Wahrheitsverzerrung und die Wandlung der inneren Erkenntnisse im Alltag

Dieser Artikel „Wahrheitsverzerrung und die Wandlung der inneren Erkenntnisse im Alltag“ ist Teil 1
der Artikelserie „Verkörperte Erleuchtung und die Vorreiter der Wandlung“ mit folgendem Inhalt:

1 – Wahrheitsverzerrung und die Wandlung der Erkenntnisse im Alltag
Sonnenklare innere Wahrheit
Die Relativität der Worte und ihre Logik
Wahrheitsverzerrung durch Übersetzung
Wandlung der Erkenntnis im Alltag

2 – Die Vorreiter der Wandlung und die spirituelle Kondition
Die Umsetzung des neuen Wissens und die kritische Masse
Spirituell-erleuchtete Kondition
Vorreiter der Wandlung

3 – Verkörperte Erleuchtung versus erleuchtete Verkörperung
Bereits erleuchtet?
Weiterentwicklung ist mit Praktizieren bedingt
Verkörperte Erleuchtung versus erleuchtete Verkörperung
Erleuchtete Verkörperung
Du brauchst Dich nicht transformieren
Zeichen der erleuchteten Verkörperung

4 – Erleuchtung bedeutet nicht, dass man gegen Massenhypnose immun ist (online ab 21.05.2018)
Erleuchtung bedeutet nicht, dass man gegen Massenhypnose immun ist
Die Vorstellung der Erleuchtung ist die Blockade Nr.1
Immer optimal unterwegs
Horizonterweiterung – über die Erleuchtungsgrenze hinaus
Die Relativität der Worte und ihre Logik

Die gesamte Artikelserie ist unter den Namen „Verkörperte Erleuchtung versus erleuchtete Verkörperung
im Umfang von 20 A4 Seiten im Onlineshop Bewusstseinswelten gegen Entgeld bereits JETZT downloadbar ->

Sonnenklare innere Wahrheit?

Mit den Worten ist das so eine Sache. Eine sonnenklare innere Wahrheit, eine Idee wird reif und eines Tages wird sie in menschliche Worte gekleidet, um darüber mit anderen Menschen zu sprechen, sie ihnen zu vermitteln. Die Zeit hinterlässt bei den Worten ihre Spuren, wie bei allem auf dieser Erde. Die einst klaren Begriffe mutieren, verändern sich, bis sie selbst für ihren Erschaffer irgendwann keinen (ursprünglichen) Sinn mehr ergeben. Wie sollten sie auch, wenn sich die (eigene) Wahrheit jenseits der Worte bewegt. Für die „Wahrheit“ spielt es eigentlich keine Rolle, ob die Worte solche oder andere sind, wichtig ist, dass der innere Inhalt stimmt. Und doch verständigen wir Menschen uns vor allem mit Worten und oft sogar mit Worten, die ihrem ursprünglichen Sinn entfremdet worden sind. So zahlt es sich aus, hinter so manche Begriffe, Phrasen, Redewendungen und Floskeln zu schauen, sollten sie noch so erhaben, noch so spirituell, noch so erleuchtet klingen. Solcher Klang alleine bedeutet nicht, dass wir die Worte in der richtigen Reihenfolge verwenden und schon gar nicht, dass wir die, in ihnen (ursprünglich) gespeicherte Botschaft richtig deuten und verstehen.  Nur alleine deswegen, weil wir jedes einzelne Wort klar hören, bedeutet  es nicht, dass wir auch den Zusammenhang und die Ebene aus der die Botschaft kommt und für welche sie bestimmt ist, erkannt haben.Wahrheitsverzerrung und die Wandlung der inneren Erkenntnisse im Alltag, Tags: Relativität der Worte, Wahrheit, spirituelle Wahrheit, innere Wahrheit, Wahrheitsverzerrung, innere Stimme, Schwingung der Wörter, Erkenntnis, Wandlung der inneren Erkenntnis, Verzerrung der inneren Erkenntnis

Aus meiner Beobachtung und der Bewusstseinsarbeit mit den Klienten, beobachte ich folgendes Phänomen: Ab einer gewissen Phase lernen sie in sich die Stimme ihrer eigenen inneren Wahrheit zu erkennen, ihr zu lauschen, sie zu verstehen und ihre Botschaft sogar in die eigene individuelle Alltagsrealität – in die Menschlichkeit zu übersetzen. Toll! Ein großer Schritt. Man könnte denken, damit wäre auch schon die ganze Arbeit getan. Weit gefehlt! Aber warum? Nun, das Problem ist, die Übersetzung des menschlichen Verstandes ins Verbale, in Worte und das anschließende Glauben des menschlichen Verstandes auf das, was die von Natur aus begrenzte Worte sagen.

In meinem Buch BewusstseinsCoaching 2 beschäftige ich mich mit der verkehrten Logik und dem Weg der Menschen aus der verkehrten Logik heraus, zu der natürlichen, der ursprünglichen, der nichtumprogrammierten Logik. Weil …

nur deswegen, weil etwas logisch klingt, ist es noch lange nicht tatsächlich logisch.

Wir leben in einer mentalen Kultur, welche gelernt hat, alles, auch das Unlogische ins scheinbar Logische zu verpacken. Menschen haben Angst bei der Unwissenheit ertappt zu werden, also egal wie, Hauptsache die Aussage hört sich stimmig an! Ob in Büchern, wissenschaftlichen Abhandlungen, politischen Reden, Medienberichten, Argumentationen in Familien- und Freundeskreis und nicht zuletzt in sozialen Medien.

Wahrheitsverzerrung durch Übersetzung

Alleine aus der Erfahrung mit verschiedenen Übersetzern, welche meine eigenen Bücher in meine Muttersprache übersetzen und ich damit die Möglichkeit habe die Übersetzungen zu kontrollieren, wurde mir ein Phänomen bewusst: Der Übersetzer übersetzt nicht das, was geschrieben ist, sondern das, was er glaubt (!) dass geschrieben ist. Und auch wenn er die ursprüngliche Aussage nicht versteht (was ihm meistens gar nicht bewusst ist), übersetzt er diese so, dass sie für ihn selbst sinnvoll und logisch klingt. Die Übersetzung entspricht dann vor allem seinem eigenen Bewusstsein, seiner eigenen Logik und Anschauung und hat so manches Mal gar nichts mit der Aussage des ursprünglichen Textes zu tun. Oft kann sogar durch ein einziges einfaches, zugefügtes oder ausgelassenes Wort eine gegenteilige Aussage herauskommen.

Was hat das mit meinen Klienten und ihrer inneren Stimme zu tun? Eigentlich genau das Selbe. In einem Moment der Klarheit erzählen sie sich selbst die innere Botschaft und im optimalen Fall lauschen sie auch mit allen Sinnen und lernen diese zu verstehen. Das Gefühl, das Verstehen, das sich Erzählen und sich Zuzuhören bilden eine Einheit. Jedoch! – der Verstand merkt sich auf der mentalen Ebene und auf einer linearen Weise einzelne Worte, welche zwecks Übersetzung der Botschaft benutzt wurden, während das Gefühl und die eigentliche Einsicht auf der Gefühls- und Einsichtsebene gespeichert wurden. Dann passiert das Interessante: Der Klient geht nach einer Sitzung mit seiner Erkenntnis glücklich nach Hause, erfüllt von der eigenen inneren Wahrheit, aber dann, (irgendwann) kommt er wieder im Alltag an – was für die Meisten die Trennung von der Gefühls- und Einsichtsebene bedeutet, womit sich die Erkenntnis wie ein tiefer Traum nach und nach zu verflüchtigen scheint.

Was bleibt ist eine unbestimmte Erinnerung, die sich vor allem in den einst verwendeten Wörtern manifestiert. Theoretisch könnte (!) der Betroffene die Wörter als eine Art Brücke benutzen, die ihn zu seiner einstigen Einsicht, zur inneren Wahrheit wiederbringen. Aber hier greift bei den Meisten die erwähnte verkehrte Logik ein. Der Mensch erinnert sich an Sätze und Worte, holt sich diese wieder ins Gedächtnis und beginnt sie mit dem Alltagsbewusstsein und der verkehrten Logik auf einer Ebene zu untersuchen, wo die gleichen Worte eine gänzlich andere Bedeutung haben als dort, wo sie ursprünglich angewendet wurden.

Durch das kollektive Bewusstsein sind die Worte verzerrt und mit verschiedenen, oft widersprüchlichen Inhalten gespeichert. Die Klarheit, die eindeutige Aussage fehlt. Man kann sich bei jedem Wort aus einer breiten Palette von Schwingungen, Energien, Launen und Gedankenkonstrukten aussuchen. Weil das alles aber unbewusst geschieht, gewinnt (drängt ins Tagesbewusstsein) meistens die lauteste Energie, der lauteste Inhalt. Dass er „laut“ ist bedeutet, dass das Wort von den meisten Menschen, vom Kollektiv mit einem gemeinsamen, unbewussten Thema beladen/gespeichert ist oder wir in eine bestimmte Richtung „zu hören“ programmiert sind.

Meiner Meinung nach, ist die am häufigsten und am lautesten wirkende Energie im Massenbewusstsein die Angst und das Schuldgefühl. Somit können wir auch davon ausgehen, dass die lauteste Programmierung der meisten Worte, in jeder derzeit von Menschen benutzten Sprache auch die Angst- und Schuldfrequenz beinhaltet.

Wandlung der Erkenntnis im Alltag

Während einer Sitzung kommt der Klient zu einer tiefen Einsicht, dass alles was in seinem Leben passiert in Ordnung ist und einen Sinn hat und dass er gar keinen Fehler im Leben gemacht hat und (!), dass er sogar gar keinen machen kann. Diese innere Aussage ist in diesem Moment für ihn kein Klischee, sondern eine, auf einer tiefen inneren Einsicht basierende Erkenntnis. Diese Erkenntnis wird vom Klienten selbst und seinem Bewusstsein in folgende Worte übersetzt:

„Ich bin in Ordnung so wie ich bin.“

Zu Hause angekommen sagt sich der Klient immer wieder erfreut: Ich bin in Ordnung so wie ich bin! Die Welt und das eigene Leben fühlt sich auf einmal gut an. Der nächste Tag: Ich bin in Ordnung so wie ich bin. Voll Optimismus geht der Klient an die Arbeit und erinnert sich dort glücklicherweise wieder: Ich bin in Ordnung so wie ich bin. Das scheint ihn mit ungeahnten Kräften zu erfüllen. Dann der Weg nach Hause, die Müdigkeit des Tages, irgendwann am Abend vorm Schlafengehen taucht irgendwo im Hinterkopf eine wage Erinnerung auf: Ich bin in Ordnung so wie ich bin, aber diesmal gepaart mit einem unbestimmten Gefühl. Irgendetwas scheint mit dem Satz nicht zu stimmen! Irgendetwas mischt mit, irgendetwas scheint zu hinterfragen. Beim gleichen Satz kommen auf einmal dem unlängst Beflügelten Zweifel hoch. Angst meldet sich und er fragt sich: Bin ich in Ordnung so wie ich bin??? Was bedeutet das eigentlich, dass ich angeblich in Ordnung bin, so wie ich bin? Dem Klienten steht eine unruhige Nacht bevor. Der Verstand rotiert auf Hochtouren: Möchte ich so sein, wie ich bin? – fragt etwas immer wieder? Wie sollte ich in Ordnung sein, wenn ich keinen gescheiten Job habe, wenn der Chef mit mir so umgeht, wenn meine Kinder mich nicht mögen usw. Am nächsten Tag in der Früh reisst er sich, wie er es von sich selbst erwartet, zusammen und sagt sich: Was für ein Quatsch das Ganze, selbstverständlich bin ich in Ordnung so wie ich bin! Punkt! Basta!

So läuft es ein paar Tage und irgendwann merkt er, dass er vom ganzen Thema genervt ist und dass er inzwischen vom Satz: Ich bin in Ordnung so wie ich bin – Angst hat. Er will endlich Ruhe haben, er will sich damit gar nicht mehr beschäftigen. Wahrscheinlich war eh alles Quatsch – das mit der inneren Einsicht – irgendein Hokus-Pokus, bla-bla-bla.

Und auf einmal erscheint und erklingt der Satz „Ich bin in Ordnung so wie ich bin“ wie eine Lüge, wie etwas Eingebildetes, Unvernünftiges, Selbstsüchtiges, Unreflektiertes.

Was hat das alles mit der verkörperten Erleuchtung zu tun? Scheint doch ein gänzlich anderes Thema zu sein oder? Sagt doch die Erleuchtung nicht gerade das, dass wenn man erleuchtet ist, dann geschehen diese ganzen Dinge, die verkehrte Logik, die Verunsicherung, die Zweifel, die Schuldgefühle, die Angst usw. nicht? Darüber schreibe ich in weiteren Teilen des Artikels (hier geht es zu der Übersicht ->)

© 04/2018 Kristina Hazler

Die gesamte Artikelserie ist unter den Namen „Verkörperte Erleuchtung versus erleuchtete Verkörperung
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