3 – Das Aufbrechen der harten Schale und die Unfähigkeit das eigene Licht zu sehen

„Das Aufbrechen der harten Schale und die Unfähigkeit das eigene Licht zu sehen“ ist Teil 3 der Artikelreihe

Lichtkörper und Bewusstsein – Der natürliche Lichtkörperprozess

welche aus folgenden, nacheinander erscheinenden Teilen/Kapiteln besteht

1 – Führt ein Lichtkörperprozess automatisch zu mehr Bewusstheit? (online)
2 – Lichtkörperprozess und seine Tücken  (online)
3 – Aufbrechen der harten Schale und die Unfähigkeit das eigene Licht zu sehen
4 – Lichtanrufung und die homöopathische Wirkung der Lichtarbeit (online ab 24.07.2017)
5 – Der natürliche Lichtkörperprozess, seine Symptome und die Veredelung (online ab 31.07.2017)
6 – Das polare System der Auserwähltheit und das Mutieren der inneren Wahrheit (online ab 07.08.2017)
7 – Mit dem Lichtkörper schon in dieses Leben hineingeboren? (online ab 14.08.2017)

Der ganze Artikel steht ab sofort im Online-Shop “BewusstseinsWelten” zum Download bereit
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Unterschied zwischen informiert zu sein und bewusst zu sein?

Nur weil man Bücher über den Lichtkörper, Lichtkörperprozess, Lichtnahrung und Transformation gelesen bzw. an Kursen. Einweihungen und Aktivierungen teilgenommen hat, wird man nicht natürlich lichter und auch nicht natürlich bewusster. Ja, man hat eine Information darüber, aber eine Information zu haben ist keine Bewusstheit, das ist vor allem: informiert sein!

Wenn ich etwas ins Licht stelle, wird es beleuchtet oder mit Licht umhüllt oder sogar durchleuchtet, aber nicht automatisch erleuchtet bzw. es (er)strahlt nicht selbst, sondern wird in erster Linie bestrahlt. Nur weil ich beim Röntgen mit Röntgenstrahlen durchleuchtet werde, werde ich selbst nicht zu einem Röntgenstrahl oder zu etwas Röntgenstrahlenähnlichem. Ja, es kann sein, dass sich einige Zeit in mir Röntgenstrahlung befindet, die sogar messbar ist, aber sie verpufft, sie verlässt mich nach und nach, weil sie in mir nicht natürlich ist und ich sie auch nicht mehr brauche. Genauso meine ich ist es, wenn man sich durch verschiedene Techniken mit Licht und „höheren“ Informationen volltankt. Man selbst ist dann noch lange nicht lichter und auch nicht erhöhter oder sogar „höher-bewusster“.

Die Frage ist:

Warum schaut man sich nicht zuerst das eigene Licht, die eigene (Aus)Strahlung an?

Warum entwickelt man nicht zuerst das Gefühl für die eigene, bereits vorhandene „Helligkeit“ und die eigene Schwingung, Frequenz, also für die eigenen Schattierungen der persönlichen Lichtfrequenz, die höchstwahrscheinlich so individuell und einzigartig wie ein Fingerabdruck oder die Augeniris bzw. die DNS ist?

Weil! … und da ist der Punkt, sobald man sich mit sogenanntem höheren Licht beschäftigt oder anderen Frequenzen, die gewollt höherschwingend sind als das eigene „Selbst“, wird man „betriebsblind“. Geblendet durch die grellere Schwingung und den dorthin gerichteten Fokus beginnt man unfähig zu sein, das Eigene zu sehen oder einem beginnt das Eigene ungenügend, schattenhaft, gar dunkel oder sogar extrem dunkel vorzukommen. So strebt man nach mehr Licht, um noch lichter zu sein und lichter zu sehen.

Letztendlich, wenn man sich mit Licht und Frequenzen beschäftigte, für die man noch nicht so weit war bzw. sich in projiziertes, erdachtes und so künstliches, extra helles Licht hüllte, dann kann es passieren, dass man statt einen erleuchteten Blick, sich einen solchen erarbeitet hat, durch den die Welt immer grauer, trostloser und unlebbarer erscheint. Wenn wir aber einen natürlichen Entwicklungsprozess folgen, verschiebt sich schrittweise der Horizont und die Grenzen unserer natürlichen (Liebes)Fähigkeiten erweitern sich dem entsprechend. Dehnen wir uns aber künstlich über solche Grenzen hinaus, begegnen wir hinter ihnen Dinge, welche wir noch nicht im Stande sind zu erfassen und somit zu verstehen. Sie überfordern unsere Liebesfähigkeit und wir beginnen vor ihnen Angst zu haben und/oder sie zu bekämpfen.

Das Aufbrechen der harten Schale

Viele der „Lichtzug-Fahrenden“ spüren bald, dass etwas nicht stimmt, beginnen sich aber in einem “Licht-Kreis” zu drehen. Sie wollen licht, lichtvoll bzw. Lichtarbeiter und/oder Lichtkrieger sein. Manche glauben, umso mehr und öfter man das Licht anruft, umso mehr kratzt das die eigene Hülle an, bricht sie auf und das hineinfließende Licht beginnt den Körper und das Energiesystems, sowie auch die DNS automatisch zu transformieren, bei der angeblich viel mehr als zwei Stränge aktiviert werden können, was größere Weisheit, mehr Potential und Bewusstheit ermöglichen soll. Nur, das Aufbrechen der „harten Schale“ und die Transformation ist nicht besonders angenehm und wohltuend.

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Es ist menschlich scheinbar viel leichter und effektiver, sich in das Licht zu hüllen und in einem künstlichen Energieei herumzulaufen, als von innen heraus zu erstrahlen.

So erschaffen sich viele ein wunderschönes lichtvolles Kleid gegen das selbstverständlich nichts auszusetzen ist. Weshalb sollte man sich auch nicht so schön wie möglich kleiden?

Kleiden schon aber mehr Bewusstheit ist dadurch eher nicht zu erwarten. Ein solcher (Verkleidungs)Prozess erleuchtet nicht besonders. Er macht nicht berauschend bewusster, sondern umhüllt eher und blendet, wenn man selbst darauf hereinfällt und glaubt, dass das schöne Kleid man selbst ist. In so einem Fall ist vor allem die Oberfläche das, was licht ist, licht sein soll. Es ist also oberflächlich und zwischen der Oberfläche und den inneren Schichten kann sich eine Art (Zwischen)Panzer befinden, der sogar vor dem spontanen Aufbrechen der „Muster“ schützen soll, die durch das einstrahlende Licht aufgekommen wären. Warum? Warum wäre das Aufbrechen der Muster unerwünscht? Weil die Begegnung mit den Mustern, ihre Bearbeitung und Transformation eher mühevoll ist und die konzentrierte Anstrengung sich auf der gewollt entspannten, zufrieden-lichten Miene unschön spiegelt und somit das erleuchtete Image stört.

„Nur-Mensch“ versus Krieger des Lichts

Die Version des “oberflächlichen” Lichtprozesses ist für manche ein Anfang, für andere ein Amüsement, ein Spiel und für viele eine Beschäftigungstherapie, eine Art Zeitvertreib für die verbleibenden Tage hier auf der Erde.  Sie ermöglich eine Art Selbstachtung und Selbstbegeisterung in der spannenden Rolle als „Krieger des Lichts“ oder des „Lichtarbeiters“ gegenüber der schon so oft gelebten und mittlerweile fast demütigend empfundenen Rolle des normalen, also faden, uninteressanten, fast lächerlich und dümmlich wirkenden „Nur-Menschen“.

Wäre man sich des Rollenspiels bewusst, ohne sich selbst etwas anderes vorzugaukeln, dann wäre es eine freie, sogar befreiende Angelegenheit, ohne dadurch anderen auf die Fersen zu treten. Nun, oft sind diese Rollenspiele durch die Energien der Ablehnung, der Bekämpfung, Besserwisserei, Abgehobenheit, Eliterität, Kontrolle, Macht, Abhängigkeit, Sucht und des Gruppenzwangs gekennzeichnet und statt diese zu „beleuchten“ und wandeln, werden sie in der Rolle als etwas Edles interpretiert, forciert und rechtfertigend ausgelebt. Aber das ist auch in Ordnung, weil im Universum und damit auch hier auf der Erde immer alles in Ordnung ist! Ob uns etwas gefällt oder nicht gefällt – es ist auch dann in Ordnung. Sprich:

Es ist auch in Ordnung, wenn uns etwas nicht gefällt!

Ich persönlich frage mich jedoch, was diese Menschen, die ihre Kampflust als Lichtkrieger ausleben, eigentlich unterm Licht verstehen und was solches Licht dann erleuchten, transformieren oder sogar heilen soll, wenn sie nach ihm rufen. Klar, das Göttliche, das Allumfassende, das Allliebende, das was Alles ist, das was Liebe ist, liebt uns auch in unserer Kampfsucht oder egal in welcher Rolle wir uns auch üben und/oder verstecken. (Hier empfehle ich meine Artikel: „Der Kampf ist wie eine Droge“ und „Der innere Kriege und der Weg aus der Selbstverletzung“)

Sind wir selbst soweit? Sind wir als Lichtarbeiter und Lichtkrieger fähig bedingungslose Liebe zu empfangen? Sind wir bereits so bewusst und all-liebend, bereit, uns auch in unseren eigenen Unzulänglichkeiten und Süchten bedingungslos, also ohne Wenn und Aber, zu lieben? Denn, auch wenn man versucht, die Welt zum Besseren zu bekehren, haben wir/stellen wir dabei meistens (auch wenn unbewusst) Bedingungen. Die Lichtarbeit geschieht dann nicht in der bedingungslosen Annahme dessen was ist, sondern öfters in der Ablehnung, in der Bekämpfung und durch ein Streben nach der Vernichtung, gar Ausrottung der Dunkelheit und des Bösen.

Die verkehrte Lichtarbeit

Ich hatte eine Klientin, die mir erzählte, dass sie in spirituellen Seminaren von ihrem Meister jahrelang trainiert wurde, allen Mitmenschen, bei denen sie das Gefühl hatte, dass von ihnen etwas Böses ausgeht, dass sie ihr etwas antun wollten, in ihrer Vorstellung einfach geistig und energetisch (mit einer visualisierten Axt) die Köpfe abzutrennen. Bald sah sie überall nur potentielle Feinde und verbrachte Jahre damit, die Menschen, auch solche die, der Straße entlanggingen, zu köpfen, aber (!) selbstverständlich in bedingungsloser Liebe ;)

In was für einem erleuchtenden Prozess soll sich ein Mensch befinden, der sich selbst in goldenes Licht und Liebe hüllt, aber seinen Geist und das Herz permanent mit der Vernichtung (wenn auch “nur” geistiger oder energetischen Natur) der anderen Wesen beschäftigt? In was für einer Angst und Angstwelt muss er da eigentlich leben? Und unterscheidet unsere eigene Psyche und Energiesystem überhaupt, ob wir geistig-energetische oder physisch-materielle Vernichtung von jemanden im Sinn haben?

Statt sich in Kursen dem Vertrauen anzunähern, wird in so manchen Angst genährt. Und das ist leider noch ein einfaches Beispiel. Es gibt noch extremere Auswüchse. Umso mehr mir die Menschen davon erzählen und ich einiges Selbst erleben und beobachten konnte, frage ich mich, ob es nicht sein kann, dass Einige durch die ständige Visualisierung und das Einatmen des über alles herrlich strahlenden Lichtes im Kopf so geblendet sind, dass ihnen rundum alles grau, hässlich, feindlich, dunkel vorkommt und sie sich noch mehr davor zu fürchten beginnen, was sich in dem eigenen „Lichtfeld“ wie ein düsterer Schatten, der einen gleich überfallen wird, spiegelt, während es nichts Schattenhaftes sein muss.

© 12/2014 Kristina Hazler (überarbeitet 07/2017)

 


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