4 – Lichtanrufung und die homöopathische Wirkung der Lichtarbeit

„Lichtanrufung und die homöopathische Wirkung der Lichtarbeit“ ist Teil 4 der Artikelreihe

Lichtkörper und Bewusstsein – Der natürliche Lichtkörperprozess

welche aus folgenden, nacheinander erscheinenden Teilen/Kapiteln besteht

1 – Führt ein Lichtkörperprozess automatisch zu mehr Bewusstheit? (online)
2 – Lichtkörperprozess und seine Tücken  – Das Geschäft mit dem Aufstieg  (online)
3 – Aufbrechen der harten Schale und die Unfähigkeit das eigene Licht zu sehen (online)
4 – Lichtanrufung und die homöopathische Wirkung der Lichtarbeit
5 – Der natürliche Lichtkörperprozess, seine Symptome und die Veredelung (online ab 31.07.2017)
6 – Das polare System der Auserwähltheit und das Mutieren der inneren Wahrheit (online ab 07.08.2017)
7 – Mit dem Lichtkörper schon in dieses Leben hineingeboren? (online ab 14.08.2017)

Der ganze Artikel steht ab sofort im Online-Shop „BewusstseinsWelten“ zum Download bereit
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Ich für meinen Teil habe aus meiner „Lichtarbeiterzeit“ Folgendes gelernt:

Wir sind mit unserem Willen (!) fähig, nur das Licht anzurufen, downzuladen, uns in dieses zu hüllen und zu visualisieren, welches wir uns aus unserer Menschlichkeit heraus vorstellen können.

Die homöopathische Wirkung der erdachten Lichtarbeit

Meistens funktioniert es so, dass wir von unseren „Gurus“ in der Meditation dazu angeleitet werden, zum Licht zu gehen, Licht zu sehen, sich an dieses wunderbare Licht zu wenden um dann selbst licht oder selbst das Licht zu sein. Wir wissen nicht wie das geht, aber wir als Menschen wissen doch, wie etwas Lichtes aussieht, was ein Licht ist. Und weil wir ahnen, dass das Licht, um das es in der Meditation gehen soll, etwas Überwältigendes und Überirdisches ist, so holen wir uns in unserer Vorstellung das schönste und grellste Licht das wir kennen, also am ehesten das Licht der Sonne an einem klaren, blauhimmligen Tag und verhundertfachen seine Intensität in unserer Phantasie, um sich dann schließlich in diese (Sehnsucht)Vorstellung (!) zu hüllen und/oder sie einzuatmen.

Ich empfinde, dass solches Licht – mit dem wir uns dann übermäßig aufgrund von mentalen Gründen (aus Angst, Schutz, lichtvolleren Image, mehr Kraft, mehr Energie etc.) aufzuladen versuchen – ein künstliches Licht ist, das wir mental aus unserer Erinnerung heraus und durch unsere begrenzte Vorstellung erzeugt haben. Dieses Licht, besser gesagt diese Energie (!), die wir in alle unsere Zellen einzuatmen versuchen, ist auch mit unseren bewussten und unbewussten Absichten, Sehnsüchten, Gedanken und Emotionen geladen – die, wenn man das Grelle, das Überstrahlende ausfiltert, sich für mich als Asche, die sich einem über das Haupt senkt, anfühlt und den Energiekörper und die Energiebahnen wunderbar mit dem verstopft, was man eigentlich so hoffnungsvoll mit dem visualisierten Licht loswerden will.

Lichtanrufung und die homöopathische Wirkung der Lichtarbeit, Homöopathie, Zellenbewusstsein,

Und so holen wir uns das Licht immer wieder und immer wieder, greller und noch greller.

Unsere Sinne haben die seltsame Angewohnheit, dass sie sich allen Reizen, damit auch dem Licht nach und nach anpassen. Um, trotz dieser Anpassung und Relativierung,  den Lichtkick wieder und wieder erleben zu können, müssen wir uns also noch hellere und intensivere Stufen erdenken.

Aber alles hat immer einen Sinn und auch, wenn diese Methode scheinbar nicht das mit einem macht, was man erwartet, so führen irgendwann anscheinend alle Wege und Umwege zum gleichen Ziel: Zu uns selbst. Durch diese unbewusste Methode wenden wir nämlich so etwas, wie eine energetische, überdimensionierte Homöopathie an.

In einem imaginären himmlischen Labor verstärken wir unsere Verhaltensmuster und Überzeugungen, hüllen all das in das höchste Licht ein das wir uns vorstellen können und dann laden wir uns diese fast schon „radioaktive“ geistige Dosis freudig und ohne Widerstand herunter. Wir tricksen uns (zwecks Heilung und Bewusstwerdung) auf diese Weise selbst aus. All das, auf was wir vorhin keinen Bock, wogegen wir einen Widerstand hatten, was wir unfähig waren anzunehmen, packten wir in ein für uns annehmbares (lichtes) Geschenkpapier ein. Nichtsahnend erschufen wir eine herrliche Situation, in der wir sogar fähig waren/sind, uns, wie ein kleines Kind zu Weihnachten, darüber zu freuen und zuzulassen, wovon wir uns sonst fürchten würden. Eine geniale Sache! :)

Nun …

mit solch einem Geschenk muss man dann auch irgendwie zurechtkommen und die gesteigerte Dosis in erster Linie vor allem überleben!

Warum, wenn es doch so einfach und wunderbar klingt? Vor allem, weil wir doch irgendwie im Moment sich im menschlichen, physischen Körper befindende Wesen sind. Und der Körper und die menschliche Psyche haben so ihre (vorläufigen) Grenzen.

Wenn aus der Unbewusstheit „Heilungssysteme“ entstehen

Ich meine, hat schon jemand 24 Stunden lang in intensivem Sonnenlicht gebadet? Ein ganzer Wirtschaftszweig lebt doch davon, uns vor der übermäßigen Sonnenstrahlung zu beschützen und Sonnenschutzcremes zu entwickeln. Und wir? Einfach so, weil wir es gelesen haben, weil wir dazu geführt wurden, weil es unsere Chakren, Energiebahnen, Zellen reinigen soll, hüllen uns täglich, jahrelang in verhundertfachtes Sonnenlicht ein, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es uns oder unseren Körper, unsere Zellen, eher verbrennen als heilen, reinigen bzw. erleuchten könnte.

Mirnixdirnix, gestern erst im Internet gelesen, heute schon an der eigenen DNS gebastelt und Harakiri an der eigenen zellulären Ebene gemacht, ohne sich selbst zu fragen:

  • Habe ich einen Bezug dazu?
  • Kenne ich mich aus?
  • Weiß ich, was die Zellen überhaupt machen?
  • Was für Funktionen die DNS in ihrem aktuellen Zustand für mich hat?
  • Weiß ich, warum sie heute ausgerechnet so ist wie sie ist und warum ich sie ausgerechnet aus meiner menschlichen Beschränktheit heraus verändern sollte?

Nur weil ich irgendwo gelesen habe, dass es jemandem geholfen hat, wenn die Ärzte seinen abgefaulten Körperteil amputierten und er dann wieder gesund sein konnte, heißt es nicht, dass ich mir selbst ein Körperteil amputieren brauche und schon überhaupt nicht, dass ich es selbst tun soll oder vielleicht mein Nachbar, der meint, dass er mit einem Messer gut umgehen kann und er selbst sogar schon ein Huhn zerlegte. (Sorry, für dieses morbide Beispiel)

So wurden unsere Köpfe in den letzten Jahrzehnten mit dem Begriff Lichtkörperprozess irgendwie wirr gemacht. Wir folg(t)en seinem Ruf, aber verstanden wir, was das eigentlich ist? Klar verstehen wir das Wort, aber verstehen wir wirklich?

So schreiben mich öfters Menschen an und hantieren mit versierten Begriffen und erzählen mir, dass ihr Chakrensystem …, ihr Körper-zelluläres System …, ihr Zellenbewusstsein …, ihr spiritueller Körper …, ihre Zirbeldrüse …, ihr Nierenmeridian …, ihre Merkaba … etc. so und so funktioniert oder nicht funktioniert und fragen mich, was ich dazu meine. Sie benutzen diese Wörter so selbstverständlich, als würden sie über das Frühstücksei reden, aber sie hören sich selbst gar nicht zu. Sie hören nicht, dass sie nicht verstehen, was sie da sagen. Auch dann nicht, wenn sie weiter über die Zwillingsseele – die große Sehnsucht, die fünfte Dimension, den Aufstieg – das Ziel berichten. Die meisten haben es irgendwo aufgeschnappt, es hat in ihnen räsoniert, sie spüren etwas dahinter, aber weiter kommen sie in ihrem Gefühl und Bewusstsein nicht.

In mir steigen in solchen Fällen immer wieder provokative Frage (man könnte auch zur Hinterfragung motivierende Frage sagen) hoch:

  • Haben solche Menschen schon zumindest die dritte Dimension gemeistert, wenn sie nach einer weiteren schielen?
  • Haben sie zu ihr ein bewusstes Gefühl, was sie ist, diese dritte Dimension?
  • Haben sie das Potential der aktuell aktiven DNS-Stränge bereits erkannt und ausgeschöpft, wenn sie sich nach der Aktivierung weiterer Stränge sehnen?
  • Haben sie schon die aktuellen aufgeplatzten, auf die Oberfläche angeschwemmten Blockaden, Muster und Wunden verarbeitet, bevor sie sich eine neue, die Schichten aufbrechende, Energie- bzw. Lichtladung holen und sich dann weiterhin überfüllt und überfordert fühlen?

Ich meine:

Wenn wir es (zu)lassen, geschieht alles ganz natürlich automatisch und für uns optimiert.

Alle unsere Entwicklungsprozesse geschehen am besten auf eine natürliche Weise, ein Schritt nach dem anderen. Gehört ein Lichtkörperprozess tatsächlich zu unserer natürlichen Entwicklung, dann geschieht er nach und nach, in der für uns optimalen Geschwindigkeit und Intensität und geht Hand in Hand mit allen anderen Prozessen, in denen wir uns befinden.

Dissonanz einzelner, sich im Lichtkörperprozess befindlichen, Teile

Richten wir (aus unserer begrenzten Vorstellung und Erwartung, aus unserer begrenzten Bewusstheit) unseren Fokus nur auf einen Prozess aus und treiben wir diesen künstlich voran, entsteht ein Ungleichgewicht. Ein Teil von uns entwickelt sich, dynamisiert sich, schwingt sich ein und andere Teile hinken nach, bis schließlich eine große Kluft, eine Dissonanz zwischen diesen Teilen entsteht. Wir sind verwirrt und wenden uns immer mehr von solchen, uns „runterziehenden“ Teilen ab, als wären sie etwas Fremdes das man einfach abschütteln kann. Die Rückkehr zu den vergessenen Teilen und vernachlässigten Prozessen ist unumgänglich und besonders schmerzlich, weil wir, zurück aus den lichten Höhen, zu etwas Altem, Vergessenen, Abgelehnten, Dichteren müssen. (Dazu mehr in meinem Artikel: Die Rückkehr der verlorenen Persönlichkeitsanteile) Dies mögen wir aber nicht. Wir fallen wortwörtlich aus allen Wolken, fühlen uns gefangen, besonders begrenzt, beschränkt, behindert, dumm und menschlich gegenüber dem was wir bereits kennen und gewohnt sind. Warum auch nicht? Es geht doch darum, dass wir uns (endlich) auch in dem verneinten Zustand erkennen und unsere aktuelle Bewusstheit auch zu dem (vergessenen) Teil tragen. Auf diese Weise geschieht die Bewusstheit und „Erleuchtung“ auch von innen heraus, vom geschwächten Teil, der uns durch seine Erlösung demnächst eine größere Kraft, Stärke und Selbstbewusstsein bescheren kann.

Fühlen wir uns also nach einem lichten, monate-, jahrelangen Ausflug menschlich „beschränkt“, so ist es keine Katastrophe, sondern wahrscheinlich ein gutes Zeichen! Es bedeutet, wir haben eingewilligt und uns entschieden, die „übriggebliebenen Reste“ zu (ver)bearbeiten. Im ersten Kapitel „Die Flut“ meines Buches „Der Mensch und seine Heilung“ beschreibe ich, wie sich so eine „Rückkehr“ anfühlen kann.

© 12/2014 Kristina Hazler (überarbeitet 07/2017)

 


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