bist bzw. das anzweifelst, was du dir sogar durch die kontrastreiche Betrachtung bestätigt hast. So holst du immer wieder die Unsicherheit ans Tageslicht, nur um die Klarheit, die Ruhe und dass alles in Ordnung sei, zu sehen. Unbewusst greifst du mehrmals am Tag, wenn nicht pro Stunde, dazu, weil du es dir angewöhnt hast, dir auf diese Weise eine gewisse Befriedigung bzw. Zufriedenheit zu verschaffen. Was für dich bzw. den Menschen das illusorische Bild (weil häufig vorkommend) letztendlich als Realität erscheinen lässt. Und durch den eigenen, plötzlichen Glauben! (bekanntlich versetzt der Glaube Berge bzw. macht das „Unmögliche“ möglich) an dieses Bild, besteht die Gefahr, es real zu machen, sprich: zu realisieren. ;)

So weit der Artikel aus dem letzten Jahr. Heute, im Januar 2026, möchte ich ergänzend anmerken, dass das Jahr 2025 bereits zahlreiche Kontrastmittel ins Spiel brachte. Nur weil derzeit vieles negativ, dunkel und ausweglos erscheint, bedeutet es nicht, dass es tatsächlich so ist. Wenn dich etwas bedrückt oder dir etwas unlösbar oder ausweglos vorkommt, dann denke oder sinniere darüber nach, ob es nicht sein kann, dass es nicht deshalb deine Aufmerksamkeit beansprucht, damit du eine Lösung findest, sondern als Kontrastmittel, damit du etwas anderes erkennen kannst, das du sonst nicht sehen würdest. Frage dich also lieber, was du mit seiner Hilfe erkennen sollst, anstatt die Lösung im Unlösbaren zu suchen. Allein durch dieses Gedankenspiel können sich dir neue Möglichkeiten und Wege eröffnen. Schließlich ist das Gute an Polarität – vor allem, wenn sie sich besonders stark ausprägt – dass es immer auch den anderen Pol geben muss. Denke darüber nach! Wenn es also so scheint, als passiere gerade so viel Schlimmes in der Welt, dann sagt das gleichzeitig, dass es entsprechend viel Gutes geben muss. Vergiss das in den nächsten Monaten nicht! ;)

Der nachfolgende Artikel aus dem Jahr 2025 trägt den Titel “Der Weg aus dem Labyrinth”.

© 01/2025 (aktualisiert 01/2026) Kristina Hazler

 

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