MaTricks #1 – Das Beschönigen des Negativen

Im einleitenden Beitrag MaTricks – Die unsichtbaren Drähte der Beeinflussung und Manipulation der neuen Serie MaTricks (Die Tricks der Matrix) haben wir uns das „kollektive Betriebssystem“ angesehen, jene veraltete Matrix, die uns mit steinzeitlichen Überlebensmechanismen im Hamsterrad hält. Wir haben auch darüber gesprochen, wie wir als „Schattensoldaten“ in diesem veralteten Betriebssystem gegen Windmühlen kämpfen. Doch wie schafft es dieses System trotz all des Fortschritts und der (Bewusstseins-)Entwicklung, uns so effektiv zu isolieren, dass wir den Ausgang nicht finden?

MaTricks #1: Wenn die Wahrnehmung zur Falle wird

Der erste und vielleicht subtilste Trick, auf den ich in diesem ersten Teil näher eingehe, nutzt unsere Sensibilität sowie unsere tiefste Sehnsucht nach Harmonie, Liebe und Licht aus. Er setzt genau dort an, wo wir beginnen, unsere feine Wahrnehmung dessen, was in der Welt geschieht, gegen uns selbst zu richten. Er suggeriert uns, dass jede negative Wahrnehmung in der Außenwelt lediglich ein Mangel unserer eigenen Liebesfähigkeit sei. Durch diese Falle der „Beschönigung des Negativen” wird unser natürliches Frühwarnsystem außer Kraft gesetzt, wodurch wir in eine Abwärtsspirale der Selbstzerfleischung geraten.

In MaTrick #1 – Das Beschönigen des Negativen besprechen wir, warum wir, anstatt unserem geschärften Bewusstsein zu vertrauen, wenn wir Destruktives wahrnehmen, in eine „spirituelle Falle“ tappen. Schauen wir uns an, wie wir diesen Mechanismus durchschauen und wieder lernen, unserer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

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Bin ich ein böser Mensch, wenn ich negativ empfinde?

In diesen intensiven, undurchschaubaren, unsicheren und beängstigenden Zeiten fragen sich nicht wenige Menschen, ob mit ihnen etwas nicht stimmt, wenn sie negative Emotionen und Gedanken haben. Sie fragen sich, ob das, was sie in der Welt beobachten, in ihnen negatives Empfinden auslöst, und/oder sie fragen sich, ob das bloße Wahrnehmen von Negativem schon schlecht ist. Sie fragen sich vermutlich auch, ob man, wenn man ein Wesen ist, das nach Liebe strebt und Liebe leben möchte, nicht stets zu allem Liebe empfinden sollte, egal welches unschönes Bild es im Außen erzeugt.

Wenn ich mit (in meinen Augen) negativen Menschen zu tun habe, stürzt mich das immer wieder in eine Abwärtsspirale aus Selbstzweifeln, Selbstverurteilung und Selbstzerfleischung. Der Weg aus dieser Abwärtsspirale heraus ist trotz meiner Bewusstheit und jahrzehntelanger Praxis immer wieder überraschend mühsam und beschwerlich. Wenn ich wieder bei mir angekommen bin, muss ich automatisch an all die Menschen denken, die auch in solche Abwärtsspiralen tappen, aber kaum eine Chance haben, zu erkennen, was mit ihnen los ist und wie sie wieder herauskommen können.

Warum ist das so schwierig, wenn es doch so einfach ist?

Denn auch wir und viele andere Erwachsene, Empathen, Sensible und Spirituelle sind meist mit alten spirituellen, esoterischen und psychologischen Floskeln gespickt bzw. versuchen, uns an verbreitetem Halbwissen, Halbwahrheiten und verzerrten Wahrheiten zu orientieren. Das unbewusste kollektive Feld in dieser „Sparte“ ist psychoenergetisch stark genug, um auf unbewusster Ebene eine Beglaubigung der Informationen zu erwirken – durch den starken Glauben der Mehrheit an eine bestimmte Auslegung der Botschaften.

Da den Suchenden scheinbar nichts anderes zur Verfügung steht, dienen ihnen solche „Weisheiten” vor allem dann als Orientierung und Wegweiser, wenn eine offenbar glaubhafte Quelle – ein Mensch und/oder eine Wesenheit, die sie in diesem Bereich als Autorität ansehen – diese „verifiziert” und als nachahmenswert preist. Selbstverständlich kommt es aber auch immer darauf an, was man selbst aus dem Empfangenen, Gehörten oder Gelesenen herausfiltert, wie man es einordnet und was man letztlich daraus macht.

Doch das kollektive Unterbewusstsein schubst einen meist in die Richtung, in die sich die Mehrheit orientiert. Und so wirken „Wahrheiten“, die unreflektiert aufgenommen werden, als eine Art Referenz – meistens in Richtung der mehrheitlichen (unbewussten) Interpretation –, weil die angesammelte Informationsenergie in diese Richtung so intensiv ist. Ein Beispiel für eine dieser „Wahrheiten” ist der folgende „verhängnisvolle” Satz, der eine Abwärtsspirale bei so manchen ernsthaft Suchenden auslösen kann:

„Alles, was du empfindest oder wahrnimmst, bist nur du selbst!“

oder auch:

„Alles, was du empfindest oder wahrnimmst, ist deine Energie!“

Toll!

In der heutigen Zeit kann man mit solch einem Satz Millionen von Menschen, die gerade aufwachen, für Monate aus dem Verkehr ziehen!

Brave Menschen verkriechen sich reumütig in ihr Schneckenhaus, versuchen den Fehler zu erkennen, warum sie so negativ empfinden, und fragen sich:

„Was stimmt noch nicht mit mir?“

„Was muss ich noch mehr, weiter, tiefer bearbeiten, transformieren, heilen und erlösen?“

Rückzug ins Schneckenhaus

Hat man sich einmal auf dieses Pferd gesetzt, bejaht das spirituell-esoterisch-New-Age-morphogene Feld mit voller Wucht die Notwendigkeit eines solchen selbstzerfleischenden Rückzugs. Ohne Rücksicht auf Verluste soll endlich die eigene, tief versteckte Negativität gefunden werden, die einem im Außen durch die Weltereignisse oder andere Menschen und Situationen gespiegelt wird. Damit kann endlich die Erlösung, die passende Schwingung, das Nirwana oder was auch immer sich wer sehnlichst wünscht, kommen.

Das Problem dabei?

Die Abwärtsspirale!

Man verstrudelt sich immer tiefer.

Sie ist bodenlos und das Ende ist nicht in Sicht.

Der Würgegriff der Selbstzerfleischung

Der Würgegriff der Selbstzerfleischung wird immer enger, bis man kaum noch bei Sinnen ist, geschweige denn bei Bewusstsein oder voller Kraft. Somit hat man keine klaren Instrumente mehr, um aus eigener Kraft wieder zu sich zu kommen.

Oft taucht man nämlich auch geistig und energetisch tiefer in die „Abgründe“, die man gewillt ist zu lernen und zu lieben, als es dem eigenen Bewusstseins- und Entwicklungsstand empfehlenswert ist. Die verkehrte Matrix unterbreitet einem mithilfe der verkehrten Logik eine Falle.

Je ehrlicher man sich bemüht, die echte Wahrheit jenseits von (Selbst)täuschung und Beschönigung zu erkennen, desto weniger kann man Liebe dort empfinden, wo keine ist, weil der andere sie beispielsweise nicht haben will, sie ausgeschlossen wurde oder weil andere Prioritäten gesetzt wurden.

Wenn Liebe nicht die gewählte Priorität ist

Als ich im Rahmen eines sozialen Projekts mehrere Jahre lang arbeitslose Jugendliche im Bereich Kommunikation und Teamarbeit unterrichtete, attackierte mich ein junger Mann unterschwellig und boykottierte immer wieder meine praktischen Übungen, bis es auch den anderen Teilnehmern auffiel. In der Pause sprachen sie ihn darauf an. Zu meinem Erstaunen erklärten sie ihm, dass ich doch nur das Beste versuche und ihnen Liebe schenke.

Daraufhin erwiderte er, dass ich kein Recht habe, ihm Liebe zu schenken! Selbstverständlich erfuhr ich erst im Nachhinein davon, Wochen später, als es zu spät war und ich nicht mehr nachfragen konnte, was er damit meinte. Doch hat es mich nachdenklich gemacht. Ich habe zwar nicht bewusst versucht, die Jugendlichen mit Liebe zu beschenken, aber ich habe ihnen die Inhalte aus meiner Liebe zum Leben und zu ihnen vermittelt, so wie es mir eigen ist und wie ich als lebendiges Wesen funktioniere.

Dennoch verstand ich, dass es Menschen gibt, die das nicht mögen oder sich das nicht wünschen und ihre Gründe dafür haben, die es möglicherweise zu respektieren gilt. Zumindest sollte man sich nicht einreden, dass alle auf Freundlichkeit mit Freundlichkeit antworten oder dass sie subjektive Freundlichkeit auch als solche empfinden. Manchen Menschen, die in ganz anderen Verhältnissen aufgewachsen sind, kann eine so gut gemeinte positive Einstellung auch befremdlich vorkommen, unangenehm sein und heftige Abwehrreaktionen hervorrufen, weil ihr eigenes Gefühlsleben und Weltbild angegriffen scheint.

Daher ist es besser, die Augen vor solchen Menschen und Situationen nicht zu verschließen, zu realisieren, dass so etwas vorkommt und zu versuchen, die Situation zu verstehen und sich entsprechend (auch zum eigenen Wohl) einzurichten. Denn sonst …

Das Leugnen dessen, was ist

Es wäre, als würde man nackt bei Regen auf die Straße rennen und versuchen, nicht nass zu werden oder die Nässe gar nicht wahrzunehmen. Wenn man sich selbst als etwas Negatives einstuft und den Grad der eigenen Liebesfähigkeit daran misst, ob Liebe den Regen trocken erscheinen lassen könnte, dann verstrickt man sich in ein unlogisches Paradoxon. Denn wenn man tatsächlich alles lieben würde, würde man auch den Regen und die Nässe lieben, sich an ihnen erfreuen und bräuchte nicht zu erwarten, dass sie anders sind, als sie sind. Wenn man jedoch den Grad der eigenen Erleuchtung daran misst, wie weit man bereits fähig ist, Nässe in Trockenheit zu transformieren oder sie als Trockenheit zu empfinden, um sie lieben zu können, wird man wahrscheinlich nicht sehr weit kommen.

 

Frau mit gelber Brille steht im überfluteten Stadtbild. Beschönigung des Negativen Konzept.

An dieser Stelle endet der kostenlose Teil des Beitrags. Bisher haben wir die erste Falle der Tricks der Matrix angesprochen und teilweise analysiert. Doch wie genau funktioniert der Mechanismus der verkehrten Matrix bei Trick Nr. 1? Und warum erleben wir gerade die Hochblüte dieses Tricks? Weshalb schlägt dein System Alarm, wenn andere sich „entspannt” geben? Wie gehst du mit all dem um, was sich nicht gut anfühlt, dir wehtut, dich traurig oder sogar wütend macht? Welche Rolle spielt dabei deine Sensibilität, wenn du lernst, sie richtig einzusetzen und zu deuten?

Im exklusiven Teil für zahlende Abonnenten erfährst du für nur 9 € pro Monat (jederzeit kündbar) konkrete Schritte und Übungen zur Immunisierung gegenüber der ersten Falle der Matrix. Du erhältst außerdem persönliche Einblicke in meine eigenen Erlebnisse mit diesem Trick und meinen Weg heraus.

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Teil 2 – Inhaltsverzeichnis

  1. Der „Verstands-Fake“ und die Relativität
  2. Spirituelle Selbstzerfleischung
  3. Die Fake-Transformation
  4. Der konkrete MaTrick
  5. Relativität der Empfindung und Wahrnehmung
  6. Energetisches Gaslighting – der Spiegel-Trick
  7. Erweiterte Wahrnehmung
  8. Durch die Matrix ausgehebelte Wahrnehmung
  9. Immunisierung gegenüber Trick Nr. 1

© 03/2026 Kristina Hazler

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