Willst DU der Welt helfen?

An der Tagesordnung sind schockierende Nachrichten aus aller Welt. Sie versuchen uns zu zeigen, dass wir unfähig sind über unser Leben selbst zu bestimmen. Irgendwo in sicherer Weite entscheiden andere Herren und heutzutage auch schon Damen darüber wie die Welt zu funktionieren hat, darüber welche Informationen wir bekommen sollen und welche nicht, wie schwer unser Portemonnaie sein soll. Sie handeln sicherlich nur zu unserem Besten, sie wissen ganz genau für jeden von uns was wir brauchen und was wir wollen. Die offiziellen Nachrichten suggerieren uns aus den Fernsehschirmen das ihre Entscheidungen und ihr Tun – wie sonst – notwendig und unumgänglich waren. Also was bleibt uns denn übrig? Wir halten die Luft an, entrüstet, halb in Angst und halb in Ohnmacht hoffen wir insgeheim, dass es schon irgendwie gut gehen wird, bzw. dass es uns persönlich nicht trifft.

Die Erde bebt

der Welt helfenDie Erde bebt, vieler Orts sind die Straßen voll mit enthusiastischen, entschiedenen Menschen. Der revolutionäre Gedanke lebt wie schon lange nicht mehr. Das Feuer der Möchtegern-Veränderung breitet sich aus. Jahrzehnte in ihren Kokons gelebt, gehen Tausende auf die Straße, überzeugt sich nicht mehr hinter der Mauer der vier Wände zu verstecken und zuzuschauen. Eine neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft und auf die Selbstbestimmung hat sie erfasst. Hoffnung, welche sie bevollmächtigt und beflügelt Dinge zu tun, über die sie gestern noch nicht einmal nachgedacht haben. Sie skandieren mit der Masse – der Tod, die Hinrichtung von dem einem soll die Erlösung sein. Anderes Land, andere Kultur, andere Kraft und Macht. So schlagen anderswo die Menschen ihre Zelte auf und in stiller Demonstration der Menge hoffen und appellieren sie auf die Besinnung der Obrigkeit. So kann es nicht weiter gehen – die Straße zeigt ihre kalte Schulter, sie zeigt ihren Mut und Entschiedenheit. Die anderen haben doch diese Misere gewählt und wir wollen aus ihr wieder raus.

Die Wahrheit ist, niemand weiß, wie es weitergeht. Etwas hat sich verselbstständigt. Zu viele wollten zu dem einen Topf. Zu viele wollten auf der grünen Welle reiten und bestimmen wie weit und wie lange und wohin es geht. Insgeheim haben wir es alle gewusst, dass es nicht lange und nicht gut ausgehen kann. Nun haben wir uns geduckt, unseren Atem angehalten und gehofft, dass irgendwann, irgendwie, bald jemand/etwas auftaucht, der/das endlich die Ampel auf Rot schalten kann. Wir brauchten doch eine Pause um die Lungen mit einer Prise Frische zu füllen. Und so kam es, die Krise war scheinbar vorbei. Uff, wiedermal alles gut gelaufen, wiedermal Glück gehabt. Nur, die Täuschung heiligt die Mittel. Da war keiner der kam und die rote Karte zeigte. Jemand hat nur die Leine für einen Moment lockerer gestellt, damit wir ein wenig Auslauf bekommen und beim Herumtollen vergessen, was wir dachten, wie schlimm es war. Und nun?

Es scheint, dass die Welt so wie wir sie gekannt haben am Zusammenbrechen ist. Möglicherweise bleibt bald kein Stein auf dem anderen stehen. Irgendwo ahnen wir es, aber was sollen wir tun? Sich nur ständig fürchten – darauf haben wir auch keine besondere Lust. Selbst auf die Straßen gehen – dass lockt manche von uns auch nicht mehr an. Wir sind müde von endlosem Erklären, Demonstrieren, unsere Meinung kundtun, nach unserem Recht rufen. Wie oft, wie viele Male haben wir es schon in diesem Leben getan? Nein, wir wollen einfach in Ruhe unser Leben leben, ohne sich ständig fürchten zu müssen, dass irgendwo irgendwer auftaucht und unsere eigenen Vorstellungen und Pläne bespuckt. Die, die es brauchen, sollen auf ihren eigenen Seiten spielen, und in einer anderen Sandkiste ihre eigenen Burgen zertreten. Bitte gebt ihnen eine Insel, gebt ihnen eine Bühne mit Vorhang, gebt ihnen ein paar Bretter die die Welt bedeuten. Dort sollen sie herumtollen und herumgeistern, dort sollen sie versuchen Berge zu versetzen und hoch hinauf zu springen. Dort sollen sie versprechen, herrschen und befehlen, reglementieren und regulieren. Dort sollen sie schaufeln und graben, spekulieren, investieren, vermehren und in Bankrott gehen. Dort sollen sie auf Krisen und Retter in der Not spielen. Ich weiß, jeder Mensch braucht doch einen Raum für seine Verwirklichung, nur warum müssen sie gerade auf unsere Ferse treten?

Wie können wir der Welt helfen?

Was will ich mit dem Ganzen sagen? Die Trauminsel ist ihnen unserer ganzer wundervoller, blauer, geliebter Planet geworden. Es hilft nicht zu jammern, grübeln, analysieren und philosophieren – wie konnte es so weit kommen, wer hat es ihnen erlaubt. Der Fakt ist – es ist so wie es ist – das ist unser aller momentaner Zustand – die Ausgangsposition für alles. Es druckt in dem Schuh und tropft aus jedem Loch, und es gibt keinen Ort wo wir hinlaufen, uns verstecken können – die Globalisierung hat es für uns gelöst – scheinbar gibt es kaum Orte wo man frei atmen kann. Und ich sage – das ist nicht wahr! Jeder hat einen Ort der Ruhe, jeder hat seinen persönlichen Raum und jeder hat ihn immer mit, egal wo er ist. Dieser Raum bist Du. Du in Dir entscheidest über deine Laune, darüber wohin Du Deine Aufmerksamkeit verschiebst. Du entscheidest darüber, ob Du dich in Bann ziehen und dir den Atem rauben lässt. Du hast die Macht, den Atemzug zu tun. Der Atem ist das Leben hier auf der Erde. Er ist etwas, was uns Vitalität, Bewegung, Entwicklung, Kreativität und Liebe schenkt. Warum um Gottes Willen halten wir ihn dann an? Seht ihr es nicht, was es mit uns macht? Es reduziert uns, entmächtigt, schwächt. Wie lange können wir wohl mit angehaltenem Atem unseren Träumen nachgehen?

Das Leben fließt doch, das Leben gleicht keinem stop and go Verkehr. Das Leben ist einfach, lebt, fließt unabhängig ob wir uns an ihm beteiligen oder nicht.

Das Geheimnis des Atmens ist, dass er der Botschafter und Überbringer der Wahrheit, unserer Wahrheit ist. Er hilft uns diese zu fühlen, er verrät uns, ob uns etwas stinkt, ob die Luft um uns rein oder dick und klebrig ist. Der Atemzug ist es, der uns im Falle eines Brandes rät, schon lange bevor es die Augen erblicken und lange bevor die Haut die Hitze erspürt, entweder die Fenster zu öffnen oder den Platz so schnell wie möglich zu verlassen.

Ja, zu atmen bedeutet auch das Unangenehme wahrzunehmen, zu spüren. Zu atmen bedeutet immer online, immer up to date zu sein. Fällt uns das Atmen schwer – wissen wir sofort – etwas ist im Busch. Der Atem ist unser Berater, unser Lotse, unser Signalturm. Also frage ich, wenn wir den Atem anhalten – wie sollen wir bitteschön wissen, was zu tun ist?

Aus diesem Grund, egal ob Du jemand bist, der sich in heutigen verwirrenden, chaotischen, bedrängenden, treibenden, aussichtlosen Zeiten fragt, was kann ich tun, wie kann ich der Welt helfen, oder nur: was kann ich tun, wie kann ich mir helfen – sage ich: bitte mache deinen Job, mache als erstes das was Du am besten kannst – beginne wieder zu atmen und alles andere kommt von allein.

© Kristina Hazler 08/2011

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