Ein ungewöhnlicher Appell an HochSensible und Erwachte zum Aufstieg

Wenn ich in diesem Artikel von „unten“ und „oben“ spreche handelt es sich um Metaphern, zwecks leichterer Verständlichkeit und sollte nicht zur Wertung herangezogen werden. Das was für einen unten ist, kann für einen anderen oben sein und umgekehrt*

Ein Appell an hochsensible, empathische und erwachte Persönlichkeiten

Erinnerst du dich? Heute vor vielen Jahren wurdest DU geweckt – sanft oder weniger sanft, je nachdem wie du es brauchtest, hatte es dich mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen. Du öffnetest deine Augen und begannst zu sehen.

Ich wandere in manchen meinen Nächten/Träumen durch Schlafsäle. Meist sehe ich dort Menschen, mit denen ich im Laufe meines Lebens etwas zu tun hatte. Sie liegen dort gemeinsam mit vielen anderen die ich nicht kenne und sind in ihren Kollektivschlaf vertieft. Ich spaziere diese Säle auf und ab, ganz vorsichtig und leise und dann merke ich – einer schläft nicht mehr!

Warum ich das schreibe? Das werden wir noch im Verlauf des Textes sehen. Es geht jedoch darum, dass für viele von euch, welche mit weit aufgerissenen Augen und/oder Herzen derzeit durch diese Welt wandert, keine leichte Zeit ist/anbricht.

Die Welle rollt!

Eine Welle des Erwachens/des Aufwachens, welche so die letzten fünfzehn bis zwanzig Jahre im Gange war, ist mehr oder weniger durch und es folgt ihr eine andere. Und unsere aktuelle Aufgabe ist es, sich auf die neue Welle, die bereits rollt, vorbereiten, mit ihr umgehen zu lernen/können – um darin nicht zu ertrinken.

Warum? Was soll daran schwer sein, wenn man schon Erfahrung damit (mit dem Erwachen etc.) hat?

Hat man eben nicht! Die erste Welle unterschied sich – in der Qualität bzw. Andersartigkeit der Personen/Wesen welche erwacht sind, während der Rest noch schlief – von der jetzigen. Diesmal jedoch werden andere „Spezies“ geweckt und werden in einer Welt aufwachen, in der schon andere sind/wachen und es sich in dieser „wachen“ Welt ein wenig gemütlich eingerichtet haben. Dadurch wird es mit der Gemütlichkeit wahrscheinlich mehr oder weniger vorbei sein. Das Nächste ist: unsere Aufgabe bis jetzt war, sich um das eigene „Wachwerden“ zu kümmern, damit umgehen zu lernen und es zu stabilisieren (um nicht alle fünf Minuten wieder einzunicken). Einige begannen bereits Brücken zwischen der wachen und der schlafenden Welt zu schlagen/bauen und diese zu betreuen. Nun jetzt beginnen über diese Brücke „neue“ Menschen zu strömen. Menschen, die wir nicht einmal geträumt haben, dass sie demnächst aufwachen könnten. Und diese Menschen werden ihre vollgepackten Rücksäcke mitschleppen wollen, mit welchen sie jedoch die andere Seite der Brücke kaum erreichen können. Ihr wisst doch noch wie es war, oder? Die gebauten Brücken sind für keine großen Lasten gedacht. So muss jemand zu diesen Menschen (auf die andere Seite) hin und ihnen erklären, während sie mit den verträumten Augen sehnsüchtig auf die andere Seite der Brücke schauen, dass sie ihren ganzen „Schatz“ aussortieren, bzw. zurück lassen müssen. Ihr könnt euch die erste Reaktion vorstellen …

Ein ungewöhnlicher Appell an Hochsensible und Erwachte - ein Artikel von Kristina Hazler über die Welle des Erwachens, erwachte Persönlichkeiten, Aufstieg, Abstieg und Erleuchtung -> http://kristinahazler.com/ein-ungewohnlicher-appell/

Erinnern wir uns

Erinnern wir uns, wie es bei uns war und warum die damalige Welle anders war als diese, welche gerade mit ziemlich viel Lärm rollt. Da es damals nicht so viele Menschen gab, welche die Weck- und Begleitungsarbeit übernehmen konnten, musste es anders passieren. Die Begleitung, Beratung und „Coaching“ kamen aus den anderen Sphären. Verständlich, dass nur Wesen aufgeweckt werden konnten, welche fähig waren die „unsichtbaren Rufe“ und „unsichtbaren Begleiter“ auch wahrzunehmen und zu verstehen. Der Weckruf durfte sanfter sein als heute, um die anderen (die noch nicht so weit waren) nicht zu wecken. Die ganze Klärungs-, Ausmist- und Entdichtungsarbeit geschah sozusagen hinter den verschlossenen Türen. So ist logischer Weise passiert, dass derzeit vor allem hochsensible, sensible, empfindsame, empathische und mediale Personen wach sind. Dies jedoch bedeutet ein kleines Problem für die bevorstehende Zeit, die nächste Welle und für die, die bereits wachen, weil diejenigen die derzeit geweckt werden nicht so sensibel sind, wie ihre Vorgänger. Sie müssen wahrscheinlich mit größerem Trrarraaa aus dem Schlaf gerissen werden (schon alleine der Weckruf macht uns nervös, bzw. versetzt uns in Panik), das Nächste ist – sie haben noch größere „Sachen“ mit im Gepäck als wir es gewohnt waren (weil sie viel mehr tragen, sich unempfindlicher machen konnten).

Dazu eine kleine Geschichte, die sich im Jahr 2013 ereignete:

Ich fuhr mit einem Aufzug, der halbvoll war, und eine südländische Frau mit einem Kopftuch, um zwei Köpfe kleiner als ich platzierte sich vor mir. Sie stieg mir auf den Fuß mit ihrer Ferse und merkte es gar nicht und blieb mir auf dem Schuh stehen. Nach dem ich sie darauf aufmerksam machte, schüttelte sie nur den Kopf und bewegte sich keinen Zentimeter von mir, noch immer auf meinen Zehen stehend. Im nächsten Stockwerk leerte sich die Kabine zur Hälfte und ich dachte: jetzt werden wir uns (drei verbliebene Personen) in dem Raum neu ordnen. Aber nein! Sie stand weiterhin seelenruhig einen Zentimeter von meiner Nase entfernt. Nach dem ich sie höflich bat, dass sie sich ein wenig verschiebt (ich konnte nicht, klebte bereits an der Wand) stieg sie in dem nächsten Stockwerk genervt und über mich kopfschüttelnd aus.

Was ich mit dieser Geschichte sagen wollte? Möglicherweise werden in der nächsten Welle Menschen wach, welche es nicht merken, wenn sie euch auf die Zehen steigen. Und ihr seid auf gewisse Art und Weise gewohnt ein Sensibler unter lauter Sensiblen zu sein!

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich diesen Artikel bereits im Juni 2013 schrieb und veröffentlichte und keine Ahnung hatte, dass sich dieser in den kommenden Jahren wortwörtlich und in jedem Punkt und Koma und auf sogar auf der physischen Ebene bewahrheit wird und dass „kopftuchtragende“ Menschen mit ihrem ganzen Hab und Gut in den Rucksäcken in unsere privilegierten „Fahrstühle“ einsteigen, die uns bislang zwischen den (höheren) Dimensionen und Welten beförderten und dass es diesmal aufgrund der Überfüllung und Belastung (auch wenn von kleinen, also weniger bewussten Menschen) mit den „Aufzügen“ statt „auf“ scheinbar öfters nach „unten“ zu unseren Zehen gehen wird. Diese „Unterzüge“ stellen unsere aktuelle Gedulds- und Bewusstseinbewahrungsprobe dar.

Wie geht es also weiter?

Ihr werdet, ihr seid gefragt! Schon lange habt ihr euch danach gesehnt – gefragt zu sein, mit den Menschen zu arbeiten, ihnen zu helfen. Jetzt kommt die Zeit, jedoch anders als sich möglicherweise viele vorgestellt haben.

Der nächste Teil des Aufstiegs bedeutet für manche den Abstieg! 

Herzlich willkommen, ihr seid gelandet! Für eine lange Zeit, viele Jahre wurdet ihr auf gewisse Art aus der Dichtheit gehoben, bzw. habt ihr euch daraus erhoben/raus gearbeitet/raus meditiert. In dieser (ab)gehobenen Weise war die intuitive (außersinnliche) Arbeit mit euch möglich. Die Rucksäcke wurden geleert, Herzen geklärt, Köpfe gerichtet. Und jetzt werdet ihr nach und nach wieder dorthin, von wo ihr einst gekommen seid abgeseilt. (Möglicherweise gilt dies nicht für alle, aber viele haben sich dafür entschieden.)

Warum? Was hat es für einen Sinn?

Ging es denn nicht um den Aufstieg, um sich in die nächste Ebene hinein zu entwickeln?

Oh ja – es ist darum gegangen, aus der eigenen Enge auszusteigen, die nächste „Grenze“ zu überschreiten, den Horizont um die nächste(n) Ebene(n) zu erweitern. Unsere „Palette“ ist jetzt vielfältiger, wir haben größere Bandbreite. Jetzt können wir auch „unten“ und auch „oben“ sein. Aber ständig nur „oben“ zu sein wäre doch die nächste Enge, die nächste Einschränkung.

Hättet ihr euch von dem, wo ihr früher viele Jahre/viele Leben lang verharrt seid nicht entfernt, nicht gehoben, wäret ihr nicht in Abstand gegangen – wäre es viel schwieriger gewesen zu erkennen (die Unterschiede zu merken), vor lauter Bäumen den Wald zu sehen. So habt ihr euch die letzten Jahre sozusagen in der Vogelperspektive geübt und befunden. Jetzt geht es wieder runter, um in der Praxis auszuprobieren/zu leben was ihr in der Theorie gelernt habt. Jetzt geht es darum, statt nur zu fliegen wieder (vollgepackt mit neuen Erkenntnissen) gehen zu lernen, damit ihr dann die wunderbare Wahl habt: zu gehen oder zu fliegen …

oder wie ich auf Facebook zuletzt gepostet habe:

Was glaubt ihr habt ihr euch dabei gedacht, wenn ihr beschlossen habt das Bewusstseins und die Bewusstheit in diese Welt zu tragen? Glaubt ihr wolltet ihr:

Bewusstsein in die bewussten Bereiche zu tragen? oder Bewusstsein in die unbewussten Bereiche zu tragen?

Versteht ihr warum all die Dichtheit, die Beschwerden, die Gefühle der Ohnmacht, Orientierungslosigkeit, Dummheit, Unbewusstheit bis hin zu Demenz und Alzheimergefühl? Und was habt ihr geglaubt in den unbewussten, blockierten Bereichen zu finden, wenn ihr dort landet/absteigt – Paradies??? Warum solltet ihr nicht Angst, Zweifel, Unsicherheit, Ärger, Zorn, Panik, Schuldgefühle, Unliebe, Krankheit etc. spüren. Aus was sonst soll die Unbewusstheit und die Dichtheit bestehen? Es ist so wie es ist, wenn wir dabei sind unsere Hilfsvorhaben zu erfüllen. Wäre dort Hilfe und Bewusstheit nicht notwendig, dann hätten wir unsere Wohlfühlzone nicht verlassen. Aber wir wollten helfen! Erinnert euch daran in den nächsten Tagen! Erinnert euch an eures Vertrauen zu euch selbst wenn ihr die Entscheidung abzusteigen um zu helfen getroffen habt. Ihr wart euch so sicher, dass ihr es schafft. Und ihr habt euch nicht geirrt. Egal was los ist und sein wird – bleibt bei euch und euren ursprünglichen Vertrauen! Atmet! Vieles davon was ihr spürt und wahrnimmt sind Phantomschmerzen und Phantomenergien – ich werde in einem meiner nächsten Artikel näher auf diese eingehen. Atmet! Atmet und atmet und lasst los … es geschieht … lasst es geschehen … erlaubt … vertraut. Seid einfach ihr … atmet … seid … existiert wo auch immer ihr seid …

Dieses Abseilen, der Abstieg ist jedoch meistens nicht besonders angenehm. Viele wollen es nicht, verstehen es nicht, klammern sich oben fest. Warum? Weil es körperlich und psychisch anstrengend ist, wehtut. Es fühlt sich an, als wenn man, der sich erst vor kurzen befreite Vogel, wieder eingefangen, in einen Käfig hineingestopft wurde, der noch dazu zu eng ist. Jedes Stück tiefer ist es dichter, nebeliger, zäher, möglicherweise stinkt es auch. Die Puste geht einem aus, überall zwickt es, ein (Energie)Teil von uns muss draußen bleiben – sprich Trennungsängste tauchen auf. Der Trick dabei ist, zu lernen behutsam mit sich selbst umzugehen und sich nach jedem (wie klein er auch sein mag) „Schritt“ zu stabilisieren, sich an die Dichtheit und „Dunkelheit“ zu gewöhnen, zuerst wieder sehen und die Verbindung „nach oben“ zu knüpfen bevor es mit dem nächsten Schritt weitergeht. In der allgemein gewohnten Eile und Geschwindigkeit kein leichtes Unterfangen. Aber was nützen tausend schnelle Schritte aufs Blind, wenn sie in die Sackgasse führten? Üben, üben und nochmals üben ist angesagt. Mehrmals rauf und runter, bis zu der eben abgeseilten Stelle zu klettern, bis es sich natürlich anfühlt, der Weg sich geklärt hat und man selbst eine Gewissheit verspürt. Erst dann ist der nächste, tiefere (Abseil)Schritt zu empfehlen.

Eine Leserin hat mir zu dem Thema Abstieg geschrieben: Ich würde aber am liebsten nicht Absteigen, sondern aussteigen! Meine Antwort dazu war: Aussteigen kann man selbstverständlich auch, dass setzt jedoch voraus, die Gedanken auf irgendeinen Dienst und Hilfe in den unbewussten, dichten Bereichen und die Errettung dieser loszulassen und zu sich und der eigenen „Rettung“ selbst-bewusst zu stehen. Und wir wissen bereits: wir können unsere frühere Entscheidungen und Absichten jederzeit revidieren, solange diese „Korrekturen“ dem Seelenweg entsprechend und nicht nur aus unserem Kopf stammen und auf der augenblicklichen, begrenzt-menschlichen Angst und Enttäuschung basieren. Und wir wissen auch, dass jegliche Befreiung und Erlösung, also Aussteigen von etwas nur in dessen Annahme und nicht der Ablehnung und dem Widerstand  geschehen kann.

Und für diejenigen, die bereits hier und jetzt angekommen sind, habe ich einige Dinge für die aktuell an uns zukommenden Aufgaben in meinem letzten Artikel: „Fels in der Brandung“ zusammengefasst.

© 09/2013 Kristina Hazler, aktualisiert am 04/2016

Liste aller Artikel zum Thema Hochsensibilität hier:

Hochsensibilität, Empathie und erweitertes Bewusstsein – (Aus)Wirkungen


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