Die Erde bebt – So können wir es schaffen!

Aus der Artikelserie: Können wir die Welt zum besseren, liebevolleren Ort verändern?

Schockierende Nachrichten

Schockierende Nachrichten aus aller Welt sind an der Tagesordnung. Sie sollen uns zeigen, dass wir nicht in der Lage sind, unser Leben selbst zu bestimmen. Irgendwo in sicherer Entfernung entscheiden andere Menschen darüber, wie die Welt zu funktionieren hat, welche Informationen wir bekommen sollen und welche nicht, und sogar auch, wie schwer oder leicht unser Portemonnaie sein soll. Sie handeln sicherlich nur zu unserem Besten. Auf ihre eigene Art wissen sie ganz genau, was wir brauchen und was wir wollen. Die offizielle Berichterstattung suggeriert uns aus den Fernsehschirmen, dass ihre Entscheidungen und ihr Handeln notwendig und unumgänglich waren. Was bleibt uns also übrig? Wir halten die Luft an, sind entrüstet, halb in Angst und halb in Ohnmacht und hoffen insgeheim, dass es schon irgendwie gut gehen wird und uns persönlich nicht treffen wird.

Die Erde bebt

Die Erde bebt und vielerorts sind die Straßen voller enthusiastischer und entschlossener Menschen. Der revolutionäre Gedanke lebt wie schon lange nicht mehr. Das Feuer der Möchtegern-Veränderung breitet sich aus. Nach Jahrzehnten des Versteckens hinter den eigenen vier Wänden gehen Tausende auf die Straße, um sich zu zeigen und zu handeln. Sie haben eine neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Selbstbestimmung erfasst. Diese Hoffnung bevollmächtigt und beflügelt sie, Dinge zu tun, über die sie gestern noch nicht einmal nachgedacht haben. Sie skandieren mit der Masse: Der Tod, die Hinrichtung des einen oder des anderen oder des Systems soll die Erlösung bringen. Anderes Land, andere Kultur, andere Kraft und Macht. Anderswo schlagen die Menschen ihre Zelte auf und hoffen in einer stillen Demonstration auf die Besinnung der Obrigkeit: So kann es doch nicht weitergehen! Das Volk, die Straße, zeigt seine kalte Schulter, erweist sich als mutig und entschlossen. Die anderen haben diese Misere doch gewählt, und wir wollen wieder aus ihr heraus!

Demonstration für Wandel und Hoffnung mit Erde im Himmel. Schockierende Nachrichten über die Erde bebt. "Hope", "Change", "Freedom

Wie geht es weiter?

Die Wahrheit ist: Niemand weiß es. Etwas hat sich verselbstständigt. Zu viele wollten zu dem einen Topf. Zu viele wollten auf der grünen Welle reiten und bestimmen, wie weit, wie lange und wohin es geht. Insgeheim haben wir alle gewusst, dass das nicht gut enden kann. Nun haben wir uns geduckt, den Atem angehalten und gehofft, dass irgendwann, irgendwie, bald jemand oder etwas auftaucht, das die Ampel endlich auf Rot schaltet. Wir brauchen doch endlich eine Pause von der Enge, dem Druck und der Last, um unsere Lungen mit einer Prise Frische erneut zu füllen.

Und so geschieht es immer wieder: Die Zügel werden kurz gelockert und das Volk sowie die Wirtschaft vor der einen Krise gerettet. Uff, wieder ist alles gut gelaufen, wieder Glück gehabt!?

Die Täuschung heiligt die Mittel. Da kam keiner und zeigte die rote Karte. Jemand hat die Leine nur für einen Moment länger eingestellt, damit wir ein wenig Auslauf bekommen und beim Herumtollen vergessen, wie schlimm es war. Und nun?

Es scheint, als würde die Welt, so wie wir sie kannten, zusammenbrechen. Möglicherweise bleibt bald kein Stein auf dem anderen. Irgendwie ahnen wir es, aber was sollen wir tun? Uns ständig zu fürchten, darauf haben wir auch keine besondere Lust. Auf die Straße zu gehen lockt manche von uns auch nicht mehr. Wir sind müde vom endlosen Erklären, Demonstrieren, von dem Kundtun unserer Meinung und dem Rufen nach unserem Recht. Wie oft haben wir das schon in diesem Leben getan?

Wir wollen einfach in Ruhe unser Leben leben, ohne uns ständig fürchten zu müssen, dass irgendwo irgendjemand auftaucht und unsere Vorstellungen und Pläne bespuckt. Diejenigen, die es brauchen, sollen doch auf ihren eigenen Seiten spielen und in einer anderen Sandkiste ihre eigenen Burgen zerstören!

Gebt ihnen eine Insel, eine Bühne mit Vorhang, ein paar Bretter, die die Welt bedeuten. Dort sollen sie herumtollen und herumgeistern. Dort sollen sie versuchen, Berge zu versetzen und hoch hinaufzuspringen. Sie sollen versprechen, herrschen und befehlen, reglementieren und regulieren. Sie sollen schaufeln und graben, spekulieren, investieren, vermehren und bankrottgehen. Sie sollen auf Krisen und Retter in der Not spielen.

Ich weiß, jeder Mensch braucht einen Raum zur Verwirklichung. Aber warum müssen sie uns dabei auf die Füße treten?

Wie können wir der Welt helfen?

Was will ich damit sagen? Die Trauminsel ist ihnen unser wundervoller, blauer, geliebter Planet geworden. Es hilft nicht, zu jammern, zu grübeln, zu analysieren und zu philosophieren. Wie konnte es so weit kommen? Wer hat ihnen das alles und noch mehr erlaubt?

Fakt ist: Es ist, wie es ist – das ist unser aller momentaner Zustand, die Ausgangsposition für alles!

Es drückt in dem Schuh und tropft aus jedem Loch. Es gibt keinen Ort, an den wir laufen und uns verstecken können. Die Globalisierung hat es für uns gelöst. Scheinbar gibt es kaum Orte, an denen man frei atmen kann, ohne sich vorher ducken oder klein machen zu müssen. Und ich sage: DAS IST NICHT WAHR!

Jeder hat einen Ort der Ruhe, einen persönlichen Raum, den er immer bei sich trägt, egal wo er ist.

Dieser Raum ist er selbst. Dieser Raum bist auch du – du persönlich, du selbst!

Du entscheidest über deine Laune und darüber, wohin du deine Aufmerksamkeit verschiebst. Du entscheidest, ob du dich in Bann ziehen und dir den Atem rauben lässt. Du hast die Macht, deinen Atemzug zu tun.

Der Atem ist das Leben hier auf der Erde. Er schenkt uns Vitalität, Bewegung, Entwicklung, Kreativität und Liebe. Warum um alles in der Welt halten wir ihn dann immer wieder an, warum halten wir ihn flach? Seht ihr denn nicht, was das mit uns macht? Durch unser eigenes bewusstes oder unbewusstes Verhalten reduzieren wir uns, entmachten und schwächen uns. Wie lange können wir wohl mit angehaltenem Atem unserer Entfaltung, unserer Verwirklichung und unseren Träumen nachgehen?

Das Leben fließt doch! Das Leben gleicht keinem Stop-and-go-Verkehr. Das Leben ist einfach. Es fließt, unabhängig davon, ob wir uns daran beteiligen (wollen) oder nicht.

Der Atem der Wahrheit

Das Geheimnis des Atmens ist, dass er der Botschafter und Überbringer unserer eigenen Wahrheit ist. Er hilft uns, sie zu fühlen, und verrät uns, ob uns etwas „stinkt”, ob die Luft um uns herum rein ist oder dick und klebrig. Der Atemzug ist es, der uns im Falle eines Brandes warnt, lange bevor die Augen etwas erkennen und die Haut die Hitze spürt. Er rät uns, entweder die Fenster zu öffnen oder den Ort so schnell wie möglich zu verlassen.

Ja, zu atmen bedeutet auch, das Unangenehme wahrzunehmen und zu spüren.

Zu atmen bedeutet, immer online und up to date zu sein. Wenn uns das Atmen schwerfällt, wissen wir sofort: Etwas ist im Busch! Der Atem ist unser Berater, unser Lotse, unser Signalturm. Wenn wir also den Atem anhalten, wie sollen wir dann wissen, was zu tun ist?

Aus diesem Grund, egal, ob du dich in den heutigen verwirrenden, chaotischen, bedrängenden, treibenden und aussichtslosen Zeiten fragst: „Was kann ich tun, wie kann ich der Welt helfen?” oder nur: „Was kann ich tun, wie kann ich mir helfen?”, – möchte ich dir aus meinem Gefühl, meiner Meinung und meiner Erfahrung heraus sagen:

Bitte mache deinen Job, mache als Erstes das, was du am besten kannst – beginne wieder richtig zu atmen, und alles andere kommt von allein.

Frau atmet tief ein, umgeben von Natur und digitalen Wellen, die für Lebensenergie stehen.

© Kristina Hazler 08/2011 (update 11/2017)

PS: Aktuelle Ergänzung zu diesem Text findet sich im Artikel „Stay at Home und der persönliche Lockdown


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