Ein Wettlauf gegen die innere Befreiung

Ein Wettlauf gegen die innere Befreiung“ ist Teil 4 der Artikelreihe:
Aspektologie, Erwachen und Selbstintegration
Teil 1 finden Sie hier -> , Teil 2 hier ->, Teil 3 hier ->

Schattenenergie

Haben wir einst ein Teil von uns verbannt, weil er uns nicht gut genug war, hatten wir im „Kopf“ ein „besseres“ Bild davon, wie wir sein sollen/wollen. Meist inspiriert durch einen anderen Menschen, eine andere Persönlichkeit zu der wir aufgesehen haben. Aus der Sehnsucht heraus, diesem Menschen zu gleichen, seine Talente und Fähigkeiten selbst zu haben, begannen wir in unser Feld Energien anzuziehen, die uns die Entwicklung unserem Vorbild entsprechend ermöglichen sollten. (Mehr dazu habe ich im Artikel Das „eigene“ Schattenwesen geschrieben) Wenn diese angezogene Energie nicht im Einklang mit dem war, was wir persönlich entsprechend unserem Seelenplan gebraucht hätten, entsteht eine Art „Schattenergie“, die wesenhafte Züge bekommen kann, welche den leeren Platz von dem ungewollten Aspekt von uns selbst einnimmt. Ein Schattenaspekt entsteht und wir lernen mit diesem nach Außen aufzutreten und innerlich zu leben, bauen ihn oft bewusst aus, weil er uns im Außen vielleicht Anerkennung bringt.

Wir selbst sind aber die Summe aller unserer eigenen (!) Teile und unserer Erfahrungen.

So spüren wir innerlich jeder Ungereimtheit, auch wenn sie uns nicht bewusst ist. Diese Ungereimtheit empfindet jeder Mensch auf seine eigene individuelle Weise. Der eine magert ab oder nimmt zu, kränkelt, sein Immunsystem schwächelt, oder er empfindet Unruhe, Chaos, Ungleichgewicht. Ein anderer fühlt sich in eine tiefe Trauer, Wut, Aggression versetzt oder von Depression übermannt. So wie ich solche Depressionszustände empfinde, sind sie eine Art Zustand, in dem man aus der innersten Tiefe spürt, dass einem etwas fehlt, dass es nicht in Ordnung ist, aber keine Ahnung hat, wie man sich helfen, was man unternehmen kann. Intuitiv wissen viele, dass sie etwas loslassen müssen damit Gleichgewicht wiederhergestellt werden kann, aber sie spüren auch, dass das Loslassen für sie irgendwie einem inneren Tod bedeuten wird. Da sie sich keinen Rat aus der scheinbaren Dilemma wissen, weil was nutzt ihnen die angestrebte zukünftige Besserung, wenn sie zuerst sterben müssen und dann anscheinend keiner mehr da ist, dem es besser gehen kann.

Missverständlicher Wettlauf gegen den Loslösungsprozess und innere Befreiung

So traue ich zu behaupten, dass mindestens 60 Prozent aller Depressionen und Burnouts auf das Konto der mangelnden „Sterbekultur“ und Mangel an Bildung im Zusammenhang mit Aspektologie und den inneren menschlich-energetischen Vorgängen in unseren Breitegraden gehen. Wie ich in meinem Artikel „Psychosomatik war gestern und ist nur ein Teil der Wahrheit“ schreibe, befinden wir uns was unsere Energie- und Emotionale-Kultur betrifft im tiefen Mittelalter. Gebe es bereits mehr aspektologisch-energetisch-dimensionalen Bewusstseins in unserer Zivilisation, würden wir solche inneren Sterbevorgänge als etwas Natürliches, sogar Heilendes betrachten, dass einem bestimmten Rhythmus folgt, der im Einklang mit unserer eigenen Entwicklung und unserem Voranschreiten und Integrieren von verschiedenen Bereichen und Ebenen ist. So lange dem nicht so ist, sollten Sie eins verstehen:

Jede fremde auch so feindliche, störende und ungeliebte aber auch die liebgewonnene Energie, die aus egal welchen Grund längere Zeit ein Teil von ihnen war, kann während des Loslösungsprozesses in ihnen eine tiefe Trauer, Depression und Sterbegefühle, bzw. Ängste auslösen. Sie sind mit diesen Energien auf verschiedene Art bis in die tiefsten Schichten ihres Selbst und der Zellenebene mehr oder weniger verwoben. Beginnt sich diese Energie von ihnen zu lösen, beginnen sie das Gefühl zu bekommen, als könnten sie, als würden sie sterben.

Loslösungsprozess, innere Befreiung, Schatten

Ich glaube es liegt vor allem daran, dass unser Körper auf gewisser Weise zwischen der eigenen und fremden Energie nicht unterscheiden kann. Er kennt Vorgänge die er als Sterbeprozess einordnet und sendet dementsprechende Informationen. Und er unterscheidet wahrscheinlich nicht zwischen den eigenen Energien und wenn sich fremde Energien von ihm zu lösen beginnen. Das ist die körperliche Ebene. Auf der wesenhaften und psychischen Ebene geschieht etwas Ähnliches. Wir haben etwas als ein Teil von uns integriert und je nachdem wieviel er von unserer aktuellen Persönlichkeit, in der wie uns gelernt haben zu sehen und zu fühlen, ausmacht, dementsprechend haben wir das Gefühl das ein Teil von uns weggeht, schwindet, sich auflöst, stirbt. Sind wir zu sehr auf diese Energie fokussiert, kann es sogar sein, dass wir ihr im Geiste weiter nachgehen, auch wenn sie mit uns, unserem Körper nicht mehr verbunden ist. So wie wir oft mit den Verstorbenen noch Jahre nach ihrem Tod verbunden sind und uns ihnen Nahe fühlen.

Mental-emotionale Natur der sich lösenden Fremdenergie

Diese, sich lösenden Fremdenergien sind vor allem mental-emotionaler Natur, entstanden aufgrund von mentalen Vorstellungen und Wünschen, wie was sein oder nicht sein soll. Irgendwie bildeten sie eine Art Gerüst einer Welt, das wir uns in größter mentaler und wahrscheinlich auch physischer Mühe versucht haben (aus welchen Gründen auch immer) aufzubauen. Löst sich diese mentale Energie von uns, beginnt sich logischerweise auch die physische Realität umzuformen. Sahen wir uns selbst als ein (Bestand)Teil solcher (mental-emotionalen) Realität, definierten uns selbst durch diese, möchten wir sie instinktiv um jeden Preis am Leben erhalten, damit wir selbst dadurch weiterleben können. Unbewusst nähren wir das, sich im Zerfall befindliche Konstrukt weiter mit unseren Gedanken. Dies bringt uns weg von uns, von unserer aktuellen, vitalen Welt in Bereiche, wo es nicht mehr besonders lebendig ist, weil dort der Auflösungsprozess im Gange ist. Das Verharren in solcher Welt und der Versuch sie am Leben zu halten, bzw. das zu beleben was im Begriff ist zu sterben, empfinden wir als Depression. So gesehen ist solche Art von Depression lediglich eine Wahrnehmung einer Welt in der es für uns nichts Lebendes und Lebendiges gibt, außer uns selbst, die wir uns dort verloren und verfangen haben.

Fortsetzung im Teil 5 ->
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© 12/2016 Kristina Hazler

Aspektologie, Erwachen und SelbstintegrationAspektologie

besteht aus folgenden Teilen:

  1. Geheime Persönlichkeitsaspekte und Persönlichkeitsanteile
  2. Fremdenergien müssen nicht immer fremd sein
  3. Durch den spirituell-energetischen Tod gehen
  4. Ein Wettlauf gegen die innere Befreiung
  5. Erwachen, Selbstintegration und die neue Sterbekultur

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Erwachen im MenschSein - Das ExperimentEmpfehlung
Zum Thema empfehle ich auch folgende Bücher, bzw. Artikel:

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